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Diese Hotels und Restaurants haben wir gefunden:

Hotel Gasthof Frohsinn**
CH-8247 Flurlingen bei Schaffhausen (Bodensee und Allgäu)
Hotel-Restaurant Rheingerbe
CH-8260 Stein am Rhein (Bodensee und Allgäu)
Hotel Chlosterhof
CH-8260 Stein am Rhein (Bodensee und Allgäu)
Romantik Hotel Die Krone
CH-8274 Gottlieben (Bodensee und Allgäu)
Hotel und Gasthof "Zur Kapelle"
D-88149 Nonnenhorn (Bodensee und Allgäu)
Gästehaus und Weinstube Oliva
D-88364 Wolfegg (Bodensee und Allgäu)
Museumsgaststätte Fischerhaus
D-88364 Wolfegg (Bodensee und Allgäu)
Hotel Rebstock
D-88512 Mengen (Bodensee und Allgäu)
Romantik-Hotel Johanniter-Kreuz
D-88662 Überlingen-Andelshofen (Bodensee und Allgäu)
Hotel-Restaurant Bürgerbräu
D-88662 Überlingen / Bodensee (Bodensee und Allgäu)
Ferienhof Gäng
D-88693 Geggenhausental (Bodensee und Allgäu)
Gästehaus Alte Schule
D-88693 Geggenhausental (Bodensee und Allgäu)
Hotel-Restaurant 3Stuben
D-88709 Meersburg (Bodensee und Allgäu)
Hotel Löwen
D-88709 Hagnau am Bodensee (Bodensee und Allgäu)
Hotel "Schiefes Haus"
D-89073 Ulm (Schwaben / Schwäbische Alb)
Pension "Das schmale Haus"
D-89073 Ulm (Schwaben / Schwäbische Alb)
Hotel Hirsch
D-89081 Ulm-Grimmelfingen (Schwaben / Schwäbische Alb)
Landgasthof Krone-Lautern
D-89134 Blaustein-Lautern (Schwaben / Schwäbische Alb)
Hotel Restaurant Ochsen
D-89143 Blaubeuren (Schwaben / Schwäbische Alb)
Gasthof Rössle***
D-89250 Senden (Schwaben / Schwäbische Alb)
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Über Baulexikon und Heimwerker-Lexikon - Begriffe mit S

Das große Baumarkt Lexikon

Alles zum Thema "S"

Säbelsäge

auch: Säbelsägen

bosch-saebelsaege.jpg

Diese elektrische Säge eignet sich hervorragend für Arbeiten und Schnitte an engen Stellen. Weiter kann man mit der Maschine hervorragende Tauchschnitte erstellen, um passgenaue Arbeiten zu verrichten. Die robuste und handliche Form mit dem Spatengriff ermöglicht ein exaktes Führen der Maschine. Verschiedene Schnittgeschwindigkeiten ermöglichen das Schneiden von Metall, Holz, Kunststoff und andere Materialien. Es können runde Formen, 4-kantige Formen, L-Profile wie auch U-Profile mit der Säbelsäge bearbeitet werden. Säbelsägen haben sich für das Trennen von Profilen, Rohren und anderen Werkstücken auch unter ungünstigen Zugangsbedingungen sowie für Ablängarbeiten in Handwerk und Industrie bestens bewährt. Akku-Säbelsägen für den kabellosen Einsatz auf Baustellen verdrängen immer mehr die klassische, hier geschilderte Bauart.

Sachverständiger

auch: Sachverständige

Der Sachverständige spielt im Baubereich eine große Rolle - und nicht nur, wenn es um Schadensfälle und gerichtliche Streitigkeiten geht. Sachverständige sind immer spezialisiert, z.B. auf Holzbaukonstruktionen, Bautenschutz oder Betonbau. Den Sachverständigen für alles und jedes gibt es nicht und wenn sich einer als solcher bezeichnet, sollte man ihn nicht beachten. Sachverständige können schon im Vorfeld eines Neubaus oder einer Sanierung hinzugezogen werden, dann nämlich, wenn aufgrund besonderer Umstände Probleme auftauchen oder zu erwarten sind. Unter den Sachverständigen im Baubereich nehmen die Spezialisten für die Wertermittlung von Immobilien und Grundstücken eine Sonderstellung insofern ein, als sie selten vor Gericht auftreten müssen. Alle anderen Sachverständigen treten als Gutachter regelmäßig vor Gericht in Erscheinung, wenn wegen eines angeblichen oder tatsächlichen Bauschadens Prozesse geführt werden. Freier Sachverständiger und öffentlich bestellter und vereidigter Sachverständiger sind die Berufsgruppen, mit denen es der Bauherr am meisten zu tun hat.

Sackkarre

auch: Sackkarren

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Transporthilfe zum Befördern von Kisten, Säcken und anderen schweren Lasten.

Sackloch

auch: Sacklöcher

Ein Sackloch ist eine nicht durchgehende Bohrung. Es wird beispielsweise beim Ausbohren von Astlöchern oder für Scharniere hergestellt. Als Bohrer verwendet man zum Beispiel Kunstbohrer oder Forstnerbohrer.

Sackrisse

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Sackrisse verlaufen überwiegend horizontal durchhängend mit einer Länge bis 20 Zentimeter und einer Breite bis zirka drei Millimeter. Sackrisse entstehen im noch nicht gehärteten Mörtel bei zu dickem Putzauftrag (in einer Lage) oder bei schlechter Haftung auf dem Putzgrund. Auch zu weiche Konsistenz und zu langes und starkes Verreiben des Putzmörtels können die Ursache dieser Putzrisse sein. Dies ist ein typischer putzbedingter Riss, der "beruhigbar" und daher relativ einfach zu sanieren ist.

saftfrisch

auch: saftfrische

Saftfrisch bezeichnet die Holzfeuchte eines Rundholzes, das kurz zuvor geschlagen wurde. Saftfrisches Holz hat daher in etwa die Holzfeuchte eines lebenden Stammes.

Sägeblatt

auch: Sägeblätter

Jede Säge braucht ein Sägeblatt. Dieses kann in Gestelle oder Bügel gespannt oder ungespannt mit Heft versehen sein. Sägeblätter sind aus gehärtetem Werkzeugstahl und bestehen aus dem eigentlichen Blatt und den Sägezähnen. Die dreieckigen Sägezähne liegen hintereinandergereiht auf einer Linie, der sogenannten Zahngrundlinie. Sie haben alle die gleiche Größe und werden von der Zahnspitzenlinie begrenzt. Den Abstand zwischen Zahngrundlinie und Zahnspitzenlinie wird Zahnhöhe genannt. Der freie Raum zwischen zwei Zähnen ist die Zahnlücke. Der freischneidende Teil des Zahnes ist die Zahnbrust, der entgegengesetzte Teil ist der Zahnrücken. Für verschiedene Arbeiten kommen unterschiedliche Sägeblätter zum Einsatz, die sich in der Form und der Größe unterscheiden. Man unterscheidet beispielsweise Schlitzsägeblatt, Absetzsägeblatt, Schittersägeblatt und Schweifsägeblatt.

Sägeblatt-Schärfgerät

auch: Sägeblatt-Schärfgeräte, Sägeblattschärfgerät, Sägeblattschärfgeräte

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Mit der Zeit wird jedes Sägeblatt stumpf. Damit nicht jedes Mal ein neues gekauft oder jeder Zahn einzeln geschärft werden muss, gibt es das Sägeblatt-Schärfgerät. In dieses Gerät wird das Kreissägeblatt eingespannt und geschärft. Angetrieben wird dieses Elektrowerkzeug entweder von einem eigenen Motor oder von einer Bohrmaschine.

Sägebock

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Der Sägebock ist ein Jahrhunderte altes, meist selbstgebautes Gestell aus je zwei diagonal angeordneten und mittig miteinander verschraub­ten oder vernagelten Kanthölzern, die über ein waage­rechtes Kantholz miteinander verbunden und damit stabilisiert sind. Die scherenartig auseinander klaffenden oberen Enden der Kanthölzer sind bestens geeignet, Rundhölzer und Balken aufzunehmen, um diese mit der Säge abzulängen.

Sägebogen

auch: Sägebögen

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Der Sägebogen ist die bogenförmige Halterung, in die ein Sägeblatt oder ein Handsägeblatt eingespannt wird. Die Form des Bogens sowie die technische Ausstattung können jedoch sehr unterschiedlich sein. Das linke Foto zeigt einen Standard-Sägebogen für Heimwerker und Bastler, das rechte ein Präzionsgerät mit Hochspanntechnik zum Spannen des Sägeblatts und wahlweiser Schnitteinstellung von 90 oder 45°. (Herstellerfotos: Nicholson).

Sägedach

auch: Sägedächer

Deutsche Übersetzung für die englische Bezeichnung Sheddach.

Sägefeile

auch: Sägefeilen

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Feile mit einem dünnen, rechteckigen Querschnitt. Sie wird zum Schärfen von Kreissägeblättern, Block- und Gattersägen mit feiner Zahnung sowie für Bandsägen verwendet. Hervorragend geeignet zum Zieh- und Schlichtfeilen, sowie für Putz- und Entgratungsarbeiten. In der metallverarbeitenden Industrie wird die Sägefeile oft als Dreher-, Entgratungs- oder Zugfeile verwendet. (Foto: Hersteller BAHCO)

Sägefurnier

auch: Sägefurniere

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Mit dem Furniergatter oder auf der Furnier- und Fügekreissäge wird das Holz in sehr dünne Scheiben gesägt (Säge). Da das Holz vorher nicht gedämpft wird, sehen Sägefurniere in ihrer Farbe und Maserung genau wie Vollholz aus. Sie sind sehr schön, aber auch sehr teuer. Da viel Verschnitt entsteht, werden sie nur für sehr hochwertige Möbel verwendet.

Sägeketten-Entnietgerät

auch: Sägeketten-Entnietgeräte

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Mit diesem Gerät lässt sich die Kette einer Kettensäge leicht und unkompliziert entnieten. In Sekundenschnelle sind Ketten-Treibglieder gelöst, ersetzt oder eingesetzt. Das Sägeketten-Entnietgerät lässt sich auf der Werkbank befestigen. Um die Ketten wieder zu vernieten gibt es das Sägeketten-Vernietgerät.

Sägeketten-Schärfgerät

auch: Sägeketten-Schärfgeräte, Sägekettenschärfgerät, Sägekettenschärfgeräte

Dieses Werkzeug vereinfacht das Schärfen der Sägekette einer Kettensäge um einiges, da das zeitaufwändige Schärfen mit der Rundfeile entfällt. Die Schleifscheibe wird dazu auf einen bestimmten Winkel eingestellt und so kann Kettenglied um Kettenglied ohne weitere weitere Einstellarbeiten geschärft werden.

Sägeketten-Vernietgerät

auch: Sägeketten-Vernietgeräte

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Was mit dem Sägeketten-Entnietgerät entzwei gemacht wurde, kann mit dem Sägeketten-Vernietgerät wieder verbunden werden. Die Ketten einer Kettensäge werden mit diesem Gerät unkompliziert und in sekundenschnelle vernietet.

Sägekordel

auch: Sägekordeln

In einen Metallsägebogen statt eines Sägeblatts einzuspannende Metallkordel, die mit kleinen, scharfkantigen Hartmetallpartikeln bestückt ist. Da die Sägekordel biegsam und rundum geschärft ist, können mit ihr Rundungen in Glas, Kunststein, Naturstein oder Fliesen gesägt werden. Es sind auch Sägekordeln erhältlich, deren beiden Enden Schlaufen aufweisen, so dass die Kordel mit den Hand geführt werden kann.

Sägenschränkzange

auch: Sägenschränkzangen

sägerau

Bezeichnung für die Oberflächenbeschaffenheit von Schnittholz. Der Begriff "sägerauh" bedeutet, dass das Brett oder der Balken ohne weitere Behandlung der Oberfläche aus dem Sägewerk kommt. Dementsprechend rauh bis splittrig fühlt sich das Holz an.

Sakralbau

auch: Sakralbauten

Sammelbegriff für kirchliche Bauten, also Kirchen, Kapellen, Moscheen und Klöster.

Salmiakgeist

auch: Ammoniakwasser

Salmiakgeist ist eine 10-prozentige Lösung von Ammoniak in Wasser und wird daher auch als Ammoniakwasser bezeichnet. Salmiakgeist wird als Hausmittel zur Reinigung von Oberflächen im Haushalt genutzt, gilt aber auch als Geheimtipp, um Wespen abzuwehren. Hierzu wird in geschlossenen Räumen ein wenig Salmiakgeist in eine kleine Schüssel gegeben, Wespen werden den Raum aufgrund des Geruchs von nun an meiden. Außerhalb eines Gebäudes nimmt man Papiertücher, die in Salmiakgeist eingelegt werden, und verteilt diese in der Nähe des Wespennestes. Salmiakgeist verbreitet bei Zimmertemperatur einen stechenden Geruch.

Saloontür

auch: Saloontüre, Saalontüren

Ein- oder zweiflügelige Tür, deren Flügel mittig in der Zarge an speziellen Türbändern befestigt sind und nicht verschlossen werden können, sondern beim und nach dem Öffnen hin- und herpendeln oder schwingen. Im Gegensatz zur Pendeltür endet die aus US-Saloons und einschlägigen Wildwestfilmen hinlänglich bekannte Tür etwa in Brusthöhe. Solche Türen sind eigentlich keine Türen, sondern pendelnde Klappen und dienen ausschließlich dekorativen Zwecken.

Salpeter

Salpeterausblühung

auch: Salpeterausblühungen

siehe Ausblühung.

Salpetersäure

siehe: nitrose Gase. Dient unter anderem zur Herstellung von Düngemitteln, Sprengstoffen, Nitraten sowie zum Ätzen und Beizen von Metallen. Entsteht aus Ammoniak, das sich beim Abbau organischer Stoffe wie beispielsweise in Abwasserkanälen oder Viehställen bildet. Zusammen mit kalkhaltigen Baustoffen entsteht das wasserlösliche Calciumnitrat, das zu Bauschäden führen kann.

Salzausblühung

auch: Salzausblühungen

siehe Ausblühung.

Salzdom

auch: Salzstock, Diapir

Ein Salzdom, Salzstock, oder Diapir ist eine unter Gebirgsdruck verformte, mächtige Steinsalzstruktur, die kegel- oder zapfenförmig durch überliegende Gesteinsschichten dringt, unter Umständen bis an die Erdoberfläche. Diapire können mehrere Kilometer Durchmesser und Höhe aufweisen. Sie gelten auch als «Erdölfallen» und sind deswegen wichtige Indikatoren für Erdöllagerstätten (Iran, Nordsee). Bei ausreichender Homogenität besitzen sie ein gute Voraussetzung zur Anlage eines Kavernenspeichers für Gas oder Öl.

Salzsäure

findet vielseitige Verwendung in Industrie und Handwerk, z.B. in der Metallurgie, zum Reinigen, in der Bauwirtschaft, zur Regenerierung von Ionenaustauschern. Zersetzt Kalkstein unter der Abspaltung von Kohlenstoffdioxid. Verdünnte Salzsäure verwendet man zum Reinigen von Klinkermauerwerk und zum Entfernen von Kalkablagerungen.

Salzsprengung

Die Salzsprengung wirkt ähnlich wie die Frostsprengung. In trockenen Gebieten werden aus dem Stein gelöste Salze nicht ausgewaschen, sondern beim Verdunsten des Wassers in der äußersten Gesteinsschicht angereichert. Kristallisieren die Salze z.B. bei Temperaturveränderung aus, werden erhebliche Sprengkräfte wirksam. Eine zweite Art von Salzsprengung beruht auf der Volumenzunahme von Salzkristallen bei der Hydratbildung.

Salzstock

siehe Salzdom.

Sambatreppe

auch: Watscheltreppe, Sambatreppen, Samba-Treppen

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Sambatreppen bzw. Watscheltreppen sind der raumsparende Zugang zu einem Speicher. Sie besitzen eine besonders grosse Steigung, wobei die Treppenstufen quasi rechts und links versetzt angeordnet sind. Beim Begehen dieser Treppe kommt die Hüfte zwangsläufig in Bewegung, weshalb die Treppe Sambatreppe genannt wird, was sicherlich ein netterer Ausdruck als Watscheltreppe ist. Die DIN 18065 als "Bauaufsichtlich eingeführte Norm" erlaubt die Sambatreppe nur als Zugang zu Speichern, jedoch nicht zu Wohnräumen. Ebenso genau sind viele andere Details geregelt wie eine stabile Konstruktion von Tragwerk und Geländer, sowie deren Nachweise, wie steil die Treppe sein darf usw.

Samenflug

Bezeichnung für die naturgemäße Verbreitung von Samen, insbesondere von Grassamen, Unkrautsamen und Kräutersamen. Der Samenflug ist oft Anlass für Nachbarschaftsstreit, wenn Wiesen nicht gemäht und Unkräuter wie Brennesseln nicht gejätet werden. Der Samen des Riesen-Bärenklau kann beispielsweise ganze Gartenlandschaften verseuchen, weshalb Naturgärten von denjenigen mit Skepsis beargwöhnt werden, die einen klassischen Ziergarten oder Nutzgarten unterhalten.

Sammelgarage

auch: Sammelgaragen

Sammelgaragen sind Garagen, die mehrere Benutzer haben. Sie gehören beispielsweise zu einem Mehrfamilienhaus oder sie werden auf einem separaten Grundstück errichtet. Dort kann sich jeder einen Stellplatz mieten oder kaufen. Auch eine Tiefgarage kann eine Sammelgarage sein. Da viele Menschen Zugang zu einer Sammelgarage haben, sollte das Fahrzeug beim Verlassen immer abgeschlossen werden. Viele Autoversicherungen bieten allerdings günstigere Konditionen an, wenn das Fahrzeug nicht auf der Straße geparkt wird.

Sammelhalter

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Sammelhalter haben im Prinzip dieselbe Funktion, wie eine Schelle oder eine Klemmschelle, nämlich die Befestigung von Elektrokabeln an der Wand. Während Schellen jedoch nur ein Kabel festhalten, können in einem Kabelbügel mehrere Kabel untergebracht werden. Die Industrie liefert Sammelhalter in unterschiedlichen Ausführungen insbesondere für die Montage mittels Schlagdübeln.

Sammel-Hauptlüftung

auch: Sammel-Hauptlüftungen

Sanarium

siehe Bio-Sauna.

Sand

auch: Sande

Sand besitzt im Bauwesen zahlreiche Anwendungsgebiete. So wird er beispielsweise als Zuschlag für Mörtel oder Beton verwendet. Auch zur Herstellung von Asphalt oder Kalksandstein benötigt man Sand. Sand umfaßt definitionsgemäß den Korngrößenbereich zwischen 0,063 mm und 2 mm Korndurchmesser. Was größer ist, wird bereits als Kies bezeichnet. Ist der Korndurchmesser kleiner als 0,063 redet man bereits von Schluff. Will man eine Sandprobe noch differenzierter beschreiben, wird sie noch in weitere Fraktionen unterteilt: Korngröße Bezeichnung 0,63 - 2 mm Grobsand 0,20 - 0,63 mm Mittelsand 0,063 - 0,2 mm Feinsand Um aus dem natürlichen Kies- und Sandgemenge einer Lagerstätte Baukiese und -sande zu produzieren, wird das Rohmaterial durch Waschen und Sieben aufbereitet. Beim Waschen werden abschlämmbare Bestandteile wie Schluff, Lehm, Ton oder auch Holzkohlepartikel entfernt. Durch das Sieben wird das gewonnene Material in verschiedene Korngrössenklassen (Kornfraktionen) geteilt, die dann je nach Bedarf zum Einsatz kommen. Für manche Verwendungszwecke werden an Baukiese und -sande erhöhte Anforderungen gestellt, die durch DIN-Normen geregelt sind und der Überwachung unterliegen. Darunter fällt beispielsweise die Widerstandsfähigkeit gegen Frost und Taumittel, der Anteil an quellfähigen Bestandteilen organischen Ursprungs, der Gehalt an wasserlöslichen Chloriden oder der Gehalt an abschlämmbaren Bestandteilen.

Sandarak

Sandarak ist das Harz von Zypressen. Das hellgelbe Naturharz wird gerne als Räuchermittel, aber auch als Bindemittel zur Herstellung von Spirituslacken verwendet. Der Lack ist spröde. Als Lösemittel verwendet man Terpentinöl oder Alkohol.

Sandbett

Sandschicht, in die Plastersteine gebettet werden, siehe auch Pflasterbett.

sanden

auch: sandend

Putze, Mörtel und Fugmassen können "aussanden" - insbesondere dann, wenn die Putzmörtel nicht richtig angemischt oder an bestimmten Bindemitteln, vor allem am Zement, gespart wurde. Während sandende Fugen nur "repariert" werden können, indem man die Fugen weiträumig auskratzt und dann neu verfugt, kann bei sandenden Putzen eine Behandlung mit Tiefengrund Abhilfe schaffen. Wenn der Sand freilich herabrieselt oder gar ganze Brocken aus dem Putz fallen, hilft nur Abstemmen des Altputzes und dann ein neuer Putz.

Sander

Sandstein

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Relativ weit verbreitet ist der Sandstein, wobei als Sandsteine nur diejenigen Gesteine bezeichnet werden, die fast ausschließlich aus Quarz bestehen. Die Härte der Sandsteine nimmt mit dem Grad der Verfestigung zu. Es gibt daher einige, wie beispielsweise Quarzite oder Paragneise, die sehr hart und beständig sind. Die meisten Sandsteine sind jedoch eher leicht zu bearbeiten und weniger beständig. Das Farbspektrum reicht von weiß, grau und beige bis hin zu rot oder grün. Das Gestein ist vielseitig verwendbar. Es ist ein wichtiges Gestein für den Garten- und Landschaftsbau, für Einfassungen, Platten, Mauersteine oder Figuren. Pflasterbeläge aus Sandstein werden jedoch häufig wegen der geringeren Belastbarkeit gegen Granit ausgetauscht. Sandsteinbeläge sind zudem wenig tausalzbeständig und werden glitschig. Daß Sandstein sehr anfällig gegen Umwelteinflüsse ist, sieht man gerade auch an vielen Kirchen. Wer einmal den Kölner Dom besichtigt hat, der weiß, dass dort immer irgendwo ein Gerüst steht oder hängt, wo gerade herumgebastelt wird.

Sandstrahldekore

auch: Sandstrahldekor, Sandstrahlmotive

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Durch Sandstrahlen kann der Fachmann hartnäckige Farbreste von alten Holzbalken oder Rost von alten Brückengeländern entfernen. Durch Sandstrahlen können aber auch in Metallplatten oder Glasscheiben Motive beliebiger Form eingraviert werden. Auf diese Technik verstehen sich vor allem Glaskunstbetriebe. Sandstrahldekore werden vor allem auf Glastüren angebracht, zum Beispiel in Restaurants, Galerien oder in Firmengebäuden. Dabei werden Schablonen auf das Glas geklebt. Der von der Schablone nicht abgedeckte Glasteil wird dann durch den Sandstrahl "graviert".

Sandstrahlen

Verfahren, bei dem ein scharfkörniges festes Strahlmittel wie beispielsweise Quarzsand oder Glas-Granulat mit großem Druck auf eine Baustoffoberfläche geblasen wird. Dies kann entweder zum Reinigen etwa alter Fassaden oder Entrosten etwa von Brückengeländern geschehen. Auch zur nachträglichen Oberflächenbehandlung von Beton wird das Verfahren verwendet. Dabei wird die oberste Zementsteinschicht entfernt und der Zuschlag wird sichtbar. Bei der Verwendung von farbigen Zuschlagstoffen und farbigem Zementstein lassen sich so besondere Effekte herstellen. Durch Sandstrahlen lassen sich aber auch Dekore und Motive in Glas, Metall und Naturstein mattieren, siehe Sandstrahldekore. Beim Sandstrahlen sind erhebliche Sicherheitsvorkehrungen zu beachten, weshalb diese Arbeiten nur von Profifirmen ausgeführt werden dürfen.

Sandwichblech

auch: Sandwichbleche

Ein Sandwichblech ist ein Verbundblech, das aus drei Schichten besteht und schwingungsdämpfende Eigenschaften besitzt. Die beiden äußeren Schichten bestehen aus Feinblech, während in der Mitte eine Kunststoffschicht für die gewünschte Dämpfung sorgt. Eingesetzt werden Sandwichbleche überall dort, wo Körperschall durch Vibration auftritt wie zum Beispiel in Maschinenhallen oder Kompressorgehäusen.

Sandwichpaneele

auch: Sandwichpaneel, Sandwich-Paneele

Unter Sandwichpaneele versteht man Elemente für den Wand- und Deckenbau, die aus je einer oberen und unteren Deckschicht (z.B. aus GFK oder Metallblechen) sowie einem Kern aus isolierendem Material (z.B. PUR-Schaum oder Mineralwolle) bestehen. Solche vorgefertigten Bauelemente erleichtern vielfach schnelle Konstruktionen, haben gute Wärmedämmeigenschaften und bieten afugrund des mehrschichtigen Aufbaus hervorragende mechanische Eigenschaften.

Sandwichplatte

auch: Sandwichplatten

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Wie bei einem Sandwich hat die Sandwichplatte, oft auch Mehrfach-Leichtbauplatte genannt, drei Schichten. Die Mittellage, also das, was bei einem Butterbrot der Belag ist, ist bei dieser Platte ein Dämmmaterial unterschiedlicher Zusammensetzung. Damit dieser Dämmstoff nicht auseinanderfällt oder wegbricht, wird er zwischen Trägermaterial aus Spanplatten, MDF-Platten oder Multiplexplatten gepresst und kann so gut verarbeitet werden.

Sandwichprofil

auch: Sandwichprofile

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Profil aus Stahl oder Aluminium, bei denen Dämmstoffe integriert sind. Dadurch gewährleisten die montagefertigen Dach- und Wandelemente hervorragende Dämmeigenschaften.

Sanieren

Im Baubereich versteht man unter dem Sanieren die Beseitigung von Schäden, Mängeln oder Fehlern an Bauwerken, wobei es sich eher um eine umfassende, grundlegende Maßnahme handelt, als um die Korrektur eines Teilbereichs.

Sanierputz

auch: Sanierputze

Sanierputze kommen bei durchfeuchtetem, salzhaltigen Mauerwerk zum Einsatz. Sie sind besonders offenporig und vergrößern die Abtrocknungsoberfläche. Die Wand trocknet dadurch schneller aus. Gelöste Salze werden in den Poren gebunden und gelangen nicht zur Wandoberfläche. Sanierputze sind mit einer diffusionsoffenen Farbe zu streichen, damit der Wasserdampftransport nicht behindert wird. Sanierputze verfügen in hohem Maße über die Eigenschaft, Feuchtigkeit auch aus der Raumluft aufzunehmen und dann wieder abzugeben, wenn "trockene Luft" ist. Als "Heilmittel" können Sanierputze jedoch nicht angesehen werden. Wenn ständig neue Feuchtigkeit und neue Salze innerhalb des Mauerwerks transportiert werden, ist auch bei einem gut aufgebauten Sanierputz die Fähigkeit erschöpft, Kristallisationsschäden zu vermeiden. Was bedeutet, dass die Ursache der Feuchtigkeitsschäden behoben werden muss, damit der Sanierputz etwas bringt.

Sanierung

auch: Altbausanierung, Sanierungen

Weit gespannter Begriff für die Instandsetzung oder Substanzverbesserung von Gebäuden. Sanierungen werden vor allem dann erforderlich, wenn z.B. durch Schimmelbildung oder die Verwendung gesundheitlich gefährlicher Baustoffe wie Asbest ein Bewohnen des Gebäudes nicht mehr zumutbar ist. Unter Sanierung wird auch die Verbesserung der Wärmedämmung, die Beseitigung von Feuchteschäden im Mauerwerk, der Austausch von Bleirohren gegen solche aus Kupfer oder Kunststoff usw., usf. verstanden. Je nach Art des Gebäudes, insbesondere bei denkmalgeschützten Bauwerken, kann die Sanierung auch Restaurierungsarbeiten umfassen.

Sanierungsfenster

Das Sanierungsfenster ist kein eigenständiges Fenster, sondern es wird in die Laibung eines bereits vorhandenen Fenster quasi als zweite Fensterhaut mit eingebaut. So ein Sanierungsfenster kommt zum Einsatz, wenn von außen der optische Gesamteindruck des Gebäudes erhalten werden soll. Mit dem Einbau eines Sanierungsfensters können die geforderten Werte nach der Energieeinsparverordnung erreicht werden. Durch die zweite Fensterhaut aus Isolierglas entsteht im Prinzip ein Kastenfenster. Durch die rahmenlose Innenverglasung wird weder der Lichteinfall noch der Ausblick beeinträchtigt.

Sanierungsfräse

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Die Sanierungsfräse ist ein hilfreiches Elektrowerkzeug zum Abtragen alter Anstriche und Putze sowie zum Aufrauen von Betonflächen und Abfräsen von Schalungsfugen. Die Sanierungsfräse bereitet somit den Untergrund vor, damit ein haftfähiger Untergrund für neue Beschichtungen und Beläge entsteht.

Sanierungsschleifer

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Der Sanierungsschleifer ist ein kleines handliches Elektrowerkzeug, das sich vor allem für den Einsatz an schwer zugänglichen Stellen (über Kopf, in Ecken und im Winkel, an Kanten...) oder für kleinere Flächen eignet. Schleifen und Entfernen lassen sich mit dem Sanierungsschleifer zum Beispiel elastische Beschichtungen, Fliesenkleber, Ölfarben, Putz, Bitumen- und Betonfarben, Gips, Glasfaserverstärkter Kunststoff,Porenbeton usw..

Sanitäracryl

Sanitäracryl ist ein spezieller Kunststoff zum Herstellen von Badewannen, Duschwannen, Waschbecken und ähnlichem. Der Werkstoff ist weitgehend schlag- und stoßunempfindlich, er bekommt aber relativ schnell und leicht Kratzer. Da der Kunststoff allerdings komplett durchgefärbt ist, fallen diese weniger leicht ins Gewicht. Die Farbe bleibt auch nach Jahren gleich. Sanitäracryl ist leichter als Stahlemaille, was sich insbesondere bei Altbaudecken positiv bemerkbar macht. Es ist sehr gut formbar, äußerst stabil und belastbar, licht- und farbecht sowie pflegeleicht und hautfreundlich. Die Formenvielfalt z.B. bei Badewannen hat durch die Einführung von Sanitäracryl deutlich zugenommen, die Designer können hiermit ihrer Kreativität freien Lauf lassen. Durch seine glatte und porenfreie Oberfläche können sich Schmutz und Bakterien nicht festsetzen. Eine erhöhte Stabilität kann durch entsprechende Materialstärke und Glasfaserverstärkung erreicht werden.

Sanitäracryl-Badewanne

auch: Sanitäracryl-Badewannen

Sanitärarmatur

auch: Wasserhahn, Sanitärarmaturen

Sanitärarmaturen dienen zum Absperren von Rohrleitungen, zum Regulieren des Volumenstroms und des Drucks von Trinkwasser, Abwasser und von Gasen. Je nach Aufgabe unterscheidet man Absperrarmatur, Auslaufarmatur, Ablaufarmatur, Regelarmatur, Sicherheitsarmatur und Sicherungsarmatur. Sanitärarmaturen werden aus metallischen Werkstoffen wie Kupferlegierungen, Messing und Edelstahl oder Kunststoffen hergestellt. Unter den Sanitärarmaturen nehmen die Badarmaturen einen besonderen Platz ein, weil diese die Optik eines Badezimmers wesentlich beeinflussen. Die Hersteller verwenden viel Geld und Energie darin, ihre Badarmaturen einerseits von bekannten Designern entwickeln zu lassen und andererseits durch ein besonderes Oberflächenfinish wie "Edelstahl gebürstet" oder echter Vergoldung auch anspruchvollste Bauherren zufrieden zu stellen.

Sanitärcontainer

Sanitärfarben

auch: Sanitärfarbe

Als Sanitärfarben werden jene Farbausführungen verstanden, in denen Badmöbel und Sanitärkeramik ausgeliefert werden. Diese Farben sind jedoch nicht einheitlich definiert, also auch nicht unter RAL typisiert. Die Hersteller von sanitärkeramischen Erzeugnissen stimmen die Sanitärfarben zwar untereinander ab und sprechen gerne davon, dass sie ihre Erzeugnisse in "allen gängigen Sanitärfarben" liefern - doch was ist gängig? Sanitärfarben unterliegen dem sich änderen Geschmack der Bauherren. Die Trendfarben "bahamabeige" oder "moosgrün" der 70-er Jahre ist zwar immer noch "gängig", aber kaum zu verkaufen. Irritierend sind auch fantasievolle Bezeichnungen wie "jasmin", "pergamon" oder "damastweiß" für die etwa 40 bis 50 Farbnuancen, die als "gängig" angesehen werden müssen. Der Bauherr ist gut beraten, seine Badmöbel und seine sanitärkeramischen Produkte nur von einem Hersteller zu kaufen, um negative Farbüberraschungen zu vermeiden. Dunkle Farbglasuren, insbesondere schwarz, sind insofern problematisch, als Seifenspuren besonders auffallen und störend wirken.

Sanitärkeramik

auch: Sanitärporzellan

Dieser Begriff hat zweierlei Bedeutung. Einmal ist er eine allgemeine Sortimentsbezeichnung der sanitärkeramischen Industrie und des Handels. Unter Sanitärkeramik werden dabei Produkte wie Waschtische, Urinale und dergleichen verstanden. Zum anderen versteht man unter Sanitärkeramik aber auch das Rohmaterial für die Herstellung. Hauptbestandteil ist dabei der Ton. dem Kaolin, Feldspat, Quarz und Zuschlagstoffe beigegeben werden. Diese Bestandteile werden aufgemahlen und zu sog. Gießschlicker vermischt. Der Gießschlicker wird in Gipsformen gegossen. Durch Wasserentzug entsteht nun ein Rohling, der entgratet und geglättet und nach einer weiteren Trocknung im Tunnelofen bei etwa 1250° gebrannt wird. Statt Gipsformen werden auch poröse Kunststoffformen verwendet, wobei dann der Gießschlicker in Druckgussmaschinen zu Rohlingen "gedrückt" wird. Solche Maschinen stellen stündlich bis zu 30 Rohlinge her.

Sanitärporzellan

Sanitärtrennwand

auch: Sanitärtrennwände

Trennwand für WC-Anlagen aus Spanplatten oder Melaminharzplatten eingerahmt in Aluminiumprofilen.

Sanitärzelle

auch: Sanitärzellen

Wenig sympathische, aber geläufige Bezeichnung in der Architektur, wenn es um Bäder in Krankenhäusern, Pfege- und Altersheimen geht. Eine klar definierte Abgrenzung zur Naßzelle gibt es nicht, vereinfacht läßt sich aber sagen, dass die Sanitärzelle die gehobenere Ausführung darstellt. Sanitärzellen werden meistens als Fertigbäder ausgeführt.

Sapeli

auch: Sapeli-Mahagoni

sapeli.jpg

Sapeli ist eine exotische, aber keineswegs seltene Holzart. Das Holz ist über ganz Westafrika bis hin zu Zentralafrika verbreitet. Anfangs rosarot, dunkelt Sapeli im Laufe der Zeit in ein sattes Rotbraun über. Als besonders exklusiv gilt die Wuchsform, bei der kleine Kränze und Verwirbelungen die schlichten Flächen des Holzes umschließen. Sapeli ist ein hartes, leicht zu verarbeitendes Holz, das im Möbel-, Türen-, Paneel- und Parkettbereich zum Einsatz kommt. Eine weitere Bezeichnung für das Holz ist Sapeli-Mahagoni.

Sapeli-Mahagoni

siehe Sapeli.

Sappel

österreichischer Begriff für Sappie

Sappie

Der Sappie ist ein axtähnliches Instrument, das anstelle einer Schneide einen Stahldorn hat. Dieser Dorn wird in gefällte Baumstämme getrieben, wodurch die Waldarbeiter den Stamm besser aus dem Unterholz herausziehen können. Den Sappie gibt es auch als kleinen Handsappie, dessen Dorn mit der Rückseite einer Axt oder eines Hammers in das Holz getrieben wird.

Sassafras

sassafras.jpg

Dieser Laubbaum hat seine Heimat im Osten der USA. Das Kernholz von Sassafras ist blaßbraun bis orangebraun, ähnlich Esche oder Kastanie. Der schmale Splint ist gelblich weiß. Das Holz ist leicht zu bearbeiten und nimmt Anstriche gut an. Es lässt sich gut verleimen und hält Schrauben besser als Nägel. Vor dem Nageln kann Vorbohren erforderlich sein. Da das Holz zum Reißen neigt, sowie zu leichter Verformung bei der Verarbeitung, erfordert die Trocknung große Sorgfalt. Das Holz mit mittleren Festigkeitswerten wird für Möbel, Tischlerarbeiten, Fenster, Türen, Türrahmen oder Küchenschränke verwendet.

Sasse

siehe Blattsasse.

Satiné

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Diese Holzart ist im tropischen Südamerika und im Amazonasgebiet heimisch. Der Baumstamm kann bis 35 m hoch werden und einen Durchmesser bis 0.8 m besitzen. Die Farbe des Holzes ist unregelmässig purpurot und gelbrot gestreift, das Splintholz gelblich. Das harte Holz ist fest und schwer. Es lässt sich gut bearbeiten, drechseln, messern und schälen. Gehobelte Flächen werden sehr glatt und glänzend. Satiné lässt sich gut leimen, lackieren und polieren. Das Holz schwindet mässig, ist dauerhaft und beständig. Es wird verwendet im Innenausbau, in der Möbelfabrikation, Luxusgegenstände, Intarsien und in der Furnierindustrie.

satinieren

auch: satiniert

Satin ist ein Textilgewebe mit stark glänzender Oberseite. Ausgangsmaterial ist meistens Seide. Hochwertige Bettwäsche, Miederwaren und Abendkleider werden aus Satin hergestellt. Im Baubereich geht es natürlich nicht um Unterwäsche, sondern um den Begriff "satinieren", der sich aus dem Wort Satin ableitet. Hier wird der Begriff "satinieren" ambivalent eingesetzt und steht auch für eine mattierte Oberflächenstruktur beispielsweise bei Aluminiumfenstern oder Armaturen aus Edelstahl. Die mattierte Struktur auf Metall wird durch spezielle Schleifverfahren erzielt. Auch Glas kann satiniert werden, was durch Sandstrahlen oder Säurebehandlung geschieht. Bei Glas und Glasbausteinen wird durch Satinieren der Durchblick verhindert oder "verwässert". Die Fliesenindustrie liefert auch satinierte sowie gelappte Wand- und Bodenfliesen,

Sattel

siehe Kerbe.

Satteldach

auch: Satteldächer

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Das am häufigsten in Deutschland verbreitete Dach. Das Satteldach liegt in Form eines Dreiecks auf dem Baukörper und schließt entweder mit seinem First parallel zu den beiden Giebeln ab oder es ragt noch über die Giebel hinaus. Satteldächer werden als Pfettendach oder als Sparrendach ausgebildet. Üblich sind Dachneigungen ab etwa 30 Grad (flaches Satteldach) bis über 60 Grad (altdeutsches Dach). Weit verbreitet sind Satteldächer mit etwa 38 bis 45 Grad Neigung. Diese bieten genug Raum für einen Ausbau des Dachgeschosses.

Satteldachgaube

auch: Satteldachgauben

siehe Giebelgaube.

Sattelecke

auch: Sattelecken

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Die Eckverkämmung ist das typische Kennzeichen eines Wohnblockhauses im besonderen und eines Blockhauses im allge­meinen. Eckver­kämm­ung­en sind jene Stellen, wo die Blockbohlen, Rundblockbohlen an oder Naturstämme an den Haus- bzw. Zimmer­ecken gegen­ein­ander stoßen. Die heute übliche Sattelecke wird bei Rundblockbohlen und Naturstämmen ausgeführt, indem die untere Hälfte ausgefräst oder ausgesägt und mit dem Versatz von einer halben Balkenlage auf die Querbohle "gesattelt" wird. Die Chalet-Verkämmung ist eine Weiterentwicklung der Sattelecke und kommt bei Vierkantbohlen zum Einsatz.

Sattelholz

auch: Sattelholz

Als Sattelholz bezeichnet man ein Querholz, das als Auflager für eine Pfette oder den Firstbalken dient. Es hat die Aufgabe der Lastverteilung. Sattelhölzer findet man beispielsweise beim Blockhausbau, wo das Sattelholz in die Blockwand eingearbeitet ist. Im modernen Holzbau wird das Sattelholz einfach aufgelegt und mit Blechformteilen an den lastabtragenden Balken angeschlossen.

Satteloberlicht

auch: Satteloberlichter

Sattelziegel

Saturnrot

siehe Bleimennige.

Satzung

auch: Satzungen

siehe Ortssatzung

Sauberkeitsschicht

Ein Bauteil aus Stahlbeton darf nicht unmittelbar auf dem Baugrund hergestellt werden. Es ist eine Sauberkeitsschicht herzustellen, die mindestens 5 cm dick ist und aus Beton (Magerbeton) oder einer Kiesschicht besteht.

Sauergas

Sauergas ist ein stark riechendes und bereits in geringer Konzentration giftiges Gas, das neben Methan auch Schwefelwasserstoff enthält. Um Sauergas verkaufsfähig zu machen, wird dem Erdgas der Schwefelwasserstoff unmittelbar nach der Produktion in Erdgasaufbereitungsanlagen entzogen und in elementaren Schwefel umgewandelt.

Sauerstoff

wird z.B. bei der Herstellung von Stahl, zum autogenen Schweißen und Schneiden von Metallen und zur Inhalation verwendet.

Saugbagger

Tiefbaufahrzeug, mit dem Erdreich nicht aufgebaggert, sondern unter hohem Druck hochgesaugt wird. Wird insbesondere bei Baumsanierungen und im Havariedienst von Rohr- und Leitungsnetzbetreibern eingesetzt, da keine Beschädigung erdverlegter Leitungen erfolgt.

Saugbohren

Saugbohren ist neben dem Rotary-Bohren die zweite Möglichkeit des Spülbohrens. Bei diesem Verfahren wird das Spülmittel aus dem Spülteich in das Bohrloch geleitet. Durch das Bohrgestänge wird es abgesaugt und wieder dem Spülteich zugeführt, in dem sich das transportierte Material absetzt. Durch das immer gleichbleibende Fördervolumen ist das Saugbohrverfahren auch bei einem größeren Bohrlochdurchmesser bis etwa 2000 mm anwendbar. Abgesaugt wird die Flüssigkeit beispielsweise mit einer Kreiselpumpe oder einer Wasserstrahlpumpe.

Saugbohrer

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Der Saugbohrer ist eine Hammerbohrerart. Bei ihm wird über den hohlen Bohrerschaft der Gesteinsstaub über einen zusätzlichen Spülkopf und ein Sauggebläse von der Bohrerschneide abgesaugt. Der Saugbohrer ist vor allem zum staubfreien Bohren mit dem Bohrhammer geeignet. Gebohrt werden kann in Beton, in Natur- und Kunstgestein sowie in Mauerwerk aller Art. Saugbohrer besitzen, wie auf der Abbildung zu sehen ist, keine Wendel. Diese ist bei anderen Bohrern für den Transport des Gesteinsstaubs zuständig.

Saugdosen

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Saugdosen, auch unter dem Begriff "Staubsaug-Dosen" im Handel, sind Bestandteil eines Zentralstaubsaugers. Sie werden in die Wand eingelassen und münden mit ihrem Rückteil in das Rohrsystem der Staubsauganlage. Von vorn wird der Saugschlauch eingerastet, wobei die Saugdosen (siehe Foto) Fangkreuze aufweisen können, damit sperrige Teile nicht aus Versehen in der Zentraleinheit verschwinden. Saugdosen werden aus Kunststoff oder Metall hergestellt und sind durch Klappen geschützt. Es gibt auch Klappen mit einem abschließbaren Schloss.

Saugheber

Mit diesem Werkzeug lassen sich glatte Fliesen, Glas, Holzplatten, Kunststoffplatten und Bleche leicht und sicher transportieren. Geeignet sind Saugheber allerdings nur bei einer sauberen Oberfläche.

Saugpumpe

auch: Saugpumpe

Umgangssprachlich ist die Saugpumpe eine "Schwengelpumpe", wie man sie auch heute noch in Gebrauch hat und wie sie auch heute noch in Baumärkten und Gartencentern angeboten und an ein Steigrohr angeschlossen werden, das bis in den Grundwasserspiegel ragt. In einem Zylinder in der Pumpe befindet sich ein Kolben mit Ventil, wobei der Kolben über einen Handschwengel hin und her bewegt wird. Wird der Kolben nach unten gedrückt, ist das Ventil im Kolben geöffnet und ein weiteres Ventil am Steigrohr geschlossen. Wasser kann nun oberhalb des Kolbens in die Pumpe gesaugt werden. Wird der Schwengel wieder hoch gedrückt, schließt sich das Ventil im Kolben und das Wasser kann nun in einen Eimer oder Trog strömen. Gleichzeitig entsteht durch die Pumpbewegung unterhalb des Kolbens ein Unterdruck und Wasser strömt durch das Ventil im Steigrohr nach. Der Unterdruck zwischen dem Kolben und dem Grundwasser bewirkt das Nachströmen des Wassers. Aus physikalischen Gründen funktionieren Saugpumpen bis zu einer Förderhöhe von 10 m.

Säulen

auch: Säule

Säulen sind freistehende Druckglieder mit - im Gegensatz zu Pfeilern - meist rundem Querschnitt aus Stein, Holz, Mauerwerk, Beton oder Stahlbeton. In der Antike wurden Säulen meist mit Verzierungen und Ornamenten versehen und hatten ein Kapitell. Solche Säulen werden auch heutzutage hergestellt - und zwar aus Beton, sieht man von Kunststoff- und Holzattrappen ab, wie sie in TV-Studios und Theaterbühnen aufgestellt werden. Säulen aus Beton stützen Vordächer, wie sie im Eingangsbereich von Villen zu finden sind und verleihen dem Gebäude eine repräsentative Optik.

Säulenbohrmaschine

auch: Säulenbohrmaschinen, Säulen-Bohrmaschine, Säulen-Bohrmaschinen

Stationäre Bohrmaschine, die auf einer Säule befestigt ist und die einen in der Höhe verstellbaren Bohrtisch besitzt. Diese Bohrmaschine eignet sich beispielsweise zum Gewindeschneiden oder bei anderen Arbeiten, bei denen gefragt ist.

Säulenradiator

auch: Säulenradiatoren

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Der allgemein bekannte klassische Röhrenradiator wird auch in der Variante des Säulenradiators hergestellt. Wie der Name schon sagt, sind die Heizrohre, durch die das warme Wasser fließt, säulenmäßig angeordnet. Die Gesamthöhe eines solchen Heizkörpers kann durchaus zwischen 150 und 200 cm liegen bei Breiten von 80, 100 und mehr Zentimetern. In dieser Dimension bieten Säulenradiatoren eine optimale Wirkung der Konvektionsheizung und sind durchaus in der Lage, auch als Einzelheizung einen Korridor oder ein größeres Hotelzimmer zu erwärmen. Im gewerblichen Bereich sind Säulenradiatoren häufig zu finden, im Wohnbereich seltener, da sie eine relativ große Wandfläche beanspruchen.

Säulenverkleidung

Unter der Verkleidung einer Säule wird einerseits die Ummantelung einer Säule oder Halbsäule verstanden, die aus welchen Gründen auch immer einem Hausbesitzer nicht mehr gefällt. Hergestellt werden solche Verkleidungen für den Einsatz im Innenbereich, speziell in der Billig-Gastronomie, aus Kunststoff in verschiedenen Stein-Optiken, wobei aus runden Säulen rechteckige Bauteile werden, die von weitem "wie gemauert" aussehen. Die richtige und solide Säulenverkleidung besteht aus Spezialbeton-Scheiben oder -Schalen, die um eine Säule gemauert werden. Solche Scheiben können auch ein spezielles Finish aufweisen - etwa durch eine Oberfläche aus Zierkies oder verschiedenen farbigen Granulaten. Andererseits wird unter einer Säulenverkleidung auch eine Ummantelung von frei stehenden T-Trägern, Abwasserrohren und ähnlichen Bauteilen verstanden.

Saumrinne

auch: Saumrinnen

Saumrinnen sind Dachrinnen, die auf der Traufe aufliegend montiert werden. Diese Ausführung ist vor allem in Österreich und in Schweden weit verbreitet. Sie erfordert neben der eigentlichen Dachrinne auch eine Saumdeckung, die den unterhalb der Dachrinne gelegenen Dachbereich vor Niederschlag schützt. Bei fachgerechter Befestigung bietet diese Rinne zusätzlich zu dem Schneefang Sicherheit gegen Abrutschen von Eis und Schnee und kann auch als (eingeschränkte) Gehhilfe für Wartungsarbeiten benutzt werden. Die Saumrinne darf ab einer Dachneigung von 15º verwendet werden. Die Nenngröße entspricht der Bandbreite für den Zuschnitt und richtet sich nach der Dachneigung. Die Blechdicke beträgt 0,8 mm.

Sauna

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Der Begriff "Sauna" stammt ursprünglich aus dem finnischen und bedeutet "Raum aus Holz". Die ursprünglichste Form von Sauna ist daher die finnische Sauna. Es gibt aber inzwischen noch zahlreiche Variationen wie Dampfbad, Dampfdusche, Tepidarium, Caldarium, Odorium, Edelsteinsauna oder türkisches Bad.

Saunabanklatten

auch: Saunabanklatte

Saunabänke werden fast ausnahmslos aus Abachi hergestellt. Dieses tropische Holz ist reichlich vorhanden, zeigt wenig Neigung, sich durch Feuchte- oder Hitzeeinwirkung zu verziehen und harzt natürlich auch nicht aus, da kein Nadelholz. Saunabanklatten sind gehobelt und gefast und werden in den Standardmaßen 22 x 80 bzw. 28 x 65 mm angeboten bei Längen zwischen 210 und 240 mm.

Saunaofen

auch: Saunaöfen

Der Saunaofen sorgt für die Erwärmung der Luft in der Sauna auf 70 bis 100 Grad bei einer Luftfeuchtigkeit von 5-10 Prozent. Neben den reinen Saunaöfen gibt es noch sogenannte Kombiöfen, bei denen zwischen traditionell finnischer Sauna und türkischem Dampfbad gewählt werden kann. In der Regel werden die Saunaöfen ganz normal ans Stromnetz angeschlossen. Es gibt aber auch Saunaöfen, die mit Gas oder Holz befeuert werden. Zudem gibt es Kombinationsgeräte, die sowohl mit Strom als auch mit Holz funktionieren. Die Heizleistung des Saunaofens ist abhängig von der Größe der Saunakabine. Saunaöfen mit einer Leistung von bis 4,9 kW eignen sich für kleine Saunakabinen mit 3-6 Kubikmeter Kabinenvolumen. Liegt das Kabinenvolumen zwischen 5 und 9 Kubikmetern, sollte die Heizleistung 6,0 kW betragen. Bei einem Kabinenvolumen von 8 bis 11 Kubikmetern wird ein Saunaofen mit einer Heizleistung von 8,0 kW empfohlen. Ein Saunaofen mit einer Heizleistung von 9,0 kW reicht für eine Sauna mit 10 bis 12 Kubikmetern Kabinenvolumen aus.

Saunatauchbecken

auch: Sauna-Tauchbecken

siehe Tauchbecken

Saunatür

auch: Saunatüren

Saunatüren werden, genauso wie die Sauna selbst, traditionell aus Holz gefertigt, wobei das Türblatt von innen eine Isolierung hat, damit die Hitze aus der Kabine möglichst wenig nach außen entweicht. Wichtiges Bestandteil einer Saunatür ist ein Sichtfenster, damit bei kritischen Situationen (etwa einem Kreislaufkollaps) von außen festgestellt werden kann, was sich in der Sauna ereignet. Noch wichtiger ist der sogenannte Rollverschluss, also das Schließsystem der Sauna. Der Rollverschluss ermöglicht den Saunagängern ebenso wie Personen, die in die Sauna gehen wollen, das schnelle Verlassen oder den Zugang zur Sauna durch Druck oder Zug am Türgriff. Saunatüren werden auch als Ganzglastüren angeboten und diese ferner in verschiedenen Glaseinfärbungen.

Säurebeständige Beschichtung

auch: Säurebständige, Beschichtungen

Diese Art von Beschichtungen haben zwei Aufgaben zu erfüllen. Erstens müssen sie selbst gegen Säure (flüssig oder gasförmig) beständig sein und zweitens müssen sie den Untergrund vor den Einflüssen von Säuren schützen. Die Bestandteile dieser Beschichtungsstoffe dürfen sich auch nicht chemisch durch Säureeinflüsse verändern lassen. Meist werden Säurebeständige Beschichtungen in mehreren Schichten aufgetragen, um einen besseren Schutz zu gewährleisten.

Säurehärtende Versiegelung

auch: Säurehärtende, Versiegelungen

Neben Wasserlack, Polyurethan-Versiegelung und Öl-Kunstharzversiegelung ist die Säurehärtende Versiegelung eine Möglichkeit Parkett zu versiegeln. Säurehärtende Versiegelungen (SH-Siegel) werden meist zweikomponentig angeboten. Dabei stellt die Härterkomponente eine in Lösungsmitteln dargebotene Säure dar. SH-Siegel besitzen eine ausgezeichnete Haftung und eine extrem harte Oberfläche bei einer kurzen Trockenzeit von etwa 3 Stunden. Sofort nach dem Mischen reagieren die Komponenten in Form einer Katalyse mit einer Polykondensation. Problematisch ist die Abgabe von Formaldehyd an die Raumluft - auch nach der Erhärtung. Deshalb werden diese Versiegelungen heute so gut wie gar nicht mehr eingesetzt.

saurer Regen

auch: sauren, Regen, saurem, Regen

Regenwasser, das durch Schwefeldioxid oder Stickoxide verunreinigt ist. Die giftigen Stoffe entstehen durch die Verbrennung von Kohle oder Öl, gelangen in die Atmosphäre und fallen in Regenwasser gelöst auf die Erde zurück. Die Folgen dieses "sauren Regens" sind u.a. Waldsterben, Fischsterben in Seen und Flüssen, Luftverunreinigungen und Schäden an Baudenkmälern. Außer Regen kann auch Nebel oder Schnee "sauer" sein.

Scagliola

Schaber

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Wo Werkstückoberflächen durch die vorausgegangene Bearbeitung mehr oder weniger rauh, uneben und unsauber geblieben sind, muss geschabt werden. Man bedient sich dazu scharfkantiger Keilwerkzeuge, den sogenannten Schabern. Wie Feilen sitzen sie in einem Heft und mit ihrer Form entsprechen sie der zu bearbeitenden Fläche. Man unterscheidet Flachschaber und Dreikantschaber.

Schabhobel

auch: Schinder

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Der Schabhobel, auch Schinder genannt, hat eine besonders kurze Sohle. Damit lassen sich Innenrundungen mit einem kleinen Radius bearbeiten. Stuhlmacher kamen ohne den Schabhobel nicht aus und im Bootsbau ist er auch heute nicht wegzudenken. Nicht zuletzt schätzen Bogenbauer den Schabhobel beim feinen Ausarbeiten der Formen. Beim normalen Hobel ist der optimale Schnittwinkel des Eisens durch den rechteckigen Hobelkörper vorgegeben, beim Schabhobel wird dieser Schnittwinkel wegen der extrem kurze Hobelsohle von nur rund 10 oder 15 mm freihändig von den Händen des Bearbeiters bestimmt. Der Umgang mit dem Schabhobel ist daher nicht so einfach und es bedarf einiger Übung, bis man mit ihm umgehen kann.

Schablonendeckung

auch: Schablonendeckungen

Schablonendeckungen werden mit Steinen gleicher Höhe und Breite ausgeführt. Hierbei wird nach Deckungen mit Höhenüberdeckung und seitlicher Überdeckung (z.B. Schuppendeckung, Bogenschnittschablonendeckung) und nach Deckungen mit ausschließlicher Höhenüberdeckung unterschieden (z.B. Rechteckdoppeldeckung, Spitzwinkeldeckung). Verschiedene Formen, die schindelartig gedeckt werden, sind möglich: Sechsecke, Achtecke, Rechtecke, Rauten. Verschiedenfarbige Schiefer können zu Ornamenten angeordnet werden (Musterdeckung). Die Regeldachneigung für Schablonendeckungen liegt bei 25° für die Schuppendeckung und Bogenschnittdeckung, bei 30° für die Spitzwinkeldeckung und bei 22° für die Rechteckdeckung.

Schablonieren

Schablonierpinsel

auch: Stupfpinsel

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Für Wandbemalungen mit Schablonen (siehe Schabloniertechnik) ist dieser Pinsel geeignet. Mit seinen kurzen, kräftigen Borsten und seinem kurzen Griff ist ein genaues Arbeiten möglich. Wegen der Art des Auftrags wird er auch als Stupfpinsel bezeichnet.

Schabloniertechnik

auch: Schablonieren, Schabloniertechniken

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Schablonieren ist eine Dekorarbeit des Malers. Mit Hilfe einer ausgeschnittenen Form (Schablone) werden sich wiederholende Formen und Motive, meistens dekorativer Art, auf plane und gewölbte Oberflächen ein- oder mehrfarbig aufgetragen. Das Motiv wird durch die geöffneten Formen mit dem Schablonierpinsel, Roller, Spritzpistole oder Schwamm in einem der jeweiligen Technik entsprechenden Farbauftrag, lasierend oder deckend auf den vorbereiteten Untergrund aufschabloniert.

Schabracke

auch: Schabracken

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Schabracken sind im Bauwesen Bestandteile des Fassadenstucks und wurden unter den Fenstern von Schlössern, Stadtpalais' oder Patrizierhäusern eingebaut. Sie werden auch heute noch gefertigt für Restaurierungsarbeiten an Schlössern, Patrizierhäusern und ähnlichen Bauwerken. Raumausstatter benutzen diesen Begriff auch für Abdeckungen von Gardinenleisten.

Schachtabdeckung

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Schachtbrunnen

Brunnen, der bis auf das Grundwasser ausgeschachtet wird. Seine Wände bestehen aus Mauerwerk, Beton, Stahlbeton oder fertigen Betonschachtringen. Der Schacht des Brunnens reicht bis ins Grundwasser, der Durchmesser bei kleinen Einzelbrunnen beträgt ein bis anderthalb Meter. Wirtschaftlich lohnend ist ein Schachtbrunnen nur bis zu einer Tiefe von etwa acht Metern. Die Wassergewinnung folgt durch die offene Sohle, was beispielsweise eine betonierte Kiesschüttung sein kann oder auch Schlitze im Mauerwerk, durch die das Wasser in den Brunnen eintritt. Da der Schachtbrunnen nur geringe Wassermengen liefert, ist er heute nur noch selten bei Einzelversorgungen im Gebrauch. Hygienisch bedenklich ist zudem die leichte Zugänglichkeit des Schachtbrunnens infolge des großen Durchmessers und der Nähe zur Geländeoberfläche.

Schachtdeckel

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In fast allen unseren Straßen befinden sich Kanalschächte, in die insbesondere das Regenwasser versickert. Die Schächte bestehen aus genormten Betonringen, in die Kanalarbeiter einsteigen, um Wartungsarbeiten verrichten zu können. Verschlossen werden die Schächte mit schweren runden Eisengussplatten. Diese Schachtdeckel, je nach Bauart auch Einlaufrost genannt, müssen enorme Punktbelastungen aushalten können, wenn etwa ein schwerer LKW über die Schächte rollt oder gar ein Tieflader mit einem Reifen auf solch einem Deckel parkt. Schachtdeckel aus Gusseisen werden nicht selten von kriminellen Banden abgehoben und als Schrott verwertet. Von nicht abgedeckten Schächten geht dann eine enorme Gefahr für alle Verkehrsteilnehmer aus.

Schachtring

auch: Brunnenring, Schachtring

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Schachtringe bzw. Brunnenringe sind ringförmige Bauteile aus Beton bzw. Stahlbeton. Sie sind beidseitig mit Falzen versehen, so dass sie übereinander gestapelt werden können. Schachtringe werden z.B. zum Herstellen von Einsteigschächten oder Schachtbrunnen verwendet. Dabei geht die Herstellung folgendermaßen: Zunächst erfolgt ein geringer Erdaushub, auf dem der erste Schachtring aufgesetzt wird. Dieser Ring kann an der Unterseite eine Stahlschneide besitzen. Nun wird der Boden unter dem ersten Schachtring ausgehoben, so dass dieser nach unten sinkt. Es können nach und nach weitere Schachtringe aufgesetzt werden. Schachtringe können mit Steigeisen versehen sein, so dass man später an ihnen nach unten klettern kann.

Schachtversickerung

auch: Versickerungsschacht

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Eine Möglichkeit der gezielten Regenwasserversickerung ist die Schachtversickerung. Sie ist eine Alternative bei schwer durchlässigen Oberböden mit unterlagerten Sanden etc, die mit dem Schacht erreicht werden. Der Abstand zwischen Oberkante der Sandschicht zum Grundwasser sollte mindestens 1 ½ Meter betragen. Die Schachtversickerung kommt vor allem dort zum Einsatz, wo das Niederschlagswasser kleiner Dachflächen (z.B. Einfamilienhäuser) versickert werden soll und hier wenig freie Grundstücksflächen für andere Versickerungsarten zur Verfügung stehen.

Schadstoff

auch: Schadstoffe

Als Schadstoffe werden ganz allgemein Stoffe bezeichnet, die Menschen, Tiere, Pflanzen oder Ökosysteme schädigen können. Schadstoffe können natürlichen (z.B. Gesteinsstaub, Pilz-Giftstoffe) oder künstlichen Ursprungs sein. In die Umwelt gebracht können Schadstoffe z.B. durch Landwirtschaft, Umweltverschmutzung oder unsachgemäße Lagerung und Zubereitung. Schadstoffe in der Landwirtschaft sind z.B. Pestizide. Durch übermäßige Düngung mit Stickstoffen können zudem Nitrate ins Grundwasser gelangen. Bei der Umweltverschmutzung sind Schadstoffe aus dem Autoverkehr natürlich als erstes zu nennen. Wozu neben den Abgasen auch die Feinstaubbelastung hinzu kommt. Dazu bläst die Industrie immer noch genügend Schadstoffe in den Himmel oder leitet sie ins Abwasser. Schadstoffe befinden sich auch im Raucherqualm. Neben Nikotin befindet sich im Tabakrauch zudem die krebserregenden Stoffe Phenol, Formaldehyd und Benzol. Auch in der Wohnung können Schadstoffe entstehen, wie z.B. Schimmel bei ungenügender oder falscher Lüftung. Dazu befinden sich Schadstoffe in Anstrichmitteln, Kunststoffen, Bodenbelägen und vielem mehr.

Schadstoffabbau

Natürlicher Schadstoffabbau hat in den Baubereich Einzug gehalten. Grund dafür ist z.B. Keratin, ein Stoff, der zum Beispiel in Schafwolle zu finden ist. Diese Keratin ist in der Lage, Schadstoffe in Innenräume zu binden und damit abzubauen. Gebunden werden durch Keratin vor allem Schadstoffe wie Aldehyde und sogenannte Ketone, die auch unter der Bezeichnung VOCs (flüchtige organische Verbindungen) bekannt sind. In hohen Konzentrationen führen sie zu schweren gesundheitlichen Beeinträchtigungen. Auch die Technologie der Photokatalyse wird zum Schadstoffabbau eingesetzt. Dabei werden durch die Einwirkung von natürlichem Tageslicht und/oder spezieller Raumbeleuchtung mit Tageslichtcharakter flüchtige organische Verbindungen (wie z.B. Formaldehyd und Lösemittel) sowie Gerüche nicht nur reduziert, sondern teilweise oder ganz in unkritische Stoffe umgewandelt. Sogar manche Flecken auf organischer Basis, wie z.B. Kaffee o.ä. können, je nach Einfluss der Lichtquelle, wieder verschwinden. Im Handel werden Putze und Innenraumfarben angeboten, die sich der Technik der Photokatalyse bedienen.

Schadstoffsanierung

auch: Schadstoffsanierungen

Eine Schadstoffsanierung wird notwendig, wenn in einem Gebäude Schadstoffe die Räume dermaßen belasten, dass eine Gesundheitsgefährung gegeben ist. Die Gründe für eine Schadstoffsanierung sind vielfältig, so kann zum Beispiel der PVC-Boden mit problematischen Weichmachern versehen sein oder bei älteren Böden kann gar Asbest enthalten sein. In diesem Fall sieht die Schadstoffsanierung so aus, dass der Boden einfach ausgetauscht wird. Bei asbestverseuchtem Material ist allerdings darauf zu achten, dass dies nur von einer Fachfirma saniert und entsorgt werden darf. Eine Schadstoffsanierung kann auch fällig werden, wenn beim Bau des Hauses irgendwelche Holzschutzmittel verwendet wurden, die mittlerweile verboten sind, weil sie die Gesundheit schaden. Hier ist eine Sanierung nicht so einfach, da der Austausch der Balken in der Regel nicht möglich ist. Hier müssen dann die Holzschutmittel im Holz eingesperrt werden, so das sie nicht mehr austreten müssen. Dazu gibt es verschiedene Möglichkeiten wie z.B. spezielle Anstrichsysteme. Um Gerüche und bestimmte Schadstoffe in Wohnungen abzubauen, werden zudem spezielle Absorbervliese eingesetzt. Diese binden durch eine chemische Reaktion die Schadstoffe bzw. Gerüche im Vlies. Doch nicht nur in Böden oder im Holz können Schadstoffe sitzen, auch Fenster, Türen oder Möbel können Ursache des Übels sein. Das "Übel" kann Asbest, PCB, PCP, DDT, PAK, Formaldehyd, Mineralwolle, Schimmelpilze und vieles mehr sein. Bei der Aufzählung dieser Stoffe müsste jedem klar sein, dass Schadstoffermittlung und Schadstoffsanierung in die Hände anerkannter Fachleute gelegt werden sollte.

Schadstoffvlies

siehe Absorbervlies.

schäften

siehe anschäften.

Schäftung

auch: Schäftungen

siehe anschäften.

Schafwolldämmung

auch: Schafwolledämmung

siehe Schafwolle.

Schafwolle

auch: Schafwolldämmung

Schafwolle lässt sich zur Dach- und Deckendämmung sowie zum Einbau in Holzständerwände, verwenden. Schafwolle zeichnet sich vor allem dadurch aus, große Mengen Feuchtigkeit in kurzer Zeit aufnehmen und wieder abgeben zu können. Schafwolle wird häufig mit Insektiziden behandelt, beim Kauf von Schafwolldämmung ist daher darauf zu achten, dass das Dämmmaterial auf Rückstandsfreiheit überwacht wird. Schafwolle besitzt eine Wärmeleitfähigkeit von 0,04 W/(mK) und ist daher ein sehr guter Wärmedämmstoff. Er hat zudem den Vorteil, dass er auch bei Feuchtigkeitsaufnahme sein Dämmvermögen kaum verringert. Schafwolle ist zudem in der Lage, zahlreiche Schadstoffe und Reizstoffe aufzunehmen und somit die Raumluft zu verbessern. Schafwolle kommt daher auch als Absorbervlies zum Einsatz.

Schafwollvlies

siehe Absorbervlies.

Schäkel

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Ein Schäkel ist ein u-förmiges, mit einem Schraub- oder Steckbolzen versehenes Verbindungsglied aus Metall. Es gibt ihn in unterschiedlicher Größen und Stärken. Verwendet wird der Schäkel, um stark beanspruchte Teile miteinander zu verbinden. Gemeinsam mit Drahtseil oder Kette sind sie im Einsatz, um verschiedenste Lasten mit einem Kran anzuheben.

Schälbohrer

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Aufsatz für elektrische Handbohrmaschine. Er eignet sich für gratfreies Bohren und Aufreiben von Blechen, Rohren, Profilen aus Baustahl, CrNi-Stahl, NE-Metall oder Kunststoff.

Schalbrett

auch: Schalbretter

Bretter zur Herstellung einer Schalung bestehen aus Fichten- oder Tannenholz, wobei Schalbretter nach bestimmten Gütemerkmalen hinsichtlich von Astgrößen, Harzgallen und Rissen sortiert werden. Schalbretter werden in Längen zwischen 3 und 5 m angeboten bei Breiten zwischen 8 und 15 cm und Stärken von 18, 20, 22 und 24 mm.

Schalen

Gewölbte, plattenartige Bauteile aus Stahlbeton in verschiedenartigsten Formen.

Schalengreifer

auch: Zweischalengreifer, Mehrschalengreifer, Greifer

Ein im Erdbau weit verbreitetes Baggerwerkzeug ist der Schalen- bzw. Zweischalengreifer. Er wird bei tiefem Aushub, losem Material und zwischen Verstrebungen und anderen Hindernissen verwendet. Der Greifer wird in geöffnetem Zustand abgesenkt und durch das Schließen des Greiferkorbes gefüllt. Der Füllvorgang wird durch das Eigengewicht des Greifers unterstützt, da er sich seinem Gewicht entsprechend tief in den Boden eingräbt. Beim Hydraulikbagger ist der Greifkorb drehbar am Ausleger oder an Verlängerungsstücken für größere Arbeitstiefen angebracht. Beim Lösevorgang wirkt nicht nur das Eigengewicht des Werkzeugs, sondern auch die aus den Hydraulikzylindern resultierende Kraft, welche die Greiferzähne zusätzlich ins Erdreich drückt. Damit werden Grabkraft und Füllunggrad gegenüber seilmechanischen Einsatz erhöht. Der Vorteil des Seilbaggers liegt jedoch in den wesentlich höheren Arbeitstiefen, z.B. bei Einsätzen im Brunnenbau und in der Möglichkeit, über Hindernisse hinwegzugreifen.

Schälfurnier

auch: Schälfurniere

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Maschinell mit Messern vom rotierenden Stamm geschälte Furniere, die meist eine dekorative Maserung aufweisen.

Schalhammer

auch: Schalhämmer

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Hammer mit einer spitzen und einer flachen Seite. Damit lassen sich nicht nur Nägel einschlagen, sondern auch Nägel ziehen. Zudem besitzt er eine Vorrichtung die es ermöglicht, den Nagel mit einer Hand einzuschlagen.

Schalhaut

Eine Schalung zur Herstellung von Betonbauteilen besteht aus einer Tragkonstruktion und der sogenannten Schalhaut. Diese "Haut" wiederum kann aus Schalbrettern oder Schalplatten bestehen. Damit sich der ausgehärtete Beton sauber von der Schalhaut trennt, wird die Schalhaut je nach Typ der verwendeten Schalplatten vor dem Betonieren mit einem Trennmittel behandelt, beispielsweise bei Holzplatten mit Schalungsöl. Die Bretter oder Platten einer Schalhaut können mehrfach verwendet werden.

Schälkräfte

Fachausdruck aus dem Bereich der Teppichbodenherstellung und der Treppenrenovierung mittels Verkleben von Teppichböden auf Treppenstufen. Schälkräfte bewirken, dass sich der Teppichboden an seinem Endteil wölbt, also gleichsam schält. Um das zu verhindern, werden Teppichkandtenprofile montiert.

Schall

Schall entsteht durch Schwingungen (= regelmäßig hin- und hergehende Bewegungen) von elastischen Körpern. Die durch Schlagen oder Klopfen ausgelösten Schwingungen von Gegenständen werden durch feste, flüssige und gasförmige Stoffe (z.b. Mauern, Wasser oder Luft) an unser Ohr geleitet. Schall, der aus vielen Tönen zusammengesetzt ist, nennt man Geräusch. Ein störendes oder unangenehmes Geräusch wird als Lärm bezeichnet. Aus diesem Grund wird im Bauwesen auf den Schallschutz besonderen Wert gelegt, vor allem dem Schutz vor Trittschall, Körperschall und (%Luftschall.

Schallabsorption

auch: Schallschluckung

Die Schallabsorption (Schallschluckung) tritt beim Reflexionsvorgang einer Schallwelle an einer Bauteiloberfläche auf. Je nach der Oberflächenbeschaffenheit wird dabei ein mehr oder weniger großer Teil der Schallenergie umgewandelt. Die Fähigkeit Schallwellen aufzunehmen, hängt somit von der Beschaffenheit des Baustoffes ab, u. a. von seiner Porosität. Sie wird ausgedrückt durch den frequenzabhängigen Schallabsorptionsgrad. Die Schalldämmung und die Schallabsorption müssen bei der Schallschutzbewertung eines Gebäudes getrennt behandelt werden. Eine Wand kann z. B. gut schalldämmend sein, aber gleichzeitig eine geringe Schallabsorption aufweisen oder umgekehrt. Die Aufgaben der Schallabsorption können im Wesentlichen durch Akustikdecken gelöst werden.

Schallabsorptionsplatte

auch: Schallabsorptionsplatten

Unter dem Oberbegriff "Schallabsorptionsplatte" werden alle Platten zusammengefasst, die die Fähigkeit der Schallabsorption besitzen. Somit gibt es sehr unterschiedliche Schallabsorptionsplatten. So gibt es zum Beispiel Platten aus Polyurethanschaumstoffen mit Noppen- oder Pyramidenstruktur. Weiterhin gibt es Platten mit einem Kern aus Holz und Harz oder aus Holzfasern und Zement und einer Oberfläche aus Naturholz. Je nach gewünschter Schallabsorption sind die Platten mit unterschiedlichen Perforationsarten erhältlich. Auch Schallabsorptionsplatten aus verdichteten Mineralfasern und einer Oberfläche aus fiberglasverstärktem Gewebe sind im Handel erhältlich. Schließlich werden auch Schallabsorptionsplatten aus Flachsfasern angeboten. Die Funktionsweise von Schallabsorptionsplatten basiert darauf, dass Schallwellen, die auf die Platte auftreffen, diese nicht in Schwingung versetzen können. Dies wird durch poröse Materialien und Peforationen erreicht. Die Luft in den Hohlräumen wirkt dann wie eine Feder.

Schallbrücke

auch: Schallbrücken

Als Schallbrücken werden schwingungsübertragende Bauteile bezeichnet. Das kann zum Beispiel eine Schraube sein, die einen schwimmenden Estrich durchbricht oder der Anschluss einer leichten Trennwand an die Decke ohne Schallentkopplung. Schallbrücken machen unter Umständen aufwendige Massnahmen zur Schalldämmung wirkungslos und sind deshalb unter allen Umständen zu vermeiden. Um eine Schallbrücke auszuschliessen, lässt man zum Beispiel auch eine abgehängte Decke nicht seitlich an die Raumwände anstossen. Wird dies nicht beachtet, kann die Decke wie ein Resonanzboden wirken.

Schalldämm-Maß

auch: Schalldämm-Maße, Schalldämmmaß, Schalldämmmaße

Das Schalldämm-Maß gibt an, wie gut ein einzelnes Bauteil den Lärm von draußen abhält. Es beschreibt die Dämmwirkung der einzelnen Bauteile als Differenz zwischen dem Lärmpegel draußen und drinnen. Wird diese Differenz über den in der Bauakustik wichtigen Frequenzbereich dargestellt, heißt die daraus ableitbare Kennzahl bewertetes Schalldämmmaß. So bewirkt beispielsweise ein Fenster mit dem bewerteten Schalldämm-Maß von 40 Dezibel, dass Lärm, der durch das Fenster dringt, um 40 Dezibel leiser wird. Wie laut es in einem Raum ist, hängt jedoch nicht nur von den Fenstern ab, sondern auch von Außenwänden, Zwischenwänden, Decke oder Fußboden.

Schalldämm-Verbundglas

auch: Schalldämm-Verbundgläser

Das Schalldämm-Verbundglas besteht aus zwei Scheiben, die durch eine 1 mm dicke Gießharzschicht oder durch eine bis 1,14 mm dicke Spezialfolie miteinander verbunden sind. In beiden Fällen können sehr gute Schalldämmwerte erzielt werden, selbst wenn das Schalldämm-Verbundglas nur als Einscheibenglas eingesetzt wird – beispielsweise für Besprechungskojen in Großraumbüros, vor allem aber beim Bau von Glas-Lärmschutzwänden. Im Normalfall, wenn nämlich ein Wohnhaus vor Außenlärm geschützt werden soll, wird das Schalldämm-Verbundglas jedoch zum Schallschutz-Isolierglas weiterverarbeitet.

Schalldämpfung

Schall entkoppeln

Schallentkopplung

auch: Schall entkoppeln

Die Schallentkopplung ist eine der vorrangigsten Aufgaben des Schallschutzes. Dabei geht es darum, dass kein Körperschall bzw. Trittschall von einem Bauteil über das andere Bauteil weitergeleitet wird. Die Verbindung zwischen den Bauteilen muss unterbrochen werden, da manche Baustoffe wie z.B. Beton den Schall hervorragend leiten. Beispiele für Schallentkopplung: Estrich sollte daher schwimmend verlegt werden (siehe Estrich auf Dämmschicht), Rohrleitungen müssen mit einem Schaumstoff ummantelt werden, bevor sie in eine Wand einbetoniert werden. Leichte Trennwände aus beispielweise Gipskartonplatten dürfen keine direkte Verbindung zu Wand, Boden oder Decke besitzen. Fußböden wie Laminat oder Parkett müssen auf einer Trittschalldämmung verlegt werden, da sonst die Laufgeräusche im ganzen Haus zu hören wären. Schallentkopplung ist auch bei Fertigtreppen aus Beton ganz wichtig. Die Treppen dürfen bei der Montage nicht direkt auf der Geschossdecke aufliegen, sondern müssen mit einer Dämmmatte unterlegt werden, damit keine Schallübertragung stattfinden kann.

Schalllängsleitung

Ein nicht unerheblicher Teil der Schallenergie wird konstruktionsbedingt durch die Schalllängsleitung über flankierende Bauteile übertragen. Aus diesem Grund sollten flankierende Wände immer ausreichend schwer bemessen und dauerhaft steif ausgeführt werden. Dagegen sollten leichte Trennwandkonstruktionen, die i. d. R. nicht tragend ausgebildet werden, durch entsprechende Anschlussprofile möglichst entkoppelt werden.

Schallnebenwegübertragung

Schallschluckung

Schallschutz

Schallschutz ist, einfach gesagt, überall dort nötig, wo Lärm von außen in das Gebäude eindringen kann oder Geräusche innerhalb eines Gebäudes weitergetragen werden. Zum Schallschutz gehört in erster Linie, die Übertragung von Luftschall und Trittschall zu unterbinden. Luftschalldämmung ist der Schutz gegen Lärm von außen, während Körperschalldämmung der Schallschutz innerhalb eines Gebäudes ist. Luftschall kommt vor allem durch Wände, Decken, Fenster und Türen in die Wohnung. Körperschall wird durch Rohrleitungen, Trittschall, Waschmaschinen oder ähnlichem übertragen. Die meisten Schallschutzmaßnahmen müssen schon beim Neubau einer Wohnung berücksichtigt werden. Wurde dort geschlampt, ist es manchmal sehr schwierig, diese Mißstände wieder zu beseitigen. Andere Schallschutzmaßnahmen können auch nachträglich vorgenommen werden. Maßnahmen, die ohne Probleme nachträglich vorgenommen werden können, sind der Einbau von Lärmschutzfenster oder schalldämmende Türen. Auch Rollläden oder schallabweisende Balkonbrüstungen helfen, den Lärm zu reduzieren. Der Schallschutz bei Decken und Wänden sollte dagegen schon von vornherein Berücksichtigung finden. Siehe auch Schallschutzglas, Schallschutzziegel, Schallschutztür, Schallschutzwand und Schallschutzfenster.

Schallschutzfenster

Schallschutzfenster sind spezielle Fenster, die zur Reduzierung von Lärm beitragen. Dies gelingt zum einem durch die Verwendung von Schallschutzglas. Dies hilft allerdings wenig, wenn man das Fenster öffnen und auf Kippstellung bringen möchte. Für diesen Fall gibt es Fenster mit Schall absorbierende Laibungsverkleidungen. Diese reduzieren die Schalldämmung von Fenstern in Kippstellung deutlich.

Schallschutzglas

Schallschutzverglasungen erlangen eine immer größere Bedeutung, weil Lärmbelästigung der wichtigste Grund dafür ist, dass Menschen ihre Wohnung oder ihr Haus wechseln bzw. verkaufen wollen. Die Glasindustrie hat das erkannt und bietet sowohl Schalldämm-Verbundgläser als auch Schallschutz-Isoliergläser an. Insofern umreißt der Begriff Schallschutzglas zwar das Problem und dessen Lösung, ist aber für den Fachmann nicht präzise genug.

Schallschutz-Isolierglas

Beim Schallschutz-Isolierglas wird das Schalldämm-Verbundglas mit Wärmeschutzgläsern kombiniert. Der Einsatz dieser Verglasung ist auch angesichts der Energieeinsparverordnung EnEV heutzutage der Regelfall, wenn ein Wohnhaus schallgedämmt werden soll. Dabei läßt sich ein bewertetes Schalldämm-Maß im Isolierglasaufbau bis 54 dB erreichen. Die schalldämmende Wirkung kommt hierbei insbesondere durch eine reine Argongasbefüllung des Scheibenzwischenraums und durch die Zusammensetzung des Glases zustande - aber auch durch Konstruktions- und Materialbesonderheiten beim Fensterrahmen und durch einen sorgfältigen Einbau mit optimaler Lärmdämmung der Anschlußfugen zwischen Fenster und Wand. Der Schallschutz bemißt sich nach sechs Schallschutzklassen, wobei in Schallschutzklasse 1 ein Fenster den Schall um 27 dB mindern muss, in Schallschutzklasse 6 sogar um 52 dB. Das Ermitteln der richtigen Schallschutzklasse ist eine Wissenschaft für sich, wobei bei der Berechnung auch Korrekturwerte berücksichtigt werden müssen – je nachdem, ob z.B. der Lärm von Schienenverkehr mit geringer oder mittlerer bis hoher Geschwindigkeit gedämmt werden soll.

Schallschutzklasse

auch: Schallschutzklassen

Fenster werden bezüglich ihrer Schalldämmung in 6 Klassen eingeteilt. Massgebender Wert ist das bewertete Schalldämm-Maß. Die Zugehörigkeit eines Fensters zu einer Klasse wird durch amtliche Prüfzeugnisse nachgewiesen. Schallschutz-klasse Dezibel (dB) 1 25 - 29 für Wohnstraßen mit 10 - 50 Kfz pro Stunde und mehr als 35 m Abstand zwischen Haus und Straße 2 30 - 34 für Wohnstraßen mit 10 - 50 Kfz pro Stunde und 26 - 35 m Abstand zwischen Haus und Straße 3 35 - 39 für Wohnstraßen mit 50 - 200 Kfz pro Stunde und 26 - 35 m Abstand zwischen Haus und Straße 4 40 - 44 für Hauptverkehrsstraßen mit 1000 - 3000 Kfz pro Stunde und 100 - 300 m Abstand zwischen Haus und Straße 5 45 - 49 für Hauptverkehrsstraßen mit 1000 - 3000 Kfz pro Stunde und 36 - 1000 m Abstand zwischen Haus und Straße 6 50 für Schnellstraßen mit 3000 - 5000 Kfz pro Stunde und weniger als 100 m Abstand zwischen Haus und Straße.

Schallschutztür

auch: Schallschutztüren

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Schallschutztüren haben entweder die Aufgabe, den Lärm wie beispielsweise bei Maschinenräumen drinnen zu lassen oder den Lärm nicht hineineinzulassen, was vor allem beim Wohnungsbereich vordringlich ist. Während im Gewerbebereich Schallschutztüren häufig aus dickem Stahl sind, kommt es im Privatbereich auch auf die Optik an. Zudem wird unterschieden, ob es sich um eine Innentür oder Wohnungseingangstür handelt. Neben den gesetzlich vorgegebenen Vorgaben sind es vor allem die technischen Details hinter der Oberfläche, welche die Qualitäten einer Schallschutztür ausmachen. Darüber hinaus sind die Abdichtung zwischen Zarge und Türfälze und zwischen Tür und Fußboden wichtige Bestandteile einer Schallschutztür.

Schallschutzwand

Schallschutzziegel

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Guter Schallschutz eines Mauerwerks wird durch ein hohes Flächengewicht erreicht. Ziegel mit hohen Rohdichten und mit einem hohen Ziegelanteil sind für schallschützende Wände grundsätzlich gut geeignet. Erreicht werden kann der Schallschutz aber auch mit Verfüllziegeln oder Planfüllziegeln. Das Foto zeigt einen Schallschutzziegel, der mit Fließbeton verfüllt wird.

schalltoter Raum

Ein schalltoter Raum ist ein Raum, in dem sich die Nachhallzeit gegen Null tendiert. Es besteht so gut wie gar keine Schallreflexion. Dies ist zum Beispiel im Tonstudio der Fall. In einem schalltoten Raum hat man Mühe, seine eigene Stimme zu hören, so sehr wird der Schall absorbiert.

Schalöl

auch: Entschalungsöl

Mit Schalöl wird die Schalhaut einer Schalung eingesprüht. Dies hat zwei Gründe: Zum einen wird die Schalung meist immer wieder benutzt. Das Schalöl pflegt die Schalung. Zum anderen läßt sich die Schalung nach dem Erhärten des Betons einfacher entfernen.

Schalplatte

auch: Schalplatten

Eine Schalung besteht aus einer Tragkonstruktion und der Schalhaut, die wiederum aus Schalbrettern oder Schalplatten (andere Bezeichnung: Schalungsplatten) bestehen kann. Schalplatten können aus Vollholz, Sperrholz oder Holzwerkstoffplatten bestehen sowie aus Aluminium oder Stahl. Eingesetzt werden auch kunststoffbeschichtete Spanplatten ebenso wie Schalplatten aus Stahl, der eine besondere Oberflächenbehandlung erfahren hat, beispielsweise eine KTL-Beschichtung. Schalungsplatten werden - ebenso wie Schalbretter - vor dem Betonieren mit Schalungsöl behandelt, damit sich der ausgehärtete Beton sauber von der Schalhaut trennt.

Schaltaktoren

Schaltaktoren sind Teil eines intelligenten Hauses (siehe EIB). Sie dienen zum Schalten von Lampen, Steckdosen, Garagentoren und werden z.B. vor einer Steckdose in eine Unterputzdose eingebaut. Mittels einem einfachen Einlernverfahren können Schalter/Taster zugeordnet und Zeitfunktionen programmiert werden.

Schaltfestigkeit

Bei Energiesparlampen, von Technikern Kompaktleuchtstofflampen genannt, sollte überdacht werden, für welchen Zweck diese Lampen eingesetzt werden sollen. In einem Treppenhaus wird das Licht sehr häufig eingeschaltet. Deshalb sind hier Lampen gefragt, die über eine hohe Schaltfestigkeit verfügen. Energiesparlampen mit einer sogenannten Vorheizfunktion verfügen in der Regel über eine hohe Schaltfestigkeit.

Schalung

auch: Betonschalung, Schalungen

Dieses Baulexikon umfasst allein 60 Suchbegriffe zum Thema Schalung. Daraus ergibt sich, dass die Schalung ein ganz wesentlicher Teil des Bauens mit Beton ist. Da Beton als zähflüssige Masse auf der Baustelle hergestellt oder von einem Fahrmischer angeliefert wird, muss eine Schalung aus Schalbrettern oder Platten hergestellt werden oder es muss eine Rahmenschalung aus einzelnen Fertigelementen aufgebaut werden. Die Schalung sorgt also dafür, dass der Beton, wenn er ausgehärtet ist, eine bestimmte Form erhält und behält. Die Deckenschalung, die Giebelschalung, die Wandschalung oder die U-Schalung sind beim Bau von Gebäuden allgegenwärtig, wobei die Schalelemente in aller Regel mehrfach verwendet werden können. Die Gleitschalung oder die Kletterschalung sind Spezialformen zum Bau von großen Bauobjekten. Die verlorene Schalung verbleibt im oder am Beton, wobei die Dämmschalung als verlorene Schalung gleichzeitig Aufgaben der Wärmedämmung übernimmt. Im weitesten Sinn können auch Schalungssteine als verlorene Schalung angesehen werden.

Schalungsanker

Schalungsanker dienen dazu, Schalungen zu verbinden und dafür zu sorgen, dass die Schalung durch den Druck des eingebrachten Betons ihre Lage nicht verändert. Schalungsanker werden entweder zusammen mit der Schalung entfernt oder verbleiben im Beton.

Schalungsbahn

auch: Schalungsbahnen

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Der Begriff der Schalungsbahn ist genauso zweideutig, wie der der Schalung. Denn einmal kann es um das Einschalen von Beton gehen, das andere mal um Unterkonstruktion auf Dächern und an Fassaden. Unter einer Schalungsbahn wird jedenfalls zunmächst einmal eine Bahn verstanden, die über die Schalplatten einer Betonverschalung ausgebracht wird. In der Schalungsbahn befindliche Poren nehmen das sog. Anmachwasser auf und führen es zwischen der Schalhaut und der Folie nach außen ab. Das führt zu einer Verbesserung des Betons im Randbereich. Was die Schalungsbahn betrifft, die auf eine Dach- oder Fassadenschalung angebracht wird, so eignet sich diese gewöhnlich auch für eine Aufbringung auf sägerauhem Holz unter Dachziegel-, Dachstein-, Schiefer- oder Metalleindeckungen.

Schalungsbohrer

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Extra langer Spiralbohrer, der zum Durchbohren der inneren und äußeren Schalungsbretter in einem Durchgang geeignet ist. Auch Decken und Böden in Altbauten, Profilbleche und Leichtbauplatten sowie Dämmstoffe lassen sich mit einem Schalungsbohrer bohren. Schalungsbohrer für den Bohrhammer können ohne weiteres eine Länge von 600 mm oder mehr besitzen.

Schalungsfugenband

auch: Schalungsfugenbänder

Sehr weiches und deshalb sehr anschmiegsames PUR-Schaumstoffband. Offenzellig und stark komprimierbar mit hohem Rückstellvermögen und bester Elastizität. Zur Abdichtung von Schalungen.

Schalungsköcher

Schalungsöl

auch: Schalungsöle

Schalplatten werden - ebenso wie Schalbretter - vor dem Betonieren mit Schalungsöl (andere Bezeichnung: Trennöl) bestrichen oder besprüht, damit sich der ausgehärtete Beton sauber von der Schalhaut trennt. Es gibt Schalungsöle, die für Schalplatten aus Holz ebenso geeignet sind, wie für solche aus Stahl. Gute Schalungsöle, insbesondere solche auf biologischer Basis, bauen sich nach dem Ausschalen schnell auf der Betonoberfläche ab und beeinträchtigen auch nicht eine spätere Farbbeschichtung oder ein Verputzen des Betons. Bei Sichtbeton empfiehlt sich eine Probeschalung unter Verwendung des jeweiligen Schalungsöls.

Schalungsrüttler

Schalungsstein

auch: Schalungssteine

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Schalungssteine basieren auf demselben Prinzip wie Verfüllziegel oder Mantelziegel. Anders als bei diesen übernimmt allerdings das Material, aus dem die Schalungssteine geformt sind, keine oder nur geringe statische Aufgaben. Schalungssteine bestehen z.B. aus gepresstem Holzspan-Elementen mit Hohlräumen. Die Schalungssteine werden aufeinander geschichtet, die Hohlräume dann mit Fließbeton ausgegossen. Dadurch wird die Wand zur Massivwand, die gleichzeitig innen und außen mit einer Dämmschicht aus Holzspänen ausgestattet ist. Das ergibt eine gute Schall- und Wärmedämmung, wobei die "Holzverschalung" auch verputzt werden kann. Zur Erhöhung der Dämmwirkung werden die Hohlräume der Schalungssteine (siehe Foto) auch teilweise mit Dämmmaterial aus Polystyrol ausgerüstet. Bestimmte Anbieter sind auf dem Markt aktiv mit Hartschaum-Schalungssteinen. Schalungssteine werden bevorzugt für den Bau von Selbstbauhäusern verwendet.

Schalungsstütze

auch: Schalungsstützen

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Schalungsstützen kommen dann zum Einsatz, wenn ohne Bodenkontakt waagerechte Bauteile aus Beton eingebaut werden müssen, also z. B. Gebäudedecken. Je nach der Höhe der Lasten, die die Schalungsstützen bis zum Aushärten des Betons abzufangen haben, werden solche aus Aluminium oder aus Stahl eingesetzt. Schalungsstützen bestehen aus einem Standrohr, aus dem entweder teleskopartig ein Rohrarm hochgefahren oder eine Spindelstütze hochgeschraubt wird. Unsere Fotos zeigen links Stützen aus Stahl und rechts Spindelstützen aus Aluminium des Herstellers ISCHEBECK.

Schamotte

auch: Schamottebeton

Schamotte ist zerkleinerter, gebrannter Ton, aus dem u.a. Schamottesteine und Abzugsrohre eines Schornsteins geformt werden. Schamotte ist aber auch ein unerläßlicher Zuschlag bei der Herstellung von Kacheln und wird auch Mörtel oder Beton beigegeben, wenn diese besonders hitzebeständig sein sollen. Um seine feuerfesten Eigenschaften zu bekommen, werden dem Schamotte bei der Herstellung Magerungsmittel (z.B. vorgebrannte Tone, kieselsäurereiche Tone) hinzugefügt. Das Wasser, das zum Anrühren des Schamotts verwendet wurde, entweicht beim Erhitzen und verursacht dadurch eine Volumenänderung. Bei späterem erneuten Erwärmen verändert der Stein seine Form jedoch nicht mehr. Schamotte ist bis zu einer Temperatur von über 1500 Grad formbeständig.

Schamottebeton

siehe Schamotte.

Schamottemörtel

Schamottemörtel ist spezieller, feuerbeständiger Mörtel, der beispielsweise zum Vermaueren von Schamottesteinen und im Ofenbau eingesetzt wird. Er kann Temperaturen von bis zu 700 Grad Celcius standhalten. Er enthält eine Mischung aus feuerfestem Bindeton als Bindemittel und gebranntem feuerfesten Ton als Zuschlagstoff. Schamottemörtel kann man bereits fertig gemischt im Handel kaufen.

Schamottestein

auch: Schamottesteine

Schamottesteine bestehen aus Schamotte und sind extrem hitze- und feuerbeständig, vor allen Dingen verändern sie auch bei hohen Temperaturen ihr Volumen nicht. Das macht sie zum idealen Baustein für Kachelöfen. Abzugsrohre für Schornsteine werden ebenfalls aus Schamotte hergestellt.

Schamwand

auch: Schamwände

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Bezeichnung aus der Sanitärbranche für einen Sichtschutz, wie er in öffentlichen (Männer)-Toiletten zwischen den Urinalen angebracht wird. Solche Schamwände werden aus Keramik, Naturstein, Metall, undurchsichtigem Glas oder kunststoffbeschichteten Holzwerkstoffplatten hergestellt. Breite und Höhe variieren je nach Hersteller, wobei der Begriff "Wand" generell irreführend ist, da es sich keinesfalls um eine Wand, sondern nur um ein schmales Trennelement handelt in einer Breite von durchschnittlich 40 cm und einer Höhe zwischen 70 und 120 cm. Das Foto zeigt eine Schamwand aus Glas des Herstellers KEMMLIT.

Schar

auch: Scharen

siehe Dachschar

Scharblech

siehe Traufblech.

Schärffeile

auch: Mühlsägenfeile, Schärffeilen

Sammelbezeichnung für Feilen, mit denen Metallgegenstände geschärft werden sollen. Die Zahnprofile der Schärffeilen werden gehauen, nicht gefräst. Neben der Form des Feilenkörpers bestimmen unterschiedliche Hiebe und die Anordnung dieser Hiebe auf der Feilenoberfläche den Einsatzzweck. Für das Schärfen von Sägen eignen sich Einhiebfeilen am besten. Da die Feile innerhalb der Zahnlücke zwanghaft geführt wird, kann in diesem Fall auf die generell bessere Feilenführung einer Feile mit Kreuzhieb verzichtet werden. Für das Schärfen größerer Flächen und Kanten werden jedoch bevorzugt Feilen mit Kreuzhieb eingesetzt. Deren Spanbrecheigenschaft ist so, dass nur kleine Späne abgenommen werden, die sich leicht durch Aufklopfen, Abbürsten oder Pusten aus dem Hieb entfernen lassen. Zu den Schärffeilen zählen Sägefeilen, Mühlsägefeilen, Kettensägefeilen und Schwertfeilen. Sie dienen hauptsächlich zum Schärfen von Sägezähnen und anderen Werkzeugen. Der Unterschied zwischen diesen Feilenarten liegt hauptsächlich an der Querschnittsform. Eine Sägefeile hat einen dreikantigen Querschnitt, die Kettensägefeile ist rund, die Schwertfeile ist schwertförmig und die Mühlsägenfeile besitzt einen flachstumpfen Querschnitt mit abgerundeten Kanten. Durch seine abgerundeten Kanten ist die Mühlsägenfeile besonders für Radien geeignet.

Schärfscheibe

auch: Schärfscheiben

Schärfscheiben sind Einsatzwerkzeuge von Maschinen zum Schärfen von Werkzeugen wie zum Beispiel dem Sägeketten-Schärfgerät. Neben den Ketten von Kettensägen werden aber auch die Sägeblätter von Kreissägen mit einer Schärfscheibe geschärft. Sie sind meist mit Edel-Korund beschichtet, es gibt aber auch diamantbeschichtete Schärfscheiben. Schärfscheiben sind mit unterschiedlichem Durchmesser und unterschiedlicher Körnung erhältlich.

Scharfschnitt

auch: Rundschnitt, Blockschnitt

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In einem Sägewerk werden aus einem Baumstamm Bretter und Bohlen geschnitten. Dies geschieht auf unterschiedliche Art und Weise - eine Möglichkeit ist der Scharf-, Block- bzw. Rundschnitt. Der Baumstamm wird in das Vollgatter eingelegt und in einem Durchgang entstehen unbesäumte Bohlen und verschiedene Bretter. Zur besseren Ausnutzung wertvoller Stämme werden im Seitenbereich oft geringere Brettstärken für die weitgehend astfreie Seitenware gewählt. In nachgeschalteten Besäumsägen wird dann die besäumte Ware erzeugt.

Scharnier

auch: Scharniere

Scharniere sind schon seit über 2.000 Jahren in Gebrauch. Sie sind aus Metall gefertigt, bestehen aus zwei Teilen mit einem gemeinsamen Gelenkmechanismus und haben die Aufgabe, zwei Werkstücke miteinander zu verbinden - zum Beispiel eine Schranktür mit dem Schrank. Scharniere gibt es in vielen Arten. Vom einfachen Aufschraubscharnier über Einrohrbänder, Topfscharniere, Möbelbänder und Klappenscharniere bis hin zu den Glastürscharnieren.

Scharnierbohrer

Scharnierlochbohrer

auch: Scharnierbohrer, Scharnierloch-Bohrer

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Der Scharnierlochbohrer ist ein spezieller Bohrer zum Bohren flacher Löcher mit den Normmaßen der Topscharniere. Er gleicht dem Forstnerbohrer und hat eine Zentrierspitze und zwei Schneidkanten. Mit der Zentrierspitze wird die Position des Bohrers zum Werkstück fixiert, bevor die Schneidkanten in das Werkstück eindringen. Die beim Bohren anfallenden Späne werden nicht aus dem Bohrloch gefördert, sondern verbleiben hinter dem Schneidkopf. Der Bohrer ist nicht für tiefe Bohrlöcher geeignet und sollte nur im Bohrständer verwendet werden.

Scharnierseitensicherung

auch: Scharnierseitensicherungen

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Eine Scharnierseitensicherung ist die Sicherung von Hauseingangstüren und Wohnungseingangstüren gegen das Aufhebeln. Dabei unterscheidet man zwischen Aufschraubsicherung und verdeckter Scharnierseitensicherung. Die Aufschraubsicherung wird auf der Bandseite auf Türblatt und Rahmen montiert. Ein Doppelverkrallung wirkt gegen das Aufhebeln. Die verdeckte Scharnierseitensicherung ist dagegen bei verschlossener Tür nicht zu sehen. Sie wird beim Schließen der Tür automatisch aktiviert.

Scharriereisen

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Meißel mit einer Breite von 6-8 cm, der parallele Furchen auf einer Oberfläche aus Stein oder Beton erzeugt (siehe auch Scharrieren).

Scharrieren

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Steinmetzmäßiges Bearbeiten der Oberfläche von Beton oder Natursteinen mit einem Scharriereisen. Es folgt ein Schlag neben dem anderen. Dadurch entsteht eine linienartige Struktur, die der Oberfläche Tiefe und Profil gibt.

Schattenfuge

auch: Schattenfugen

Holz arbeitet, das heißt es schwindet und quillt. Deshalb muss zwischen Deckenbekleidung und Wand bzw. zwischen Wandbekleidung und Decke eine etwa 20 mm schmale Fuge vorgesehen werden. Diese Fuge wird Schattenfuge genannt. Damit die Fuge gleichmäßig wird, verwendet man eine Schattenfugenfräse oder ein Schattenfugenbrett.

Schattenfugenbrett

auch: Schattenfugenbretter

Konstruktionsbrett zur Herstellung von Schattenfugen. Es wird mattschwarz lackiert. Dadurch sind aufgrund von unterschiedlichen Lichteinfällen keine Farbunterschiede erkennbar.

Schattenfugenfräse

auch: Schattenfugenfräsen

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Eine Schattenfugenfräse ermöglicht leichtes und paßgenaues Abschneiden von Decken- und Wandpaneelen. Es entsteht eine gleichmäßige Schattenfuge. Bei einer integrierten Staubabsaugung fällt dabei nicht einmal Schmutz an.

Schattenwurf

Schattenwurf ist die Bezeichnung für den Schatten, den eine Windkraftanlage durch die Bewegung der Rotorblätter wirft. Der Schattenwurf ist von Sonnenstand und Bewölkung abhängig, aber auch von der Höhe der Windkraftanlage und variiert mit der Tages- und der Jahreszeit. Es ist somit nahezu unkalkulierbar, zu welcher Zeit man an welchem Ort vom Schattenwurf überrascht wird. Studien belegen, dass Windkraftanlagen mit einer Höhe von 100 m einen Schatten in weit über 1000 m Entfernung werfen können.

Schaube

auch: Schauben

siehe Bund

Schaufel

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Seit Jahrhunderten bekanntes Werkzeug, das auf jeder Baustelle zum Schaufeln von Sand, Zement und dergleichen im Einsatz ist. Unter einer Schaufel wird jedoch auch die breite, muldenförmige Ladeschaufel (wie hier des Herstellers Lehnhoff) an einem Radlader verstanden. Je nach Einsatzzweck sind die Ladeschaufeln mit Zähnen und Messern ausgestattet.

Schaufelradbagger

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Der Schaufelradbagger ist ein Standbagger, der für einen stetigen Abtrag des Förderguts sorgt. Dafür sind 6 bis 10 Graborgane an einer radartigen Stahlkonstruktion befestigt. Die Graborgane werden auf das Radband entleert, das kontinuierlich das Fördergut abtransportiert. Schaufelradbagger werden vor allem auch im Braunkohletagebau eingesetzt. Diese Bagger sind bis zu 100 Meter hoch mit riesigen Schaufeln. Sie können bis 240.000 Tonnen Kohle täglich fördern.

Schaukasten

auch: Mitteilungskasten, Schaukästen

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In einen Schau- bzw. Mitteilungskasten werden Informationen von Vereinen, Organisationen, Kirchen usw. ausgehängt. Er besteht in der Regel aus einem Rahmen aus Metallprofilen, einer Rückwand aus Stahlblech und einer Scheibe aus Glas oder Plexiglas an der Vorderseite. Schaukästen besitzen entweder eine Schiebetür bzw. Dreh- oder Klappflügel zum Öffnen und Austauschen der Nachrichten, Mitteilungen etc.. Wahlweise können die Schaukästen auch mit einer Beleuchtung / Hinterleuchtung ausgestattet werden. Es werden Schaukästen in unterschiedlichen Größen und unterschiedlicher Tiefe angeboten.

Schaukelhaken

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Schaukelhaken dienen, wie der Name schon sagt, der Befestigung von Kinderschaukeln. Der Schraubenkopf ist so ausgebildet, dass hier der Metallring, der in die Schlaufe eines Schaukelseils eingelassen ist, eingehängt werden kann. Schaukelhaken dürfen niemals in "lebendes Holz", also in den Ast eines Baumes, eingedreht werden.

Schaumbeton

auch: Porenleichtbeton

Beton, der unter Verwendung von Schaum- oder Luftporenbildnern hergestellt wird und eine Trockenrohdichte von 0,4 bis 1,6 kg/dm³ aufweist. Anwendungsgebiete sind z.B. Füllmaterial im Kanal- und Tiefbau, gewichtssparende und/oder wärmedämmende Zwischenlagen, z.B. auf Flachdächern.

Schaumbildung

auch: Kraterbildung, Schaumbildungen

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Alle Farben schäumen zu einem gewissen Grad beim Auftragen. Qualitativ hochwertige Farben sind allerdings so formuliert, dass die Blasen platzen, während die Farbe noch naß ist. Platzen die Blasen beim Auftragen oder Trocknen, entstehen kleine Krater (siehe Foto von Paint Quality Institute). Ursachen für verstärkte Schaumbildung kann sein, wenn eine nicht ganz gefüllte Farbdose geschüttelt wurde oder die Verwendung einer Farbe minderer Qualität oder eine alte Latexfarbe. Auch wenn die Farbe mit dem Farbroller zu schnell aufgetragen oder ein falscher Walzenbezug wurde, kommt es zu Schaumbildung. Die Farbe schäumt ebenfalls bei zu starkem Andrücken beim Auftragen der Farbe mit dem Roller oder Pinsel.

Schäumen

siehe Schaumstoff.

Schaumglas

auch: Foamglas

Schaumglas besteht aus aufgeschäumtem, silikatischem Glas. Die Schaumglasplatten sind dampf- und wasserdicht, so dass sich ihr Einsatz gerade als Perimeterdämmung zur Außenabdichtung von Kellern anbietet. Das Material ist unbrennbar und gilt damit als idealer Ersatzstoff für Polystyrol. Nachteil des Schaumglases ist der höhere Anschaffungspreis. Die Wirkung der Dämmung ist nicht ganz so gut wie bei EPS und XPS, dafür ist aber die spätere Entsorgung unproblematisch.

Schaumglasplatte

auch: Schaumglas-Platten, Schaumglas-Platte, Schaumglasplatten

Schaumglas besteht aus aufgeschäumtem, silikatischem und damit reinem Glas ohne Bindemittel. Schaumglasplatten sind dampf- und wasserdicht, so dass sich ihr Einsatz gerade als Perimeterdämmung zur Außenabdichtung von Kellern anbietet. Das Material ist auch beständig gegen alle Säuren (außer Fluorwasserstoffsäure)und fasert und krümelt nicht. Das Material ist - solange es nicht mit Papier kaschiert ist - unbrennbar und gilt damit als idealer Ersatzstoff für Polystyrol. Nachteil des Schaumglases ist der höhere Anschaffungspreis. Schaumglas gilt als ökologisch unbedenklich und kann als Bauschutt deponiert oder zu Schotter verarbeitet werden. Schaumglasplatten werden in Stärken bis 180 mm angeboten und in Plattengrößen bis 300 x 600 cm. Sie kommen zum Beispiel als Perimeter-Dämmung zum Einsatz.

Schaumglasschotter

Schaumglassschotter ist ein reiner mineralischer Dämm- und Leichtbaustoff mit wärmedämmenden, lastabtragenden sowie kapillarbrechenden Eigenschaften. Dank der natürlichen Herkunft des Rohmaterials (Recycling-Altglas) ist der Baustoff in jeder Beziehung neutral. Durch sein geringes Gewicht und seiner äusseren (rauhen) Beschaffenheit, erinnert der Baustoff ein wenig an Bimsstein. Seinen Einsatz findet Schaumglasschotter überall dort, wo eine hohe Wärmedämmung durch einen statisch hoch belastbaren, anorganischen, geschlossenzelligen, frostsicheren, unbrennbaren Wärme-Dämmbaustoff mit geringen Kosten erreicht werden soll. Die Belastbarkeit verringert die Baukosten für sonst notwendige tragende Elemente. Die Frostsicherheit gestattet geringere Baugrubentiefen und das geringe Gewicht bringt erhebliche Bodenentlastung. Einsatzgebiete von Schaumglasschotter sind u.a.:

  • leichte, belastbare, nichtbrennbare Wärmeisolation sowie Entwässerungsebene für Flachdächer
  • Dämm- und Ausgleichsschicht sowie Entwässerungsebene bei Gründächern
  • Drainageschüttung und Frostschutz vor Fundamenten und Mauern
  • Ringdämmung unter Industrie- und Gewerbehallen
  • wärmedämmende Ausgleichsschüttung bei Sanierung von Gewölbe-, Keller- bzw. Zwischendecken
  • diffusionsoffene Fußbodensanierung im Altbau

Schaumkalk

siehe Porenkalk.

Schaumkunststoff

auch: Schaumkunststoffe

siehe Schaumstoff.

Schaumlöscher

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Diese Feuerlöscher sind für die Brandklassen A und B zugelassen. Sie eignen sich vor allem bei Oberflächenbränden; bei Tropfbränden sind sie dagegen praktisch wirkungslos. Schaumlöschmittel bilden auf brennbaren Flüssigkeiten, die leichter als Wasser sind, eine gasdichte Schaumdecke. Diese Schaumdecke breitet sich über die gesamte Oberfläche aus und erstickt das Feuer. Durch die hohe Netzwirkung, verbunden mit dem Kühleffekt, eignet sich Schaum jedoch auch bei Bränden fester Stoffe der Brandklasse A. Da der Löschschaum für die Gesundheit unbedenklich und biologisch abbaubar ist, eignet er sich sehr gut für die private Wohnung. Anders als beim Pulverlöscher werden auch die umliegenden Einrichtungsgegenstände durch Schaum weniger beeinträchtigt. Das Feuer kann gezielt bekämpft werden.

Schaumroller

Farbroller aus Schaumstoff. Schaumroller werden in unterschiedlichen Breiten für unterschiedliche Einsatzzwecke bei Lackierungen und Beschichtungen eingesetzt.

Schaumstempel

auch: Tapeten

Wer auf eine weiß gestrichene Rauhfaserwand Muster "zaubern" will, kann dies mittels eines oder mehrerer Schaumstempel tun. Es handelt sich dabei um handliche, eckige oder runde Holzstempel, auf die ein ausgestanztes Muster aus Schaumstoff aufgeklebt wurde. Solche Muster können Blumen, Tiere oder Ornamente sein. Anders als bei Schablonen, bei denen die freuen Flächen voll mit Farbe ausgefüllt werden, entsteht bei den Schaumstempeln ein Muster "wie hingetupft". Die Schaumstempel werden leicht auf ein mit Farbe getränktes Tuch gedrückt. Mit einem ebenfalls leichten Druck auf die Wand entsteht dann das Muster mit den typischen Poren eines Schwamms.

Schaumstoff

auch: Schaumkunststoff, Schäumen, offenzelliger Schaumstoff, geschlossenzelliger Schaumstoff, gemischtzelliger Schaumstoff, Integralschaum, Schaumstoffe

Fast alle Kunststoffe lassen sich aufschäumen. Durch das Schäumen erhalten sie ein zelliges Gefüge, bei dem kleine kugelförmige Hohlräume, die mit Luft oder einem anderen Gas gefüllt sind, eng aneinander liegen oder teilweise ineinander übergehen. Das Gefüge eines Schaumstoffes kann geschlossenzellig, offenzellig oder gemischtzellig sein. Bei geschlossenzelligen Schaumkunststoffen sind die Zellen gegeneinander abgeschlossen. Die geschlossenen Zellen verhindern einen Luftaustausch und üben keine Kapillarwirkung auf Flüssigkeiten aus. Diese Schaumstoffe eignen sich besonders zur Wärmedämmung und wegen ihrer Wasserundurchlässigkeit als Dampfsperren. Sie besitzen in der Regel eine größere Festigkeit als offenzellige Schaumstoffe. Bei offenzelligen Schaumkunststoffen stehen die Zellhohlräume miteinander in Verbindung. Durch Kapillarwirkung vermögen sie Flüssigkeiten aufzusaugen. Man verwendet sie vorzugsweise zur Schalldämmung und als Polsterstoffe. Gemischtzellige Schaumstoffe wie zum Beispiel PUR-Hartschaum besitzen sowohl einen offenzelligen als auch einen geschlossenzelligen Anteil. Verteilen sich die Gasblasen gleichmäßig über den gesamten Schaumstoff (gleiche Dichte über den gesamten Querschnitt) spricht man von einem gleichmäßig geschäumten Kunststoff. Liegt jedoch ein unterschiedlicher Dichteverlauf vor, in der Regel eine dichte Außenhaut und zum Kern hin abnehmende Dichte, so spricht man von Integral- oder Strukturschaumstoffen. Integralschäume eignen sich besonders für selbsttragende Bauteile und Gegenstände, z.B. für Möbeltüren, Stühle und Tische. Nach dem mechanischen Verhalten unterscheidet man zudem harten, halbharten und weichen Schaumstoff. Zellengröße, Zellenverteilung, Art des Kunststoffes und Weichmacheranteil bestimmen diese Eigenschaften.

Schaumstoffmolch

siehe Molch.

Schaumstoffroller

auch: Moltoprenroller

Der Moltopren- bzw. Schaumstoffroller ist ein Farbroller mit einem aus Polyesterschaum bestehenden Wälzchen. Man benutzt sie hauptsächlich um Lacke auf großen Flächen (z.B. Türen) zu verarbeiten. Es gibt sie in unterschiedlichen Feinheiten (Porengrößen). Je feiner die Poren, umso schöner ist die Lackierung (weniger Orangenschaleneffekt).

Schaumstoffsäge

auch: Schaumstoffsägen

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Die Schaumstoffsäge ist ein Werkzeug zum Trennen von dicken elastischen Werkstoffen wie Schaumgummi, Polster, Elastomere oder Isolationsmaterial. Der Werkstoff wird durch eine gegenläufige Hubbewegung der Sägemesser getrennt und dann rechts und links an der Sägemesserführung vorbeigeführt. Dies funktioniert nur, wenn der zu schneidende Werkstoff eine gewisse Elastizität besitzt. Starre Werkstoffe wie Polystyrolschäume oder Polystyrolhartschäume können daher nicht mit der Schaumstoffsäge bearbeitet werden. Stäube von diesen Werkstoffen können sich in den Führungen festsetzen, durch die Reibung schmelzen und so die Sägemesser in den Führungen verkleben.

Schaumstoffschneider

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Schaumstoff in Form von gewebeartigen Bahnen werden im Baubereich speziell für die Trittschalldämmung eingesetzt. Auch gibt es derartige Bahnen, die auf einer Seite mit Aluminium beschichtet sind und hinter einem Radiator auf die Wand geklebt werden, um eine höhere Energieausbeute zu erreichen und eine Erwärmung des Mauerwerks zu verhindern. Solche Folien können mit einem Schaumstoffschneider zugeschnitten werden. Das Foto zeigt einen solchen Schneider mit schwenkbarem Schutzbügel.

Scheerzapfen

siehe Scherzapfen.

Scheibenbürste

auch: Scheibenbürsten

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Eine Scheibenbürste ist ein Bürstenvorsatz für Geradschleifer, Winkelschleifer oder auch Bohrmaschinen. Sie ist ideal für schnelles, grobes Entrosten und Reinigen großer Flächen. Auch zur Vorbereitung von Schweiß- und Lötarbeiten wird sie verwendet. Sie gilt als universelles Werkzeug mit breitem Anwendungsbereich. Wie bei allen Bürsten stehen verschiedene Drähte aus Stahl, rostfreiem Stahl und Messing zur Auswahl. Weiterhin gibt es gewellte und gezopfte Scheibenbürsten (siehe Abbildungen) sowie Bürsten mit Borsten aus Nylon. Mit der Scheibenbürste kann großflächig und zügig gearbeitet werden. Wenn viel Rost und Farbe abzutragen ist, wählt man eine grobe Bürste mit 0,3 bis 0,5 mm Drahtstärke. Empfindliche Profile sollten mit einer feinen Bürste bis zu 0,2 mm Drahtstärke bearbeitet werden.

Scheibenkopfnagel

auch: Scheibenkopfnägel

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Scheibenkopfnägel verfügen über eine aufgenietete runde oder eckige Kopfscheibe, die das Durchziehen des Nagelkopfes verhindert. Entsprechend lassen sich mit diesem Nagel weiche Materialien wie Kork, Dämmplatten, Leichtbauplatten usw. besonders gut befestigen. Die Industrie (Foto Bierbach) liefert solche Nägel mit Schraubgewinde (links) oder Widerhakengewinde (rechts).

Scheibenmolch

siehe Molch.

Scheibennutfräser

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Fräser für eine Oberfräse. Tiefe und schmale Nuten an der Stirnfläche von Brettern können mit normalen Nutfräsern nicht hergestellt werden. Hierzu werden sogenannte Scheibennutfräser verwendet. Scheibennutfräser sind mehrteilig: Auf einen Schaft wird die eigentliche Frässcheibe montiert. Bei der Nut-und-Feder-Verbindung von Bauteilen wird das Gegenstück (die "Feder") mit einem zum Scheibennutfräser passenden Federfräser hergestellt. Zur Herstellung von Flachdübelverbindungen.

Scheibenputz

auch: Scheibenputze

Der Scheibenputz unterscheidet sich vom Münchner Rauhputz durch seine deutlich feinere Struktur. Beim Scheibenputz werden die Körner nach dem Aufbringen mit dem Glätter aber nicht gerieben, sondern durch das Reiben mit einer Moosgummischeibe von Bindemitteln und Farbpigmenten befreit und damit freigelegt. Alternativ kann man auch mit einem Schwammbrett arbeiten - es wird mehr Korn freigelegt und die Struktur wird gröber.

Scheibenrührer

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Rührstab mit einem 6-kant-Schaft für Rührgeräte. Scheibenrührer sind besonders geeignet für Wand- und Dispersionsfarben, Lackfarben, sehr flüssige Materialien etc.. Durch die hohe Vermischungsenergie zwischen den speziellen Scheibenrotoren wird bei hoher Laufruhe ein optimales Mischergebnis von verschiedenen Farben erzielt.

Scheibenschloss

auch: Doppelscheibenschloss, Scheibenschlösser

Scheibenschlösser setzen, im Gegensatz zum Stiftschloss, als Schließmechanismus aneinander gelagerte Scheiben mit unterschiedlichen, der Paßform des Schlüssels entsprechenden Fräsungen ein. Die Scheiben kann man sehr dicht packen, darum findet man diese Schlösser meistens dort, wo geringe Bautiefe nötig ist, beispielsweise im Auto oder Motorrad, bei Möbelschlössern, an Briefkästen oder abschließbaren Fenstergriffen. Scheibenschlösser mit Zuhaltungsscheiben von beiden Seiten nennt man Doppelscheibenschlösser. Die Materialien des Gehäuses sind in der Regel Messing oder Druckguß. Die Scheiben sind Stahl verzinkt, Messing oder auch Druckguß. Eine Unterart des Scheibenschlosses stellt das Chubbschloss dar.

Scheibenspülung

Hier geht es um eine konstruktive Maßnahme bei Kaminöfen, die dazu dienen soll, das Leuchtfenster während des Betriebes sauber zu halten. Dabei wird die zur Nachverbrennung in den Brennraum geführte Sekundärluft von oben über die dem Feuer zugewandte Seite des Leuchtfensters geführt, so dass dessen Oberfläche ständig mit Frischluft „gespült“ wird und sich so keine Bestandteile aus dem Rauchgas absetzen können. Klappt das optimal, bleibt die Scheibe auch bei unterschiedlichen Befeuerungsstärken des Ofens klar und rußbeschlagfrei. Leider ist auch bei teuren Öfen nicht unbedingt gewährleistet, dass die Scheibenspülung gut funktioniert. Andererseits sollte man auf dieses wichtige Funktionsmerkmal bei der Auswahl des Kaminofens nicht verzichten, es ist schon bei preiswerten Modellen serienmäßig und verschafft mehr Freude durch den freien Blick ins prasselnde Feuer.

Scheibenzwischenraum

Der Scheibenzwischenraum (SRZ) ist der Abstand zwischen zwei oder mehr Scheiben einer Isolierverglasung. Dabei werden die Zwischenräume mit Luft, Edelgas oder Gasgemischen gefüllt. Je nach Art der Scheibe und Art der Füllung (Edelgase Argon oder Krypton) und je nach Abstandsbreite zwischen den Scheiben kann ein Isolierglas eine niedrigere oder eine höhere Isolierwirkung erzielen. Je breiter der Scheibenzwischenraum, je besser auch der Schallschutz. Der Scheibenzwischenraum beträgt in der Regel 10,5 oder 16 mm. Gelegentlich wird auch der Begriff Luftzwischenraum (LZR) verwendet.

Scheinarchitektur

Im Grunde sind die Potemkischen Dörfer, die alle nur aus Hausfassaden bestanden haben sollen, ein Musterbeispiel für Scheinarchitektur. Konkret wird darunter aber die als Illusionsmalerei bekannte Maltechnik verstanden, durch perspektivisch verlaufende Wandbilder lange Gänge, Räume, Balkone oder geöffnete Fenster mit Blick etwa auf die Insel Capri vorzutäuschen. Die vergangenen Jahrhunderte kannten hervorragende Meister dieses Fachs. Speziell in italienischen Restaurants findet man heutzutage wenig gelungene Beispiele dieser Maltechnik. Der Scheinarchitektur müssen auch Halbsäulen zugerechnet werden, die vor Außenwände gesetzt wurden, um so den Anschein zu erwecken, als ruhe der Baukörper auf Säulen.

scheinbare Kohäsion

Scheinfuge

auch: Sollbruchstelle, Sollrissstelle, Scheinfugen

Scheinfugen haben den Zweck, den Verlauf möglicher auftretender Risse im Beton durch die gezielte Schwächung des Querschnitts vorzugeben. Damit wird bewirkt, dass die in jedem Beton (und auch in anderen mineralischen Baustoffen) vorhandene Rissbildung infolge des immer auftretenden Schwindvorgangs möglichst gleichmäßig stattfinden kann und keine unregelmäßigen Rissbilder in den Betonoberflächen auftreten. Scheinfugen werden entweder sofort im Frischbeton durch Einlegen eines Hartfaserstreifens oder einer Folie ausgebildet oder durch frühzeitiges Schneiden des Betons nachträglich angelegt. Je nach Ausbildung der Scheinfuge können Querkräfte auch nach dem Reißen des Betons in der Fuge übertragen werden. Scheinfugen werden auch als Sollbruchstellen oder Sollrissstellen bezeichnet.

Scheit

auch: Scheite

siehe Holzscheit

Scheitel

Der Begriff "Scheitel" hat im Bauwesen mehrere Bedeutungen. Zunächst einmal spricht man vom Scheitel einer Kurve. Mathematisch betrachtet sind es die Kurvenpunkte, an denen die Krümmung ein Maximum oder Minimum erreicht. Aus der Sicht von Möchtegern-Rennfahreren betrachtet, ist es der Punkt, bei dem das Fahrzeug bei zu rasanter Fahrweise die Straße verlässt und ins Gebüsch rauscht. Bei Wölbkonstruktionen wird der höchste Punkt der Wölbung als Scheitel bezeichnet. Schließlich ist der Scheitel auch der am höchsten gelegene Teil eines Kanallaufs, dessen Wasserhaltung durch Schleusenanlagen und gegebenenfalls Pumpwerke gesichert und reguliert wird.

Scheitholz

Bezeichnung aus dem Holzhandel für in Scheite gespaltenes Holz. Kaminholz ist Scheitholz. Jedoch werden längere Scheite in der Landwirtschaft auch als primitive Zaunpfähle eingesetzt.

scheitrechter Bogen

auch: scheitrechten, Bogen

Unter einem scheitrechten Bogen oder einem scheitrechten Sturz versteht man eine aus Keilsteinen gemauerte waagerechte oder leicht gewölbte Überbrückung einer Wandöffnung (z. B. Fenster). Aus Kostengründen verwendet man heutzutage allerdings kaum noch Keilsteine, sondern greift auf "normale" Ziegelsteine (Klinker) zurück. Die "Bogensteine" können senkrechte oder zu einem in der Öffnungsachse liegenden Mittelpunkt gerichtete Fugen haben. Ein scheitrechter Bogen ist nur bei schmalen Öffnungen möglich. Ist der Scheitrechte Sturz aus Werksteinen gefügt, so können zur Verbesserung der Tragfähigkeit auch Hakensteine verwendet werden. Dies sind spezielle Werksteine mit hakenförmig verzahnten Stoßfugen.

scheitrechter Sturz

auch: scheitrechte, Stürze

Schellack

Lack, der aus Naturharzen gewonnen wird. Schellack ist quasi die Mutter aller Lacke. Erst sehr viel später kamen künstliche Lacke hinzu. Sogar für die Namensgebung war Schellack verantwortlich. Wird doch Schellack aus den Ausscheidungen der Lackschildlaus gewonnen. Bei der Herstellung des Lacks ist Schellack das Bindemittel. Durch Beigabe von Harzen, Wachsen und Alkohol als Lösemittel entsteht ein goldgelber Lack, der hellen Hölzern eine einzigartige Farbe verleiht. Schellack besitzt einen unnachahmbaren Charme. Jedoch ist er außergewöhnlich empfindlich. Überdies ist eine Schellackpolitur sehr zeit - und damit kostenaufwendig. Sie wird daher nur noch gelegentlich zum Restaurieren von antiken Möbeln verwendet.

Schellackseife

Zur Herstellung von Schellackseife wird gebleichtes und entwachstes Schellack in Salmiakgeist aufgelöst (verseift) und anschließend wieder getrocknet. Schellackseife lässt sich in heißem Wasser auflösen, dann als Bindemittel für Farben verwenden und später mit heißem Wasser wieder entfernen. In kaltem bis hand-warmem Wasser ist die Schellackseife nahezu unlöslich. Verwendung findet sie als transparentes wasserfestes Bindemittel in der dekorativen Wandgestaltung, z. B. für Wandlasuren, Glanzwickeltechniken oder als Fixierung für Wandlasuren.

Schelle

auch: Schellen

Schellen sind bügelförmige Halterungen aus Metall, die an beiden Enden ein Schraubloch aufweisen. Die Bügel werden über Kabel oder Rohre gelegt und an der Wand verschraubt. Allseits im Einsatz sind auch Klemmschellen aus Kunststoff, die denselben Zweck erfüllen.

Schenkel

Sonderstück oder auch Formteil bei Fliesen.

Scherben

Fachbegriff aus der Fliesen- und Keramikindustrie und dem Fliesenlegerhandwerk, wobei von "der Scherben" gesprochen wird. Mit "der Scherben" wird das gebrannte Material bezeichnet, aus dem eine Steingut-, Steinzeug- oder Feinsteinzeugfliese oder Bodenplatte hergestellt worden ist.

Scherblatt

auch: Scherblätter

siehe Scherzapfen.

Schere

auch: Scheren

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Eine Schere verwendet man zum Schneiden von Papier, Kunststoff, Blech usw. Sie ist aber auch Teil des Fensterbeschlags. Die Schere wird oben am Blendrahmen befestigt und in den Beschlag des Fensterflügels eingehängt. Sie steuert die Umschaltung von Dreh- auf Kippstellung und bildet zusammen mit dem Ecklager die Drehachse des Fensters.

Scherenarm

auch: Scherenarme

Scherenarme sind x-förmig miteinander verbundene Halterungen, die sich zusammenfalten oder ausziehen lassen. Sie sind im Bereich Bauen und Wohnen zu finden als Verlängerungsarme für Rasierspiegel, auch als Bestandteil von Markisen existieren sie noch. Als Telefon-Scherenarme verfügen sie am anderen Ende über eine Trageplatte, auf der das Telefon abgestellt wird. Solche Konstruktionen waren bis in die 70-er Jahre des letzten Jahrhunderts allgegenwärtig, als sich zwei Angestellte an zwei Schreibtischen ein Telefon teilen mussten und den Scherenarm über eine schwenkbare Halterung hin- und herschubsen mussten.

Scherenarm-Markise

auch: Scherenarm-Markisen, Scherenarmmarkise

Seltener im Angebot, aber ideal, wenn große Flächen beschattet werden sollen - also große Freisitze, Garten-Cafés usw. Bei der Scherenarm-Markise sorgen die seitlich angebrachten, beim Öffnen ausfahrenden Scherenarme für eine erhöhte Stabilität.

Scherenbühne

auch: Scherenbühnen

Scherengitter

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Scherengitter sind wie Rollgitter bewegliche Gitter zum Schutz von Fenstern und Lüftungsöffnungen. Im Gegensatz zum Rollgitter haben Scherengitter allerdings einen waagerechten Verlauf, d.h. sie werden zur Seite weggeschoben. Dabei klappt das Gitter wie eine Schere zusammen. Scherengitter finden vor allem zur Sicherung von Schaufenstern, Ladeneingängen und Ladenpassagen im gewerblichen Bereich Anwendung. Zur Verhinderung von Angriffen müssen Verriegelungen außen mit einer Blende, die auf der gesamten Höhe des Gitters verlaufen sollte, abgedeckt sein. So wird auch der Ansatz von Hebelwerkzeugen zwischen Gitterende und Befestigungsschiene am Mauerwerk verhindert. Am sinnvollsten ist es, ein Scherengitter innen hinter dem Glas anzubringen, da das zusammengeschobene Gitter dann eventuell in einer Nische versteckt werden kann. Wird es außen angebracht, kann das Gitterpaket störend wirken und verdeckt außerdem einen Teil der Fensterfläche.

Scherenhubsystem

auch: Scherenhubsysteme

Scherenförmig ausfahrbares Tragegerüst für Arbeitsbühnen. Je nach Hersteller und System können Höhen bis 20 m erreicht werden bei Belastbarkeit der eigentlichen Arbeitsbühne von deutlich über 1.000 kg.

Scherenstrebe

auch: Scherenstreben

Scherenstrebe ist eine andere Bezeichnung für Steigband bzw. Kopfbandbalken.

Scherentreppe

auch: Scherentreppen

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Sie bestehen anders als etwa eine Klapptreppe aus Stahl, wobei sich die einzelnen Stufen zusammen falten und wieder auseinander ziehen lassen. In der Natur der Sache liegt es, dass solche Treppen zwar einerseits stabil sind, andererseits aber beim Besteigen in leichtes Schwanken geraten. Da Stahl nicht brennbar ist, werden solche Treppen vor allem da eingebaut, wo besondere Brandgefahr bestehen könnte.

Scherenzaun

auch: Scherenzäune

siehe Jägerzaun

Scherschneiden

Dieses Abbruchverfahren bezeichnet das Zerkleinern bzw. Lösen von einzelnen Bauteilen mittels Scherschneiden. Zangenförmig angeordnete Backen werden hydraulisch zusammengedrückt und zerteilen das zwischen den Backen angeordnete Bauteil durch Abscheren. Voraussetzungen: Es muss ein Trägergerät (Bagger) ab ca. 5 t Gewicht eingesetzt werden können. Hauptanwendungsgebiet: Abbruch von Stahlkonstruktionen. Vorteile: leise, erschütterungsarm; gegenüber anderen Abbruchverfahren, z.B. thermischem Trennen (Brennen), niedrige Kosten. Nachteile: In die verbleibenden Konstruktionen können durch das Scherschneiden hohe Kräfte eingeleitet werden, die zu Verformungen und sonstigen Schäden führen können. Einsatzhöhe auf ca. 15,00 m, mit speziellen Abbruchauslegern auf ca. 30,00 m begrenzt.

Scherzapfen

auch: Scheerzapfen, Gabelzapfen, Zapfenschere, Scherblatt

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Die Holzverbindung mit Schlitz und Zapfen ist seit Jahrhunderten gebräuchlich. Die obere Verbindung der Sparren in einem Sparrendach erfolgte beim historischen Fachwerkhaus über sog. Scherzapfen. Dabei wurden die Sparren mit einem etwa 15 mm großen Loch durchbohrt, in das anschließend ein Holznagel getrieben wurde. Weitere Bezeichnungen für den Scherzapfen sind Scheerzapfen, Gabelzapfen, Zapfenschere oder Scherblatt. Der Scherzapfen ist einfach anzufertigen, kann allerdings keine Zugkräfte aufnehmen und hat offene Fugen.

Scheuerbeständigkeit

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Eine Farbe besitzt eine schlechte Scheuerbeständigkeit, wenn beim Abreiben mit Bürste, Schwamm oder Tuch der Anstrichfilm entfernt oder abgenutzt wird (siehe Foto von Paint Quality Institute). Dies kann passieren, wenn ein zu aggressives Scheuermittel verwendet wurde oder die Farbe eine geringe Qualität hatte. Auch wenn nach dem Auftragen der Farbe die Trockenzeit nicht eingehalten wurde, kann sich die Farbe beim Abscheuern lösen oder abnutzen.

Schichtdicke

Die Dicke von Beschichtungsmaterialien spielt in vielen Bereichen des Bauwesens eine Rolle und wird in Mikrometer 1µm = 1/1000 mm gemessen. Bei der Verarbeitung von Beschichtungsstoffen ist deshalb die Einhaltung der Hersteller-Verarbeitungsrichtlinien sehr wichtig. Eine zu dünne Beschichtung kann u.a. dazu führen, dass die Haftung beeinträchtigt wird, eine zu dicke Beschichtung kann u.a. dazu führen, dass z.B. Lacke abblättern.

Schichtenspeicher

Schichtenwasser

Trifft Sickerwasser auf eine wasserundurchlässige Bodenschicht, bildet sich Schichtenwasser. Dieses Wasser drückt auf unter der Erde liegende Bauteile und kann bei fehlender Vertikalabdichtung zu erheblichen Durchfeuchtungen führen. Zusätzlich zur Vertikalabdichtung ist eine Dränung anzubringen.

Schichtholz

auch: Schichthölzer

Balken, Bögen und Stützen aus mehreren Holzschichten, die parallel zur Längsachse eines Bauelementes angeordnet sind. Schichtholz ist kein Sperrholz. Beim Schichtholz ist der Faserverlauf der Furnierlagen vorwiegend gleichgerichtet. Zur Erhöhung der Biegefestigkeit sind bis zu etwa 15% der Furnierlagen mit quer verlaufender Faserrichtung zulässig.

Schichtpressstoffplatte

auch: Schichtpressstoffplatten

Bei Schichtpressstoffplatten handelt es sich um mehrschichtige Dekorplatten, die z.B. als Furnierplatten für Möbelbeläge und im Innenausbau verwendet werden. Die Kernschichten der Schichtpressstoffplatte bestehen aus kunstharzgetränkten Spezialpapieren, die ein- oder beidseitig mit einer Dekorschicht versehen werden. Die Platten werden unter Hitze und Druck gehärtet und sind in vielen Designs und Farben sowie wahlweise in hochglänzend und matt erhältlich. Die geschlossene, glatte Oberfläche der Schichtpressstoffplatten ist besonders pflegeleicht. Auch bei höchsten Hygieneanforderungen kann die Schichtpressstoffplatte verwendet werden.

Schichtspeicher

auch: Schichtenspeicher

Um heißes Wasser sofort nutzen zu können, ohne dass erst der ganze Speicher erwärmt werden muss, wurden für die Beladung von Speichern > 300 Liter besondere Speicherladesysteme entwickelt. Eine selbst regelnde Ladevorrichtung sorgt hierbei für eine in der Höhe variable Einleitung des erwärmten Wassers. Diese erfolgt jeweils in der Höhe, in der die Temperatur des zufließenden Wassers gleich der Speichertemperatur in dieser Schicht ist. Dadurch entstehen eine gute Temperaturschichtung innerhalb des Speichers und ein schnelles Erreichen der Nutztemperatur im oberen Speicherbereich. Aber auch eine Beladung in verschiedenen Ebenen mit einer Steuerung über Ventile wird angeboten. Schichtspeicher gibt es als Trinkwasser- oder als Pufferspeicher.

Schichtstück

auch: Schichtstücke

Ein Schichtstück (Nocke) ist ein Anschluss-Blechstück, dessen Länge mindestens der des jeweiligen Deckwerkstoffes entsprechen muss. Es besteht aus dem den Deckwerkstoff über- oder unterdeckenden Schenkel sowie aus dem wandseitigen, an dem aufgehenden Bauteil hochgeführten Schenkel. Schichtstücke (Nocken) werden auch bei der Ausführung von Kehlen (Nockenkehle) verwendet.

Schiebeblende

auch: Schiebeblenden

Während der Blendladen direkt in oder vor der Fensterlaibung verankert ist, kann die Schiebeblende ähnlich wie eine Schiebetür bewegt werden. Schiebeblenden laufen in zwei Führungsschienen und bestehen meistens aus Lochblechen. Sie werden vor allem vor Loggien und Balkonen eingebaut und reduzieren so einerseits störendes Sonnenlicht und verhindern andererseits Einblicke neugieriger Nachbarn. Nachteilig kann sich auswirken, dass Schiebeblenden bei starkem Wind oder Sturm scheppern und aus den Führungsschienen gehoben werden müssen.

Schiebedrehfenster

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Beim Öffnen des Schiebedrehfensters schiebt sich der Flügel seitlich in den Steuerschienen, die auf dem oberen und unteren Rahmen montiert sind. Die maximale Drehung beträgt 90 Grad. Bei voller Öffnung ergibt sich eine Öffnungsbreite von ca. 15 cm auf der Bandseite, die das Putzen von innen ermöglicht.

Schiebefalttor

auch: Schiebefalttore

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Schiebefalttore werden fast ausschließlich aus Stahlrohr und Stahlblech oder Aluminium hergestellt und kommen ausschließlich in Gewerbebetrieben oder in öffentlichen Einrichtungen wie Feuerwehrhallen zum Einsatz. Schiebefalttore können, wie das Foto des Schweizer Herstellers Berico zeigt, auch mit Fensterkassetten ausgestattet werden. Wie bei allen Toren, kann die Öffnung und Schließung eines Schiebefalttores auch über einen elektrischen Antrieb erfolgen.

Schiebefalttür

auch: Schiebefalttüren

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Die Schiebefalttür ist der große Bruder der Falttür. Während die Falttür nur da montiert wird, wo aus Platzgründen eine Dreh­flügel­tür nicht eingebaut werden kann, ist die Schiebe­falttür die moderne Alternative zur Hebe­schiebe­tür. Schiebe­falttüren bestehen aus Metall­rahmen - meistens Aluminium -, in die wie bei einem Fenster Glasscheiben eingesetzt sind. Schiebefalttüren sind dort zu finden, wo auf möglichst breiter Front aus dem Wohnraum heraus der Blick und der Gang in den Garten ermöglicht werden soll. Aus ähnlichem Grund sind Schiebefalttüren in viele Restaurants und Cafés eingebaut worden. Bei gutem Wetter wird die Anlage zum Boulevard oder zum hinteren Biergarten aufgeschoben und dabei aufgefaltet. Im privaten Bereich werden Schiebefalttüren nicht zuletzt in angebaute Wintergärten eingefügt. Schiebefalttüren haben eine untere Führungsschiene und eine obere Laufschiene. Im geschlossenen Zustand schließen sie wie ein gutes Fenster hermetisch ab.

Schiebefenster

Schiebeflügelfenster

Schiebehülsen-Technik

auch: Schiebe-Hülsen-Technik

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Verfahren, um auf relativ problemlose Weise haltbare, unlösbare und dichte Rohrverbindungen im Bereich der Sanitär- und der Heizungsinstallation zu erzielen. Die Dichtwirkung ist stoff- und formschlüssig und wird ohne Einfügung eines O-Ringes erreicht. Die Zeichnung des Herstellers SCHELL zeigt den Trennvorgang des Rohres mit einer Ablängschere und danach das Aufweiten mit der Aufweitzange, nachdem zuvor die Schiebehülse aufgeschoben worden ist. Danach wird die Schiebehülse mit der Montagezange bis zum Anschlag aufgeschoben. Die Schiebehülsentechnik ist eine Alternative zum Schweißen, Löten, Kleben und zur Verpressung.

Schiebeladen

auch: Faltschiebeladen, Schiebeläden

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Während der Klappladen seitlich neben dem Fenster befestigt ist, funktioniert der Schiebeladen wie eine Schiebetür. Über Laufschienen werden die Läden vor die Fenster oder - wie im Foto - über die Terrassentüren geschoben. Diese Elemente sieht man zwar selten an Gebäuden in Deutschland, sie stellen jedoch eine reizvolle architektonische Gestaltungsvariante dar. Insbesondere dann, wenn sie wie auf dem Beispiel aus Holzlamellen bestehen. Neben Holz werden auch Aluminium, Kupfer, Lochbleche oder ein Kombination aus Holz und Metall verwendet. Schiebe- und Faltschiebeladen sind mühelos zu bedienen – manuell oder elektrisch.

Schiebeleiter

auch: Schiebeleitern

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Schiebeleitern sind mehrteilige, höhenverstellbare Leitern mit oder ohne Seilzug. Die meist zwei- oder dreiteiligen Leitern aus Leichtmetall oder Holz werden sowohl vom Heimwerker als auch vom Profi verwendet. Schiebeleitern sind im Vergleich zu einteiligen Leitern leichter zu transportieren und benötigen weniger Platz. Bei dem im Foto abgebildeten Typ sind beide Leiternteile auch einzeln, also als sog. Anlegeleitern zu nutzen.

Schiebemulde

auch: Schiebemulden

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Schiebemulden dienen dem sicheren Austausch von Geld, Eintrittstickets oder Waren zwischen Verkäufer bzw. Angestellten und Kunden. Schiebemulden findet man an Bankschaltern, Theater- oder sonstigen Kassen, Nachtschaltern von Tankstellen oder Apotheken. Sie besitzen einen oder zwei verfahrbare Muldenwagen, die vom Bediener mittels Hebel oder Griff mit Arre­tierung unter der Schaltertrennung bewegt werden. Je nach Modell laufen die oben offenen Muldenwagen unter einer festen Deckplatte oder mit gegenläufiger Deckplatte oder mit zwei Muldenwagen über­einander bzw. nebeneinander gegenläufig. Die Größe der Durch­gabe­möglichkeiten und die Funktion der Schiebemulden entscheiden über den Einsatz des richtigen Modells.

Schieberosette

auch: Schieberosetten

siehe Schutzrosette.

Schiebetor

auch: Schiebetore

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Schiebetore werden, wie der Name schon sagt, aufgeschoben. Das kann per "Handdruck" erfolgen, kraftschonend über einen Kurbelantrieb oder ganz bequem über einen elektrischen Torantrieb. Unterschieden wird zwischen freitragenden Schiebetoren und Rollen-Schiebetoren, wobei auch wichtig ist, ob die Tore untenlaufend oder obenlaufend angelegt sind. Schiebetore dienen hauptsächlich der Absperrung von Freigeländen, Fabrikhöfen usw.; sie werden fast ausschließlich aus Stahlrohr gefertigt, wobei die Füllungen aus dekorativen Gründen auch aus Holz bestehen können, insbesondere dann, wenn die Tote Privatgrundstücke absichern.

Schiebetür

auch: Schiebetüre, Schiebetüren

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Schiebetüren sind eine Alternative, wenn enge räumliche Verhältnisse den Einbau einer Drehflügeltür nicht zulassen. Bei der Schiebetür wird der Türflügel oben an der Kante mit einem Beschlag versehen und obenlaufend vor der Wand in eine Laufschiene eingehängt, zusätzlich kann auch eine Führungsschiene in die Türschwelle eingebaut werden, um zu verhindern, dass das Türblatt pendelt und gegen Wand und Zargen "klappert". Schiebetüren dieser Art haben immer den Nachteil, dass sie nicht winddicht schließen. Es werden auch Schiebetüren hergestellt, die nach dem Konstruktionsprinzip eines Sektionaltores funktionieren (Foto). Die Lamellen dieser Tür werden allerdings nicht wie beim Sektionaltor horizontal unter die Decke, sondern vertikal auf einer Seite und sogar über Eck verschoben.

Schiebetürmuschel

Schiebetürzarge

auch: Schiebetürzargen

Schiebetüren benötigen spezielle Türzargen. Die Zargen aus Stahl werden an die Türöffnung geschraubt. An den Türzargen werden dann noch die Laufschienen für die Schiebetür befestigt. Es werden grundsätzlich vier verschiedene Arten von Schiebetürzargen unterschieden: - Zargen für vor der Wand laufende Schiebetüren - Zargen für zweiflügelige Schiebetüren vor der Wand laufend - Zargen für in der Wand laufende Schiebetüren - Zargen für zweiflügelige Schiebetüren in der Wand laufendWeiterhin gibt es noch unterschiedliche Schiebetürzargen für Wände aus Mauerwerk oder aus Ständerwerk.

Schiebeverschlussgitter

ein Lüftungsgitter, dessen Lamellen wie bei einer Jalousie verschoben oder über einen Schieber ganz verschlossen werden können.

Schiebewand

auch: Schiebewände

Schiebewände funktionieren wie ein Schiebetor oder eine Schiebetür. Der einzige Unterschied besteht darin, dass man aufgrund der Größe der aufzuschiebenden Elemente von einer Wand spricht, was natürlich auch irreführend sein kann, denn unter einer Wand wird zunächst einmal ein starrer, fest verankerter Bauteil aus Bausteinen verstanden. Schiebewände bestehen meistens aus Sicherheitsglas oder aus einer Holzrahmenkonstruktion. Sie dienen der Aufteilung größerer Räume - etwa von Tagungsräumen - in kleinere Einheiten wie auch der Zugangssperre etwa von Einkaufscentren bei Ladenschluß. Schiebewände werden ebenso wie Faltwände obenlaufend oder untenlaufend geführt. Eine andere Konstruktionsform ist die Hängeschiebewand.

Schiebeziegel

Schieblehre

auch: Messschieber, Schieblehren

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Schieblehren bzw. Messschieber sind ausgesprochene Präzisionsinstrumente zum Abmessen geringerer Metallstärken und Außendurchmesser bis auf 1/10 mm. Digitale Schieblehren können auch eine Ablesegenauigkeit von 1/100 mm besitzen. Schieblehren haben einen festen und einen verschiebbaren Meßschenkel. Der feste Schenkel ist mit dem Schieberlineal verbunden, der andere auf dem gleitenden Schieber montiert. Auf dem Lineal befindet sich eine Millimeter-Strichteilung, auf dem Schieber eine Noniusteilung zum Ablesen der Zehntelmillimeterwerte. Bei der digitalen Schieblehre entfällt diese Stricheinteilung, das Ergebnis der Messung ist in einem Display abzulesen.

Schiefer

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Aus Tongesteinen, die besonders viele Glimmerminerale bilden konnten, hat sich der Schiefer gebildet. Die Glimmerminerale begünstigen die typische Schieferung und den fast immer silbrigen Glanz. Das Farbspektrum reicht von anthrazit- bis grausilbrig, teilweise mit grünlichen, bläulichen oder sogar rötlichen Farbnuancen. Als Material zur Dacheindeckung oder Fassadenbekleidung kennt Schiefer wohl jeder. Aber auch Terrassenplatten oder Treppenstufen können aus dem sehr wetterbeständigen Gestein bestehen. Die älteren unter den Usern dieses Lexikons sind vielleicht noch mit einer Schiefertafel in die Schule gegangen und haben so das Einmaleins oder das ABC gelernt. Schiefer wird in Deutschland auch nach den Herkunftsregionen benannt als Moselschiefer, Thüringer Schiefer, Altlayer Schiefer und Fredeburger Schiefer. Die größten Abbaugebiete liegen allerdings in Spanien.

Schieferdach

auch: Schieferdächer

Schiefer gehört zu den ältesten natürlichen Baustoffen und dient vor allem der Dachdeckung wie der Fassadenbekleidung. Burgen und Kirchen wurden mit Schiefer gedeckt. Besonders ausgeprägt ist die Nutzung von Schiefer für Dach und Fassade im sog. Bergischen Land, also dem Großraum Wuppertal, in der Eifel und in Thüringen. Doch Schiefereindeckungen findet man überall - und speziell beim Bau von hochwertigen Landhäusern und Villen kommt heute in steigendem Maße wieder Schiefer zum Einsatz, zumal moderne Schieferbergwerke in der Eifel dafür sorgen, dass Schiefer auch für normale Bauherren erschwinglich ist. Die Kosten einer Dacheindeckung richten sich aber nicht nur nach dem Material, sondern auch nach den verschiedenen, teilweise sehr schwierigen Deckungsarten wie altdeutsche Deckung, wilde Deckung, Rechteckdeckung oder Bogenschnitt-Deckung, wobei als Alternative zu letzterer Art der Eindeckung inzwischen eine Universaldeckung auf den Markt gekommen ist.

Schieferdecker

Historischer Beruf, in dem heute nicht mehr ausgebildet wird. Die Schieferdecker genossen ein hohes Ansehen und bildeten eigene Zünfte; sie waren insbesondere in den Abbaugebieten des Schiefers tätig. Das Dachdecken mit Schiefer ist heute ein Teilbereich des Dachdeckerhandwerks. Ein Dachdeckermeister ist heutzutage automatisch auch ein Schieferdeckermeister, obwohl die meisten Dachdecker auf den Gebrauch dieses Titels verzichten.

Schiefer-Deckstein

auch: Schieferdeckstein, Schiefer-Decksteine

Schieferdeckung

siehe Schieferdach

Schieferhammer

auch: Haubrücke

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Schieferhammer und Haubrücke dienen dem Schneiden und Lochen von schieferartigem Material bis zu einer Dicke von etwa 6 mm. Auf der Haubrücke aufliegend, wird der Schiefer oder die Faserzementplatten mit der Schneide des Schieferhammers, die an der Kante der Haubrücke entlanggeführt wird, abgeschnitten. Für das Behauen (Zuschneiden) von Naturschiefer wird auch die gebogene Haubrücke verwendet. Der Schieferhammer wird auch zum Annageln des Schiefers eingesetzt. Die Handhabung dieses Hammers beherrschen insbesondere die Schieferdachdecker.

Schieferschere

auch: Schieferscheren

siehe Schlagschere.

Schieferschindel

auch: Schieferschindeln

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Das Schieferdach bzw. der verschieferte Giebel gehören zum Alltagsbild in einigen Regionen Deutschlands, insbesondere in der Eifel, wo hochwertiger Schiefer abgebaut wird, im Bergischen Land und in Thüringen. Die Schieferschindeln werden entweder werksseitig in standardisierten Maßen und mit zwei vorgebohrten Löchern oder aber als Schieferplatten geliefert, die der Schieferdecker vor Ort für die sog. Wilde Deckung zurechtschlägt bzw. zurechtschneidet. Eine sog. Bogenschnittdeckung oder Universaldeckung kann auch der geübte Heimwerker selbst bewerkstelligen, zumindest was die Giebelverkleidung betrifft. Diese Schindeln werden auf einer Vollschalung aus 24 mm dicken Fichte-/Tanne-Brettern angebracht. Auf die Verschalung kommt zuvor eine V13-Bitumendachbahn. Und dann werden die Schindeln mit den speziellen geriffelten Schiefernägeln aufgenagelt. Das Aufschrauben geht auch, ist aber mehr die Sache des Heimwerkers, der vermeiden will, dass ihm beim Nageln zu viele Schindeln kaputt gehen. Für einen Quadratmeter Dachfläche rechnet man mit einer Schieferlast von 30 kg. Was die Vollschalung betrifft, so ist unbedingt auf gleichmäßig trockenes Holz zu achten. Der Begriff Schieferschindel hat ebenso wie der Beruf des Schieferdeckers eine historische Bedeutung, einzelne Herstellerwerke bemühen sich jedoch, stattdessen den Begriff Schiefer-Deckstein zu popularisieren. Die in Deutschland verwendeten Schieferschindeln müssen eine Stärke von 4 - 6 mm aufweisen.

Schieferung

Unter einer Schieferung versteht man Materialien, insbesondere Natursteine wie Schiefer, die eine blättrige, streifige Struktur haben und vor allem für dekorative Zwecke im Innenausbau oder an Fassaden eingesetzt werden. Auch Schindeln aus Faserzement können die Struktur aufweisen, dann aber wurde sie nicht durch tektonische Vorgänge vor Jahrmillionen hervorgerufen, sondern industriell erzeugt.

Schienenverteiler

Schienenverteiler sind die Alternative zur zentralen Elektroinstallation mit Kabeln. Sie wurden ursprünglich in der Industrie eingesetzt. Die Schienenverteiler sind über das gesamte Gebäude angeordnet. Der Stromabgriff für die Verbraucher erfolgt direkt vor Ort durch steckbare Abgangskästen. Kabelhäufungen werden auf ein Minimum reduziert. Die Anwendungsgebiete der Schienenverteilertechnik sind schon lange nicht mehr nur auf die industriellen Anwendungen beschränkt. Mit der Schienenverteilertechnik steht seit vielen Jahren der allgemeinen Gebäudetechnik wie z.B. Hochhäusern, Verwaltungsgebäuden, Warenhäusern und Flughäfen, eine sowohl wirtschaftliche wie auch sicherheitstechnische Alternative zur traditionellen Kabelinstallation zur Verfügung.

Schiffchen

siehe Schiffskehle.

Schiffhobel

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Mit einem normalen Hobel lassen sich gekrümmte Flächen nicht bearbeiten. Die Sohle des Schiffhobels läßt sich hingegen stufenlos an verschiedene Krümmungen anpassen, und zwar sowohl konvex als auch konkav.

Schiffsboden

Bei einem Schiffsboden handelt es sich um ein Mehrschicht- oder Fertigparkett, das der traditionellen Beplankung von Schiffsböden nachempfunden ist. Der Schiffsboden ist die klassische Verlegeart für Parkett und Dielen. Dabei müssen nicht unbedingt immer gleich lange Parkettstäbe zum Einsatz kommen, auch unterschiedlich lange Stäbe sind möglich. Der Fachmann spricht hier von fallenden Längen. Besonders interessant ist Schiffsboden in echter Schiffsdeckoptik mit Adern und Dübeln.

Schiffskehle

auch: Schiffchen, Schiffskehlen

Die Schiffskehle bzw. das Schiffchen ist eine Verzierung an einem Fachwerkhaus. Genauer gesagt ist die Schiffskehle eine Schnitzerei in Form eines umgekehrten Schiffsrumpfes. Sie ist an den Stockwerkschwellen als Füllholz zwischen den auskragenden Balkenköpfen zu finden. Die Schiffskehle ist ein typisch norddeutsches Profil und kommt bereits Mitte des 16. Jahrhunderts bei den Fachwerkbauten in Norddeutschland vor.

Schiften

Schiften bezeichnet im Zimmermannshandwerk das Ermitteln der Maße, Winkeln und Formen von schräg aufeinander stoßenden Hölzern. Anhand dieser Daten schneidet der Zimmermann die Dachbalken zu, gratet sie ab und fügt sie wieder zusammen. Das fachgerechte Schiften ist die Grundlage dafür, dass auf der Baustelle alle Hölzer eines Dachstuhls ein stabiles Gefüge ergeben. Auch im Zeitalter der computergestützten Arbeit ist die Beherrschung dieser Kunst für den Zimmermann unverzichtbar.

Schifter

auch: Mittelschifter, Herzschifter

Schifter sind Sparren des Haupt- oder Nebendaches sowie der Walmflächen, die an Grat- oder Kehl-Sparren enden. Da der Schifter nicht die komplette Länge eines Sparrens hat, und die Fläche zwischen Grat und Schifter schließen muss, wird er vom Zimmerer z. B. auf dem Reißboden extra aufgeschnürt, um eine Schiftung durchzuführen. Bei einem Schifter, der zwischen annähernd gleichen Dachflächen zum Einbau kommt, spricht man auch von einem Mittelschifter bzw. Herzschifter.

Schildbogen

Schilferriss

auch: Schilferrisse

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Eine Sonderform der Kernrisse sind Schilferrisse. Sie fallen durch die schuppigen Ablösungen flächiger Holzschichten auf, die in der Mitte der Herzbretter schräg zum Faserverlauf vorkommen. Da Schilferrisse auf das trockene Innenholz begrenzt sind, können sie äußerlich nicht erkannt werden. Ähnlich den Kernrissen sind Schilferrisse auf Biegebeanspruchung am stehenden Stamm zurückzuführen. Schilferrisse haben eine unregelmäßigen Verlauf und schädigen oft mehrere Bretter von einem Stamm. Sie sind daher ein recht nachteiliger Holzfehler.

Schilfrohr

siehe Reet.

Schimmel

auch: Schimmelbildung

Schimmel ist ein Pilz, der sich insbesondere auf Feuchtenestern in und an Gebäuden bildet und dessen Sporen sich durch Luftzug verbreiten. Schimmel birgt ein erhebliches Gefahrtenpotential für die Gebäudesubstanz und für die Gesundheit von Allergikern. Die moderne luftdichte Bauweise hat zwar zu erheblichen Reduzierungen beim Energieverbrauch geführt, gleichzeitig aber auch der Schimmelbildung Vorschub geleistet. Denn dort, wo kein oder nur ein ungenügender Luftaustausch stattfindet, läßt sich feuchtwarme Raumluft als Kondensat an kälteren Stellen des Raumes oder Kellers nieder und bereitet hier dem Schimmelpilz das Hochzeitsmahl. Durch die EnEV hat sich die Situation noch erheblich verschlechtert, da seit 1. Januar 2003 bei Neubauten absolute Luftdichtheit Vorschrift ist. Deutschland wärmedämmt sich also zu Tode und verschimmelt dabei. Während kleine Schimmelbildungen an Duschabtrennungen usw. mit einschlägigen Mitteln aus dem Fachhandel bekämpft und beseitigt werden können, müssen bei größerem Befall schon die Fachleute ran. Dauerhafte Besserung kann aber nur gelingen, wenn die Hausbewohner ausreichend mechanisch lüften oder sich eine Be- und Entlüftungsanlage einbauen lassen.

Schimmelbildung

siehe Schimmel.

Schindel

auch: Dachschindel, Schindeln

Die Schindel ist die älteste Form der Dacheindeckung. Flache Steine wurden schon in grauer Vorzeit schuppenförmig über dem Dach ausgelegt, so dass das Wasser ablaufen, aber nicht in die Hütte eindringen konnte. Statt Steinen wurden auch Rindenstücke verwendet - übrigens auch bei den Indianern in Nordamerika - oder später dann richtige Holzschindeln, wobei die Urform, die Legschindeln, ihrerseits wieder mit Steinen beschwert wurden. Dann wurden Schindeln aus Ton gebrannt, die alten Römer nannten das Produkt "scandula". Tonschindeln werden heute noch hergestellt, nur nennt man sie dann nicht mehr Schindeln, sondern Biberschwanzziegel. Aus dem Naturstein Schiefer werden heute noch wegen seiner guten Spaltbarkeit und Haltbarkeit Schindeln hergestellt. Bitumenschindeln, Schindeln aus Zementfaser und solche aus Alublech runden das Spektrum ab, wobei alle drei Typen in verschiedenen, zum Teil auch leuchtenden Farben angeboten werden. Faserzementschindeln werden besonders häufig in der grau-schwarzen Variante zur Fassadengestaltung genutzt und sehen dabei fast aus wie echter Schiefer. Generell kommen Schindeln besonders da zum Einsatz, wo Dachziegel und Dachsteine nicht verwendet werden können - an extremen Steildächern, an Kirchtürmen usw., denn Schindeln werden grundsätzlich angenagelt.

Schindeldeckhacke

auch: Schindeldeckhacken

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Spezialbeil der Schieferdecker, mit dem sowohl Nägel eingeschlagen als auch Schindeln geformt werden.

Schindelhammer

Der Schindelhammer gleicht dem Beilhammer, ist aber kleiner und leichter. Er kommt bei Holzschindelarbeiten zum Einsatz.

Schindelstift

auch: Schindelstifte

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Schindelstifte dienen der Befestigung von Schindeln aller Art auf einer Holzverschalung oder einer Traglattung. Die Stifte haben einen gerillten Schaft, damit sie fest im Holz sitzen. Schindelstifte dürfen nicht rosten, deshalb bestehen sie entweder aus Chrom-Nickel-Stahl oder aus verzinktem Stahl. Schindelstifte werden auch mit Druckluftnaglern befestigt und sind dann 35, 42 und 50 mm lang. Für die händische Nutzung gibt es verschiedene Längen zwischen 20 und 80 mm.

Schinder

siehe Schabhobel.

Schippenband

auch: Schippenbänder

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Dieser historische Beschlag besteht aus rund-ovalen Lappen, an denen eine Bandrolle befestigt ist. Die oft verzierte Platte dient der Schraubenbefestigung am Holz, das Gegenstück ist der Kloben, meist in Form eines Stützklobens. Das Schippenband verdankt seinen Namen wohl der an eine Schaufel erinnernde Form seines Lappens und ist im 18. Jahrhundert und in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts weit verbreitet.

Schittersäge

auch: Schittersägen

Die Schittersäge zählt zu den Gestellsägen. Sie eignet sich für grobe Schnitte, zum Ablängen von Brettern, Kanthölzern, Rundhölzern und Brennholz.

Schittersägeblatt

auch: Schittersägeblätter

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Sägeblatt zum Sägen von nassem Holz mit rauem Schnitt.

Schlacke

Bleibt beispielsweise bei der Roheisengewinnung als Rückstand zurück und kann bei Eignung für die Herstellung von Hüttenzement oder im Straßenbau verwendet werden.

Schlackenhammer

auch: Schlackenhämmer

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Beim Löten oder Schweißen bleibt durch die Verwendung von Flussmitteln Krusten (die so genannten Schlacken) auf den abgekühlten Nähten der gelöteteten oder geschweißten Metallteilen zurück. Diese Kruste wird mit dem Schlackenhammer entfernt. Schlackenhämmer gibt es mit Metall- oder Holzstiel. Der Kopf ist häufig geschwungen, recht schmal und auf einer Seite spitz zulaufend.

Schlackenstein

auch: Schlackensteine

Der Schlackenstein war als billiger Baustoff zwischen dem 16. und 20 Jahrhundert ein weit verbreitetes und beliebtes Baumaterial. Er war deshalb ein günstiger Baustoff, weil er aus den Reststoffen (Schlacke) des Verhüttungsprozesses der Metall- bzw. Schmelzhütten gewonnen wurde. Durch seine relativ einfache Herstellung verbreitete er sich schnell. Jedoch wies er viele Nachteile (z.B. hohe Porosität, große Sprödigkeit, Radioaktivität) auf. Für die wirtschaftliche Vermarktung wurde die Zusammensetzung des Schlackensteins immer weiter optimiert, woraus sich der spätere Hüttenstein entwickelte.

Schlafzimmerlänge

Holzhandel, Sägewerke und Tischler sprechen von einer Schlafzimmerlänge, wenn Rundholz oder Brettzuschnitte eine Länge zwischen 2,60 und 3,20 m haben.

Schlagbohren

Maschinelles Bohrverfahren (Trockenbohren). Beim Schlagbohren werden die Bohrwerkzeuge von einem Bagger oder einem Spezialgerät am Seil geführt. Das Werkzeug wird im freien Fall auf die Bohrlochsohle heruntergelassen und löst durch das Schlaggewicht den anstehenden Boden. Mit dem Greifer wird das gelöste Material aus dem Bohrloch gehoben und entleert. Im Normalfall arbeitet das Verfahren mit einem Schlaggreifer und einer Verrohrungsmaschine bis 1800 mm bis zu einer Tiefe von 50 m. Das Schlagbohrverfahren läßt sich meistens auch noch dort einsetzen, wo andere Verfahren bereits versagen, zum Beispiel beim Durchbohren von von Geröllschichten, Felsbänken oder Kluftgestein. Besonders gut geeignet ist Schlagbohren beim Einsatz in Sand, Kies und leichtem Fels. Die Nachteile des Schlagbohrverfahrens liegen in seiner geringen Bohrleistung (durch viele erforderliche Nebenarbeiten) und den Schwierigkeiten bei anstehendem Grundwasser.

Schlagbohrmaschine

auch: Schlagbohrmaschinen

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Schlagbohrmaschinen arbeiten im Gegensatz zur Bohrmaschine mit Schlag und Rotation. Dabei ist die Stärke eines einzelnen Schlages sehr gering, die Schlagzahl mit durchschnittlich über 40.000 Schlägen pro Minute sehr hoch. Dies ist der große Unterschied zum Bohrhammer. Schlagbohrmaschinen werden zusammen mit Steinbohrern zum Herstellen von Bohrungen in Naturstein und Beton verwendet. Bei Mauerwerk bringt der Schlagbohrer lediglich bei hartem Kalksandstein einen Vorteil gegenüber der Bohrmaschine, die nur auf Rotation arbeitet. Da der Schlag jedoch abschaltbar ist, sind Schlagbohrmaschinen universell auch bei weicheren Materialien wie Holz oder Mauerwerk einsetzbar.

Schlagbrunnen

siehe Rammbrunnen.

Schlagdübel

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Die Bezeichnung ist mißverständlich, denn natürlich wird nicht der Dübel in die Wand eingeschlagen, sondern in ein zuvor gebohrtes Loch gedrückt. In den Dübel wird jedoch nicht, wie sonst üblich, eine Schraube eingedreht, sondern ein Spezialnagel eingeschlagen, dessen Schaft eine gewindeähnliche Struktur hat.

Schlagfestigkeit

auch: Schlagzähigkeit

Bezeichnet den Widerstand eines Werkstoffs gegen plötzliche Beanspruchung. Die Schlagfestigkeit des Betons kann durch die Zusammensetzung und die Erhärtungsbedingungen beeinflußt werden. Ein Beton mit hoher Schlagfestigkeit sollte einen Wasserzementwert zwischen 0,40 und 0,45 haben, denn der Abfall der Schlagfestigkeit nimmt bei der Erhöhung des Wasserzementwerts von 0,40 auf 0,50 sehr viel mehr ab als die Druckfestigkeit oder die Spaltzugfestigkeit.

Schlaghäcksler

siehe Häcksler.

Schlaghammer

auch: Schlaghämmer

Elektrowerkzeug, das zum Meißeln und Aufreißen von Beton, von Fundamenten und Straßendecken, zum Stampfen, Stocken und zum Verdichten beim Herstellen von Bauteilen bestimmt ist. Der Schlaghammer hat ein eingebautes Hammerwerk. Die Schlagenergie ist unabhängig von der Andrückkraft. Die Schlagkraft kann durch eine Elektronik dem abzuschlagenden Material oder Untergrund angepasst werden. Ein mit Druckluft betriebener Schlaghammer wird auch Drucklufthammer genannt.

Schlagklotz

auch: Schlagklötze

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Schlagklötze sind ein altbewährtes, einfaches Hilfsmittel im Tischlerhandwerk und im Heimwerkerbereich. Sie können von jedermann aus einem Reststück Holz gesägt werden. Sie sind der Puffer zwischen Brettern und insbesondere Paneelen und Dielen mit Nut und Feder, wenn letztere mit Hammerschlägen zusammengefügt werden sollen. Direkte Hammerschläge selbst mit Gummi- oder Holzhammer können das Holz beschädigen, deshalb als Zwischenstück der Schlagklotz. Für Verlegearbeiten bei Parkett und Laminat, insbesondere bei Klicklaminat und Klickparkett, bietet die Industrie eigens geformte Spezial-Schlagklötze aus Kunststoff an (Foto Holzwerke Hamberger).

Schlagladen

auch: Schlagläden

ebenso wie Fensterladen oder Fensterklappe eine weitere Bezeichnung für den Klappladen

Schlag-Maulschlüssel

auch: Schlagmaulschlüssel

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Dieser Maulschlüssel aus Spezial-Stahl ist, wie der Name bereits sagt, für eine schlagende Bearbeitung geeignet. Er wird für sehr große Schrauben mit einem Durchmesser bis 120 mm verwendet. Er besitzt einen kurzen, starken Profilschaft und ist für schwerste Beanspruchung wie beispielsweise Werften, Eisenbahnen oder Schwerindustrie geeignet.

Schlagniete

auch: Schlagnieten

siehe Niete

Schlagregen

auch: Schlagregenbeanspruchung

Starker Regen kombiniert mit Wind stellt besondere Anforderungen an eine Fassade und die Fenster. Im Bereich der Fenstertechnik spricht man von Schlagregensicherheit. Besonders der Putz leidet unter Schlagregen, da das Wasser nicht nur die Fassade herunterläuft, sondern vom Wind regelrecht in den Putz hineingedrückt wird. Diese Wasserbeanspruchung nennt man Schlagregenbeanspruchung. Speziell bei hohen Häusern mit keinem oder nur geringem Dachüberstand nimmt die Wasserbelastung überproportional zu. Wasser sammelt sich unter dem Putz, es kommt zu Frostschäden und Zerstörung des Schutzes. Eine hohe Schlagregenbeanspruchung ist auch im Sockelbereich (Spritzwasserbereich bis zu einer Höhe von etwa 30 cm) zu beobachten. Die Schlagregenbeanspruchung in Deutschland wird in drei Gruppen eingeteilt: Gruppe I, unter 600 mm Jahresniederschlagsmenge (große Teile Mittelostdeutschlands) Gruppe II, 600 bis 800 mm Jahresniederschlag (große Teile Deutschlands) Gruppe III, über 800 mm Jahresniederschlag (Gebirgs- und Küstenregion). In den Küstenregionen wird wegen der hohen Windgeschwindigkeiten schon ab 700 mm Jahresniederschlag die Beanspruchungsgruppe III angesetzt.

Schlagregenbeanspruchung

siehe Schlagregen.

Schlagregenschutz

Starker Regen kombiniert mit Wind stellt besondere Anforderungen an eine Fassade und die Fenster. Besonders der Putz leidet unter Schlagregen, da das Wasser nicht nur die Fassade herunterläuft, sondern vom Wind regelrecht in den Putz hineingedrückt wird. Auch infolge des Staudruckes wie beispielsweise über Risse, Spalten oder fehlerhafte Abdichtungen kann das Regenwasser in die Konstruktion eindringen. Speziell bei hohen Häusern mit keinem oder nur geringem Dachüberstand nimmt die Wasserbelastung überproportional zu. Wasser sammelt sich unter dem Putz, es kommt zu Frostschäden und Zerstörung des Schutzes. Eine hohe Schlagregenbeanspruchung ist auch im Sockelbereich (Spritzwasserbereich bis zu einer Höhe von etwa 30 cm) zu beobachten. Der Schlagregenschutz kann zum einen durch konstruktive Maßnahmen oder zum anderen durch Putze bzw. Beschichtungen realisiert werden. Zu den konstruktiven Maßnahmen zählen dabei zum Beispiel Außenwandbekleidungen, Verblendmauerwerk oder Schutzschichten im Inneren der Konstruktion. Welche Maßnahme ergriffen werden muss, hängt vor allem von der Intensität der Schlagregenbeanspruchung ab. Diese wird durch Wind und Niederschlag sowie durch die örtliche Lage und die Gebäudeart bestimmt. Dabei muss bei Neubauten dank wasserabweisender Putze und dichter Fenster dem Schlagregenschutz weniger Beachtung geschenkt werden. Bei der Sanierung und Modernisierung von alter Bausubstanz ist der Schlagregenschutz jedoch nach wie vor ein wichtiges Thema.

Schlagregensicherheit

Der Begriff Schlagregensicherheit wird in der Fenstertechnik verwendet. Er bezeichnet den Schutz, den ein Fenster bei vorgegebener Windstärke, Regenmenge und Beanspruchungsdauer gegen das Eintreten oder Eindringen von Wasser in das Innere des Gebäudes bietet.

Schlagrichtung

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Die Schlagrichtung (Gängigkeit) eines Stahldrahtseiles ist die Richtung der Schraubenlinie der Außenlitzen. Es wird zwischen rechtsgängiger und linksgängiger Schlagrichtung unterschieden. Das rechtsgängige Seil wird mit Z abgekürzt, das linksgängige Seil mit einem S. Da nicht nur das Seil, sondern auch die Litzen eine Schlagrichtung haben, spricht man von Kreuzschlag und Gleichschlag. (Abbildung: Seilhersteller Diepa)

Schlag-Ringschlüssel

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Ein Schlag-Ringschlüssel besitzt die gleichen Eigenschaften wie ein Ringschlüssel. Er ist lediglich sehr robust und aus besonders hartem Stahl. Er wird verwendet, um besonders festsitzende Schrauben mit Hilfe eines Hammers zu lösen.

Schlagschere

auch: Schieferschere, Schlagscheren

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Schlag- bzw. Schieferscheren werden zum Zuschneiden von nicht krummen, schieferartigen Materialien, z.B. Faserzementplatten bis 6 mm, verwendet. Zwei Messer werden dabei auf die Unter- und Oberseite des Materials aufgepresst. Durch den Keildruck der Messer wird das Material ohne Schneidverlust getrennt. Für Naturschiefer werden spezielle Schlagscheren benötigt. Die meisten Schlagscheren sind zusätzlich mit Vorrichtungen zum Lochen, einem Messer zum Schneiden von Ausschnitten und einem verstellbaren Anschlag ausgerüstet.

Schlagschnur

auch: Schnurschlag, Schnüren, Schlagschnüre

Die Schlagschnur ist ein Werkzeug des Bauhandwerkers. Sie wird benutzt, um lange, gerade Linien an Wänden, Decken oder auf Bodenflächen zu erzeugen, wenn dies mit anderen Hilfsmitteln, zum Beispiel Richtscheiten, nicht mehr zu realisieren ist. Schlagschnüre bestehen aus einem Gehäuse, in dem die Schnur aufgewickelt wird und das mit einer Kreide gefüllt ist. Beim Aufrollen und Ausziehen der Schnur wird diese mit der Kreide bestäubt. Zum Auftragen einer Linie werden je nach Länge der anzutragenden Linie zwei bis drei Leute gebraucht. Die Enden der Schnur werden einige Zentimeter über der Fläche gehalten. Jemand zieht die Schnur ein Stück in die Höhe und lässt sie auf das Werkstück schlagen. Dabei wird die Kreide von der Schnur geschlagen und ergibt eine gerade Linie auf dem Werkstück. Bei sehr langen Linien kann es nötig sein, diesen Vorgang zu wiederholen. So werden zum Beispiel beim Mauern die Lage der Wände auf dem Betonboden eingezeichnet.

Schlagschrauber

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Der elektrische oder akkubetriebene Schlagschrauber löst festsitzende Schrauben oder zieht sie richtig fest. Das Werkzeug ist unentbehrlich für die Kraftfahrzeugreparatur und im Maschinen- und Stahlsektor.

Schlagwalzenbrecher

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Der Schlagwalzenbrecher wurde zunächst für den Einsatz im untertägigen Kohlebergbau entwickelt. Dank seiner robusten Konstruktion kann der Schlagwalzenbrecher aber auch für mittelhartes Gestein eingesetzt werden. Eine Schlagwalzenbrecheranlage besteht im wesentlichen aus einer Brechwalze, die in einem vorgegebenen Abstand über einem kontinuierlich arbeitenden Förderer rotiert. Dabei zerkleinert sie durch Schlagbeanspruchung das Aufgabegut und zieht gemeinsam mit dem Förderer das zerkleinerte Brechgut in Richtung des Förderstromes. Die Spaltweite zwischen Brecherboden und Schlagwalze bestimmt die maximale Korngröße des zerkleinerten Gutes. Die Höhe der Rotoren ist deshalb einstellbar.

Schlagzähigkeit

Schlämmanstrich

auch: Schlämmanstriche

Ein Schlämmanstrich ist ein weißer Anstrich aus Kalkfarbe oder einer Mischung aus Kalkfarbe und Weißzement oder anderen wässrigen Anstrichfarben auf unverputztem Mauerwerk. Ein Schlämmanstrich (2-3 mal) soll größere Vertiefungen in Putzen und Mauerwerk ausgleichen. Dem Beschichtungsstoff wird je nach Verwendung Sand in unterschiedlicher Korngröße zugesetzt.

Schlämme

Schlammfarbe

auch: Schlammfarben

Schlammfarben sind Farbmischungen, die zum Teil schon vor Jahrtausenden aus natürlichen Rohstoffen zusammengemischt wurden. Zu den noch heute gebräuchlichen Schlammfarben zählt das bekannte Schweden-Rot, mit dem in Schweden hunderttausende Holzhäuser gestrichen wurden und werden.

Schlämmputz

auch: Schlämmputze

Schlämmputz ist ein sehr dünn angemachter Putz, bei dem die Struktur des Putzgrundes sichtbar bleibt. Er wird mit einem Quast bzw. einer Bürste aufgetragen. Aufgrund der geringen Schichtdicke handelt es sich um keinen Putz nach DIN 18 550. Auch Pinselputz, Wischputz, Rapputz sind kein richtigen Putz entsprechend der Norm, es sind angetragene Mörtelbeläge. Die Struktur des Mauerwerkes oder eines anderen Putzuntergrundes bleibt meist sichtbar. Verwendung in Keller- und Dachgeschossräumen sowie an Schornsteinen. Wird anschließend meist gekalkt.

Schlängel

siehe Tiefbordstein.

Schlangenbohrer

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Schlangenbohrer eignen sich zum Bohren von Hart- und Weichholz sowie von Hirnholz. Der Schlangenbohrer besteht aus einer Zentrierspitze mit ein- oder zweigängigem Einzugsgewinde, einem oder zwei Vorschneidern sowie einem oder zwei Spanabhebern. Die Transportschlangen fördern die anfallenden Späne selbsttätig aus dem Bohrloch. Vorwiegend werden Schlangenbohrer in Bohrwinden eingesetzt, mit zylindrischem Kegel auch in langsam laufenden Bohrmaschinen.

Schlangenholz

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Das Schlangenholz ist in Südamerika und speziell in Nordbrasilien heimisch. Die Farbe des Holzes ist satt rotbraun mit dunklen Flecken. Das Splintholz ist gelblichweiss. Das sehr harte und schwere Holz ist leicht zu spalten aber nur unter erhöhtem Druck zu bearbeiten. Es schwindet mäßig und lässt sich gut polieren. Das Schlangenholz ist eines der teuersten Hölzer und wird beispielsweise für Schirm- und Stockgriffe, Knöpfe, Violinenbögen und für Luxusgegenstände verwendet.

Schlankheit

Bei Druckgliedern aus Stahl oder Stahlbeton muss die Schlankeit berücksichtigt werden. Dies ist im Prinzip das Verhältnis von Höhe zu Dicke. Ist ein Bauteil zu dünn im Verhältnis zu Höhe, besteht die Gefahr von Knicken und muss entsprechend bei der statischen Berechnung berücksichtigt werden.

Schlauchbrücke

auch: Schlauchbrücken

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Eine Schlauchbrücke ist ein leistenähnliches Bauteil aus elastischem, hartgummiartigem Material - meistens Polyurethan-Elastomeren. Schlauchbrücken weisen unterseitig Kanäle auf, in die Schläuche eingelegt werden können, die ansonsten lose auf dem Boden liegen und Stolperfallen darstellen würden. Schlauchbrücken kommen in allen Betrieben zum Einsatz, in denen Flüssigkeiten, vor allem Wasser, durch Schläuche befördert werden. Das sind in erster Linie Brauereien, Molkereien und artverwandte Firmen. Jedoch auch auf Volksfesten werden solche Brücken verlegt, um sowohl die Schläuche vor Beschädigungen als auch die Passanten vor Unfällen zu bewahren. Schlauchbrücken sind seitlich abgeflacht und meistens mit einer Rillenstruktur versehen, um einem Ausrutschen vorzubeugen. Die einzelnen Elemente können fast nahtlos verlegt werden, weil trapezförmige Zapfen wie bei einer Holzverbindung ineinander greifen. Unsere Zeichnung zeigt eine Schlauchbrücke des Herstellers Reckli im Querschnitt.

Schlauchwaage

auch: Schlauchwaagen

Die Schlauchwaage ist ein altes, aber immer noch nützliches Hilfsmittel zur Festlegung von Punkten gleicher Höhenlage. Sie ist ein mit Wasser gefüllter Plastikschlauch unterschiedlicher Länge, an dessen Enden sich immer der Wasserspiegel in exakt gleicher Höhe einstellt. Das eine Ende der Schlauchwaage wird an einem Festpunkt angehalten. Mit dem anderen Ende wird solange verfahren, bis sich der Wasserspiegel auf Höhe des Festpunktes einstellt.

Schlaufe

auch: Schlaufen

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Unter einer Schlaufe im Bauwesen versteht man zum einen das umgebogene Ende eines Bewehrungseisens (siehe Abbildung und Haken). Zum anderen wird unter einer Schlaufe mitunter auch eine Schelle zum Befestigen von Leitungen und Kabeln an Wand oder Fußboden verstanden.

Schleierabdichtung

auch: Schleierabdichtungen

Strategie dieser Variante der Trockenlegung von Bauteilen ist es nicht, die Risse, durch die die Feuchtigkeit in das Bauwerk gelangen kann, zu schließen, sondern eine Abschirmung hinter dem Bauwerk auf der Beaufschlagungsseite herzustellen. Diese Methodik der Abdichtung stellt eine kostengünstige Alternative dar, wenn ein Verpressen der Risse unverhältnismässig aufwendig wäre oder die Rissbreitenänderung zu groß ist. Bei der Verwendung von Acrylatgelen als Injektionsmaterial kann der Bauwerkszustand feucht oder wasserführend (drückendes und nichtdrückendes Wasser) sein. Die Vergelung auf der Wasser-Beaufschlagungsseite eines Bauteil erfolgt aus dem Inneren des Bauwerks heraus. Die Injektionsschleier werden im Baugrund im Niederdruckverfahren mit einem Druck < 10 bar flächig vor dem Bauteil ausgebildet. Das Stützgerüst bildet der anstehende Baugrund. Durch das betreffende Bauteil werden rasterhaft Bohrungen hergestellt, die durch die gesamte Dicke reichen. In die Bohrlöcher werden spezielle Packersysteme (Einfüllstutzen) eingesetzt, durch die das Acrylatgel in den Baugrund injiziert wird. Da das Injektionsmaterial mit dem Grund- bzw. Sickerwasser in Berührung kommt, sind ausschließlich Produkte zu verwenden, für die ein Nachweis der physiologischen Unbedenklichkeit vorgelegt werden kann.

Schleierinjektion

auch: Schleierinjektionen

Schleierinjektion ist eine Sanierungsmethode zum Abdichten von Bauwerken. Dabei wird das Bauteil vollständig durchbohrt und ein Injektionsgel zwischen Bauteil und Erdreich injiziert. Es entsteht nach der Aushärtung eine flexible Membran, die das abzudichtende Bauteil vor der Wasserbelastung schützt. Die Ausführung einer Schleierinjektion ist sowohl bei vertikalen als auch horizontalen Flächen, aber auch bei schrägen Bauteilen, die jeweils im Erdreich einbinden, möglich. Die Schleierinjektion wird auch als Fundament- oder Bodenplattenvergelung bezeichnet, es handelt sich dabei um eine Sanierungsmaßnahme zum Schutz von Kellerräumen gegen eindringendes Wasser.

Schleifbügel

siehe Handschleifer.

Schleifbürste

auch: Schleifbürsten

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Die Schleifbürste ist ein Elektrowerkzeug zur Oberflächenbearbeitung. Es wird dort eingesetzt, wo Winkelschleifer, Geradschleifer und Bohrmaschine mit Schleifaufsatz an ihre Grenzen stoßen - zum Beispiel an schwer zugänglichen Stellen und engen Winkeln. Die Bearbeitung der Oberfläche erfolgt mittels rotierender Bürsten, Schleifhülsen, Fächerscheiben und Polierfilzen. Eingesetzt wird die Schleifbürste zum Beispiel zum Entrosten, Entfernen von Lack und Farbe, Bearbeiten von Schweissnähten, Vorschleifen, Finishen, Reinigen usw.

Schleifen

Schleifen ist eine spanabhebende Bearbeitungsart mit sehr kleinen Spänen, dem Schleifstaub. Das Material wird von den scharfkantigen Schleifkörnern des Schleifkörpers ( Schleifpapier, Schleifvlies , Schleifscheibe ) abgetragen.

Schleifgewebe

Die Anwendungsbereiche von Schleifgewebe sind ähnlich derer von Schleifpapier. Schleifgewebe ist allerdings etwas robuster. Als Träger fungiert ein Gewebe aus Nylon, Polyester oder Baumwolle. Darauf sind Schleifkörner aus Korund oder Siliciumcarbid mit speziellen Harzen befestigt. Vereinzelt findet man auch Schleifgewebe, die mit Diamant oder CBN beschichtet sind.

Schleifgitter

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Ein Schleifgitter ist ein netzartiges Nylongewebe, das in Handschleifer und elektrische Schleifmaschinen eingespannt wird. Es eignet sich gut für grobe Schleifarbeiten wie das Schleifen von Spachtelstellen auf Gipskartonwänden. Es lässt sich jedoch auch zum Nass- oder Trockenschleifen von Flächen aus Holz, NE-Metallen, Kunststoffen, Grundierungen oder Füllern verwenden.

Schleifhub

Der Schleifhub gibt Auskunft über die Auslenkung der Schleifplatte von Exzenterschleifern. Ist die Auslenkung klein, ist die Oberflächenqualität besser, wird die Auslenkung größer, steigert sich die Abtragsleistung.

Schleifklotz

auch: Schleifklötze

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Schleifklötze werden zum Schleifen mit der Hand verwendet. Sie bestehen aus verschiedenen Werkstoffen (z.B. Kork oder Gummi) und Formen mit und ohne Klemmvorrichtung für das Schleifpapier. Man benutzt sie zum leichten und vorsichtigen Glätten und zum Schleifen an Stellen, die für Schleifmaschinen unzugänglich oder ungeeignet sind.

Schleifkorn

auch: Schleifkörner

Man unterscheidet natürliche und künstliche Schleifkörner. Natürliche Schleifkörner werden gewöhnlich aus Schmirgel, Granat, Flint oder Quarz gewonnen. Mit diesem Material wird unter anderem Schleifpapier beschichtet , welches bei der Bearbeitung von weichen Materialien wie Holz oder Kunststoffe verwendet wird. Zum Schleifen von Metall oder Stein sind natürliche Schleifkörner - sieht man vom echten Diamanten ab - zu weich. Deshalb werden synthetische Schleifkörner hergestellt. Diese sind beispielsweise aus Korund, Siliciumcarbid, Diamant oder kubisches Bornitrid.

Schleifmaschine

auch: Schleifmaschinen

Schleifmaschinen sind elektrische Werkzeuge zum Glätten von Oberflächen oder zum Entfernen von Anstrichen. Die Oberfläche kann aus Holz, Beton, Naturstein oder Kunststoff, sowie lackiert oder unbehandelt sein. Es gibt handgeführte Heimwerkermaschinen wie Bandschleifer, Winkelschleifer, Schwingschleifer, Varioschleifer, Exzenterschleifer, Deltaschleifer oder Tellerschleifer. Profimaschinen sind Einscheiben-Schleifmaschine, Dreischeiben-Schleifmaschine und Randschleifmaschine. Sie werden hauptsächlich zum Schleifen von Parkett, Bodenbelägen aus Naturstein, Beton oder Estrich verwendet. In der Schreinerei verwendet man stationäre Schleifmaschinen wie Langbandschleifmaschine, Kantenschleifmaschine oder Breitbandschleifmaschine.

Schleifmaus

auch: Schleifmäuse

Kleines, handliches Werkzeug aus Holz, in das Schleifpapier eingespannt wird. Das zugeschnittene Schleifpapier wird dabei durch Umknicken in zwei Falze gesteckt, wobei die endgültige Fixierung dadurch erfolgt, dass ein Keil in den breiteren der beiden Falze eingeschoben wird. Das Schleifpapier erhält somit Spannung. Mit der Schleifmaus werden vor allem kleine und kleinste Werkstücke bearbeitet, z. B. kleine Astscheiben für die Herstellung von Holzschmuck, aber auch Holtzstücke für Intarsienarbeiten.

Schleifmittel

Als Schleifmittel werden Hilfsstoffe, Maschinen und Werkzeuge zum Schleifen bezeichnet. Je nach Anpassungsfähigkeit an die zu schleifende Form werden unterschieden: - unflexible Schleifsteine oder Schleifklötze - flexible Schleifpapiere und -gewebe, Schleifvliese, Stahlwolle und Schleifgitter - pulverförmige Schleifpulver, Schleifpaste

Schleifmodler

siehe Modler

Schleifmopteller

Schleifpapier

auch: Nassschleifpapier, Trockenschleifpapier, Endlosschleifpapier, Schleifpapiere

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Schleifpapier, umgangssprachlich auch Sandpapier genannt, wird hauptsächlich zur Bearbeitung von Holz eingesetzt. Aber auch Lacke, Farben, Kunststoff oder Metall lassen sich mit Schleifpapier bearbeiten, wenn man das richtige Schleifkorn wählt. Schleifpapier besteht aus einem Trägerpapier und einer einseitigen Beschichtung mit Sand, Quarz, Glasstaub oder synthetischen Stoffen wie Korund oder Siliziumkarbid. Die Körnung gängiger Schleifpapiere reicht von sehr grob (50,60) bis hin zu sehr fein (500,600). Zusammen mit einem Schleifklotz aus Holz oder Kork verwendet man Schleifpapier zum Schleifen mit der Hand. Auch manche Schleifmaschinen wie Multischleifer oder Dreieckschleifer werden mit Schleifpapier bestückt. Schleifpapier gibt es auch in Bandform. Diese Endlosschleifpapiere werden in Bandschleifmaschinen eingesetzt. Weiterhin unterscheidet man Trockenschleifpapier und Naßschleifpapier. Naßschleifpapier ist wasserfestes Schleifpapier, das sich besonders zum Schleifen von spröden Farben, Lacken und Kunststoffen sowie von Spachtelmassen eignet. Zudem lassen sich Werkzeuge sehr gut mit Naßschleifpapier schärfen und Steine werden mit dem Schleifpapier schön glatt. Das liegt unter anderem daran, dass es Naßschleifpapier auch mit einer ultrafeinen Körnung von 2500 gibt.

Schleifpaste

auch: Schleifpasten

Schleifpasten werden zum Polieren verwendet. Sie bestehen aus Paraffinpasten oder Wachsemulsionen, in die Schleifkörner eingerührt sind. Es gibt sie in grober oder feiner Körnung.

Schleifpulver

Schleifpulver sind Schleifmittel, die mit Wasser gemischt zum Nassschleifen verwendet werden. Zum Einsatz kommen Schleifpulver aus Bimsstein, Quarz oder Kieselgur.

Schleifscheibe

auch: Schleifscheiben

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Eine Schleifscheibe oder ein Schleifkörper baut sich im wesentlichen aus drei Komponenten auf: dem Schleifmittel, der Bindung, die das Schleifkorn im Schleifkörper festhält, und den eingeschlossenen Hohlräumen (Poren). Korund und Siliciumkarbid werden keramisch, mit Gummi oder Kunstharz gebunden. Die Bindung von Diamant- und CBN-Schleifkörnern erfolgt mit galvanisierten Metall, Kunstharz oder Sintermetall. Diamantscheiben können zudem Bronze als Bindung besitzen, während CBN keramisch gebunden sein kann. Weiterhin unterscheidet man Schleifscheiben nach ihrer Härte. Von A wie äußerst weich bis Z wie äußerst hart geht die Skala. Schleifscheiben bewegen sich allerdings in der Regel einem mittleren Bereich zwischen H und S. Schleifscheiben werden bei Handschleifmaschinen wie dem Winkelschleifer und stationären Schleifmaschinen verwendet. Spezielle Schleifscheiben sind Fiberscheiben, Schruppscheiben, Lamellenschleifscheiben oder Fächerscheiben.

Schleifscheibenabrichter

auch: Schleifscheiben-Abrichter

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Der Schleifscheibenabrichter ist ein Werkzeug zum Glätten von Schleifscheiben. Durch das Abrichten wird die Schleifscheibe in einen schleiftechnisch funktionsfähigen Zustand gebracht. Damit ist die Voraussetzung gegeben, die Forderung nach Oberflächengüte und Maßqualität an dem zu schleifenden Bauteil unter Betrachtung ökonomischer Gesichtspunkte zu erfüllen.

Schleifschwamm

auch: Schleifschwämme

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Ein Schleifschwamm ist ein Schwamm, auf den die Körnung aus Ciliciumcarbid quasi aufgeklebt ist. Den Schwamm gibt es in Körnungen zwischen K 100/220 bis K 280/1000. Er wird zum Glätten, Aufrauhen und Mattieren von Oberflächen eingesetzt, die mit Farben, Lacken und Kunststoffen beschichtet sind und bei denen vor allem Rundungen, Kanten und Profile bearbeitet werden müssen.

Schleifstein

auch: Schleifsteine

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Schleifsteine für den Handgebrauch sind in der Regel rechteckig, für den Einsatz in Schleifmaschinen sind sie rund und werden in diesem Fall auch Schleifscheiben genannt. Beim künstlichen Schleifstein ist die Zusammensetzung ähnlich wie bei einer Schleifscheibe. Sandstein wurde über zwei Jahrhunderte in der Eifel abgebaut und zu Schleifsteinen für die Messer- und Werkzeugindustrie im Bergischen Land verarbeitet, wobei diese als Großmesserschleifer Dimensionen bis 2 m Durchmesser erreichten. Da der zu Staub zerriebene Quarzsand eingeatmet wurde und zur berüchtigten Schleiferkrankheit führte, dürfen seit 1930 keine Sandsteine mehr für Schleifzwecke verwendet werden. An deren Stelle sind keramische Produkte oder andere Gesteinsarten getreten. Künstliche Schleifsteine für den Handgebrauch besitzen meistens eine gröbere Seite für den eigentlichen Schleifvorgang und eine feinere Seite für den Feinschliff. Sie sind dann Schleifstein und Abziehstein in einem. Derartige Schleifsteine sind in vielen Hobby-Werkstätten zu finden, um hochwertiges Werkzeug nachzuschleifen. Sie sind auch in der Landwirtschaft und im Gartenbau im Einsatz, um Sensen und Sicheln zu dengeln. Hochwertige Schleifsteine natürlichen Ursprungs sind der belgische Brocken und der Arkansasstein.

Schleifstift

auch: Schleifstifte

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Schleifstifte sind Einsatzwerkzeuge für Geradschleifer oder Mini-Bohrmaschinen. Sie werden aus Stahl gefertigt und bekommen als Schleifmittel zum Beispiel Carbid oder Korund in unterschiedlicher Körnung aufgeschweißt. Schleifstifte gibt es in den unterschiedlichsten Formen für unterschiedlichste Einsatzzwecke. So werden Glasstifte zum Beispiel zum Gravieren und Mattieren von Glas, aber auch zum Schleifen von Hartmetall eingesetzt. Besonders gut geeignet sind Schleifstifte zum Schleifen an schwer zugänglichen Stellen.

Schleifteller

auch: Fächerschleifteller

Während bei einer Schleifscheibe sozusagen nur der Rand der Scheibe eine Schleiffunktion hat, wird beim Schleifteller der gesamte runde Teller für den Schleifvorgang eingesetzt. Schleifteller sind also wichtigster Bestandteil von Sanierungsfräsen, Betonfräsen, Estrichfräsen oder Putzfräsen. Sie sorgen dafür, dass Untergründe glatt geschliffen und Kleberreste abgeschlifffen werden, damit neue Bodenbeläge plano und ohne "Huckel" verloegt werden können. Schleifteller können unterschiedlich beschichtet oder konstruiert sein. Üblich sind PKD-Beschichtungen und Beschichtungen mit Diamantsegmenten oder Hartmetall-Splitt.

Schleifvlies

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Schleifvliese bestehen aus Nylonfaservlies, in die die Schleifkörner eingearbeitet sind. Die wasser- und lösemittelbeständigen Schleifvliese eignen sich besonders für Feinschleifarbeiten wie zum Beispiel zum Ausschleifen von Lackierfehlern, Reinigen und Entfetten von Metallen oder zum Schleifen von Profilen und Vertiefungen. Sie sind sehr anschmiegsam und passen sich deshalb dem Untergrund an. Schleifvliese werden als Rollen, Platten oder Scheiben geliefert und in zwei Sorten hergestellt. Der rotbraune Typ A mit Korund als Schleifkorn wird zum Mattschliff von Beschichtungen oder Aufrauhen von Aluminium verwendet. Das anthrazitfarbene Schleifvlies (Typ S) besitzt Siliziumcarbid als Schleifkörner. Dieses Vlies eignet sich für den Endschliff und zum Ausbessern von Lackierfehlern

Schleifzapfen

Der Schleifzapfen ist eine traditionelle Reparaturverbindung der Zimmerleute. Die originale Holzverbindung wird wiederhergestellt. Die Verlängerung des Zapfenloches wird durch die Ausfachung abgedeckt, so dass die Reparatur nicht sichtbar ist. Es ist auch denkbar, das Zapfenloch nach unten zu verlängern. Ebenso kann der Schleifzapfen an allen Bauteilen mit Zapfen zur Reparatur eingesetzt werden, z.B. an Ständern oder Streben. Wird ein Riegel mittels Schleifzapfen eingebaut, ist diese Reparatur hinsichtlich der Lastabtragung aus den Gefachen der Originalverbindung gleichzusetzen.

Schleppdach

auch: Schleppdächer

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Das Schwarzwaldhaus mit seinen weit über die seitlichen Fassaden hinausgehenden Schleppdächern, unter denen landwirtschaftliches Gerät und Kaminholz gelagert wurde bzw. auch noch gelagert wird, dürfte Ideenlieferant für heutige, moderne Dachvarianten sein. Die Schwarzwaldhäuser mit ihren Schleppdächern wurden so "gegen den Wind" gebaut, dass Regen- und Schneestürme dem Haus wenig anhaben konnten. Heute dienen die Schleppdächer von Neubauten sehr häufig als Carports oder sie haben eine rein dekorative Aufgabe.

Schleppgaube

auch: Schleppgauben

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Zu den ältesten und einfachsten Formen von Gauben zählen Schleppgauben. Diese Gaube ist einem Schleppdach nachgebildet. Die senkrechten Wangen werden oft mit kleinteiligem Deckmaterial bekleidet. Bei der Schleppgaube wird ein kleiner Teil der Dachfläche angehoben, um Platz für ein Fenster zu erhalten. Damit die Gaubendachneigung nicht zu flach wird und ohne allzu großen Aufwand mit dem Bedachungsmaterial der Hauptdachfläche bedeckt werden kann, sollte die Hauptdachfläche ausreichend steil sein. Falls die Regeldachneigung im Schleppgaubenbereich dennoch unterschritten wird, sind besondere Zusatzmaßnahmen zur einwandfreien Dichtigkeit gegen Regenwasser erforderlich.

Schleppschaufel

auch: Schürfkübel, Schleppschaufeln

Die Schleppschaufel oder auch Schürfkübel ist ein Baggerwerkzeug, das ausschließlich beim Seilbagger verwendet wird. Der muldenförmige Kübel mit Zähnen an der vorderen Bodenseite hängt an zwei Seilen. Mit dem Hubseil wird die Schleppschaufel möglichst weit vom Bagger weggeworfen und dann mit dem Grabseil eingezogen. Dadurch schürft die Schaufel und füllt sich. Anschließend wird die Schleppschaufel bei straffem Schleppseil mit dem Hubseil angehoben und am Entleerungsort durch Nachlassen des Schleppseils geleert.

Schlesischer Verband

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Drei Läufer und ein Binder wechseln sich beim Schlesischen Verband in jeder Schicht ab.

Schleuderbeton

Schleuderbeton wird in rotierenden Stahlformen hergestellt. Der Durchmesser kann bis zu 3 m und mehr betragen. Beim Schleudern werden die spezifisch schwereren Teile des plastischen bis weichen Betons durch die Fliehkraft nach außen gedrückt. Ein Teil des Überschußwassers Iäuft nach innen ab, und die Poren schließen sich. Hierdurch ergibt sich ein niedriger wirksamer Wasserzementwert, so dass ein dichter und hochfester Beton entsteht. Auf diese Weise ist es möglich, relativ leichte, schlanke und sehr hoch beanspruchbare Bauteile herzustellen. Allerdings kommt es zu einem schichtenartigen Aufbau. Die Grobzuschläge reichern sich außen an, während der überschüssige Feinmörtel nach innen verdrängt wird. Die Folge sind veränderliche Steifigkeiten und ein unterschiedliches Schwindverhalten über die Wanddicke. Der Abriebwiderstand an der Innenwand wird herabgesetzt. Aus Schleuderbeton werden rohrförmige Körper hergestellt, z.B. Betonrohre, Stahl- oder Spannbetonstützen, Leitungsmaste usw.

Schleuderstreuer

siehe Streuwagen

Schlichtfeile

auch: Schlichtfeilen

Bezeichnung für Feilen mit besonders feiner Zahnung, die sich für entsprechend feine Metallarbeiten eignen. Schlichtfeilen haben die Hiebteilung 4.

Schlichthammer

auch: Schlichthämmer

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Der Schlichthammer ist ein spezieller Hammer zur Metallbearbeitung. Hierbei geht es nicht um das Schmieden von heißem Eisen sondern der Bearbeitung von kaltem Metall. Der Schlicht­hammer besitzt eine runde und flache sowie eine eckige und flache Seite. Auch wenn die Seiten flach sind, sollte der Schlichthammer niemals zum Einschlagen eines Nagels missbraucht werden. Dazu ist das Metall des Hammers zu weich und es würde zu hässlichen Narben kommen. Mit einem Schlichthammer lassen sich kleine Krater, die bei der Blechbearbeitung automatisch entstehen, wieder ausgleichen.

Schlichthobel

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Eines der nützlichsten Werkzeuge im Tischlerhandwerk. Mit dem Schlichthobel wird ein sägeraues oder zuvor mit einem Schrupphobel oder der Raubank bearbeitetes Brett geglättet. Der Schlichthobel nimmt nur einen relativ dünnen Span ab. Er ist auch zum Bestoßen von Hirnholz geeignet.

Schlichtstahl

auch: Schlichtstähle

Werkzeug zum Bearbeiten eines Holzstücks auf einer Drechselbank. Mit einem Schlichstahl lassen sich dünne Späne von einer größeren Fläche abbnehmen. Ist das Werkzeug gut geschliffen und beherrscht der Drechsler sein Handwerk, braucht das Holz nach dem Bearbeiten kaum mehr mit dem Schleifpapier glattgeschliffen werden.

Schließanlage

auch: Schließsystem, Schließanlagen

Von einer Schließanlage oder einem Schließsystem wird bei einer Kombination verschiedener Schlösser und verschiedener Schlüssel gesprochen. Schließanlagen findet man häufig bei Büro- oder Industriegebäuden. So darf ein normaler Angestellter z.B. nur bestimmte Türen des Büros öffnen, während der Chef mit seinem Schlüssel Zugang zu allen Räumen hat. Dies wird mit Schlüsseln verschiedenartiger Profilierung und Fräsung erreicht. Eine normale Haustür bei einem Einfamilienhaus besitzt in der Regel keine Schließanlage, weil jeder Schlüssel dazu gleich ist und die gleichen Türen aufschließen kann. Schließanlagen werden heutzutage meistens mit Zylinderschlössern hergestellt, z. B. mit Bohrmuldenschlüsseln oder dem klassischen Zackenschlüssel. Aber auch Chubbschloss oder Buntbartschlösser erlauben Schließanlagen.

Schließbart

Der Schließbart ist der Teil eines Zylinders, der über das Drehen des Schlüssels, die Zuhaltungen und das Riegelwerk des Schlosses betätigt. Gegebenenfalls betätigt der Schließbart auch andere Funktionselemente, z.B. elektrische Schalter bei Aufzügen.

Schließblech

auch: Schließbleche

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Bezeichnung für ein längliches Metallschild, das von außen und innen auf eine Tür aufgeschraubt wird. Das Zylinderschloss sollte aus Sicherheitsgründen nicht über das Schließblech hinausragen, um ein Abdrehen des Zylinders mit der Zange zu verhindern. Sicherheits-Schließbleche werden durch den Türrahmen geführt und von der Innenseite verschraubt. Schließbleche sind auch Teil eines Fensterbeschlags. In das Schließblech greift die Getriebeverriegelung ein. Ein Fenster besitzt mehrere Schließbleche, über die die Verriegelung erfolgt.

Schließfolgeregler

Schließfolgeregler werden insbesondere bei zweiflügeligen Feuer- und Rauchschutztüren eingebaut, dort sind sie nach der EU-Norm 11158 auch vorgeschrieben. Schließfolgeregler sorgen dafür, dass sich der Stehflügel einer Tür vor dem Gangflügel schließt und sich die Türflügel im Gefahrenfall nicht verklemmen. Nur der Schließfolgeregler, den es als Zubehör gibt oder der schon von vornherein in die Gleitschienen eines Türschließers eingebaut worden ist, garantiert das folgerichtige Schließen zweiflügeliger Türen mit überfälztem Mittelstoß.

Schließsystem

auch: Schließsysteme

Schließzylinder

auch: Schliesszylinder

Schlingenflor

auch: Bouclé

Aus Schlingenflor (Bouclé) werden sehr strapazierfähige und unempfindliche Teppichböden hergestellt. Es besteht aus geschlossenen Garn- und Faserschlingen. Trennt man diese Schlingen auf, wird daraus Schnittflor. Schlingenflor eignet sich besonders für Kinderzimmer, Büroräume und Flure.

Schlittenmarkise

auch: Schlitten-Markise, Schlittenmarkisen

Die Schlittenmarkise - auch Pergolamarkise oder Wintergartenmarkise genannt -dient der außenliegenden Beschattung von Wintergärten, großen Glasfronten und Glasbauten verschiedenster Art. Die Markisen werden aufgrund unterschiedlicher Techniken ausgefahren - durch Kettenzug, Gasdruck oder Federzug. Gemeinsam haben sie eine feste Führung in beidseitig angebrachten Führungsschienen.

Schlitzdüse

Zubehörteil einer Heißluftpistole zum Schweißen von Planen.

Schlitze

auch: Schlitz

Längliche, offene Aussparungen in Mauerwerk oder Beton. Sie können senkrecht, waagerecht oder schräg im Bauteil liegen, beim Aufbau der Wand ausgespart oder im fertigen Bauwerk eingeschnitten werden. Sie dienen beispielsweise zur Aufnahme der elektrischen Leitungen.

Schlitzen

Unter Schlitzen versteht man das Herstellen von 40 bis 100 cm breiten und bis 40 m tiefen Wänden im Baugrund mit dem anstehenden Boden als Schalung. Die Schlitzwände werden mit einer Elementlänge von 2,5 m bis 7,5 m abschnittsweise eingebaut.

Schlitzfeile

auch: Schlitzfeilen

Schlitzfeilen sind Feilen, mit denen (wie der Name schon sagt) Schlitze in Holz oder Metall gefeilt oder vorhandene Schlitze bearbeitet werden. Für die Metallbearbeitung werden Schlitzfeilen mit Diamantkörnungen hergestellt. Die Feilenstärken liegen zwischen zwei und fünf Millimetern.

Schlitzfräse

auch: Schlitzfräsen

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Mit Schlitzfräsen werden tiefe Schlitze in Gestein, Beton oder Mauerwerk gezogen. Im Gegensatz zur Mauernutfräse gibt es nur eine Diamantscheibe zum Schlitzen. Auch wenn sie dem Winkelschleifer ähneln, können Schlitzfräsen nicht als Winkelschleifer verwendet werden. Schlitzfräsen verfügen über einen in der Maschinenkonstruktion integrierten Trennschlitten mit Absaug-Schutzhaube und einstellbarem Tiefenanschlag.

Schlitzgerät

auch: Schlitzgeräte

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Das Schlitzgerät ist ein Werkzeug des Tischlers bzw. des Schreiners. Es ermöglicht ihm, tiefe Schlitze (bis 500 mm) in Werkstücke aus Holz oder Holzwerkstoffen wie Leimbindern zu fräsen. Dies ist auch in jedem beliebigen Winkel bis 45° möglich. Die Schlitzbreite beträgt bei einmaligem Einstich etwa 10 - 17 mm. Durch mehrmaliges Einstechen sind jedoch beliebig breite Schlitze herstellbar. Mitunter wird unter einem Schlitzgerät aber auch eine Schlitzfräse oder eine Mauernutfräse verstanden.

Schlitzlochblech

auch: Schlitzlochbleche

Eine Variante des Lochbleches mit schlitzartigen Ausstanzungen. Schlitzbleche werden meistens als Dekorbleche eingesetzt, dienen aber auch der Abdeckung von Luftschächten, Ventilatorgehäusen usw.

Schlitzrinne

auch: Schlitzrinnen

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Schlitzrinnen werden in den Boden von nässebelasteten Räumen eingebaut, damit Wasser und andere Flüssigkeiten sofort abfließen können und sich keine Pfützen bilden. Haupteinsatzgebiete sind demenstprechend Großküchen, Molkereien, Brauereien, Schwimmbäder, chemische Labore und dergleichen. Schlitzrinnen bestehen aus rostfreiem Edelstahl und werden bodengleich eingebaut. Gegenüber den Kastenrinnen haben sie den Vorteil, dass sie schnell gereinigt werden können, da kein Rost abzunehmen ist. Der Nachteil ist natürlich, dass die geringe Breite - eben nur ein Schlitz - größere Wassermengen im Gegensatz zur Kastenrinne nicht sofort aufnimmt. Schlitzrinnen sind so konstruiert, dass sie auch größeren Belastungen wie etwa durch Gabelstapler- und LKW-Einsatz standhalten. Beim Einbau von Schlitzrinnen ist ein Gefälle von 0,5% zu beachten.

Schlitzsägeblatt

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Sägeblatt zum Schlitzen von Zapfen; feine Schnitte längs zur Faser.

Schlitzschere

auch: Schlitzscheren

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Schlitzscheren arbeiten im Prinzip wie Elektro-Blechscheren, mit dem Unterschied, dass sie zwei feste Untermesser besitzen. Dazwischen bewegt sich ein bewegliches Messer hin und her. Beim Schervorgang wird ein streifenförmiger Span vom beweglichen Messer abgeschert, der die Breite des Schlitzes zwischen den beiden Untermessern besitzt. Da nur der schmale Span verformt werden muss, sind die Vorschubkräfte gering und es lassen sich Blechstärken bis etwa 1,5 mm schneiden. Die Schlitzschere eignet sich am besten für gerade Schnitte. Mit speziellen Messern kann man jedoch auch Kurvenschnitte machen, wenn der Radius nicht zu klein ist.

Schlitzschraubendreher

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Schraubendreher der allgemein bekannten Art für Schrauben mit Schlitzantrieb, siehe Zeichnung.

Schlitzschraubhaken

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Schlitzschraubhaken verfügen statt über einen Schraubenkopf über einen Haken, in den ein Schlitz eingelassen worden ist. Somit kann dieser Haken mit einem Schlitzschraubendreher eingeschraubt werden. Das Einsatzgebiet des Hakens entspricht dem des normalen Schraubhakens.

Schlitz-Schraubhaken

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Der Schlitz-Schraubhaken ist eine Stahlschraube, die statt des üblichen Schraubenkopfes einen Haken aufweist, der mit einem senkrechten Schlitz versehen ist. Mit dem passenden Schraubendreher kann somit der Haken in den Dübel eingedreht werden. Für die Befestigung schwerer Bilder, aber auch für die Wandbefestigung von Werkzeug und dergleichen, werden derartige Haken hauptsächlich verwendet.

Schlitz und Zapfen

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Schlitz und Zapfen ist eine gebräuchliche Rahmeneckverbindung. Sie eignet sich vor allem zum Herstellen von Möbel- und Fensterrahmen. Auch bei der Sparrenverbindung am Firstpunkt (ohne Firstpfette) wird diese Verbindung verwendet. Die aufrechten Rahmenteile erhalten in der Regel Schlitze, die waagerechten Rahmenteile Zapfen. Die am meisten verwendete Verbindung ist der einfache Zapfen. Aus statischer Sicht trägt diese Verbindung nicht viel. Die Schlitz- und Zapfenverbindung bietet jedoch eine gewisse Sicherheit gegen das Verdrehen der Hölzer. Nachteil: Wenn die Hölzer leicht verwunden sind, bringt diese Verbindung Schwierigkeiten beim Aufstellen. Der Zapfen soll lediglich die Verbindung zweier stumpf aufeinander stoßender Hölzer schaffen. Bei besonders belasteten Eckverbindungen oder bei dicken Rahmenhölzern werden Verbindungen mit Doppelzapfen hergestellt. Dient der Rahmen zur Aufnahme von Holz- oder Glasfüllungen, erhält er meist an der Innenkante einen Falz. Füllungsstäbe halten die Füllung im Falz. Die Füllung kann in diesem Fall ausgetauscht werden. Sollen die Füllungen fest im Rahmen eingebaut sein, wird der Rahmen mit einer Nut versehen.

Schlitz- und Zapfenfräsgerät

auch: Schlitz-, und, Zapfenfräsgeräte

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Was der Tischler früher mit Hand und Werkzeug herstellen musste, übernimmt nun ein Schlitz- und Zapfenfräsgerät. Das Gerät kann so eingestellt werden, dass Holzzapfen und Schlitz eine losere oder festere Verbeinung eingehen. Auch die Breite und die Länge der Holzzapfen wie die Breite und Tiefe der Schlitze sind individuell einstellbar.

Schlitzwand

auch: Schlitzwände

Die Schlitzwand ist eine Weiterentwicklung der Bohrpfahlwand. Sie wird durch Schlitzen hergestellt. Sie ist eine unterirdische (Stahl-)Betonwand, die in einem grabenartigen Schlitz abschnittsweise betoniert wird. Die Wände werden während des Aushubs und Betonierens mit Hilfe einer stützenden Flüssigkeit (thixotrope Stützflüssigkeit)am Einsturz gehindert. Ist die gewünschte Tiefe erreicht, werden Abschalelemente (in der Regel Stahlrohre) zur Abgrenzung der einzelnen Wandsegmente eingebaut. Anschließend werden für die Schlitzwand vorbereitete Bewehrungskörbe in den Schlitz eingestellt. Anschließend wird betoniert. Gleichzeitig muss die Stützflüssigkeit entfernt werden. Stützflüssigkeit und Beton dürfen sich dabei nicht vermischen. Dafür wird der Beton durch eine Rohrleitung derart in den Schlitz gepumpt, dass sich die Austrittsöffnung des Rohres ständig unterhalb der Frischbetonoberfläche befindet. Nach dem Erhärten des Betons werden die Abschalelemente mit dem Seil oder hydraulisch gezogen

Schloss

auch: Schlösser

Schlösser liegen nicht nur im Monde, wie Paul Linke in "Frau Luna" verkündet, sondern sie finden sich in Haustüren und Kleiderschränken. Schon von alters her wollten die Menschen ihr Hab und Gut vor dem Zugriff von Unbefugten schützen. So wurden Konstruktionen ausgetüftelt, die es ermöglichten, dem Diebstahl einen Riegel vorzuschieben. Die ersten überlieferten Schlösser waren aus Holz und wurden etwa 5000 Jahre vor der Geburt Christi von den Ägyptern entwickelt. Das erste reine Metallschloss fertigten die Römer. Zu diesem Zeitpunkt war Jesus bereits 100 Jahre tot. Bis die ersten Türschlösser gebaut wurden, dauerte es weitere 1500 Jahre. Während des dreißigjährigen Krieges entwickelten zwei Schlosser etwa zeitgleich Schlösser, deren Grundprinzip man bis heute bei Zimmertüren findet. Der Riegel wurde mit einem handlichen Schlüssel mit Bartprofilierung bewegt. 1844 entwickelte der Amerikaner Linus Yale Senior das erste Zylinderschloss. Zylinderschlösser mit ähnlichem Aufbau findet man bei den meisten heutzutage gängigen Außentüren. Weitere Schlösserarten sind Einsteckschloss, Aufschraubschloss, Buntbartschloss, Einbohrschloss, Besatzungschloss, Einlassschloss, Zuhaltungsschloss Drehstangenschloss, Schubstangenschloss, Magnetschloss, Schubriegel, Wechselschloss, Vorhängeschloss, Möbelschlösser, Hakenfallenschloss

Schlossdiele

auch: Schlossdielen

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Fantasievolle, jedoch von einigen Herstellern benutzter Ausdruck für groß dimensionierte Massivholzdielen aus wertvollem Holz, wie sie früher in Kirchen und Landgütern verlegt wurden und heute als Hobeldielen auch wieder in Baudenkmäler eingebaut werden. Schlossdielen werden vor allem aus europäischer Eiche, aus Asteiche, aus Lapplandkiefer und aus Douglasie hergestellt; im letzteren Fall sind sogar Längen bis etwa 12 m möglich. Auch bietet die Holzindustrie Schlossdielen aus Thermoholz an.

Schlosser

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Der historische Beruf des Schlosser ist inzwischen mit dem Schmied im Berufsbild des Metallbauers auf­ge­gan­gen. Der wesentliche Unter­schied zwischen beiden Berufen liegt darin, dass der Schmied an der Esse Metall zum Glühen bringt und durch Hammerschläge in bestimmte Formen bringt. Hingegen bearbeitet der Schlosser vor allem Stahlstäbe und Stahlblech durch schweißen und nieten. Der Schlosser baute im Mittelalter schwere Schlösser für Burgtore oder Schatztruhen und fertigte Beschläge an. Die Grenze zwischen einem Schmied und einem Schlosser ist heute fließend - sowohl der eine wie der andere kann löten oder schweißen, kann Tore und Gitter oder Treppengeländer herstellen. Das Aufstellen von Draht- und Metallzäunen ist eine typische Schlosserarbeit, ferner der Aufbau von Wintergärten ín Metall-Rahmenkonstruktionen oder die maßgenaue Anfertigung von Schiebetoren und Falttür- bzw. Falttoranlagen aus Stahl und Stahlblech (siehe Foto)

Schlosserhammer

auch: Schlosserhämmer

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Der Schlosserhammer ist der Hammer, den die meisten wohl im Werkzeugschrank haben. Er wird verwendet für allgemeine Arbeiten wie Nägel einschlagen oder Bleche bearbeiten. Schlosserhämmer gibt es in verschiedenen Grössen mit einem Gewicht von 50 g bis 2000 g. Sie besitzen eine keilförmige Finne und eine rechteckige Breitbahn.

Schlossflügel

siehe Gehflügel.

Schlosskasten

auch: Schlosskästen

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Der Schlosskasten ist der Teil eines Schlosses, in dem die ganze Technik untergebracht ist. In den Schlosskasten wird der Drücker gesteckt, mit dem die Falle bewegt wird. Auch das eigentliche Schloss ist im Schlosskasten. Mit dem Schloss wird der Riegel bewegt oder auch die Falle beim Wechselschloss. Die Sicherungsart reicht vom Buntbartschloss über das Besatzungsschloss bis hin zu Zuhaltungsschloss, Zylinderschloss und Magnetschloss.

Schlossschrauben

Schluckbrunnen

auch: Infiltrationsbrunnen

Schluckbrunnen oder Sickerbrunnen dienen nicht der Wasserförderung aus dem Erdreich, sondern der Wasserrückführung. Insofern haben sie dieselbe Funktion wie Sickerschächte. Schluckbrunnen sind unerlässlich, wenn mittels Wärmepumpen dem Grundwasser Wärme entzogen und diese in Heizenergie umgewandelt wird. Das auf etwa 4° herabgekühlte Wasser sickert über Schluckbrunnen wieder in das Grundwasser. Bohrbrunnen und Schluckbrunnen müssen dabei 10 bis 15 m auseinander liegen. Mitunter werden Schluckbrunnen auch als Infiltrationsbrunnen bezeichnet.

Schluff

Feinkörniges Gestein, das von der Korngröße (0,002 bis 0,06 mm) und den Eigenschaften zwischen Ton und Sand liegt. Schluff gehört zum Mehlkorn, deren Anteil im Betonzuschlag einen bestimmten Wert nicht überschreiten sollte.

Schlupftür

auch: Schlupftüren

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Unter einer Schlupftür wird eine Tür in einem Garagentor oder dem Tor einer großen Industriehalle verstanden. Schlupftüren erweisen sich als sehr praktisch, wenn kein Platz für eine Nebentür vorhanden ist. Die Schlupftür ermöglicht einen einfachen und bequemen Zugang zur Garage bzw. Halle, ohne gleich das Tor öffnen zu müssen. Die Schlüpftür kann aber auch, wie auf der Abbildung zu sehen, sich in einem schönen Scheunentor aus Holz befinden.

Schlussabnahme

Nach Fertigstellung aller Bauarbeiten erfolgt die Schlussabnahme im Rahmen der bauaufsichtlichen Bauabnahme. Die abschließende Fertigstellung umfaßt die Fertigstellung des Gebäudes als solchem, die Zugänge, die Stellplätze und die Wasserversorgungs- und Abwasseranlagen. Die Mitarbeiter des Bauaufsichtsamtes überprüfen nicht zuletzt, ob das Gebäude sicher benutzt werden kann. Hat eine Innentreppe noch kein Geländer, wird mit Sicherheit keine Nutzungsgenehmigung erteilt. Auch wenn gravierende Abweichungen von der genehmigten Bauplanung festgestellt werden, kann die Nutzungsgenehmigung versagt werden. Bauliche Anlagen dürfen erst genutzt werden, wenn in der Schlussabnahme die Ordnungsmäßigkeit dokumentiert worden ist. Eine vorzeitige Benutzungsgenehmigung kann jedoch in bestimmten Fällen erteilt werden.

Schlussanstrich

auch: Schlussanstriche

Der Schlussanstrich ist der letzte Anstrich in der Abfolge verschiedener, übereinander erfolgender Anstriche. In der Regel gibt es davor noch einen Grundanstrich bzw. eine Grundierung und einen Zwischenanstrich. Sowohl nach Grundanstrich bzw. Zwischenanstrich muss der Lack oder die Farbe erst getrocknet sein, ehe der nächste Anstrich erfolgt. Zudem wird der Anstrich meist kurz angeschliffen, damit der nächste Anstrich besser haftet. Der Schlussanstrich hat die Aufgabe, die darunter liegenden Schichten und das Bauteil vor Wettereinflüssen, aggressiver Industrieluft oder mechanischer Belastung zu schützen. Dazu bestimmt der Schlussanstrich die Optik der Beschichtung. Der Schlussanstrich sollte daher besonders sorgfältig erfolgen. Mängel im Untergrund oder mangelhafte Vorarbeit lassen sich mit einem Schlussanstrich allerdings meist nicht kaschieren.

Schlüssel

Der Schlüssel hat im Bauwesen Symbolcharakter. Denn mit der mehr oder weniger feierlichen Übergabe des Schlüssels vom Architekten an den Bauherrn gilt das Bauwerk als fertiggestellt und übergeben. Die Geschichte des Schlüssels ist naturgemäß direkt mit der Geschichte des Schlosses verknüpft, denn jedes Schloss benötigt einen Schlüssel. So unterschiedlich wie die Schlösser sind auch die Schlüssel. Es gibt Schlüssel in unterschiedlichen Größen, unterschiedlichem Material (z.B. Stahl, Messing) und für unterschiedliche Zwecke vom kleinen Stahlschlüssel für den Briefkasten bis zum historischen handgeschmiedeten Schlüssel für eine alte Eichentruhe. Es gibt Schlüssel für Innentüren wie zum Beispiel den Buntbartschlüssel oder mitunter auch den Chubbschlüssel. Für Hauseingangstüren kommen hingegen Zylinderschlüssel oder Wendeschlüssel zum Einsatz, für Tresore spezielle Tresorschlüssel.

Schlüsselbalken

siehe Wechselbalken.

Schlüsselbohrung

auch: Schlüsselbohrungen

Schlüsselbohrungen werden in der Hauptsache bei Wendeschlüsselsystemen auf beiden Flachseiten des Schlüssels aufgebracht, deren Anzahl und Einbohr-Tiefen mit den Zuhaltungen (oft auch mit Profil- Kontrollstiften) des zugehörigen Schließzylinders abgestimmt sind.

Schlüsselfeile

auch: Schlüsselfeilen

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Schlüsselfeilen sind nichts anderes, als normale Feilen, jedoch im Miniformat und mit feinen Hieben. Um damit einen Nachschlüssel anzufertigen, muss man jedoch über erhebliche Erfahrung verfügen. Schlüssel mit Bart lassen sich aus einem Rohling feilen, die Schlüssel moderner Schließanlagen jedoch nicht. Hier kommen Schlüsselfeilen allenfalls bei der Nachbearbeitung zum Einsatz. Schlüsselfeilen werden meistens als komplette Sets angeboten (Foto Nicholsen) und beinhalten dann Flachstumpffeile, Raumfeile, Halbrundfeile, Vierkantfeile, Rundfeile und Dreikantsägefeile.

schlüsselfertig

Schlüsselfertigbau

Zusatzbegriff, den Bauunternehmen und Bauträgergesellschaften benutzen, um dem Bauinteressenten klar zu machen, dass das Unternehmen nicht nur den Rohbau erstellt, sondern ein Haus als schlüsselfertige Bauweise. Dies kann individuell nach den Vorstellungen des Kunden und der Planung eines Architekten geschehen. Es kann sich dabei aber auch um ein Vorratseigenheim handeln, was auch in der Mehrzahl der Fall ist. Grundsätzlich könnten zwar auch die Hersteller von Fertighäusern den Begriff "Schlüsselfertigbau" verwenden, es hat sich aber in der Branche eingebürgert, dass diese Bezeichnung nur für den Massivbau gilt.

schlüsselfertige Bauweise

Diese Bauweise ist gesetzlich nicht definiert. Jedoch wird unter einer schlüsselfertigen Bauweise verstanden, dass der Bauherr ein Haus erhält, in das er sofort einziehen kann. Dementsprechend gehören zu einem schlüsselfertigen Haus alle Installationsleitungen, die Heizungsanlage, die Bodenbeläge, die Tapeten, alle gesetzlich vorgeschriebenen Dämmmaßnahmen, natürlich Fenster und Türen usw., usf. Im Einzelfall kann durch entsprechende vertragliche Regelung auch eine Einschränkung erfolgen, etwa: "...incl. Estrich in allen Räumen, jedoch ohne Fußboden-Oberbelag wie Teppichboden, Bodenkeramik oder Parkett...."

schlüsselfertiges Haus

siehe schlüsselfertige Bauweise. Grundsätzlich ist davon auszugehen, dass ein Fertighaus ein schlüsselfertiges Haus ist, in das der Käufer nur noch einzuziehen braucht.

Schlüssellochfräser

Fräser für eine Oberfräse. Mit dem Schlüssellochfräser lassen sich perfekte Befestigungen herstellen, um Bilderrahmen oder Schilder an Wänden zu befestigen. Zuerst bohrt man mit dem Fräser das Eingangsloch. Während nun die Oberfräse vorwärts bewegt wird, schneidet die schmale Taille des Fräsers einen 4,8 mm weiten Schlitz. Gleichzeitig erzeugt der dicke Kopf eine Ausfräsung von 9,5 mm Breite unter der Oberfläche des Werkstücks.

Schlüsselschraube

Schlussstein

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Bautypischer Bestandteil der Bauwerke der Gotik. Das statische Gleichgewicht beim Bau der teilweise riesigen gotischen Kuppeln konnte nur erzielt werden, wenn ein Schlußstein gesetzt wurde, der einerseits schwer genug war, um dem der aufragenden Rippenkonstruktion innenwohnenden Druck standzuhalten, aber andererseits leicht genug, um nicht durch das Gewölbe zu brechen. Insofern ist der Schlußstein nicht der zuletzt an einem Bau vermauerte oder eingefügte Stein, sondern ein Begriff aus der Architekturgeschichte.

Schmalbahn

auch: Schmalbahnen

siehe Breitbahn.

Schmelzeinsatz

auch: Schmelzeinsätze

Schmelzglas

auch: Schmelzgläser

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Schmelzglas wird im Gegensatz zu Floatglas oder Gussglas nicht industriell, sondern handwerklich in Glaskunstbetrieben hergestellt. Schmelzglas entsteht mittels der Fusingtechnik (to fuse = verschmelzen), weshalb die Fachleute auch von Fusingglas oder Fusingscheiben sprechen. Dabei werden auf ein transparentes Grundglas farbige Glasstücke, Glaspulver, Glaskrösel oder Glaschips aufgebracht und bei Temperaturen über 800 Grad miteinander verschmolzen, wobei die Gläser einen gleichen Ausdehnungskoeffizienten haben müssen, wenn der Verschmelzungsprozess und die daran anschließende Abkühlung auf 20° gelingen sollen. Durch Fusing lassen sich Glaskunstwerke herstellen; viele Hersteller von Haustüren bauen aber auch Schmelzglas als Dekorelemente in Haustüren ein. Das Foto zeigt eine Schmelzglas-Türfüllung mit aufgesetzten Dreiecken und blauen Glaskröseln des Herstellers Eglas.

Schmelzkleber

auch: Schmelzklebstoff

Schmelzkleber auf Ethylenvinylacetat (EVA)-Basis werden zur Anleimung von Kantenmaterial, den sogenannten Umleimern, mittels Kantenanleimmaschinen verwendet. Das Granulat bzw. die Patrone wird unter hoher Hitzeeinwirkung verflüssigt und einseitig aufgetragen. Nach Unterschreitung der Schmelztemperatur bindet der Klebstoff sofort ab, das Werkstück kann zügig weiterverarbeitet werden. Schmelzkleber sind in unterschiedlichen Farbtönen erhältlich.

Schmelzklebstoff

auch: Schmelzklebstoffe

siehe Schmelzkleber.

Schmelzschweißen

auch: Schmelzschweissen

Schmelzschweißen ist Schweißen bei örtlich begrenztem Schmelzfluß ohne Anwendung von Kraft mit oder ohne Schweißzusatz. Gebräuchliche Verfahren sind Gasschweißen, Lichtbogen-Handschweißen und Metall-Schutzgasschweißen.

Schmelzsicherung

auch: Schmelzsicherungen

Schmelzwasser

Schmelzwasser entsteht, wenn Eis und Schnee schmelzen, was nicht nur ein normaler Vorgang sein kann, sondern auch zu unerwartetem Hochwasser führen kann, wenn infolge von Hitzeperioden die Alpengipfel schneller abschmelzen, als in den vergangenen Jahrhunderten üblich. Schmelzwasser kann nicnt nur in Bayern zu Hochwasserschäden führen, sondern auch die Kanalisation in allen Bundesländern so belasten, dass es zu Rückstau und Kellerüberflutungen kommt.

Schmetterlingsdach

auch: Schmetterlingsdächer

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Schmetterlingsdach ist eine seltene Dachform, bei der die niedrigeren Dachhälften eines Pultdaches gegeneinander laufen. So entsteht der Eindruck eines aufschwingenden Flügels, daher auch der Name. Besonders kritisch ist bei einem Schmetterlingsdach die Dachentwässerung, da sich bei starkem Regen Sturzbäche in der Dachmitte aufstauen und schon kleine Undichtigkeiten zu großen Wasserschäden führen können. Reizvoll ist hier der Eindruck, dass das Haus sich zu allen Seiten zu öffnen scheint anstatt sich abzuschirmen.

Schmied

Der Schmied war über viele Jahrhunderte ein wichtiger Bestandteil jeder menschlichen Siedlung. Alles was mit Metallbearbeitung und Metallgüterherstellung zu tun hatte, vom Nagel bis zum Schwert, war Sache des Schmieds, der Metallstäbe in der Esse zum Glühen und mit dem Schmiedehammer in die gewünschte Form brachte. Hufeisen werden auch heute noch vom Hufschmied gefertigt und an die Pferdehufe genagelt. Maueranker, oft kunstvoll vom Schmied verziert, sind in den Fassaden vieler alter Gebäude noch heute sichtbar und tragen seit Jahrhunderten zur Stabilität von Häusern, Burgen oder Kirchen bei. Viele andere Handwerksberufe brauchten den Schmied für ihre Arbeit, zum Beispiel der Wagner für die Lauffläche seiner Räder. Diese Kunstfertigkeit des Schmieds ist auch heute noch gefragt, beispielsweise für handgeschmiedete Fenstergitter oder Gartentore. Nur der Name hat sich geändert. Der Schmied ist seit 1989 mit dem Handwerksberuf des Schlossers unter der Bezeichnung Metallbauer zusammengefasst.

schmieden

auch: warmschmieden

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Unter Schmiedenversteht man eine Formveränderung von Werkstoffen und hier insbesondere Metall durch kneten, wie der Fachmann sagt. Hierbei wird das Werkstoffgefüge verlagert, ohne dass sich die Zusammenhangskraft der Moleküle aufhebt. Das "Kneten" oder die Verformung kann kalt oder warm durch Schlag (Hammer), Druck (Presse) oder Walzen geschehen. Dabei darf "kalt" nicht missverstanden werden. Der Stahl ist zunächst kalt, wird dann aber durch pausenlose gezielte Hammerschläge erwärmt und formbar gemacht. Dem Kaltschmieden der Werkstoffe sind Grenzen gesetzt. Eine Weiterbearbeitung ist durch Zwischenglühen möglich, das dem Werkstoff die durch das Kaltschmieden eingetretene Sprödigkeit und Härte nimmt(Kaltverfestigung).Beim Warmschmieden wird die Verformung des Werkstoffs im Glühzustand durchgeführt. Dabei wird der Stahl in der Esse nicht etwa nur erwärmt, sondern zum Glühen gebracht, so dass der Schmiedestahl leicht formbar wird. Verformbar sind alle schmiedbaren Stähle (bis ca. 2% Kohlenstoffanteil), Nichteisenmetalle und Metallmischungen. Hinsichtlich der Verformungsweise unterscheidet man das Schmieden frei von Hand (Freiformschmieden) und das Schmieden im Gesenk (Gesenkschmieden). Für das Gesenkschmieden werden die Werkstücke in vielen Fällen durch Handschmieden vorgeformt. Bedingung für das Handschmieden ist die richtige Behandlung des Schmiedefeuers (Feuerführung)in der sogenannten Esse. Beim Schmieden denkt der Laie häufig an ein Handwerk wie das der Hufschmiede oder Messerschmiede. Die weitaus meisten Schmiedestücke (sowohl nach einzelnem Stückgewicht als auch nach der Jahresproduktion) werden heute industriell verarbeitet. Auch ist die Berufsbezeichnung des Schmieds nicht mehr gebräuchlich, offiziell heißen dieser jetzt Metallbauer. Handgeschmiedete oder industriell geschmiedete Zierstäbe für Treppengeländer, Ziergitter für Fenster oder große Garten-Toranlagen aus Schmiedestahl sind typische geschmiedete Produkte, die auch heute im Baubereich gefragt sind.

Schmiedezaun

auch: Schmiedezäune

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Schmiedezäune werden einerseits ganz nach Kundenvorgabe vom Kunstschlosser oder Kunstschmied geschmiedet. Andererseits werden aber im Handel auch geschmiedete Zaunstäbe angeboten, die der Heimwerker selbst zu einem Zaun zusammenschweißen kann. Bei der Gestaltung eines Schmiedezauns sind der Fantasie keine Grenzen gesetzt - außer denen, die die örtliche Baubehörde setzen kann.

Schmiege

auch: Fußschmiege, Lotschmiege, Backenschmiege, Schmiegen

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Eine Schmiege ist ein Messwerkzeug aus Holz und/oder Stahl. Sie wird von Schreinern zum Übertragen von Winkeln verwendet. Im Gegensatz zum Gehrungsmaß lassen sich bei einer Schmiege die Winkel mit Anschlag und Zunge beliebig einstellen. Im Holzbau bezeichnet man als eine Schmiege auch eine schräge Fläche, mit der sich ein Holz an ein anderes anlehnt (anschmiegt). Je nach Art und Lage werden Fußschmiege, Lotschmiege und Backenschmiege unterschieden. Das Verfahren, diese Schmiegen festzustellen, heißt Schiften, wenn es Dachkonstruktionen betrifft.

Schmirgel

Schmirgel ist ein häufig gebrauchtes Mineral zum Schleifen und Polieren von Metallen, Steinen und Glas. Er ist seiner Art nach ein Korund, ein Mineral, das aus reiner Tonerde besteht. Als eingemengten Bestandteil führt er in der Regel Magneteisen. Das Mineral tritt in kompakten Massen auf und muss zum Gebrauch erst gestoßen und geschlämmt werden; es besitzt in seinen kleinsten Teilen eine solche Härte, dass es das wirksamste Schleifpulver nach dem Diamantstaub gibt. Schmirgel wird beispielsweise bei der Herstellung von Schleifpapier, Schleifscheiben%) oder Schleifbändern verwendet.

Schmirgelpapier

auch: Schmirgelpapiere

Schmirgelpapier ist eine andere Bezeichnung für Schleifpapier. Es wird unter Verwendung des Minerals Schmirgel hergestellt.

Schmolzziegel

Ein Schmolzziegel ist ein Ziegel, der beim Brennen zu viel Hitze abbekommen hat und dadurch in seinem Gefüge geschmolzen ist. Diese Fehlbrandziegel sind als Architektenklinker sehr beliebt.

Schmuckbalken

Schmuckbalken sind zunächst Balken bei einem Fachwerkhaus, die durch Schnitzereien oder Malereien über die eigentliche Funktion eines Balkens hinausgehen. Weiterhin werden alle Balken, die aus konstruktiven Gründen beim Fachwerkhaus nicht benötigt werden, als Schmuckbalken bezeichnet.

Schmutzfangmatte

auch: Schmutzfangmatten

Schmutzfangzone

auch: Schmutzfangmatte, Türmatte, Schmutzfangzonen

Unter einer Schmutzfangzone wird ein spezieller Bodenbelag bzw. eine Matte oder ein Gitterrost im Eingangsbereich eines Gebäudes verstanden. Dort werden Feuchtigkeit wie Schneereste, Schmutz und insbesondere Sandkörnchen aufgenommen, die am Schuhwerk haften. Schmutzfangzonen können mit großformatigen Eingangsmatten (Gummi- oder Bürstenprofilmatten), als Bahnenware ausgelegt oder mit einem Profilrahmen in den Bodenbelag integriert werden. Wirkungsvolle Schmutzfangzonen verlängern die Reinigungsintervalle. Eine wirkungsvolle Schmutzfangzone sollte so gross sein, dass niemand seitwärts an ihr vorbei laufen kann und mehrere Schritte darauf gehen muss.

Schmutzklappe

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Schmutzklappen sind Bestandteil eines Zentralstaubsaugers. Sie werden in Höhe der Fußleiste in die Wand eingelassen und münden mit ihrem Rückteil in das Rohrsystem der Staubsauganlage. Krümel, Sand usw. können einfach zusammengefegt und vor die Schmutzklappe gekehrt werden, von wo aus der Schmutz dann in die Zentraleinheit des Staubsaugersystems gelangt.

Schmutzwasser

Schmutzwasser ist ein durch Gebrauch verunreinigtes Wasser. Man unterscheidet häusliches (aus Küchen, Waschküchen, Waschräumen, Baderäumen, Aborträumen und ähnlich genutzten Räumen), gewerbliches, industrielles, landwirtschaftliches und kommunales (häusliches und gewerbliches) Schmutzwasser. Beim häuslichen Schmutzwasser wird fäkalienhaltiges und fäkalienfreies Abwasser unterschieden. Fäkalienhaltiges häusliches Schmutzwasser ist das Abwasser im Bad aus einem WC, aus einem Urinal oder einem Bidet, auch Sitzwaschbecken genannt. Fäkalienfreies häusliches Schmutzwasser ist dann das restliche Abwasser aus Bad und Küche wie aus dem Waschbecken, der Badewanne, der Dusche, der Waschmaschine, der Küchen-Spüle oder dem Geschirrspüler. Letzteres wird auch als Grauwasser bezeichnet.

Schmutzwasserfallleitung

auch: Schmutzwasserfallleitungen

siehe Fallrohr.

Schmutzwasserfallrohr

auch: Schmutzwasserfallrohre

siehe Fallrohr.

Schmutzwassernetz

Das Schmutzwassernetz ist bei der Trennkanalisation der Teil des Kanalnetzes, in dem das Schmutzwasser abgeleitet wird. Das Regenwasser wird hingegen im Regenwasserkanal befördert.

Schnappriegel

Bei zweiflügeligen Feuerschutztüren findet man häufig zur Verriegelung Schnappriegel. Vom Prinzip funktioniert ein Schnappriegel wie die Falle eines Schlosses. Schnappriegel sind sehr robust und haltbar.

Schneckenantrieb

auch: Schneckenantriebe

Schneckenbohrer

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Ein Schneckenbohrer ist ein Werkzeug zum Bohren von Holz. Er besitzt ein sich schneckenförmig aufweitendes Schneidgewinde. Die Spiralrillen erleichtern den Austritt der Späne. Schneckenbohrer mit Vierkantschaft lassen sich in die Bohrwinde einsetzen, die mit Ringgriff sind reine Handbohrer.

Schneckenbohrpfahl

auch: Schneckenbohrpfähle

Der Schneckenbohrpfahl stelle eine Sonderform des Bohrpfahls dar. Nach dem Abteufen der Bohrung durch die Endlosschnecke wird Beton durch das zentral angeordnete Schneckenrohr (Seele) eingepresst und die Schnecke gleichzeitig gezogen. Durch diese Endlosschnecke ist eine kontinuierliche Bodenförderung möglich - das unterscheidet Schneckenbohrpfähle von anderen Bohrpfählen. Der gelöste Boden wird durch die Wendeln der Schnecke an die Geländeoberfläche transportiert und kann dort aufgenommen werden. Die Stützung der Bohrlochwand übernimmt beim Schneckebohrpfahl die mit Boden gefüllte Endlosschnecke. Das Betonieren erfolgt bei gleichzeitigem Ziehen der Schnecke. Der Beton wird bei diesem Verfahren durch die hohle Schnecke mit Druck eingebracht und tritt an der Unterseite wieder aus. Anschließend wird die Bewehrung in die Frischbetonsäule eingestellt.

Schneckenhandbohrer

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Der Schneckenhandbohrer ist ein enger Verwandter des Nagelbohrers. Im Gegensatz zu diesem ist der Griff wie bei einem Korkenzieher ausgebildet und der Schaft in voller Länge mit einem Bohrgewinde wie bei einem Schlangenbohrer versehen.

Schneckenspirale

Schneckenverdichter

Schneefanggitter

Schneefangprofil

auch: Schneefangprofile

Schneefangsystem

auch: Schneefangsysteme

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Ein Schneefangsystem soll den abrutschenden Schnee im Traufbereich oder bei längeren Dächern (größere Sparrenlänge) auch auf der Dachfläche festhalten. Es kann bestehen aus: Schneefanggittern in verschiedenen Höhen und Materialdicken mit den dazugehörigen Stützen, Schneefangprofilen (Winkelstahl, Rundhölzer usw.) mit Haltern oder Rohrschneefang-Systemen mit Klemmlaschen - siehe Foto. Schneefangsysteme dürfen nicht verwechselt werden mit Schneestoppsystemen.

Schneerückhaltesystem

auch: Schneerückhaltesysteme

Ein Schneerückhaltesystem verhindert, dass Schnee vom Dach irgendwohin rutscht, wo er nicht landen soll. Maßgebend für Schneerückhaltesysteme sind die örtlichen Verhältnisse und die üblichen klimatischen Bedingungen in Verbindung mit der Dachneigung, der Dachlänge (Sparrenlänge) und der Größe sowie der Lage der gegen "Dachlawinen" zu schützenden Bereiche am Gebäude. Der Schnee- und Eisschutz ist in zwei Systeme zu unterscheiden, die entweder den abrutschenden Schnee auffangen oder das Abrutschen des Schnees flächendeckend verhindern.

Schneeschwelle

auch: Schneeschwellen

siehe Eisstaugefahr.

Schneestoppsystem

auch: Schneestopsysteme

Ein Schneestoppsystem soll den Schubeffekt des auf dem Dach liegenden Schnees durch entsprechend ausgeführte Einzelelemente verstärken und ausnutzen und das Abrutschen des Schnees möglichst flächendeckend verhindern. Ein Schneestoppsystem kann hergestellt werden aus Schneestoppern in verschiedenen Ausführungen und passend zur Deckung.(Nicht zu verwechseln mit Schneefangsystem)

Schneidegiraffe

auch: Schneidegiraffen

Eine Schneidegiraffe ist ein Vielzweck-Gartenschneidegerät, mit dem sich die Triebe und Äste an Baumkronen vom Boden aus schneiden lassen. Für ganz hohe Bäume kann das Gerät durch einen Adapter auf über 4 m verlängert werden. Auch bodennahe Sträucher können in aufrechter Körperhaltung geschnitten werden. Ohne Kraftaufwand können 3 cm dicke Äste geschnitten werden.

Schneideisen

Schneidkluppe

auch: Kluppe, Schneidkluppen

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Die Schneidkluppe ist ein Werkzeug zum Herstellen von Rohrgewinden, genauer gesagt von Außengewinden. Es gibt sowohl elektrisch betriebene Schneidkluppen als auch welche, die mit der Hand bedient werden müssen. Schneidkluppen werden vor allem in der Sanitärinstallation verwendet. Die Abbildung zeigt eine elektrisch betriebene Schneidkluppe.

Schnellarbeitsstahl

Schnellarbeitsstahl ist die im Stahlhandel übliche Bezeichnung für HSS-Stahl.

Schnellbauschraube

auch: Schnellbauschrauben

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Schnellbauschrauben sind spezielle Schrauben, die im Trockenbau insbesondere für die Montage von Gipskartonplatten auf Ständerwerk eingesetzt werden. Je nach Art des Ständerwerks, haben Schnellbauschrauben unterschiedliche Schraubengewinde. Schnellbauschrauben mit Grobgewinde (links) eignen sich für die Montage auf Holzkonstruktionen. Schnellbauschrauben mit sog. blechtreibendem Feingewinde eignen sich besonders für die Montage auf Stahlblechen bis ca. 0,7 mm Dicke. Bei Schnellbauschrauben mit Bohrspitze (rechts) gräbt sich die Schraube ohne Vorbohren in ein Ständerwerk aus Alu-Profilen ein.

Schnellbinder

Ein Schnellbinder ist ein hydraulisches Bindemittel für Beton oder Mörtel. Diese erstarren durch die Zugabe von Schnellbinder besonders rasch, jedoch auf Kosten der Endfestigkeit. Schnellbinder werden zur Dichtung von Wassereinbrüchen, für Dübelarbeiten und dergleichen verwendet.

Schnelleinsatzkran

auch: Schnelleinsatzkrane

siehe Kranturm.

Schnellestrichmörtel

Schnellestrichzement

auch: Schnellestrichmörtel, Schnell-Estrichzement, Schnell-Estrichzemente

Schnellestrichzement ist ein Spezialzement zur Herstellung schnell trocknender Zement-Estriche im Innenbereich. Schnellestrichzemente können auch als Reparaturmörtel eingesetzt werden.

Schnellladegerät

auch: Schnellladegerät

Schnelllauffolientor

auch: Schnelllauffolientore

siehe Folientor

Schnellmontagemörtel

auch: Blitzzementmörtel, Sekundenmörtel

Sogenannte Schnellmontagemörtel (auch Blitzzementmörtel oder Sekundenmörtel) werden verwendet, wenn der Mörtel besonders schnell abbinden muss. Schnellmontagemörtel werden zum Verankern von Türzargen, Fenstern, Tore, zur Schnellmontage von Bolzen und Ankern und zum Befestigen von Stahlpfosten und Heizkörperkonsolen eingesetzt. Besonders schnelle Montagemörtel erhärten innerhalb von Sekunden und sind zum Verstopfen von Wassereinbrüchen und Leckstellen im Tief- und Kanalbau geeignet.

Schnellputzhaken

Ein Schnellputzhaken ist ein Werkzeug das sich zum universellen Befestigen von Schalbrettern oder zum Fixieren von Fenster- und Türrahmen eignet.

Schnellputzleiste

auch: Schnellputzleisten

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Schnellputzleisten ermöglichen die Herstellung einer exakten, planebenen Putzfläche. Sie werden in regelmäßigen Abständen auf dem Untergrund lot- und fluchtrecht vor dem Verputzen angebracht. Vor allem unter Fliesen dürfen die Schnellputzleisten nicht vorstehen. Gegebenenfalls ist ein Nachglätten erforderlich. (Abbildung: Knauf)

Schnellschlagbär

auch: Rammhammer, Schnellschlagbäre

Ein Schnellschlagbär ist eine Maschine zum Einbringen von beispielsweise Spundbohlen. Bei diesem Rammbär wird der hydraulisch oder durch Dampf aufgebaute Gasdruck nicht nur zum Heben des Kolbens benutzt, sondern auch zur Beschleunigung bei der Abwärtsbewegung (wechselseitige Beaufschlagung des Kolbens). Dadurch erzielt der Rammhammer eine doppelte Wirkung beim Schlagaustausch und eine hohe Schlagzahl. Da der Schlagvorgang weniger von der Schwerkraft abhängig ist, können auch stärker geneigte Rammungen durchgeführt werden.

Schnellspann-Bohrfutter

auch: Schnellspannbohrfutter

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Bei Bohrmaschinen mit einem Schnellspann-Bohrfutter kann der Bohrer ohne zusätzliches Werkzeug gewechselt werden. Durch Drehen des Bohrfutters in die eine Richtung, wird der Bohrer gelöst und durch Drehen in die andere Richtung arretiert. Oder das Bohrfutter muss nach unten gedrückt werden, um den Bohrer zu lösen. Das geht schnell und einfach und die Suche nach dem Schlüssel wird einem auch erspart. Der Unterschied vom Schnellspann-Bohrfutter zum normalen Bohrfutter ist hauptsächlich im Übertragungsverhältnis des Spannmechanismus zu finden. Für die Schnellspannfutter wird eine kleinere Steigung der Gewindespindel gewählt, so dass man von Hand schon eine ausreichende Spannkraft erreicht.

Schnellspanner

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Schnellspanner arbeiten nach dem Kniehebelprinzip. Das Werkstück aus Metall, Holz oder Kunststoff wird eingelegt und mit dem Schnellspanner gegen Verrutschen oder Abheben gesichert. Schnellspanner werden zum Bohren, Schweißen, Biegen, Schleifen, Prüfen oder Montieren eingesetzt. Ebenso werden sie in der Holz- und Kunststoffbearbeitung in Leim-, Bohr-, Schneid- und Fräsvorrichtungen verwendet. Dabei wird zwischen Hand- und Pneumatikspanner unterschieden. Bei Pneumatikspannern ist es möglich, die Spannkraft genau vorzugeben, während sie bei Handspannern von der Bedienungsperson abhängig ist.

Schnellspannfutter

Schnellspannzwinge

auch: Schnellspannzwingen

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Eine Schnellspannzwinge ist eine universell einsetzbare Zwinge mit Ratschenmechanik. Die Spannarme lassen sich durch einen stufenlosen Schnellspannmechanismus festklemmen und nachjustieren. Mit einem Klick wird die Klemmkraft nach dem Einsatz wieder gelöst. Der erzielbare Anpressdruck liegt bei einer Schnellspannzwinge weit unter dem der Schraubzwinge, so dass die Backen der Schnellspannzwinge meist aus Holz gefertigt sind.

Schnellzement

Schnellzement hat gegenüber normalem Zement eine hohe Anfangsfestigkeit und eine kurze Erstarrungszeit. Verwendet wird er beispielsweise beim Einsetzen von Dübeln oder bei der Verbindung von Fertigteilen. Mit Schnellzement hergestellte Mörtel haben in der Regel eine Verarbeitungszeit von zwei bis drei Minuten, nach fünf bis sieben Minuten tritt bereits eine Erstarrung ein. Allerdings wird auch Zement mit einer Verarbeitungzeit von bis zu einer Stunde als Schnellzement bezeichnet.

Schneuß

siehe Fischblase.

Schnittdurchmesser

Schnittflor

siehe Velours.

Schnittholz

auch: Schnitthölzer

Schnittholz entsteht durch Sägen von Rundholz parallel zur Stammachse. Dies geschieht im Sägewerk mit der Gattersäge oder Blockbandsäge. Wichtige Schnitthölzer sind Balken, Kanthölzer, Bohlen, Latten, Dielen oder Bretter, wobei die Verarbeitung zu Brettern die häufigste Form des Schnittholzes darstellt. Schnittholz kann scharfkantig sein oder Baumkanten aufweisen. Es wird auch mit Imprägnierung sowie in gehobelter Form in den Handel gebracht, wobei der Fachmann dann von "Hobelware" spricht.

Schnittholzbläue

Als Schnittholzbläue wird eine blassblaue bis schwarze Verfärbung des Splintholzes der Nadelbäume bezeichnet. Hervorgerufen wird Schnittholzbläue von einer Gruppe holzbewohnender Pilze (Ascomycetes oder Fungi imperfecti), die das eingeschnittene, saftfrische Holz besiedeln. Schnittholzbläue kann durch fachgerechte Lagerung vermieden werden.

Schnittklasse

auch: Schnittklassen

Bauschnitthölzer wie Kanthölzer, Bretter, Bohlen oder Latten werden häufig in Schnittklassen unterteilt. Die Schnittklassen sagen etwas über die Qualität des Holzes aus, genauer gesagt, wie stark Baumkanten sichtbar sind. Die DIN 68365 unterscheidet die Schnittklassen A, B, C und S, wobei das S für scharfkantig steht. Bei Schnittklasse S ist keine Baumkante zulässig. Bei Schnittklasse A darf die Fläche der Baumkante 1/8, bei Schnittklasse B 1/3 nicht überschreiten. Bei Schnittklasse C darf eine Baumkante über die ganze Schnittfläche vorhanden sein, jedoch muss die jede Seite in ganzer Länge mindestens noch von der Säge gestreift sein.

Schnittkräfte

auch: Schnittkraft

Schnittkräfte ist ein Begriff aus der Statik. Wirken auf ein Bauteil äußere Kräfte ein, werden innerhalb des Bauteils Kräfte aktiviert. Nach dem Wechselwirkungsgesetz actio=reactio müssen diese Kräfte gleich sein. Durch das "virtuelle" Auseinanderschneiden des Bauteils werden Schnittkräfte (Normalkraft, Querkraft, Moment) sichtbar und lassen sich statisch berechnen.

Schnittrichtung

auch: Schnittrichtungen

Schnittrichtung ist ein Begriff aus der Holzwirtschaft. Wegen des besonderen Aufbau des Holzes gibt es drei Schnittrichtungen. Sie richtet sich nach dem Aufbau und der Art eines Holzstammes bzw. nach der zugedachten Verwendung. Es gibt den Querschnitt ("Hirnschnitt"), den Fladerschnitt ("Tangentialschnitt") und den Radialschnitt ("(%Spiegelschnitt§2").

Schnittschlinge

auch: Schnittschlingen

Teppichböden aus Schnittschlinge sind eine Kombination aus geschnittenen und nicht geschnittenen Schlingen, die durch eine Hoch-Tief-Struktur die Muster und Flächen des Teppichs auflockern. Dadurch wirkt der Teppich wesentlich interessanter. Diese Qualität eignet sich jedoch nur für weniger strapazierte Zimmer wie beispielsweise Schlafzimmer.

Schnitzbank

auch: Schnitzbänke

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Die Schnitzbank ist eine Werkbank des Holzschnitzers. In sie wird das zu bearbeitende Holzstück eingespannt. Überall dort wo Ziehmesser eingesetzt werden, ist die Schnitzbank ein unverzichtbares Hilfsmittel. Stäbe, Sprossen, Tischbeine und andere längliche, runde oder brettförmige Teile lassen sich über die Hebelwirkung der Spannzange mit geringem Fußdruck fixieren, während man beidhändig das Messer darüber zieht. Dies ist nicht nur eine physiologisch vorteilhafte Arbeitsweise (Rückentraining), sondern auch eine völlig sichere. Das Werken an Schnitzbänken ist deshalb auch für Kinder ein gefahrloses Vergnügen.

Schnitzleiste

auch: Schnitzleisten

Schnitzleiste ist die Bezeichnung für Holz, das sich besonders zum (maschinellen) Schnitzen von Lisenen oder Gesimsaufsätzen eignet.

Schnurbock

auch: Schnurböcke

Schnürboden

siehe Reißboden.

Schnureisen

siehe Schnurnagel.

Schnüren

siehe Schlagschnur.

Schnurgerüst

auch: Schnurbock, Schnurgerüste

Das Schnurgerüst besteht aus drei Rundhölzern sowie waagrecht und diagonal angenagelten Brettern, welche eine biegesteife Einheit bilden. Daran werden die Fluchtschnüre (Perlonschnur oder Stahldraht) festgebunden bzw. eingekerbt. Das Schnurgerüst dient beim Hausbau der genauen Einmessung der Gebäudefluchten, Baulinien, Grenzabstände und Höhenkoten. Es muss vom zuständigen Geometer oder Vermessungsingenieur eingemessen oder zumindest nach Erstellung abgenommen werden.

Schnurnagel

auch: Schnureisen, Pinne, Schnurnägel

Der Schnurnagel hat einen Durchmesser zwischen 14 und 20 mm und ist zwischen 80 und 120 cm lang, die Spitze ist vierkantig geschmiedet. Das Gerät ähnelt also vielmehr einem Stemmeisen, als einem Nagel. Folglich ist auch die Bezeichnung "Schnureisen" geläufig, ebenso der Begriff "Pinne". Die Richtschnur bei Pflaster- und Wegearbeiten wird zwischen Schnurnägeln gespannt, die ihrerseits tief in das Erdreich getrieben werden, damit die Schnur festgezogen werden kann und der Schnurnagel sich nicht am Ende zur Seite neigt.

Schnurschlag

auch: Schnurschläge

siehe Schlagschnur.

Schnurwasserwaage

auch: Schnurwasserwaagen

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Die Schnurwasserwaage ist ein ideales Hilfsmittel beim Mauern und Verlegen von Bodenplatten. Mit ihr lassen sich Richtschnüre und Maurerschnüre ausrichten. Die Schnurwasserwaage ist eine gefasste Libelle mit zwei Ösen , so dass man diese in eine Schnur, z.B. eines Schnurgerüstes knoten kann. Wegen des Durchhängens einer horizontalen Schnur und der Wind- und Schwinganfälligkeit kann dies ca. einer groben Orientierung dienen. Die Schnurwasserwaage sollte möglichst exakt in der Mitte hängen und die Schnur sehr stramm gehalten werden.

Schnurzug

auch: Schnurzüge

siehe Jalousie

Schock

siehe Bund.

Schof

auch: Schofe

siehe Bund

Schonbacken

auch: Schonbacke

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Schonbacken sind Teile aus Kunststoff, die an Schraubzwinge oder Schraubstock befestigt werden und die verhindern sollen, dass die eingespannten Werkstücke Kratzer abbekommen. Die Schonbacken aus Kunststoff werden meist mit einem Magneten am Schraubstock befestigt. Weiterhin gibt es auch noch Schonbacken aus Aluminium oder einem anderen Leichtmetall. Diese können auch eingepresste Haltefedern zur Befestigung besitzen.

Schonhammer

auch: Schonhämmer

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Der Schonhammer ist ein Hammer, der durch die spezielle Füllung des Kopfes rückschlagfrei arbeitet und somit Gelenke, Sehnen und Muskeln schont. Darüber hinaus lassen sich Schläge genau dosieren, was wiederum das Werkstück schont. Verwendung findet der Schonhammer im Werkzeug- und Maschinenbau und in der Instandsetzung von Karosserien oder der Blechbearbeitung. Mit dem Schonhammer werden z. B. aber auch Fliesen oder Holzdielen beim Verlegen zurechtgeklopft.

Schönheitsreparaturen

In der Regel müssen Mieter nach einer gewissen Zeit (spätestens aber beim Auszug) Schönheitsreparaturen leisten - aber nur dann, wenn dies im Mietvertrag nach einem festen Fristenplan vereinbart ist. Schönheitsreparaturen sind Ausbesserungen an Stellen, die sich beim Wohnen über die Jahre abnutzen und mit Farbe und Tapete erneuert werden können. Der Mieter muss Decken und Wände streichen oder tapezieren sowie Heizkörper, Heizungsrohre, Innentüren, Fenster und Außentüren (nur von innen) streichen. Unverschuldete Schäden (Deckenrisse, abfallender Putz), die der Mieter nicht verschuldete, muss er nicht ausbessern. Auch Keller und andere Gemeinschaftsräume muss er in der Regel nicht streichen, es sei denn dies ist im Mietvertrag separat geregelt. Der Vermieter kann den Mieter nicht zwingen, die Arbeiten von einem Fachmann ausführen zu lassen. Die Streicharbeiten müssen allerdings fachgerecht ausgeführt werden.

Schoof

auch: Schoofe

siehe Bund

Schopfdach

siehe Walmdach.

Schopfwalmdach

auch: Schopfwalmdächer

Schornstein

auch: Schornsteine

Als Schornstein oder Kamin bezeichnet man die feuerbeständige Anlage zur Ableitung der Abgase von Wärmeerzeugern. Früher wurde der Kamin gemauert, heute besteht er in der Regel aus Fertigelementen mit einem Rohr aus Schamotte. Heute werden überwiegend feuchteunempfindliche Schornsteine eingesetzt, die nicht versotten können (siehe Versottung). Sie eignen sich für moderne Wärmeerzeuger, die mit niedrigen Abgastemperaturen arbeiten. Ältere Schornsteine sind dafür in der Regel nicht geeignet und müssen saniert werden, wenn ein neues Heizgerät angeschlossen wird. Bei der Heizungsmodernisierung besteht in vielen Fällen die Möglichkeit, Abgasleitungen in den vorhandenen Schornstein einzuziehen. Dies ist besonders dann sinnvoll, wenn Geräte mit Brennwerttechnik eingesetzt werden sollen. Folgende Hausschornsteine sind in Europa gängig: - dreischalige Schornsteine bestehend aus Mantelstein, Dämmung und Innenrohr zweischalige Schornsteine, bestehend aus Schacht mit Innenrohr -doppelwandige Edelstahlschornsteine (dreischalig)- einschalige Schornsteine, bestehend aus einem mineralischem Schacht. Der hauptsächlich verwendete Typ ist der dreischalige Schornstein. Dieser Schornsteintyp wird seit über 35 Jahren eingesetzt. Er ist wärmedämmend, feuchteunempfindlich und einfach aufzubauen. Durch die Dämmung bleibt die Abgaswärme erhalten und der Unterdruck wird vergrößert. Zweischalige Schornsteine werden zunehmend eingesetzt als Abgasleitung oder dort wo mit Überdruck Abgase aus dem Haus geleitet werden müssen.

Schornsteinabdeckung

auch: Kaminabdeckung, Schornsteinabdeckungen

Eine Schornsteinabdeckung, auch Kaminabdeckung genannt, ist nicht nur zur Verzierung da, sondern hat auch einen wichtigen Sinn. Denn die Kaminabdeckungen schützen den Kamin vor den verschiedenen Witterungseinflüssen und ermöglichen einen besseren Rauchabzug. Je nach Bedarf gibt es die Schornsteinabdeckungen in unterschiedlichen Formen und aus verschiedenen Materialien. Besonders beliebt sind Abdeckungen aus Edelstahl oder auch Kupfer, denn die Materialien sind nicht nur schön anzusehen, sondern auch sehr langlebig und wetterbeständig. Je nach Bedarf kann man die Abdeckungen entweder direkt auf den Schornstein anbringen oder man nimmt eine Kaminhaube.

Schornsteinbrand

auch: Schornsteinbrände

siehe Rußbrand.

Schornsteineinsatzrohr

auch: Schornsteineinsatzrohre

Unter einem Schornsteineinsatzrohr bzw. Abgasanlageneinsatzrohr wird ein Rohrsystem verstanden, das bei der Sanierung oder Querschnittsanpassung in einen bestehenden Schornstein oder Schacht eingesetzt wird. Eine solche Sanierung ist zum Beispiel bei Versottung des Schornsteins notwendig. Dabei werden verschiedene Systeme aus verschiedenen Materialien angeboten. Für verzogene Schornsteine bzw. welche, die nicht genau lotrecht sind, gibt es flexible Rohrsysteme. Die in der Regel einschaligen Schornsteineinsatzrohre gibt es als gerade Rohre mit Form- und Übergangsstücken. Verbunden werden die verschiedenen Teile durch Steckmuffen oder spezielle Rohrverbinder. Gefertigt werden Schornsteineinsatzrohre aus Edelstahl, Aluminium, Kunststoff oder Keramik. Auf jeden Fall müssen die verwendeten Werkstoffe temperaturbeständig und korrosionsfest sein.

Schornsteinfeger

auch: Schornsteinfegerin

Schornsteinfeger ist ein Lehrberuf mit einer Ausbildungszeit von drei Jahren. Der Schornsteinfeger von heute hat nicht mehr viel mit dem rußgeschwärzten Schornsteinfeger von früher gemein. Zu seinen zentralen Aufgaben gehören Messungen der Schadstoffemissionen. Oder er überprüft, ob Brennstoffe optimal genutzt werden. Bei überhöhten Werten kennt er geeignete Maßnahmen, um die Feuerung energiesparend und umweltfreundlich zu regulieren. Er ist Prüfer und Berater zugleich. Sein Fachwissen ist schon bei der Planung von neuen Heizungsanlagen gefragt. Kenntnisse in Bau-, Heizungs- und Brandschutztechnik muss der Schornsteinfeger somit besitzen. Da moderne Heizanlagen weniger Dreck durch die Schornsteine blasen, wird auch weniger gekehrt. Das bedeutet nicht, dass Besen und Kehrleine überflüssig geworden sind, aber der Einsatz moderner, zum Teil elektronischer Prüf- und Meßgeräte hat Vorrang.

Schornsteinreinigungsverschluss

auch: Schornsteinreinigungsverschlüsse

siehe Kamintür

Schornsteinverwahrung

auch: Verwahrung, Kaminverwahrung

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Die Schornsteinverwahrung dichtet den Schornstein im Bereich der Dachdurchführung ab und sorgt dafür, dass Regenwasser nicht eindringen kann. Üblicherweise werden dafür Blechverwahrungen eingesetzt. Neuerdings sind jedoch auch einfach zu verarbeitende formbare, flexible Abdichtungen am Markt erhältlich. Bei Fertigteilköpfen, die oberhalb der Dachfläche enden, kann die Verwahrung vor der Montage des Kopfes direkt am Schornstein angebracht werden. Die Anschlussstelle am Schornstein wird dann vom Fertigteilkopf überdeckt und ist keinen Witterungsbeanspruchungen ausgesetzt. Um eine sichere Abdichtung zu gewährleisten, sollte die Verwahrung ca. 20 bis 30 cm am Schornstein hochgezogen werden.

Schotter

Als Schotter bezeichnet man gebrochenes Material einer Korngröße von 32 bis 63 mm aus Naturstein oder künstlich hergestellten Stoffen. Im Straßen- und Gleisbau dient Schotter als Untergrund. Auch als Zuschlagstoff für Beton kommt Schotter zum Einsatz. Der Vorteil von scharfkantig gebrochenem Schotter ist, dass sich die Steine ineinander verkeilen können. Dies ist z.B. beim Gleisbau notwendig.

Schotterrasen

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Der Schotterrasen ist eine Möglichkeit der Flächenentsiegelung neben Rasengittersteinen, Porenpflastern, Holzpflastern, Rasenfugenpflastern oder Splittfugenpflastern. Beim Schotterrasen wird Rasen in ein Gemisch aus Humus, Sand und Schotter eingesät. Dadurch ist diese Fläche strapazierfähiger als ein normaler Rasen. Er ist für nicht allzu häufig befahrene Zufahrten und Stellplätze sowie für Gartenwege geeignet. Die Versickerungsleistung von Schotterrasen beträgt zwischen 70 und 100 Prozent.

Schotterschicht

auch: Schotterschichten

Schotterschichten werden im Wege- und Straßenbau als untere Tragschicht auf das Planum aufgebracht und verdichtet. Schotterschichten sind in unseren Breiten gleichzeitig Frostschutzschichten, wobei sich die Dicke der Schotterschicht nach der örtlichen Bodenbeschaffenheit, also z.B. nach der Plastizität des Planums, aber auch nach den Klimaverhältnissen richtet. Nur durch Einbau wetterfesten und frostsicheren Schotters können Frostschäden im Straßenbelag vermieden werden. Bei der Verdichtung müssen vorgeschriebene Verdichtungswerte erreicht werden. Das Schottermaterial darf dabei nicht zu Korn zertrümmert werden.

Schottsystem

auch: Schottsysteme

Schottsysteme verhindern bei Leitungsdurchführungen(% das Ausbreiten von Rauch in Feuer in andere Gebäudeteile. Schottsysteme sind beispielsweise die (%Kabelbox und die Rohrbox.

Schrägaufzug

auch: Hängelift, Treppenlift, Stehlift, Sitzlift, Rollstuhllift, Plattformlift, Treppenaufzug, Schrägaufzüge

Schrägaufzüge werden meist als Behindertenaufzüge verwendet. Um größere Treppen zu überwinden, sind mehrere Systeme an Schrägaufzügen (Treppenliften) auf dem Markt:Beim Hängelift wird die Führungsschiene über der Treppe verlegt. Der Fußgängerbereich wird nicht eingeschränkt. Er eignet sich deshalb insbesondere bei schmalen Treppenhäusern. Der Rollstuhl wird samt seinem Benutzer in Schlaufen in das System gehängt. Der Stehlift, der Treppenaufzug mit Stehplattform, auch als rollende Stufe bezeichnet, ist für Gehbehinderte geeignet. Er kann auch mit einem zusätzlichen Klappsitz ausgestattet sein. Der Sitzlift ist ein Schrägaufzug mit Stuhlplattform und Fußstütze. Er wird für Schwerbehinderte ohne Rollstuhl gebaut. Gepolsterte Sitzfläche und Rückenlehne, Armlehne, Trittbrett und Sitzfläche sind oft einzeln hochklappbar. Der Sitzlift eignet sich sowohl für gerade Treppen als auch für Treppen mit Kurven. Der Rollstuhl- bzw. Plattformlift ist der Schrägaufzug für behinderte Rollstuhlfahrer. Die Aufzugsplattform hat ausklappbare Übergleitteile zum Verlassen der Plattform auf die Fahrbahn und umgekehrt. Der Plattformlift ist sowohl für den Innen- als auch für den Außenbereich geeignet und kann sowohl bei geraden Treppen und bei Treppen mit Kurven oder Podesten eingesetzt werden.

Schrägelement

auch: Schrägelemente

Unter einem Schrägelement wird im Fensterbau eine keiner Norm unterliegende Sonderkonstruktion verstanden, beispielsweise ein Dreieckfenster oder ein Fenster mit einem abgeschrägten Seitenteil. Bauelement, das der Lichtzuführung und Belüftung eines Gebäudes dient. Die Blendrahmen(% und (%Flügelrahmen eines Fensters können aus unterschiedlichen Materialien bestehen wie Kunststoff, Holz, Aluminium oder der Materialkombination Holz-Aluminium. Der "Flügel selbst besteht immer aus Glas. Fenster müssen nicht nur hinsichtlich ihrer Rahmen und ihrer Verglasungsart der EnEV (Energieeinsparverordnung) entsprechen, sondern auch hinsichtlich ihres Einbaus und der Dichtigkeit der Maueranschlußfugen.

schräges Hakenblatt

siehe Hakenblatt.

Schräggeison

siehe Geison.

Schräglichteinwirkung

Durch schräg von der Seite auf eine Wand oder einen Bodenbelag fallendes Licht wird deutlich sichtbar, wo Verarbeitungsfehler und insbesondere Dellen aufgetreten sind. Solche Dellen entstehen bei weichen Bodenbelägen etwa durch Laufrolleen von Bürostühlen. Geflieste Wände oder Böden, die glatt aussehen, offenbaren durch Schräglichteinwirkung und die daraus resultierende Schattenbildung, wo eine Fliese höher liegt als die andere. Auf diese Art werden auch Beulen in einer verputzten Wand sichtbar.

Schrägrollladen

auch: Schrägrolladen,, Schräg-Rollladen,, Schräg-Rolladen

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Schrägrollladen erfüllen die selben Anforderungen, wie jeder normale Rollladen, bewältigen aber anstandslos Fensterschrägen von 10 bis 45 Grad. Dadurch können auch spitzwinklige Gauben-, Erker- und sonstige Fenster mit einem Rolladen ausgestattet werden. Schräg-Rolladen werden häufig auch in farbigen Beschichtungen eingesetzt, um der Optik eines Hauses einen besonderen Akzent zu verleihen. Unser Foto zeigt einen Schräg-Rolladen des Herstellers Roma.

Schrägstrichzieher

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Der Schrägstrichzieher zählt zur großen Familie der Pinsel. Er ist für saubere und scharf abgrenzende Striche mit Wandfarben und Lackfarben gut geeignet. Bei einem Schrägstrichzieher sind die Borsten schräg eingebunden und es gibt ihn in verschiedenen Größen.

Schrägverglasung

auch: Schrägverglasungen, Schräg-Verglasung, Schräg-Verglasungen

Schrammbord

auch: Schrammborde

Schrammbord ist die Bezeichnung für Einfassungen aus Randsteinen oder anderen Materialien, die eine gepflasterte, plattierte oder begrünte Fläche umgrenzen und sich einige Zentimeter über dem Straßenniveau erheben. Schrammborde sorgen dafür, dass Autofahrer nicht über die eingefassten Plätze fahren. Bei eingefassten Gründflächen sorgen sie auch dafür, dass Humus, Rindenmulch und dergleichen nicht aus der Einfassung geweht werden.

Schränkeisen

Ein Schränkeisen ist ein Werkzeug zum Schränken von Sägen. Dabei werden die Sägezähne rechts und links ausgebogen, um das Klemmen der Säge zu verhindern.

Schränken

Das Schränken verhindert das Klemmen einer Säge, dadurch hat das Sägeblatt einen freien Schnitt. Beim Schränken biegt man mit dem Schränkeisen oder der Schränkzange die Zähne der Säge abwechselnd nach rechts oder links aus und zwar gleichmäßig, um ein Verlaufen der Säge zu vermeiden. Es ist darauf zu achten, dass die Schrankweite nicht mehr als die doppelte Blattdicke beträgt. Zuviel Schrank ergibt einen zu breiten und ungleichen Schnitt. Die Schranktiefe sollte nur etwa die Hälfte der Zahnhöhe betragen, da sonst die Gefahr der Rissbildung am Zahngrund besteht. Um einen Zahnbruch zu vermeiden, darf niemals ein zuvor links geschränkter Zahn nach rechts oder ein zuvor rechts geschränkter Zahn nach links geschränkt werden.

Schrankküche

auch: Schrankküchen

siehe Küche.

Schränkzange

auch: Sägenschränkzange, Schränkzangen

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Die Schränkzange ist ein Werkzeug zum Schränken von Sägen. Bei der Schränkzange lassen sich Schränktiefe und Schränkweite einstellen und anschließend können die Sägezähne rechts und links ausgebogen werden.

Schrapper

Der Schrapper kommt bei der Herstellung von Beton in einem Betonwerk zum Einsatz. Genauer gesagt handelt es sich bei einem Schrapper um ein Lade- und Fördergefäß für Betonzuschlag, welches mittels einer Haspel (das ist eine Art Seilwinde) über das Haufwerk (also den Haufen mit den Zuschlagstoffen einer Körnung) gezogen und so gefüllt wird. Schrapper kommen auch im Bergbau zum Einsatz.

Schraubdübel

siehe Betonschraube.

Schrauben

Schrauben bestehen meistens aus Stahl, werden aber auch aus Messing oder Aluminium-Legierungen gefertigt. Sie weisen je nach Anwendungszweck sehr unterschiedliche Schraubenköpfe und sehr unterschiedliche Antriebe auf. Auch das Schraubengewinde kann sehr unterschiedlich ausfallen, je nachdem, in welches Material die Schraube gedreht werden soll. Entsprechend der Unterschiedlichkeit der Antriebe, müssen spezielle Schraubendreher verwendet werden. Im Ingenieur-Holzbau können Schrauben über 400 mm lang sein bei einem Durchmesser bis 12 mm. Bei den im Stahl- und Metallbau sowie für Montagezwecke im Maschinen- und Apparatebau verwendeten Schrauben drehen sich diese in vorgefertigte Metallgewinde ein oder werden, sofern sie ein metrisches Gewinde aufweisen, durch Muttern befestigt. Hier kommen zum Einsatz die Paßschrauben, die Sechskantschrauben, die Zylinderschrauben und die HV-Schrauben.

Schraubenausdreher

Der Schraubenausdreher ist ein dem Bohrer ähnlicher Einsatz für Bohrmaschine oder Akkuschrauber2§2, mit dem rund gelaufene Schrauben wieder aus den Bohrlöchern entfernt werden können. Schraubendreher bestehen aus Hartmetall, das häufig mit Titan beschichtet ist. Die Spitze ist so geformt, dass sie sich in Schraubenköpfe aller Art hinein frisst, sich im (%Schraubenkopf festbeißt und dann gegenläufig herausgedreht werden kann.

Schraubendreher

Der Schraubendreher, umgangssprachlich auch Schraubenzieher genannt, ist ein Handwerkzeug zum Drehen von Schrauben mit unterschiedlichen Kopfformen. Nach Art des Antriebes unterscheidet man beispielsweise Schlitzschraubendreher, Kreuzschlitzschraubendreher, Außen-Sechskantschraubendreher, Innen-Sechskantschraubendreher und Innen-Torxschraubendreher. Je nach Verwendung gibt es Schraubendreher mit einem durch den Griff verlaufenden Schaft. Auf diesen kann man auch mit einem Hammer schlagen. Der Griff kann entweder aus Holz, Gummi oder Kunststoff sein. Der Griff sollte ergonomisch geformt sein und keine Kanten und Rillen besitzen. Nur so werden Schwielen, Blasen und Gelenkschmerzen vermieden. Hochwertige Schraubendreher besitzen eine Klinge aus Chrom-Vanadium-Spezialstahl oder HSS-Stahl. Isolierte Schraubendreher haben eine Isolierung bis zur Klinge, so dass sich Elektriker nicht elektrisieren können. Da der händische Schraubendreher immer mehr durch elektrische oder pneumatische Werkzeuge ersetzt wird, verwendet man häufig nur kurze, austauschbare Bits, die die notwendige Form für die entsprechende Schraube haben.

Schraubengewinde

Schraubengewinde können sehr unterschiedlich ausfallen, je nachdem, in welches Material die Schraube gedreht werden soll. Unterschieden wird in Fein- und Grobgewinde. Sogenannte Steigungsgewinde sind der Normalfall, haben aber eine sehr unterschiedliche "Gewindegeometrie", die sich auch wieder nach dem Einsatzzweck bemisst, beispielsweise beim Blechgewinde der Blechschraube. Mit einem Doppelganggewinde in Holzbauschrauben lassen sich schnellere Verarbeitungszeiten erzielen. Teilgewinde sind insbesondere in vielen Varianten der Holzbauschrauben vorhanden. Hochtief-Doppelganggewinde bei Holzbauschrauben ermöglichen ein schnelles Eindrehmoment bei hohen Auszugswerten. Teilgewinde werden auch mit einem Reibgewinde kombiniert, was dazu führt, dass sich die Schraube nicht nur in das Holz eindreht, sondern auch für eine Klemmwirkung und damit für eine höhere Stabilität der Schraubverbindung sorgt.

Schrauben-Gürteltasche

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Eine Schrauben-Gürteltasche ist eine speziell für Dachdecker und Zimmerleute entwickelte Tasche, in deren Einzeltaschen eine größere Anzahl von Nägeln und Schrauben untergebracht werden können. So kann der Handwerker auch dann rational arbeiten, wenn er auf einer Leiter, einem Dachstuhl oder einem Baugerüst steht. Die Schrauben sind immer griffbereit, es ist keine zusätzlich Box notwendig, die immer Gefahr läuft irgendwo runterzufallen oder im Weg rumzustehen.

Schraubenkopf

auch: Schraubenköpfe

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Schrauben bestehen aus einem Schraubenkopf und einem Schaft mit Gewinde. Sowohl das Schraubengewinde, wie auch der Schraubenkopf können sehr unterschiedlich konstruiert sein. Im Schraubenkopf befinden sich zunächst verschiedenartige Antriebe. Dann ist aber auch der Kopf selbst verschiedenartig geformt und ausgestattet. Die Senkkopfschraube und die Linsensenkkopfschraube haben Köpfe, die zylindrisch geformt sind und sich in das Holz versenken. Die Flachsenkkopfschraube hat, wie der Name schon sagt, einen flacher ausgebilderten Senkkopf. Bei der Fräskopfschraube ist der Kopf noch mit Friktionsrippen versehen (siehe Abbildung), wodurch sich der Senkkopf beim Festschrauben in das Holz einfräst. Montageschrauben, Betonschrauben, Sechskant-Holzschrauben und eine Reihe von Spezialschrauben für die Montage von Fensterbänken, Balkongeländern usw. haben Köpfe, deren Unterseite plano auf dem Werkstück aufliegt.

Schraubenmutter

auch: Schraubenmuttern

siehe Mutter.

Schraubenschlüssel

Als Schraubenschlüssel bezeichnet man ein Handwerkzeug, mit dem man Schrauben mit Kantköpfen oder Schraubenmuttern anziehen oder lösen kann. Für Schrauben mit Rundköpfen verwendet man dagegen Schraubendreher. Der meist verwendete Schraubenschlüssel ist der Gabelschlüssel. Ein weiterer Schraubenschlüssel ist der Ringschlüssel, der aus einem 6- oder 12-eckigen sternförmigen Ring besteht. Wo beim Anziehen eine genau vorgegebenes Drehmoment angewendet werden muss, verwendet man einen Drehmomentschlüssel.

Schraubenwuchs

Schraubenwuchs ist ein Fehler in der Stammform eines Baumes. Der Baumstamm ist in diesem Fall krummschäftig und schraubenförmig gewachsen. Schraubenwuchs tritt beispielsweise bei Kirsche und einigen Exoten auf.

Schraubenzieher

Schraubenzieher ist die umgangssprachliche Bezeichnung für einen Schraubendreher.

Schraubhaken

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Schraubhaken verfügen statt über einen Schraubenkopf über einen Haken. Das Einsatzgebiet der Schraubhaken ist das private Wohnumfeld. Schraubhaken können entweder direkt in Holzbalken und -verkleidungen geschraubt oder mit Dübeln im Mauerwerk befestigt werden. Das Gewinde der Schraubhaken ist meistens selbstschneidend. Um zu verhindern, dass die Haken zu tief in das Holz oder die Wand gebohrt werden, können Schraubhaken mit angepresster Scheibe verwendet werden. Schraubhaken werden in verschiedenen Längen, Stärken und Formen geliefert (siehe Fotos). Ob ein Besen oder ein Bilderrahmen aufgehängt oder eine Wäscheleine gespannt werden soll: Schraubhaken sind dafür ein gutes Befestigungsmittel.

Schraubnagel

auch: Schraubnägel

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Ein Schraubnagel wird eingeschlagen, wobei sich der Nagel aufgrund des eingearbeiteten Gewindes mit jedem Hammerschlag in das Holz dreht. Schraubnägel (Foto Bierbach) sind besonders gut für die Befestigung harter, trockener Hölzer geeignet. Schraubnägel aus gehärtetem Stahl verfügen über eine wesentlich bessere Stabilität bei auftretenden Scherbelastungen, als solche aus ungehärtetem Stahl und können auch durch dünne Bleche getrieben werden.

Schraubnotglied

auch: Schraubnotglieder

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Schraubnotglieder haben dieselbe Aufgabe, wie Notglieder, sind also zusätzliche Glieder einer Kette, falls diese zu kurz ist. Während Notglieder jedoch eine Öffnung aufweisen, die sich durch Zangendruck schließen lässt, wird bei diesem Notglied die Öffnung mit der Hand verschraubt. Auch für Schraubnotglieder gilt, dass diese nur für einen vorübergehenden Verschluss der Kette sorgen sollten.

Schraubsicherung

auch: Schmelzsicherung, Schmelzeinsatz, Schraubsicherungen

Die Schraubsicherung ist eine vor allem in älteren Häusern noch weit verbreitete Sicherung. In neueren Haushalten wird sie vom Sicherungsautomaten abgelöst. Wichtigster Bestandteil der Sicherung ist der Schmelzeinsatz, weshalb sie auch als Schmelzsicherung bezeichnet wird. Der Schmelzeinsatz besteht aus einem Keramikkörper, der aus Zylindern mit verschiedenen Durchmessern aufgebaut ist. Die Metallkontakte an den beiden Enden der Sicherung sind durch einen in Quarzsand eingebetteten Draht verbunden, der bei einer deutlichen Überschreitung der Nennstromstärke der Sicherung durchschmilzt (Schmelzsicherung). In diesem Fall wird die Sicherung unbrauchbar und muss durch eine neue ersetzt werden. Eine durchgebrannte Sicherung erkennt man äußerlich am abgefallenen oder weggebogenen Kennmelder, einem kleinen farbigen Metallplättchen, das bei intakten Schmelzsicherungen im Mittelpunkt der äußeren Kontaktkappe angebracht ist. Die Schmelzeinsätze besitzen unterschiedliche Durchmesser. Je höher die Stromstärke, desto größer ist der Durchmesser. Die Sicherungssockel sind mit Passschrauben ausgerüstet, die dem jeweiligen Durchmesser der korrekten Sicherung entsprechen. So wird verhindert, dass eine Sicherung mit zu starker Stromstärke eingesetzt wird. Ein zu starker Schmelzeinsatz könnte eine Leitungsüberlastung zur Folge haben. Werden zu schwache, das heißt dünnere Sicherungen eingesetzt, besteht kein Sicherheitsrisiko. Schlimmstenfalls brennt die Sicherung gleich oder nach kurzer Zeit wieder durch. Die verschiedenen Sicherungen und Passschrauben werden durch unterschiedliche Farben gekennzeichnet: 1,6 A 2 A 4 A 6 A schwarz rosa braun grün 8 A 10 A 13 A 16 A hellgrün rot beige grau 20 A 25 A 32 A 40 A blau gelb violett schwarz 50 A 63 A 80 A 100 A weiß kupfer silber gold

Schraubstock

auch: Schraubstöcke

Ein Schraubstock ist ein unverzichtbares Werkzeug in jeder gut ausgerüsteten Werkstatt. Er besitzt zwei Spannbacken, zwischen die zu bearbeitende Werkstücke eingespannt werden. Eine der Backen ist beweglich und die andere steht fest. Durch Drehen einer Schraubspindel mit Hilfe einer Handkurbel wird die bewegliche Backe relativ zur festen Backe bewegt. Dadurch kann das Werkstück ganz fest eingespannt werden, so dass es durch Bohren, Schleifen usw. bearbeitet werden kann. Manche Schraubstöcke haben eine Prismenführung zum Einspannen von Rundmaterial. Schraubstöcke werden häufig aus Gusseisen gefertigt und haben einen integrierten Amboss. Hochwertige Schraubstöcke werden heutzutage aus Stahl hergestellt, da Stahl bessere Materialeigenschaft als Gusseisen aufweist.

Schraubzwinge

auch: Schraubzwingen

Eine Schraubzwinge wird benötigt, um geleimte Verbindungen solange festzuhalten, bis der Klebstoff getrocknet ist. Man kann sie auch dazu verwenden Verbindungen, die geschraubt werden sollen, in Position zu halten. Schraubzwingen gibt es in vielen verschiedenen Größen und Ausführungen. Ein Schraubzwinge besitzt einen festen und einen beweglichen Spannarm, der auf einer häufig geriffelten Schiene sitzt. Das Werkstück, das eingespannt werden soll, wird am festen Ende angelegt und der bewegliche Teil zunächst grob an das Werkstück herangeschoben. Nun kann die Gewindespindel angezogen werden und das Werkstück wird verspannt.

Schrebergarten

auch: Schrebergärten

Der Schrebergarten wurde nach dem Leipziger Arzt Gottfried Schreber benannt, der sich um 1880 engagiert dafür einsetzte, dass "landlose Bürger", sprich die Arbeiterschaft, eine kleine Gartenparzelle preiswert pachten konnten. Aus der Idee entwickelte sich der Siegeszug des Kleingartens.

Schredder

Schredder siehe Shredder

Schreiner

siehe Tischler.

Schreinerhammer

auch: Schreinerhämmer

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Der Schreinerhammer gleicht dem Schlosserhammer. Die Finne ist allerdings nicht keilförmig, sondern abgeflacht. Ansonsten kann der Hammer für allgemeine Arbeiten wie Nägel einschlagen verwendet werden. Schreinerhämmer sind zwischen 100 g und 800 g schwer und gehören zur Grundausstattung eines jeden, der mit Holz arbeitet.

Schreinerklüpfel

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Der Schreinerklüpfel ist ein Werkzeug aus Holz, das den Hammer ersetzt. Er wird zum Ausstechen von Holz zusammmen mit Stechbeiteln und Lochbeiteln verwendet. Mit einem Schreinerklüpfel trifft man im Vergleich mit einem Hammer besser und schlägt auch weicher.

Schreinernagel

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Der Schreinernagel ist der große Bruder des Schreinerstiftes und verfügt über einen tiefen Senkkopf. Er dient insbesondere der Direktbefestigung von hellen Hölzern. Die üblichen Längen eines Schreinernagels liegen zwischen 25 und 65 mm.

Schreinerstift

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Als Schreinerstift werden feine Stahlnägel mit Senkkopf bezeichnet, die insbesondere für die (fast unsichtbare) Befestigung von Holzleisten gedacht sind. Tischler treiben diese Stifte so gekonnt ein, dass sie sich auch ohne Inanspruchnahme einer Einschlaghilfe im Holz versenken.

Schreitbagger

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Ein Schreitbagger ist ein Bagger mit Schreiteinrichtung, die es ihm ermöglicht, auch in schwierigem Gelände zu stehen oder voranzukommen. Er benötigt nämlich keine ebene Standfläche für seine Arbeit. Er steht überall auf seinen vier Beinen, oftmals im metertiefen Morast oder an steilen Berghängen, an denen er sich hinaufarbeitet. Der Schreitbagger ist daher besonders auch für einen Einsatz auf der Mülldeponie oder im Braunkohletagebau geeignet. An den Beinen des Schreitbaggers befinden sich sowohl Räder als auch Abstützfüße.

Schriftfräser

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Ein Schriftfräser ist ein Fräser für eine Oberfräse. Schriftfräser eignen sich zum Eingravieren von Schriftzügen in Massivholzflächen (Freihandfräsen ohne Schablone). Sie sorgen für saubere und fein ausgearbeitete Buchstaben. Das Umfeld wird hierbei mit dem Halbrundfräser ausgehoben und mit dem Nutfräser exakt plan gefräst. Schriften werden meist in Form schmaler Nuten mit geringer Tiefe freihand in die Werkstückoberfläche gefräst. Die Schneide ist meist neutral profiliert, damit vom Fräser keine Zugmomente ausgehen, welche das freihändige Verfahren beeinflussen könnten.

Schrittmaß

auch: Steiltreppen

Das Schrittmaß spielt im Treppenbau eine wichtige Rolle. Damit wird die Schrittlänge bestimmt, also der Abstand beim Ausschreiten von Fußhinterkante zu Fußhinterkante. Das Schrittmaß beträgt bei einem Erwachsenen durchschnittlich 59 bis 65 cm, im Mittel also 63 cm. Wenn eine Treppe bestiegen wird, verkürzt sich die Schrittlänge um das Zweifache der Höhe. Steigt man 10 cm hoch, beträgt die horizontale Schrittlänge nur noch 43 cm, bei einer durchschnittlichen Steigung von 18 cm nur noch 27 cm. Aus dieser Berechnung ergibt sich ein empfehlenswertes Steigungsverhältnis von 18/27 cm für Treppen.

Schrotbeil

siehe Schrotholz.

schroten

siehe Schrotholz.

Schrotholz

auch: Schrotbeil, Schrotholzhaus, schroten, Schrothölzer

Schrotholz ist grob mit der Axt gehauenes Holz, vergleichbar mit Schrotkorn, das grobgemahlenes Korn ist. Schrotholz wurde in einigen Gegenden wie der Oberlausitz oder Oberschlesien seit Menschengedenken zum Bauen von Häusern und sogar Kirchen verwendet. Nach einer Statistik vom Jahr 1929 standen in West- und Oberschlesien 130 Schrotholzkirchen. Beim Bauen mit Schrotholz wurden Kiefernstämme mit dem Schrotbeil zu groben vierkantigen Balken gehauen und in Blockbauweise zusammengefügt. Ein besonderes Merkmal von Schrotholzhäusern ist die glatte Außenwand. Sie besteht aus Balken, die fugenlos aufeinanderliegen. Das unterscheidet Schrotholzhäusern vom ursprünglichen Blockhaus, das aus Rundhölzern zusammengefügt ist. Erst vor etwa einem Jahrhundert wurden Schrotholzhäuser im Gebiet der Oberlausitz allmählich durch Ziegelbauten ersetzt.

Schrotholzhaus

siehe Schrotholz.

Schrotsäge

auch: Schrottsäge, Bauchsäge, Schrotsägen

Eine Schrotsäge ist eine von zwei Mann bediente Säge. Sie wirkt beiderseitig und wird zu den anfangs aufgeführten Arbeiten ("Fällen der Bäume, Ablängen der Stämme und Arbeiten des Zimmermanns") benutzt. Für Schrotsägen sind weitere Bezeichnungen wie Bauchsägen oder Schrottsägen im Umlauf.

Schrottsäge

auch: Schrottsägen

siehe Schrotsäge.

Schrumpfen

Schrumpfen ist eine Volumenverminderung, die infolge im Baubereich beispielweise beim Erhärtungsvorgangs von Zementstein oder von Reaktionskunststoffen eintritt. Hauptursache des Schrumpfens ist, dass die Ausgangsstoffe vor dem Erhärten ein anderes Volumen einnehmen als das Erhärtungsprodukt.

Schrumpflack

auch: Schrumpflacke

siehe (%Runzellack(%.

Schrumpfrisse

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Schrumpfrisse breiten sich netzförmig aus mit einem Knotenabstand von circa 20 Zentimeter und einer Rissbreite bis etwa 0,5 mm. Nur in seltenen Fällen reichen die Putzrisse bis zum Putzgrund. Schrumpfrisse entstehen bereits ein bis zwei Stunden nach Aufbringen des Putzmörtels. Verhindert man durch eine geeignete Nachbehandlung ein zu schnelles Austrocknen der Putzoberfläche, lässt sich das Rissrisiko deutlich reduzieren, aber niemals völlig ausschließen. Solange sich die Rissflanke jedoch nicht vom Putzgrund löst, führen Schrumpfrisse im Unterputz zu keiner Beeinträchtigung des Putzsystems.

Schrumpfschlauch

auch: Schrumpfschläuche

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Ein Schrumpfschlauch ist eine Art Gummi, das sich unter Wärmebestrahlung zusammenzieht und dann diese Form beibehält und sich eng um einen Gegenstand zieht. Er isoliert sehr gut und ist damit gut geeignet, um zwei Kontakte bei elektrischen Leitungen zu isolieren, um einen Kurzschluss zu verhindern. Weiterhin eignet er sich als Feuchtigkeitsschutz bei Einkapselungen oder der Umhüllung von Kabelschuhen, Widerständen oder Kondensatoren. Außerhalb der Elektronik finden Schrumpfschläuche auch beim Schutz von Seilenden Verwendung. Schrumpfschläuche halten sehr viel Wärme aus. Wenn sie das nicht tun würden, könnte man sie gar nicht mit Hitze bestrahlen. Die Bestrahlung erfolgt beispielsweise mit einer Heißluftpistole oder einem Lötkolben. Schrumpfschläuche gibt es in allen möglichen Farben und Größen. Ein weiteres Einsatzgebiet ist der Korrosionschutz bei erdverlegten Stahlrohrleitungen und dort speziell der Bereich von Schweißnähten.

schruppen

Als "schruppen" wird ein sowohl industrieller als handwerklicher Vorgang bezeichnet, bei dem Werkstücke auf dem Weg zur weiteren, feineren Endbearbeitung mittels Drahtbürsten geschruppt, also grob vorgeschliffen werden. Im Bereich des Heimwerken geschieht das dadurch, dass in einen Winkelschleifer eine Topfbürste eingespannt wird. Mit dieser lassen sich dann Altanstriche, Kleberreste usw. entfernen.

Schrupphobel

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Der Schrupphobel wird zur Grobbearbeitung von Holzflächen, zum Vorhobeln stark verformter oder rauher Hölzer oder zum Abhobeln dicker Holzschichten verwendet. Die Schneide des Eisens ist bogenförmig geschliffen und steht weiter vor als bei anderen Hobelarten. Um eine Rißbildung im Holz zu vermeiden, muss "mit der Faser" gehobelt werden, also in Wuchsrichtung der Holzfaser.

Schruppröhre

auch: Schruppröhren

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Eine Schruppröhre ist ein Werkzeug zum Bearbeiten eines Holzstücks auf einer Drechselbank. Mit der Schruppröhre wird aus einem eckigen Rohling ein runder Zylinder. Das robust geschmiedete Werkzeug verwendet man, wenn viel Material abgetragen werden soll. Schruppröhren sind in Breiten von 13 mm bis über 38 mm erhältlich. Es sollte eine Größe auswählen, die dem Werkstück angemessen ist. Die Form ist immer dieselbe, unabhängig von der Größe. Der Blattquerschnitt ist oft rechteckig, kann aber auch rund sein. Der Schneidfasenwinkel kann zwischen 30° und 45° liegen, die Schneide ist rechteckig zugerichtet.

Schruppscheibe

auch: Schruppscheiben

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Eine Schruppscheibe ist eine Schleifscheibe mit grobem Korn, die für hohe Abtragsleistungen und ein grobes Schliffbild sorgt. Die Schruppscheibe wird meist in Verbindung mit einem Winkelschleifer verwendet. Die in der Regel kunstharzgebundene Schruppscheibe ist zum Bearbeiten von Metall oder Stein gedacht. Im Gegensatz zur Trennscheibe ist die Schruppscheibe für das Schruppschleifen ausgelegt und nicht zum Trennen von Materialien geeignet. Das Trennen mit Schruppscheiben erfordert einen hohen Zeitaufwand. Durch die große Schnittbreite entstehen hohe Temperaturen, die Scheibe verbrennt und verliert ihre Schnittwirkung. Daraus resultierendes stärkeres Drücken kann letztlich zum Bruch der Scheibe führen. Umherfliegende Scheibenstücke können den Anwender und in der Nähe befindliche Personen verletzen.

Schub

auch: Schubbeanspruchung

Als Schub bezeichnet man in der Baustatik die Belastung eines Querschnitts eines Bauteils in seiner Fläche. Die senkrecht zur Schubkraft wirkende Kraft bezeichnet man als Normalkraft.

Schubbeanspruchung

siehe Schub.

Schubbewehrung

Eine Schubbewehrung wird im Stahlbetonbau zur Aufnahme von Schubspannungen benötigt. Die Schubbewehrung wird meist in Form von Bügeln oder Schrägeisen im Betonquerschnitt hergestellt.

Schubdorn

auch: Schubdorne

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Der Schubdorn dient der Übertragung der Querkräfte bei Deckenfugen bzw. Fahrbahnfugen. Dabei handelt es sich beim Schubdorn im Prinzip um eine Stahlhülse, in der in Längsrichtung ein dünnerer Rundstahl eingeschoben wird. Diese Stahlhülse kann sich in dieser Richtung aufgrund des kleineren Durchmessers ungehindert bewegen. Teile des Schubdorns werden in die jeweils anschließenden Stahlbetonbauteile mit einbetoniert. Die in der Fuge sichtbaren Stahlteile bestehen aus Gründen des Korrosionsschutzes aus Edelstahl, für bestimmte Anwendungsbereiche wird auch „normaler“ Baustahl mit Kunststoffüberzug verwendet.

Schubkarre

auch: Schubkarren

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Was eine Schubkarre ist, weiß jeder. Aber die Karren können unterschiedliche Muldengrößen aufweisen und nur für den Hobbygärtner gebaut sein oder für den Einsatz auf Baustellen. Schubkarren sind aus Stahlrohr gefertigt mit Mulden aus Stahlblech. Die Reifen sind wie bei einem Autoreifen mit Druckluft gefüllt. Während die übliche Schubkarre ein Rad hat, werden zweirädrige Schubkarren als Kippmulden bezeichnet - im Fachjargon auch "Japaner" oder "Kipp-Japaner". Die zweirädrigen Schubkarren können wesentlich mehr Erdreich, Kies oder Ziegel aufnehmen als ihre einrädrigen Verwandten.

Schubladenkoffer

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Der Schubladenkoffer ist ein Werkzeugkoffer, der speziell von Kundendienstmonteuren aus den Bereichen Elektro und Telekommunikation benutzt wird. Das vordere Seitenteil des Schubladenkoffers kann ganz geöffnet werden, so dass die Schubladen frei zugänglich sind. Einige Hersteller bezeichnen diese Koffer auch als Schubladentaschen.

Schubmittelpunkt

auch: Querkraftmittelpunkt, Drillruhepunkt

Der Schubmittelpunkt ist wie der Schwerpunkt ein Querschnittskennpunkt. Man spricht auch vom Querkraftmittelpunkt oder Drillruhepunkt. Die Kenntnis dieses Punktes wird in der Baustatik benötigt, um das einwirkende Torsionsmoment angeben zu können. Stäbe mit offenem, dünnwandigen Querschnitt reagieren auf Torsionsmomente mit hohen Schub- und Wölbspannungen, d.h. sie beulen bei Verdrehung leicht aus, wie jeder an einem abgekanteten dünnen Blechwinkel selbst feststellen kann. Bei planmäßiger Torsionsbeanspruchung ist es daher günstiger, von vornherein geschlossene (z.B. Quadrat- oder Rechteck-Rohrprofile) oder ggf. auch doppeltsymmetrische Querschnitte (z.B. Doppel-T-Profile) zu konstruieren (diese sind dann statisch etwas ungünstiger als geschlossene Profile). Sehr torsionssteif sind runde Hohlprofile (Rohre).

Schubriegel

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Der Schubriegel ist ein Riegel zum Verschließen von Gartentoren, Stalltüren, Schatullen oder Kisten. Dabei steht das feste Verschließen beim Schubriegel weniger im Vordergrund. Mit einem Vorhängeschloss ist das bei vielen Schubriegeln jedoch ebenfalls möglich. Man unterscheidet gekröpfte und gerade Riegel. Auf der Abbildung ist ein gerader Riegel zu sehen. Gekröpfte Riegel werden bei stumpf aufschlagenden Türen verwendet.

Schubspannung

auch: Schubspannungen

Als Schubspannung wird in der der Technischen Mechanik die Spannung parallel zum Schnittrand eines Elements bezeichnet. Schubspannungen werden in Balken (im geraden Schnitt) sowohl durch Querkräfte als auch durch Torsionsmomente hervorgerufen.

Schubstangenschloss

auch: Schubstangenschlösser

Das Schubstangenschloss ist ähnlich aufgebaut wie das Drehstangenschloss. Verwendet wird das Schubstangenschloss beispielsweise für Schränke. Wie der Name schon sagt, drehen sich die Stangen nicht, sondern schieben sich in Schließbuchsen im Ober- und Unterboden ein. In der Mitte ist der Schlosskasten, der aufgeschraubt oder bündig eingelassen sein kann. Manche Schubstangenschlösser besitzen noch einen Riegel beim Schlosskasten, so dass die Tür an drei Stellen verriegelt wird. Eine dreifache Verriegelung ist besonders für hohe Türen geeignet.

Schufa

Schufa ist die Abkürzung für die Schutzgemeinschaft für allgemeine Kreditsicherung, eine Gemeinschaftseinrichtung der deutschen Kreditwirtschaft. Sie sammelt Informationen über Kredite, Bürgschaften sowie eidesstattliche Versicherungen der Kunden ihrer Mitglieder. Bevor Kreditinstitute ein Darlehen gewähren, verlangen sie, dass der Kunde die Schufa-Klausel unterschreibt. Dann erst können sie Einkünfte über den Kreditnehmer einholen. Gegen Gebühr kann jeder bei der örtlichen Schufa-Stelle die über ihn gespeicherten Daten anfordern.

Schuhabrieb

Unter Schuhabtrieb werden jene meist schwärzlichen Streifen verstanden, die Gummisohlen auf Bodenbelägen unterschiedlichster Art hinterlassen und Hausfrauen wie Gebäudereiniger zum Verzeifeln bringen können. Leimentferner eignen sich u.U. zum Entfernen des Schuhabriebs auf Holzböden. Als Hausmittel gilt der Radiergummi. Für Naturstein- und PVC-Böden werden spezielle Reiniger angeboten.

Schuko-Stecker

auch: Schukostecker

siehe Schutzkontakt-Stecker

Schuppen

siehe Fächer

Schuppenbogenpflaster

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Schuppenbogenpflaster ist eine Möglichkeit der Verlegung von Pflaster. Das Schuppenbogenpflaster wirkt durch die Wiederholung der Schuppen sehr dekorativ. Sehr gerne wird es daher für Terrassen verwendet. Auch die Kombination mit anderen Pflasterarten ist möglich. Weiterhin trägt die Verwendung von unterschiedlichen Farben zur Steigerung der Attraktivität bei. Die fächerförmige Musterung entsteht dadurch, dass die einzelnen Bögen immer auf dem Scheitelpunkt des vorhergehenden begonnen werden. Wie beim Segmentbogenpflaster ist die Breite der Bögen abhängig von der Größe der Fläche, die gepflastert werden soll. Ebenfalls hat die Steingröße Einfluss auf die Breite der Bögen, wobei Klein- und Mosaiksteine am besten geeignet sind.

Schuppendeckung

Schuppendeckung ist eine Deckungsart beim Schieferdach. Die Regeldachneigung beträgt bei der Schuppendeckung 25 Grad. Bei dieser Deckungsart ergeben Schieferplatten gleicher Größe ein regelmäßiges Deckbild. Die Gebindesteigung ist von der Dachneigung abhängig.

Schuppenschindel

Die Schuppenschindel ist die kleinste Form der Schindeln, oft mit profilierten Kanten. Mit Schuppenschindel werden Dächer und Wände verkleidet.

Schuppenverglasung

auch: Schuppenverglasungen

Schuppenziegel

Schürfkübel

Schürhaken

Dieses nützliche Werkzeug darf neben keinem Kaminofen fehlen – der Schürhaken dient zur Neuordnung des Feuers und zum Abrütteln der Asche. Der Schürhaken muss lang genug sein, damit man den hintersten Winkel des Feuerungsraum erreicht, auch wenn die Ofentür nur einen Spalt geöffnet ist. Manche Öfen haben nämlich die Eigenschaft, bei noch nicht richtig durchgebranntem Feuer beim Öffnen der Feuerraumtür eine dicke Qualmwolke von sich zu geben. Muss man dann schüren, ist es besser, diese weitgehend geschlossen zu halten.

Schürze

schüsseln

auch: Schüsselung

Man spricht von "schüsseln" oder "aufschüsseln", wenn sich Bretter oder andere Bauteile aus Holz durch Quellen oder Schwinden - also durch Aufnahme oder Abgabe von Feuchtigkeit - verformen. Dabei wölbt sich die marknahe Seite hoch, die rindennahe Seite wird hohl. Der Fachmann spricht auch von Querkrümmung, da das Schwindmaß in radialer und tangentialer Richtung unterschiedlich ist. Das Problem des Schüsselns tritt zum Beispiel bei Massivholzdielen oder Terrassenhölzern auf. Dabei wird zwischen Konkav-Schüsselung und Konvex-Schüsselung unterschieden. Bei der konkaven Schüsselung wölbt sich das Brett an beiden Seiten nach oben. Bei der konvexen Schüsselung ist die Mitte des Brettes nach oben gewölbt.

Schussrinne

auch: Schussrinnen

Eine Schussrinne ist eine Hochwasserentlastungsanlage bei einer Stauanlage. Das Fortleitungsbauwerk besitzt einen freien Wasserspiegel und einen schießenden Abfluss. Zum Ableiten des Wassers werden zum Beispiel Sohlschalen verwendet.

Schüttbeton

Beton wird nach Art der Verarbeitung in Schüttbeton, Fließbeton, Vakuumbeton, Stampfbeton und Spritzbeton unterteilt. Schüttbeton wird für die Herstellung fast aller Betonteile auf der Baustelle verwendet. Er wird zum Beispiel mittels eines Kübels in die Schalung geschüttet, in der gegebenenfalls die Bewehrung bereits eingebracht wurde und anschließend verdichtet.

Schüttdämmstoff

auch: Schüttdämmstoffe

Wurden bisher unter einem Schüttdämmstoff nur Zellulose-Flocken oder Perlite-Körner verstanden, so etabliert sich auf dem Markt auch die Mineralwolle als schüttfähiges Dämmaterial. Schüttdämmstoffe haben den Vorteil, sozusagen in versteckte Ecken etwa eines verwinkelten Dachgeschosses geblasen zu werden. Auch im Holzrahmenbau können sie anstelle von Dämmplatten eingesetzt werden.

Schüttdämmung

auch: Schüttdämmungen

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Für Schüttdämmungen bietet die Industrie unterschiedliches Schüttgut an, z.B. Blähton, Perlite, Blähglas-Granulat, Zelluloseflocken oder Korkgranulat. Je nach Beschaffenheit des Schüttguts, muss dieses bei der Dämmung von Keller- und Geschossdecken 5 oder 10 cm höher ausgebracht und dann verdichtet werden. Schüttdämmungen werden auch vorgenommen bei der Hohlwanddämmung, bei der Zwischensparrendämmung und bei der Dämmung von Fertighauswänden. In diesen Fällen wird das Schüttgut aber eher eingeblasen und dadurch gleichzeitig verdichtet, als eingeschüttet.

Schüttlage

auch: Schüttlagen

Von Schüttlagen wird beim Einbringen von Frischbeton gesprochen. Frischbeton wird in Lagen in die Schalung eingebracht. Die Höhe der Schüttlage hängt von der Leistungsfähigkeit des Verdichtungsgeräts ab, sollte jedoch 50 cm nicht überschreiten.

Schuttmulden

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Schuttmulden nehmen, wie der Name sagt, Bauschutt auf. Sie müssen deshalb besonders belastbar sein. Sie verfügen über Kranösen zum Einhängen eines vierteiligen Krangehänges mit Karabinerhaken. Schuttmulden sind meistens stapelbar. Schuttmulden werden mit dem LKW zur Baustelle gebracht und dort abgeladen. Ist die Schuttmulde voll, wird sie wieder abgeholt und gegebenenfalls gegen eine leere ausgetauscht.

Schüttraummeter

Da eine "ordentliche" Schichtung des Stückholzes, wie es beim Raummeter geschieht, häufig sehr unwirtschaftlich ist, wird beim Transport meist das Stückholz geschüttet. Jetzt spricht man vom einem sogenannten Schüttraummeter (SRM) 1 Schüttraummeter Stückholz = 0,80 Raummeter Stückholz 1 Schüttraummeter Stückholz = 0,75 m³ (Festmeter) 1 Schüttraummeter Stückholz = 0,95 Raummeter Rundholz Kaminholz wird hauptsächlich im geschnittenen, gespaltenem und extra trockenem Zustand bereitgestellt, meistens in den Längen 25 cm oder 33 cm. Deshalb wird dieses Holz in Schüttraummetern (SRM) oder im verpackten Zustand nach Gewicht gehandelt. Die Umrechnung vom Festmeter aus: 1 m³ (Festmeter) = 1,25 Raummeter Rundholz 1 m³ (Festmeter) = 1,06 Raummeter Stückholz 1 m³ (Festmeter) = 1,33 Schüttraummeter Stückholz

Schüttsilo

auch: Schüttsilos

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Ein Schüttsilo hat nichts mit dem Silo zu tun, wie man es auf vielen Baustellen vorfindet. Ein Schüttsilo ist vielmehr dazu da, Baustoffe - u.a. auch Beton oder Mörtel - aufzunehmen, wobei das Schüttsilo durch einen Baukran, an dessen Kranhaken es in einem Kettengehänge hängt, an den Einsatzbereich gehievt wird.

Schüttstein

siehe Ausgussstein.

Schüttung

auch: Schüttungen

Schütz

Schutzart

auch: Schutzarten

Schutzart ist ein Begriff aus der Elektrotechnik. Mit Schutzarten werden elektrische Geräte, Leuchten oder Installationsmaterial bedacht. Je nach Schutzart sind die elektrischen Betriebsmittel unterschiedlich gut für die Umgebungsbedingungen geeignet. Zusätzlich wird der Schutz von Menschen gegen potenzielle Gefährdung bei der Benutzung der elektrischen Geräte mit angegeben. Die Schutzarten werden in IP-Codes angegeben. Je nach IP-Code sind die Geräte für unterschiedliche Temperaturbereiche und verschiedene chemische Belastung geeignet. Unter chemischer Belastung wird die Beständigkeit gegen Dämpfe, Säuren, Laugen, Öl oder Kraftstoffe verstanden. Auch das Eindringen von Nässe oder Staub muss für eine zuverlässige Funktion unterbunden werden. Ist das Gerät zum Beispiel mit der Schutzart IP23 ausgezeichnet, ist es zum einen gegen fester Fremdkörper größer als 12 mm geschützt und zum anderen ist es gegen Sprühwasser aus einer Neigung bis zu 60° gegen die Senkrechte geschützt.

Schutzbeschlag

auch: Sicherheitsbeschlag, Schutzbeschläge

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Der Schutzbeschlag ist ein festes und stabiles Türschild (siehe auch Langschild), welches den dahinterliegende Schließzylinder mit dessen Falle und Riegel gegen Aufbohren und Aufbrechen sichert. Der Schutzbeschlag wird von innen durch die Tür verschraubt, so dass von außen keine Schrauben sichtbar sind. Das äußere Schild liegt rundherum Plan auf der Tür auf und sollte im Kern aus Stahl sein. Aus dekorativen Zwecken kann die äußere Ummantelung aus Aluminium sein. Meist werden sie zusammen mit dem Türgriff als Drückergarnitur in den Handel gebracht.

Schutzdach

auch: Schutzdächer

Ein Schutzdach ist bei Arbeiten über Verkehrsflächen, wie beispielsweise über Gehwegen, Eingängen und Einfahrten sowie über Arbeitsstellen und Aufzügen notwendig. Dieses muss so dicht und bis zum Bauwerk ausgelegt werden, dass z.B. unter dem Schutzdach tätige bzw. vorbeilaufende Personen durch herabfallenden Staub oder Mörtel nicht belästigt werden.

Schutzgerüste

auch: Schutzgerüst

Schutzgerüste sind Gerüste, die als Fanggerüste, Dachfanggerüste oder als Schutzdach Personen, Maschinen und Geräte vor herabfallenden Gegenständen schützen.

Schutzklasse

auch: Schutzklassen

Alle elektrischen Geräte müssen in Deutschland mit verschiedenen Maßnahmen ausgestattet sein, die den Benutzer vor einem elektrischen Schlag schützen. Auch im Fehlerfall dürfen keine Spannungen an den berührbaren Gehäuseteilen auftreten. In Deutschland müssen die Schutzklassen I, II oder III erfüllt sein. Die Schutzklasse I steht für Geräte und Leuchten mit Anschlussstelle für Schutzleiter, mit der alle berührbaren Metallteile verbunden sein müssen, die im Fehlerfall unmittelbar Spannung annehmen können. Bei Geräten der Schutzklasse II dürfen keine Metallteile berührbar sein, die im Fehlerfall unmittelbar Spannung annehmen können (Schutzisolierung oder doppelte Isolierung). Unter Schutzklasse III fallen Leuchten Leuchten zum Betreiben mit Schutzkleinspannung (SELV), d.h. mit Spannungen unter 50V, die ein Sicherheitstransformator nach DIN VDE 0551 (EN60742) erzeugt oder die aus Batterien bzw. Akkumulatoren entnommen werden.

Schutzkontakt-Kupplung

auch: Schutzkontakt-Kupplung

Eine Schutzkontakt-Kupplung bildet das Gegenstück zum Schutzkontakt-Stecker.

Schutzkontakt-Stecker

auch: Schutzkontaktstecker

Ein Schutzkontakt-Stecker verfügt neben den beiden stromführenden Hauptkontakten über zwei in den Rand des Steckers eingearbeitete (auch Erde genannte) Schutzkontakte. An diese ist der Schutzleiter der Leitung angeschlossen, der mit dem Gehäuse des elektrischen Verbrauchers verbunden ist. Ein für den Menschen gefährlicher, am Gehäuse anliegender Fehlerstrom kann so über den Schutzleiter abfließen und die Absicherung der Leitung auslösen. Schutzkontakt-Stecker sind in einfacher Ausführung für den Haushalt oder als spritzwassergeschützte Ausführung für Außenbereich und Garten sowie für den Einsatz in Waschküchen usw. erhältlich.

Schutzleiter

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Schutzleiter bzw. Erdleiter (PE oder PEN) sind Elektroleitungen, welche eventuell auftretende Körperströme zur Erde ableiten. Alle Verbraucher, die das Erdsymbol tragen, müssen unbedingt mit dem Schutzleiter verbunden werden. Damit der Schutzleiter nicht mit anderen Leitern wie zum Beispiel Außenleiter oder Neutralleiter verwechselt wird, muss er auf seiner ganzen Länge grün-gelb gekennzeichnet sein.

Schutzleiterstrom

siehe Ableitstrom.

Schutzpuffer

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Ein Schutzpuffer ist das Einfachmodell eines Türpuffers. Er sorgt dafür, dass der Türgriff nicht die Wand beschädigt, wenn die Tür zu stark aufgerissen wird. Ein Schutzpuffer besteht entweder aus einer gewölbten größeren Scheibe oder einem genopptem Gummistreifen (siehe Foto). Beiden Varianten ist gemeinsam, dass sie selbstklebend sind.

Schutzrohr

auch: Schutzrohre

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Schutzrohre dienen dazu, wie der Name schon sagt, Gas- und andere Leistungen vor Beschädigung zu schützen. Deshalb sind sie bei der Verlegung von Gasleitungen, Wasserleitungen und Starkstromleitungen aufgrund ihrer Warnfarben als Ummantelung unerläßlich, wenn es sich um Leitungen handelt, die im Erdreich verlegt werden und die bei nachträglichen Erdarbeiten etwa von einer Baggerschaufel beschädigt werden könnten. Gelb ist die Warnfarbe für Gas-, blau die für Wasser- und rot die für Starkstromleitungen, wobei alle Rohre umlaufende Warnbeschriftungen aufweisen wie "Achtung Gasleitung".

Schutzrosette

auch: Schieberosette, Schutzrosetten

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Eine Schutzrosette ist ein Sicherheitsbeschlag für Türen. Sie soll den Schließzylinder gegen Aufbohren und Aufbrechen sichern. Schutzrosetten sollten dann zum Einsatz kommen, wenn kein Schutzbeschlag montiert werden kann. Es gibt verschiedene Rosetten, für verschiedene Türen wie zum Beispiel mit Zylinderschutz für Holz- oder Metalltüren. Der gesamte Zylinder ist hierbei gegen brutale Einbruchsmethoden durch die gehärtete Spezialstahl-Abdeckung mit drehbarer Metallplatte geschützt. Weiterhin gibt es Schutzrosetten für Holztüren, die von innen verschraubt werden. Die Schrauben werden dabei durch bewegliche Stahlkugeln anbohrgeschützt. Schließlich gibt es noch Schieberosetten mit verdeckten Schrauben für Metalltüren. Sie erschweren das Abdrehen oder Abbrechen des Zylinders, da der Zylinder bündig mit der Rosette abschließt.

Schutzwinkelverfahren

Das Schutzwinkelverfahren ist ein Blitzschutz-Verfahren, genauer gesagt ist es vom Blitzkugelverfahren abgeleitet. Das Schutzwinkelverfahren definiert einen Schutzraum unter einer Fangeinrichtung, in den kein direkter Blitzeinschlag erfolgen kann. Es ist nur auf einfach gestaltete Körper geringer Höhe anwendbar.

Schwabbel

schwabbeln

Schwabbelscheibe

auch: Schwabbelscheiben

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Eine Schwabbelscheibe ist eine Polierscheibe zum Hochglanzpolieren von Stahl, Edelstahl oder anderen Metallen. Sie besteht aus Baumwolle oder Filz und wird mittels eines Spanndorns in der Bohrmaschine oder eines Spannflansches in den Winkelschleifer eingespannt. Zum Polieren mit der Schwabbelscheibe wird ein Polierpaste verwendet. Durch die wellenförmige Anordnung des Besatzmaterials ist die Gefahr der übermäßigen Erwärmung der zu polierenden Oberfläche wesentlich gemindert.

Schwalbenschwanz

Schwalbenstück

auch: Schwalbenschwanz, Schwalbenschwanz

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Schwalbenstück oder Schwalbenschwanz sind die gängigen Bezeichnungen für keilförmig gefräste Holzzapfen, durch die in Verbindung mit dem Zinkenstück eine besonders haltbare Zinkung entsteht. Diese Holzverbindung wird bei einigen Fertighausanbietern für die Rahmenkonstrukion der Wandelemente und Deckenbalkenauflage verwendet. Kein winden - kein drehen - keine Nägel - keine Schrauben Durch die Passgenauigkeit (Millimeterarbeit) der konisch zulaufenden Fräsung und Verzapfung werden die Hölzer miteinander verbunden. Beim Blockhausbau in Russland und in Tirol werden aus dem Baumstamm geschnittene quadratische Balken durch eine Schwalbenschwanzverkämmung miteinander verbunden. Unter den Zimmerleuten in Österreich wird diese Technik als "Tiroler Schloss" bezeichnet.

Schwalldusche

auch: Schwallduschen

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Eine Schwalldusche ist eine Sanitärarmatur, die hauptsächlich in Verbindung mit einer Sauna eingebaut wird. Der Duschkopf der Schwalldusche ist V-förmig ausgebildet, das Wasser strömt als gleichmäßiger Wasserschwall. Die Schwalldusche, die technisch auch unter den Begriff Kopfbrause fällt, da sie starr und über Kopf an der Wand bzw. der Decke installiert wird, dient der Abkühlung nach einem Saunagang und ersetzt im Privatbereich oft das sog. Tauchbecken.

Schwallrand

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Man spricht insbesondere bei Arbeitsplatten (auch als "Küchenarbeitsplatten" ein Begriff) von einem Schwallrand, wenn die Arbeitsplatte mit einer hochstehenden, meistens abgerundeten Kante ausgestattet ist. Der Begriff leitet sich von "Wasserschwall" ab. Der Schwallrand soll verhindern, dass abtropfendes Wasser von der Arbeitsplatte auf den Fußboden läuft. Das nachträgliche Anbringen eines Schwallrandes ist möglich, jedoch sind Arbeitsplatten auf dem Markt, bei denen dieser Rand schon integriert ist.

Schwammbrett

auch: Schwammbretter

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Das Schwammbrett ist ein mit einem Schwamm und früher mit Filz beschichtetes Werkzeug, das in verschiedenen Bereichen eingesetzt wird. Beim Verputzen dient es beispielsweise der Technik des Filzens. Der Fliesenleger benutzt das Schwammbrett, um damit überschüssige Fugenmasse von den Fliesen zu entfernen. Der Maler schließlich verwendet das Schwammbrett für verschiedene Wischtechniken.

Schwammholz

auch: Schwammhölzer

Haben holzzerstörende Pilze ein Stück Holz befallen und geschädigt, spricht der Fachmann von Schwammholz. Im verbauten Zustand muss Schwammholz mit geeigneten Maßnahmen, die von der Art des Pilzes abhängt, zu sanieren. Wird Schwammholz im Sägewerk entdeckt, ist es auszusortieren und darf nicht mehr für tragende Bauteile verwendet werden.

Schwammstupftechnik

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Die Schwammstupftechnik ist eine Lasurtechnik, bei der auf den Untergrund mit einem Naturschwamm in mehreren Arbeitsgängen Farbe nebeneinander gesetzt wird. Die dabei entstehende gewolkte bzw. getupfte Oberfläche lässt sich besonders gut auf Raufasertapete, Vliestapete oder auf fein strukturiertem Putz erzielen.

Schwanenhals

auch: Schwanenhälse

Zum Überbrücken von Dachüberständen können bei den Regenfallleitungen Schwanenhälse eingesetzt werden. Der Schwanenhals besteht aus zwei oder mehreren gefertigten Rohrbogen.

Schwanenhalsform-Ziehklinge

Schwardach

siehe Legschindel.

Schwarte

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Schwarte ist ein Begriff aus der Holzwirtschaft. Stammholz wird im Sägewerk mit der Vollgatter zu Bohlen und Brettern verarbeitet. Die Schwarte ist das jeweils äußere Randbrett. Sie besitzt nur eine glatte Seite. Schwarten sind nur für untergeordnete Konstruktionen wie Blindschalungen verwendbar. Die Rinde der Schwarte sollte auf jeden Fall entfernt werden.

Schwarzast

auch: Schwarzäste

Als Schwarzast wird ein toter Ast von schwärzlicher Farbe bezeichnet, der vom weiterwachsenden Holz eingeschlossen ist. Siehe auch Durchfallast.

Schwarzbau

auch: Schwarzbauten

siehe schwarz bauen.

schwarz bauen

Unter einem Schwarzbau ist nicht etwa nur der ungenehmigte Bau eines Gebäudes oder eines sichtbaren Anbaus zu verstehen. Als schwarz gebaut gelten alle Baumaßnahmen, die nicht ausdrücklich im genehmigten Bauplan eingetragen sind. Wenn unter einem Haus, das lt. Bauplan nur halbunterkellert werden sollte, dann aber doch ganz ein ganzer Keller gebaut wird, dann ist dieser andere Kellerteil tatsächlich ein Schwarzbau. Auch der Anbau eines Wintergartens oder der Bau eines freistehenden Gartenhauses kann (kann!) ein Schwarzbau sein. Wenn im Bauplan eine Trennwand von 1,8 m Höhe zum Nachbargrundstück erlaubt ist, so ist die ungenehmigte "Aufstockung" auf 2,10 m ebenfalls ein Schwarzbau, erst recht die Aufstockung eines Gebäudes oder die Umwandlung eines Flachdachs in eine Dachterrasse. Die Gemeinden können, wenn sie dahinter kommen (wenn also der böse Nachbar eine Anzeige macht), eine Strafe verhängen, wobei sie auch verlangen werden, dass nachträglich ein Bauantrag für diese Maßnahmen gestellt wird. Der Bauherr, der den Architekten und Statiker einsparen wollte, ist also dann der doppelt Geschädigte. In Extremfällen kann die Gemeinde auch einen Rückbau verlangen, wie er oft genug auch durch Gerichtsbeschluß durchgesetzt worden ist. Dann rücken Planierraupen an und beseitigen einfach die schwarz gebaute Garage. Grundsätzlich ist mit Schwarzbauten nicht zu spaßen, denn ungenehmigte und meistens statisch nicht berechnete Um- und Anbauten können die Substanz des Hauptgebäudes schädigen. Versicherungen weigern sich auch, für einen Brandschaden aufzukommen, wenn Gebäude oder Gebäudeteile schwarz gebaut, also auch feuerpolizeilich nicht genehmigt worden sind. Dies gilt auch für Schäden am Hauptgebäude, wenn der Brand von einem schwarz gebauten Anbau ausgegangen ist.

Schwarzdämpfen

Schwarzdeckung

auch: Schwarzdeckungen

Ein Flachdach wird auch nach wie vor mit Bitumenbahnen gedeckt und diese sind schwarz. Demzugolge sprechen Architekten und Dachdecker von einer Schwarzdeckung, wenn es um die "Haut" eines Flachdaches geht. Wenn ein Schwarzarbeiter die Bitumenbahnen ausrollt und verschweißt, könnte man spaßeshalber von einer schwarzen Schwarzdeckung sprechen.

Schwarze Wanne

auch: Schwarze, Wannen,, schwarzen, Wanne

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In der Bautechnik wird von einer Schwarzen Wanne gesprochen, wenn die Kelleraußenwände mit einer Bitumendickbeschichtung oder mit bituminösen Bahnen gegen Feuchte abgedichtet worden sind. Da Bitumen schwarz ist, hat sich der Name entsprechend gebildet. Andere Verfahren, um zu trockenen Kellern zu kommen, sind die Braune Wanne und die Weiße Wanne.

Schwarzmalerei

Schwarzpigmente

Schwarzpigmente werden meist aus Ruß oder durch Verkohlung organischer Produkte wie beispielsweise Knochen hergestellt. Als mineralisches Pigment steht Eisenoxidschwarz, als Teerpigment Anilinschwarz zur Verfügung.

Schwarzwaldhaus

auch: Schwarzwaldhäuser

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Das Schwarzwaldhaus ist von der Technik eine Mischung zwischen Blockhaus und Fachwerkhaus. Das Haus wurde komplett aus Holz errichtet, unter der Vereinigung von stehenden und liegenden Balken. Diese besondere Bauweise nennt sich Blockständerbau. Beim typischen Schwarzwaldhaus lebten Mensch und Tier unter einem Dach, was auch unter der Bezeichnung Einhaus bekannt ist. Dies war vor allem im Hochschwarzwald praktisch, da es im Winter dort sehr viel Schnee gab und die Bauern so direkt zu den Tieren konnten, ohne dabei durch den Schnee stapfen zu müssen. Ein weiteres Merkmal des Schwarzwaldhauses ist das tief heruntergezogene Dach. Auf der Wetterseite des Hauses war und ist solch ein heruntergezogenes Dach der beste Schutz vor Sturmschäden und großen Schneelasten. Oft wurde klug das bergige Gelände genutzt: Der Dachraum, zugleich Tenne und Heuboden, ist dann über eine Rampe oder Brücke direkt vom Hang, der hinter dem Haus ansteigt, befahrbar. Die Menschen hielten sich vor allem im Winter hauptsächlich in Küche und Stube auf. Alle anderen Räumen waren nicht beheizt. Zur Trocknung des Heus oder von Getreide wurde der Rauch von der Feuerstelle durch das Entfernen von Dielen in den Dachraum geleitet. Durch Luken im Dach gelangte der Rauch dann ins Freie. Oft war oberhalb der Küche und des Herds auch eine Räucherkammer zum Räuchern des berühmten Schwarzwälder Schinkens eingerichtet. Eine besondere Feuergefahr besteht durch das Herumziehen des Rauchs im Gebäude indes nicht. Ganz im Gegenteil, durch die Inhaltsstoffe des Rauchs wird das Holz gehärtet, so dass es schwer entflammbar wurde. Zudem konservierte der Rauch das Holz, so dass es weniger anfällig für Fäulnis oder Holzschädlinge wurde. Das Dach war, abhängig von der Region und den Witterungsverhältnissen, als Walm-, Halb- oder Krüppelwalmdach ausgebildet. Im Hochschwarzwald wurden die Walme aufgrund der größeren Schneemengen tiefer heruntergezogen und als vollständige Walme ausgebildet. Im tiefer gelegenen Nordschwarzwald reichten Halb- oder Krüppelwalmdächer aus. Gedeckt wurden die Dächer, je nach Vorhandensein, entweder mit Stroh oder Holzschindeln. Das typische Schwarzwaldhaus tritt auch nicht in der Gruppe, sondern meist Alleinstehend auf. Die Bauern lebten inmitten ihres Hab und Gut (also den Feldern). Zum Nachbarn hatten sie oft nicht einmal mehr Sichtkontakt.

Schwarzwasser

auch: Braunwasser

Als Schwarzwasser wird Abwasser bezeichnet, das im Gegensatz zu Grauwasser Fäkalien enthält. Dieses Abwasser aus der Toilette kann wiederum in Braunwasser und Gelbwasser unterteilt werden, je nachdem ob Urin und Kot getrennt voneinander in einer Separationstoilette erfasst werden oder nicht.

Schwebegiebel

Schwedenofen

auch: Schwedenöfen

siehe Kaminofen.

Schwedenrot

siehe Schweden-Rot.

Schweden-Rot

Schweden-Rot ist der im Deutschen übliche Begriff für "Faluner Rot", nämlich den rotbraunen Holzhausanstrich, wie er in Schweden landestypisch ist. Schweden-Rot dürfte aufgrund ihres hohen, natürlichen Kieselsäuregehalts die älteste ökologische Holzschutzfarbe sein, deren rote Farbpigmente Abfallprodukte aus der Kupfergewinnung in Falun/Schweden sind. Bei Schweden-Rot ist Wasser das Lösungsmittel, als Bindemittel werden Leinöl sowie Roggen- oder Weizenmehl verwendet. Die Pigmente weisen konservierende und fäulnishemmende Substanzen, jedoch keine Fungizide auf. Schweden-Rot ist eine Schlammfarbe, die am besten auf unbehandeltes, sägerauhes Holz gestrichen wird. Ein solcher Anstrich hält selbst im rauhen Klima Schwedens bis zu 10 Jahre.

Schwedisches Dach

Schwefelarmes Heizöl

Schwefelbeton

Schwefelbeton entsteht aus einem Heißgemisch von Schwefelzement und Betonzuschlägen. Die Herstellung erfolgt bei einer Mischtemperatur zwischen 125 und 140 °C. Der Beton zeichnet sich durch seine hohe Festigkeit und seine hohe Korrosionsbeständigkeit aus. Ein weiterer Vorteil von Schwefelbeton ist seine Frühfestigkeit. Dadurch ist der Einsatz von Schwefelbeton in Bereichen mit kurzen Bauphasen möglich. Die Güte und die Dauerhaftigkeit sind abhängig von der geeigneten Zusammensetzung, der Mischtemperatur und der einwandfreien Verarbeitung des Gemisches. Schwefelbeton kommt bisher noch relativ selten zum Einsatz, was auch an seinem hohen Preis liegen mag. Mögliches Einsatzgebiet ist der Industriebau, insbesondere dort, wo aggressive Chemikalien und grundwasserschädliche Stoffe zum Einsatz kommen bzw. gelagert oder umgefüllt werden. Weiteres mögliches Einsatzgebiet ist der Kanalbau.

Schwefeldioxid

Schwefeldioxid (SO2) ist ein farbloses, stechend riechendes Gas. Es entsteht überwiegend als unerwünschtes Nebenprodukt bei der Verbrennung schwefelhaltiger fossiler Energieträger wie Kohle oder Öl. SO2 ist in der Atmosphäre einer Reihe von Umwandlungsprozessen unterworfen, als deren Folge beispielsweise schweflige Säure, Schwefelsäure, Sulfite, Sulfate u. a. Stoffe entstehen können. Diese führen vermischt mit Wasser und Salpetersäure (Stickstoffoxide) zur Bildung des sauren Regens, der für das Waldsterben mitverantwortlich ist. Verwendung findet Schwefeldioxid hauptsächlich zum Entkeimen in der Getränkeindustrie sowie unter anderem zur Herstellung von Schwefelsäure und Bleichmitteln.

Schwefelsäure

Schwefelsäure ist Bestandteil des sogenannten sauren Regens. Schwefelsäure bildet zusammen mit Kalkstein das wasserlösliche Calciumsulfat, das entweder als Gips ausgeschwemmt wird oder durch Volumenvergrößerung zu Absprengungen und damit zu Bauschäden führt. Konzentrierte Schwefelsäure zerstört organische Stoffe wie Zucker, Baumwollgewebe oder Haut unter Bildung von schwarzem Kohlenstoff.

Schwefelwasserstoff

Schwefelwasserstoff wird zur Herstellung schwefelhaltiger Verbindungen sowie in der chemischen Analyse verwendet. Schwefelwasserstoff entsteht z.B. bei der Entschwefelung von Erdöl, aus Sulfiden und Säuren sowie bei der Fäulnis schwefelhaltiger Stoffe. Schwefelwasserstoff ist ein hochgiftiges Gas, das fast so giftig wie Blausäure wirkt. Aufgrund des üblen, nach faulen Eiern riechenden Geruchs wird das Gas schon in geringsten Konzentrationen wahrgenommen.

Schweifen

Schweifen ist eine Form der Blechbearbeitung, bei der der Rand eines Bleches maschinell oder manuell durch Hämmern verformt wird. Dazu werden spezielle Schweifhämmer verwendet.

Schweifgiebel

Ein Schweifgiebel ist ein kleinerer, meist kunstvoll verzierter und nach oben geschwungen abschließender Giebel. Der Schweifgiebel befindet sich in einem Satteldach und ist zum Beispiel der Giebel einer Gaube. Verbreitet war der Schweifgiebel insbesondere in der Renaissance und im Barock.

Schweifhammer

auch: Kreuz-Schweifhammer, Schweifhämmer

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Der Schweifhammer ist ein spezieller Hammer zur Metallbearbeitung. Hierbei geht es nicht um das Schmieden von heißem Eisen sondern der Bearbeitung von kaltem Metall. Er wird also zur Blechbearbeitung verwendet. Mit dem Schweifhammer lassen sich die Ränder eines Blechs verformen. Dabei hilft dem Hammer sein spezielles Aussehen, sind die beiden Enden doch abgerundet. Eine Sonderform des Schweifhammers ist der Kreuz-Schweifhammer, bei dem das eine Ende um 90 Grad gedreht ist.

Schweifsäge

auch: Schweifsägen

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Die Schweifsäge gehört zu den Gestellsägen und eignet sich zum Sägen von geschweiften (runden) Stücken. Sie darf daher nur eine geringe Blattbreite von 5 bis 10 mm besitzen. Das Blatt ist 600 bis 800 mm lang. Für Innenschweifungen kann das Blatt der Schweifsäge an den Angeln ausgehängt werden.

Schweifsägeblatt

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Ein Schweifsägenblatt ist ein Sägeblatt zum Sägen von Rundungen bzw. Kurvenschnitte. Das Blatt muss dazu sehr schmal sein.

Schweifstock

auch: Schweifstöcke

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Der Schweifstock ist ein Werkzeug zur Metall­be­ar­bei­tung - und zwar nicht zum Bearbeiten von heißen Metallen (wie beim Schmieden), sondern zur Blechbearbeitung. Mit Hilfe eines Schweifstocks lässt sich Blechen die gewünschte Rundung verpassen, auch Schweifen ist möglich. Schweifstöcke sind langgestreckt und rund und laufen auf einer Seite meist spitz zu.

Schweinebauch

auch: Schweinebäuche

Schweinebauch ist die historische, jedoch in der Fachsprache gebräuchliche Bezeichnung für Krustenplatten. Schweinebäuche sind Natursteinplatten, die an der Unterseite gewölbt wie ein Schweinebauch sind.

Schweißbahn

auch: Schweißbahnen

Schweißen

Schweißen ist technisch gesehen das unlösbare Verbinden gleichartiger Werkstoffe in plastischem oder flüssigem Zustand unter Anwendung von Wärme. Schweißverbindungen sind fest und dicht sowie materialsparend. Beim Schweißen von Metallen unterscheidet man Schmelzschweißen und Pressschweißen. Dazu verwendet man Schweißgeräte. Das Schweißen kann durch Schweißhilfsstoffe wie beispielsweise Schutzgase, Schweißpulver oder Pasten ermöglicht bzw. erleichtert werden.

Schweißerschein

auch: Schweißerscheine

Schweißerscheine bestätigen, dass ein Metallbauer in der Lage ist, verschiedene Schweißaufgaben normgerecht durchzuführen. Für eine Prüfung müssen ein oder mehrere Prüfungsstücke angefertigt und anschließend von einem TÜV- oder DEKRA-Gutachter untersucht und bewertet werden. Je nach Prüfungsart werden die Schweißnähte gebrochen oder mit Ultraschall durchleuchtet. Je nach Prüfung werden unterschiedliche Materialien, Schweißpositionen und Werkstückformen verlangt. Da unqualifiziertes Schweißen ein erhebliches Sicherheitsrisiko darstellt - man denke nur an ein mangelhaft verschweißtes Brücken- oder Balkongeländer - muss der Schweißerschein alle zwei Jahre erneuert werden.

Schweißflansch

Ein Schweißflansch ist ein Flansch, der mit einem anderen Bauteil durch Schweißen verbunden wird. Unter Schweißen ist in diesem Zusammenhang jedoch keineswegs nur das Schweißen von Metallen zu verstehen, sondern auch das Verschweißen beispielsweise von Dachbahnen mit dem Flansch eines Flachdachentlüfters.

Schweißmörtel

Schweißmörtel ist ein feiner, weißer Filzputz für Wände und Decken im Innenbereich. Er wird auf feste, vorgenässte Kalk-Zement- oder Zementputze aufgetragen. Verwendung findet Schweißmörtel bei der Bausanierung und Denkmalpflege.

Schweisspressrost

auch: Schweisspressroste

siehe Gitterrost.

Schweißschuh

Zubehörteil für Heißluftpistolen zum Verarbeiten von Kunststoff-Schweißdraht. Ein solcher Schuh, der auf eine Reduzierdüse aufgesetzt wird, besteht aus zwei Kanälen. Durch den kleineren wird der Schweißdraht geführt, durch den größeren strömt die Heißluft.

Schweißzange

auch: Schweißzangen

siehe Leimzange.

Schweizer Aufziehglätte

auch: Schweizer, Aufziehglätten

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Schweizer Gertel

siehe Hiepe

Schweizerhaus

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Der Begriff "Schweizerhaus" ist kein Schweizer Begriff, sondern wurde vor mehreren Generationen in Deutsch­land geprägt. Verstanden werden darunter zweige­schossige Bauernhäuser aus Holz mit umlaufenden Balkonen und weit über­kragenden Dachvor­sprüngen. Die Fassaden weisen eine Boden-Deckel-Schalung auf, das Satteldach hat ein geringes Gefälle und ist mit Holzschindeln gedeckt. Typisch für die Holzbalkone sind die Balkonstäbe, die immer eine besondere Form haben. Sie sind entweder kunstvoll gedrechselt oder weisen ausgesägte Elemente auf, die man als alpenländisch bezeichnen kann. Schweizerhäuser wurden in einer romantischen Welle um 1900 vielfach in Deutschland erbaut, sogar an der Ostseeküste (Foto), so dass sich niemand wundern sollte, wenn zwischen wuchtigen Villen der Bäderarchitektur gelegentlich auch Schweizerhäuser auftauchen.

Schweizer Hieb

Die Schweiz ist nicht nur das Mutterland der Präzionsfeilen, auch heute noch werden hier die besten, wenn auch teuersten Feilen hergestellt. Da sich die Schweizer nicht um die deutsche DIN-Norm kümmern, haben sie für die Hiebteilung an den Feilen eine eigene Typisierung. Diese übertrifft das, was als deutscher Hieb gängig ist. Der Schweizer Hieb 5 geht, was die Feinheit der Hiebe angeht, über den deutschen Hieb 5 (Hiebteilung) hinaus. Am Beispiel einer Nadelfeile kann man das auf der Tabelle verfolgen. Die gröbste Zahnung ist in Deutschland "0", in der Schweiz "00". Beim Schweizer Hieb 5 werden auf eine Fläche von nur einem Quadratzentimeter 68 Hiebe "untergebracht". Schweizer Hieb 00 0 1 2 3 4 5 6 Anzahl Hiebe je cm 20 25 31 38 46 56 68 84 Deutscher Hiebe 0 1 2 3 4 5

Schwelle

auch: Fußschwelle, Schwellen

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Die Schwelle ist der horizontale unterste Balken beim Fachwerkhaus. Als Schwelle wird häufig aber einfach auch nur die Türschwelle bezeichnet. Die Schwelle beim Fachwerkhaus besteht häufig aus Eichenholz, das dauerhaft gegen Pilze und Insekten ist. Schwellen sollten gegen Staunässe geschützt sein, weshalb sie nicht zu dicht am Boden verbaut sein darf. Der Sockel, auf dem die Schwellen aufliegen, muss entsprechend hoch sein. Die Grundschwellen sind einer höheren Belastung als die übrigen Balken eines Fachwerkhauses ausgesetzt, weshalb sie in der Regel häufiger getauscht werden müssen. Durch konstruktive Maßnahmen lässt sich die Lebensdauer von Schwellen stark erhöhen.

Schwellenanker

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Die Schwelle ist der horizontale untere Balken einer Holzrahmenkonstruktion. Bei der Aufstellung eines Fertighauses oder eines Fachwerkhauses wird das gebogene Teil des Schwellenankers in den Beton der Bodenplatte eingegossen (Hersteller-Zeichnung und Foto Bierbach).

Schwellenkranz

Der Schwellenkranz ist beim Fachwerkhaus die gesamte Schwellenlage eines Geschosses.

Schwemmstein

auch: Schwemmsteine

Der Schwemmstein ist ein leichter, gut schall- und wärmedämmender Mauerstein. Er wurde im Laufe der Geschichte auf unterschiedliche Weise hergestellt, wobei Bimskies als Zuschlag immer Bestandteil des Schwemmsteins war. Bereits im 18. Jahrhundert hatte man erkannt, dass Bims, mit Beilen zu handlichen Formaten zugehauen, ein guter Baustein war. Als erstes Bindemittel wurde Lehm verwendet. Später ging man zu Kalkmilch über und mit der Erfindung von Zement wurde dieser als Bindemittel verwendet. Nun hatte man einen berechenbaren Baustein zur Hand, der zur Ausfachung von hölzernen Hausgerüsten für den Gewölbebau in Kirchen und Sälen, für massive Decken, Bier- und Eiskellerbauten, zur Kesseleinmauerung oder zur Herstellung von Kaminrohrsteinen verwendet wurde oder wird.

Schwengelpumpe

auch: Schwengelpumpen

siehe Saugpumpe

Schwenkarm

Schwenkarme sind Bauteile aus Edelstahl oder verchromtem Stahl, die an der Wand befestigt sind und sich um 180° schwenken lassen. Insofern können Schwenkarme Bauteile eines Scherenarms oder einer Pendeltür sein. Auch Leuchten können an Schwenkarmen befestigt sein.

Schwenklager

Das Schwenklager ist neben dem Radlager wesentlicher Bestandteil einer Lenkrolle. Für Anwendungen mit geringen Belastungen wie Stuhl- oder Möbelrollen eignen sich Gleitlager. Bei erhöhten Anforderungen an die Laufeigenschaften und die Belastbarkeit werden Schwenklager mit ein- oder zweifachem Kugelkranz eingesetzt, die die Reibung im Gehäuse verringern.

Schwenklöffel

siehe Löffel

Schwenkriegel

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Eine einbruchhemmende Tür zeichnet sich durch verschiedene konstruktive Besonderheiten aus. Eine davon ist der Schwenkriegel. Beim Schließen des Zylinderschlosses haken sich die Schwenkriegel in die Metallzarge und verhindern so das Aufhebeln und Eindrücken der Tür im Schlossbereich.

Schwenkwerk

auch: Schwenkwerke

Das Schwenkwerk ist Teil eines Kranes. Es gibt Krane, bei denen nur der Ausleger geschwenkt wird und Krane, bei denen der Turm mitgedreht wird. Man spricht von Obendreher und Untendreher. Das Schwenkwerk des Kranes ist demnach entweder oben oder unten.

Schwerbeton

auch: Schwergewichtsbeton

Schwerbeton ist ein Beton mit einer besonders hohen Trockenrohdichte über 2,8 kg/m³, die durch einen Schwerzuschlag erreicht wird. Anwendung findet Schwerbeton als Abschirmbeton, z.B. im Reaktorbau. Zudem wird er für besonders schwere Fundamente (z.B. in der Stahlindustrie), als Gegengewichte für Bagger und Krane und als Tresorbeton verwendet.

schwerer Boden

auch: schwere, Böden

Schwere Böden besitzen einen hohen Ton- und Lehmanteil. Sie können viel Wasser aufnehmen, das allerdings den Pflanzen nur zu einem geringen Teil zur Verfügung steht. Das liegt an der hohen Haftung der Wassermoleküle an den Bodenpartikeln. Schwere Böden neigen zur Bodenverdichtung. Besonders Knollen- und Wurzelfrüchte wachsen daher nur spärlich. Da Sickerwasser nur langsam weitergeleitet wird, entsteht bei Regen schnell die Gefahr der Staunässe. Dadurch keimen die Pflanzen nicht oder kaum. Um die Wasserdurchlässigkeit zu verbessern, kann man Sand hinzugeben. Die Bodenstruktur wird durch Gründüngung, organischen Dünger oder Kompost verbessert. In der Landwirtschaft bezeichnet man tonige Böden auch als Minutenböden. Bei Regen ist der Boden zu nass, weil der Acker in ein Schlammfeld verwandelt wird und läßt sich nicht behandeln. Ist der Boden zu trocken, läßt er sich ebenfalls nicht behandeln, weil er hart und rissig wird.

Schwerflüssigkeitsabscheider

siehe Abscheider.

Schwergewichtsbeton

siehe Schwerbeton.

Schwergewichtsmauer

auch: Schwergewichtswand, Schwergewichtsmauern

Die Schwergewichtsmauer ist eine Stützwand, die sich mit ihrer Masse dem anfallenden Erddruck entgegenstemmt. Schwergewichtsmauern können aus natürlichen oder künstlichen Steinen bestehen, die gemauert werden, ohne zusätzliche Verbindungen aufeinander gestapelt werden oder als Gabionen ausgeführt werden. Am häufigsten bestehen Schwergewichtswände jedoch aus Ortbeton.

Schwergewichtswand

auch: Schwergewichtswände

Schwerkraft-Warmwasserheizung

Die Schwerkraft-Warmwasserheizung ist die ursprüngliche und einfachste Art der Warmwasserheizung. Der Umlauf des Heizwassers wird bei der Schwerkraft-Warmwasserheizung alleine durch den Unterschied der Wichte des Vorlauf- und Rücklaufwassers hervorgerufen. Da diese Umtriebskräfte sehr gering sind, können Baufehler die Wirksamkeit der Anlage sehr beeinträchtigen und zu erheblichen, oft nur schwer und mit größeren Kosten zu beseitigenden Störungen führen. Durch den unkomplizierten Aufbau der Schwerkraftheizung bei fast umbegrenzter Lebensdauer sind ihre Anlagekosten verhältnismäßig niedrig, ihre Bedienung einfach und ihr Betrieb geräuschlos. Andererseits verlangen die geringen Umtriebskräfte relativ große Rohrweiten und ermöglichen nur eine langsame Zirkulation des Heizwassers, die die Schwerkraftheizung besonders träge macht.

Schwerlastbefestigungen

auch: Schwerlastbefestigungen

Als Schwerlastbefestigungen werden im Allgemeinen spezielle Dübel bezeichnet, die der Befestigung mittelschwerer und schwerer Lasten dienen. Schwerlastbefestigungen können spreizende Stahlanker sein, die sich beim Festziehen der Mutter oder Schraube durch hochziehen eines Konuses in ein Spreizteil im Bohrloch verankern. Alternativ hierzu gibt es inzwischen auch die Klebetechnik, die ebenfalls schwere Lasten in den Verankerungsgrund überträgt. Hierbei wird eine Ankerstange mittels Verbundmörtel im Bohrloch fest eingeklebt.

Schwerlastrinne

auch: Schwerlastrinnen

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Schwerlastrinnen sind besonders stark belastbare Abläufe für Flüssigkeiten. Die Abdeckung einer Schwerlastrinne besteht beispielsweise aus dickem Gusseisen, so dass selbst schwere Lkw's problemlos darüber fahren können. Die Rinne selbst besteht aus einem chemikalienbeständigen Spezialbeton (z.B. Polymerbeton).

Schwerterwäsche

auch: Schwerterwäschen

Schwertfeile

auch: Schwertfeilen

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Feile mit rautenförmigem Querschnitt, was vermutlich auch der Grund für die Namensgebung war. Die Schwertfeile ist für feine Feil- und Polierarbeiten geeignet. Verwendet wird sie von Graveuren, Feinmechanikern, Instrumentenmachern, Uhrmachern und Goldschmieden.

Schwertlatte

auch: Schwertlatten

siehe Windrispe.

Schwert-Sägefeile

auch: Schwert-Sägefeilen, Schwertsägefeilen, Schwertsägefeile

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Eine Schwert-Sägefeile ist eine Sägefeile mit rautenförmigem Querschnitt. Die Schwert-Sägefeile wird zum Schärfen von Bügelsägen und Handsägen mit grober, gerader Zahnung verwendet.

Schwertung

Die Schwertung ist ein aussteifendes Bauteil im Fachwerkbau. Genauer gesagt entstand sie beim Übergang von der Pfostenbauweis zur Ständerbauweise. Die Schwertung schützt die Ständer gegen Verwindung und erstreckt sich meist über mehrere Stockwerke des Fachwerkhauses. Sie verbindet mehrere Ständer miteinander. Die Schwertung wird verblattet.

Schwertwäsche

auch: Schwertwäschen

Schwertwäschen oder auch Schwerterwäschen dienen der Reinigung von Gesteinskörnungen (z.B. Kies-Sand-Gemisch) von unerwünschten Nebenbestandteilen(z.B Ton). In Schwertwäschen wird die verunreinigte Körnung an einem Ende aufgegeben und durch zwei gegenläufige Wellen und daran befestigten, verschleißfesten Schwertern, von allen Verunreinigungen befreit. Dabei werden die lehmigen und vielfach auch tonhaltigen Bestandteile zerrieben und gelöst.

Schwerzuschlag

Schwerzuschlag ist ein Beton-Zuschlag mit besonders hohem Gewicht. Schwerzuschlag besitzt eine Kornrohdichte von wesentlich über 3,0 kg/dm³ z.B. Schwerspat, Magnetit, Hämatit, Stahlschrott. Schwerzuschlag wird zur Herstellung von Schwerbeton verwendet.

Schwibbogen

Schwibbogen ist eine andere Bezeichnung für scheitrechter Bogen.

Schwimmbad

auch: Schwimmbäder

siehe Schwimmbecken.

Schwimmbadabdeckung

auch: Schwimmbeckenabdeckung, Poolabdeckung, Schwimmbadabdeckungen

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Schwimmbadabdeckungen für den Gartenpool haben in erster Linie die Aufgabe, den Wärmeverlust des aufgeheizten Wassers in der Zeit zu reduzieren, in der der Pool nicht benutzt wird. Der zweite Nutzen liegt darin, dass weniger Verunreinigungen durch Blätter und dergleichen geschehen, wenn die Abdeckung in der "schwimmfreien" Zeit ausgerollt bzw. gespannt worden ist. Diese Abdeckungen werden aus unterschiedlichen Materialien mit und ohne Aufrollvorrichtung gefertigt. Es gibt Lamellenabdeckungen ähnlich der Fensterrolladen, wobei der Kern aus wärmedämmendem Hartschaum bestehen kann. Luftpolsterfolien und Mehrschichtfolien werden ebenso verwendet, wie Abdeckplanen. Letztere werden meistens festgezurrt und oft sogar als "kindersicher" angeboten.

Schwimmbadfarbe

Schwimmbagger

Der Schwimmbagger hat seinen Namen daher, dass er auf dem Wasser schwimmt. Dazu wird der Schwimmbagger auf einem Ponton, einer Hubinsel oder auf einem Schiff (selbstfahrend) montiert. Er wird zur Reinigung und Vertiefung von Fahrrinnen und Liegeplätzen bzw. zur Förderung von Kies, Ton, Torf und anderen Rohstoffen verwendet.

Schwimmbecken

auch: Pool, Schwimmbad

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Ein eigenes Schwimmbecken im Garten ist der Traum vieler Hausbesitzer. Dabei werden im Privatbereich verschiedene Beckenarten wie Stahlmantelbecken, Polyesterbecken oder Massivbecken unterschieden. Man unterscheidet Aufstell- und Einbaubecken. Beide erfordern entsprechende Erdarbeiten, denn auch beim Aufstellbecken ist eine Magerbetonplatte auf Rollierung als Unterbau erforderlich, um die Langlebigkeit des Beckens zu gewährleisten. Für Erdarbeiten aber braucht man Platz und entsprechenden Zugang, den man einplanen soll, wenn das Becken nachträglich errichtet wird. Dadurch wird die Beschädigung auf den Rasen beschränkt und die des Ziergartens verhindert. Für die Optik ist ein versenktes Schwimmbecken natürlich schöner. Ein großes Thema bei Schwimmbecken ist natürlich das Wasser. Das soll natürlich auch im Privatbereich immer klar und frisch aussehen. Dabei kann schon die Wahl des richtigen Standortes viel Arbeit ersparen. Ein Platz weit entfernt von hohen Bäumen verhindert, dass Laub ins Becken fällt. Und ein etwas erhöhter Rand sorgt dafür, dass der Wind nicht Gras und Blätter ins Wasser weht. Auch eine Schwimmbadabdeckung ist nicht nur gegen Wärmeverluste gut, sondern auch gegen Verschmutzungen und Eintrübungen. Der Filterkreislauf sorgt dafür, dass ständig Schmutzpartikel aus dem Wasser herausgefischt werden. Aber dennoch ist ständige Wasserpflege nötig, um wirklich kristallklares Badewasser ohne Keime und ohne Algen zu haben. Bevor ein neues Schwimmbad in Betrieb genommen wird, sollte man schon vorsorgen. Wer die Folie von Beckenrand und Boden gründlich mit Algenvernichter einreibt, bevor zum ersten Mal Wasser eingefüllt wird, hat für längere Zeit Ruhe vor der Algenbildung, die übrigens ganz vom individuellen Standort und seiner Umgebung abhängig ist. Für den weiteren Betrieb müssen dann die wichtigsten Werte des Wassers kontrolliert und bei Bedarf korrigiert werden.

Schwimmbeckenabdeckung

auch: Schwimmbeckenabdeckungen

schwimmender Estrich

Schwimmrüttler

Ein Schwimmrüttler liegt auf der Betonoberfläche auf und dient dem koninuierlichen Verdichten beim Betonieren einer hohen Stütze. Der Rüttler schwimmt während des Betonierfortgangs mit nach oben.

Schwinden

Schwinden hat im Baubereich mehrere Bedeutungen. Zunächst bedeutet Schwinden die Verringerung der Abmessung des Holzes infolge einer Feuchtigkeitsabnahme (siehe auch "Quellung"). Weiterhin wird auch bei der Volumenverminderung des Zementsteins infolge Austrocknung von Schwinden gesprochen. Sowohl beim Arbeiten mit Holz als auch mit Beton müssen diese Schwindvorgänge mit berücksichtigt werden.

Schwindfuge

auch: Schwindfugen

Schwindfugen sind vorübergehend offenbleibende schmale Betoniergassen, die erst nach dem weitgehenden Abklingen des Schwindvorgangs geschlossen werden. Diese Arbeitsweise mit Schwindfugen ist sehr aufwendig und behindert den Bauablauf nicht unerheblich. Schwindfugen kommen daher nur noch selten zur Ausführung.

Schwindmaß

auch: Schwindmaße

Schwindrisse

auch: Schwindriss

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Schwindrisse sind netzförmige oder einfach verzweigte Putzrisse, die teilweise bis auf den Putzgrund reichen. Meist entstehen sie ein bis zwei Monate nach Abschluss der Putzarbeiten und haben auch oft das Ablösen des Putzes vom Putzgrund zur Folge. Schwindrisse treten beispielsweise auf, wenn Untergrund, Unterputz und Oberputz unterschiedliche Festigkeiten besitzen oder der Putzgrund durch alte Putze, Staub oder Waschschleier in seiner Haftung gestört ist. Schwindrisse sind ebenfalls typisch putzbedingte Risse, die zu beruhigen sind und mit relativ einfachen Methoden repariert werden können.

Schwindung

auch: Schwindungen

siehe Schwinden

Schwindverformung

auch: Schwindmaß, Schwindverformungen

Unter Schwindverformung sind Verformungen zu verstehen, die beim Austrocknen des Holzes entstehen können. Jedes Holz enthält natürliche Holzfeuchte. Bestimmte Feuchtegehalte dürfen nicht unterschritten werden, wenn z.B. das massive Parkett nicht schwinden und sich dadurch verformen soll. Leimholz ist weitestgehend sicher vor einer Schwindverformung. Das Schwindmaß ist in die verschiedenen Richtung sehr unterschiedlich. So beträgt das durchschnittliche Längenschwindmaß etwa 0,4 Prozent, während das Radialschwindmaß in etwa 4,3 Prozent beträgt. Tangential ist das Schwindmaß sogar etwa 8,2 Prozent groß. Das Schwindmaß bezieht sich auf das fasergesättigte Holzvolumen.

Schwingboden

auch: Schwingböden

Ein Schwingboden ist ein Fußboden mit elastischer Unterkonstruktion, die dafür sorgt, dass der Boden leicht schwingt, wenn man über ihn läuft oder rennt. Schwingböden findet man vor allem in Turnhallen bzw. allgemein bei Sportböden. Für die Schwingungsdämpfung sorgen entweder geschlitzte Lagerhölzer oder auch Stahlfedern bzw. Gummielemente. Manche Schwingböden lassen sich auch weicher oder härter federnd einstellen - je nach Sportart oder Alter der Sportler. Als Oberbelag für einen Schwingboden kommen Parkett oder Kunststoffböden zum Einsatz.

Schwingfenster

auch: Schwingflügelfenster

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Beim Schwingfenster sitzt die Achse, um die sich der Fensterflügel dreht, horizontal und in der Regel in der Mitte des Blendrahmens. Der nach außen schwingende Teil des Fensterflügels sollte bei einem Winkel von maximal 70° arretieren, damit Regenwasser nicht über den Fensterflügel in den Raum läuft. Schwingfenster können prinzpiell in jede Fassade eingebaut werden, hauptsächlich wird diese Konstruktionsweise jedoch bei Dachwohnfenstern oder bei sehr großen Fensterflügeln an. Große Flügel bedingen dickeres Glas, und Glas ist schwer. Das Gewicht, das Scharniere, Rahmen, aber auch der Flügel selbst in seinen Eckverbindungen tragen müssen, wird für einen Drehflügel zu groß. Erschwerend wirkt dabei, wenn die Fensterflügel wesentlich breiter sind als hoch.

Schwingflügelfenster

Schwingschleifer

auch: Schwabbel, Rutscher, Sander

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Der Schwingschleifer ist der Standardschleifer in der Heimwerkstatt und das meistbenutzte Elektrowerkzeug im Malerhandwerk. Geschliffen werden können sowohl hartes wie weiches Holz, Lack oder Spachtelmasse. Der Schwingschleifer schwingt mit seiner meist rechteckigen Schleifplatte parallel zur Arbeitsfläche. Er ist deshalb ideal für das Schleifen entlang der Holzmaserung geeignet. Sei Abtrag ist eher gering, weshalb er sich vor allem für feinere Schleifarbeiten, für Vor- und Endschliff eignet. Durch die gleichmäßige Schwingung der Schleifplatte erzielt er eine hohe Oberflächenqualität. Vorteilhaft sind Geräte mit eingebauter Steuerung. Hier lässt sich die Schwingzahl individuell vorwählen. Je nach Gerätetyp sind dabei Vorwahlen zwischen 6000 und 25000 Schwingungen pro Minute möglich. Fachleute raten beim Kauf eines Schwingschleifers dazu, auf die ergonomische Gestaltung des Gerätes zu achten. Denn: Je besser die Handhabung und Vibrationsdämpfung des Gerätes ist, desto weniger ermüdet der Arm des Anwenders. Integrierte Staubabsaugung sowie Staubfangbeutel schützen die Atemwege und halten den Werkraum rein. Klemmen zum werkzeuglosen Schleifblattwechsel sowie Blätter mit Kletthaftung erleichtern die Bedienung. Der Schwingschleifer wird auch als Schwabbel, Rutscher oder Sander bezeichnet.

Schwingtor

auch: Schwingtore

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Ein Schwingtor ist ganz allgemein ein Tor, das aus einem durchgehenden Torblatt besteht und in der Öffnungsbewegung nach außen aufschwingt. Die Ablage des Tores in der Öffnungsposition erfolgt standardmäßig waagerecht unter der Decke. Schwingtore werden weit überwiegend als Garagen-Schwingtore eingebaut. Für den gewerblichen Bereich sind sie wenig geeignet, da sie beim Öffnen nach außen aufschwingen und sich vorfahrende Fahrzeuge im Schwenkradius des Garagentors befinden können, was zu Blechschäden oder Schlimmerem führen kann.

Schwitzwasser

Schwitzwasser ist die umgangssprachliche Bezeichnung für Kondensat, siehe Kondensation.

Sd-Wert

Der Sd-Wert bzw. die diffusionsäquivalente Luftschichtdicke gibt an, wie lange Wasserdampf für seine Wanderung durch ein luftdichtes Bauteil braucht. Beträgt der Wert beispielsweise 3 m, zeigt dies an, dass der Wasserdampf bei der Konvektion durch die luftdichte Ebene genauso lange braucht wie für die Durchwnaderung einer 3 m dicken Luftschicht. Der Widerstand des Bauteils gegenüber dem Wasserdampf ist also genauso groß wie bei einer 2 m dicken Luftschicht. Man kann aber genauso sagen, dass durch eine dampfbremsende Folie mit dem Sd-Wert 3 m z.B. in gleicher Zeit 3 mal weniger Wasserdampf diffundiert, als durch eine Luftschicht gleicher Dicke (Kondensation). Dampfbremsen haben je nach Art einen Sd-Wert von 100 bis 200 m. Ab einem Wert von 100.000 m ist ein Bauteil dampfdicht, ab einem Wert von 15.000 m spricht man von Dampfsperre.

Seale-Machart

Machart einer Litze für ein Stahldrahtseil im Parallelschlag. Bei der Seale-Machart ist die Anzahl der Innen- und Außendrähte gleich. Dadurch sind die Außendrähte dicker, das Seil verschleißfester und gut biegsam.

Sechseckschnitt

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Der Sechseckschnitt ist eine besondere Form des Biberschwanzziegels.

Sechskant-Holzschraube

auch: Sechskant-Holzschrauben

Sechskantschraube

auch: Sechskant-Holzschraube, Sechskantschrauben

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Sechskantschrauben werden auch Schlüsselschrauben genannt, weil sie mit einem Schraubschlüssel eingedreht werden. Es gibt sowohl Sechskantschrauben für Holz- als auch für Metallverbindungen. Sechskant-Holzschrauben gibt es in verzinker oder blaupassivierter Ausführung. Eingesetzt werden sie universell vor allem da, wo ein Nachziehen der Schrauben erforderlich werden kann oder wo der Einsatz eines senkrecht anzusetzenden Schraubendrehers aus Platzgründen nicht möglich ist. Die Längenmaße reichen von 30 bis 400 mm, der Durchmesser von 5 bis 120 mm. Für Metallverbindungen werden Sechskantschrauben zum Beispiel als Paßschrauben eingesetzt. Hier werden auch Längen bis über 600 mm realisiert.

Sechs-Säuler

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Sechs-Säuler ist ein im Heizungsbau und innerhalb der Herstellerbranche geläufiger Begriff für einen Radiator bzw. speziell für einen Säulenradiator, der aus mehreren Stahlrohrelementen besteht, die in sechs "Säulen" unterteilt sind (siehe Zeichnung). Zwischen den einzelnen Säulen kann Luft zirkulieren, was den Wirkungsgrad dieser Konvektionsheizung erhöht.

Sedimentation

Sedimentation bezeichnet ganz allgemein das Absetzen von Teilchen in einer Flüssigkeit oder in Gasen. Das Absetzen kann durch die Schwerkraft, Fliehkraft oder anderen Kräften erfolgen. Da die Sedimentationsgeschwindigkeit wesentlich von der Dichte bestimmt wird, können sich verschiedene Stoffe schichtweise getrennt ablagern, was auch dazu benutzt werden kann, die verschiedenen Stoffe eines Gemenges zu trennen. Auch bei der Abwasserreinigung in einer Kläranlage spielt die Sedimentation eine Rolle. Dort werden in der sogenannten "mechanischen Stufe" alle Teile aus dem Abwasser gefiltert, die sich absetzen können. Durch Sedimentation ist zudem eine Gruppe von Gesteinen entstanden, die Sedimentgesteine.

Sedimentgestein

auch: Sedimentgesteine

Bei Sedimentgesteinen handelt es sich um Gesteine, die bei Entstehung der Erde nach "Verwitterung" und "Transport" abgelagert wurden und anschließend durch den Druck überlagernder Massen verfestigt sind. Dabei entstanden je nach Menge der Ablagerungen unterschiedlich dicke Schichtungen. Vertreter von Ablagerungsgesteinen sind Sandstein, Schiefer, Kalksteine und Dolomitkalk. Sedimentgesteine bedecken zu ¾ die Kontinente, machen aber nur 1/10 der gesamten Erdkruste aus.

Sedum

Sedum-Stauden werden vorwiegend für die Extensivbegrünung von Flachdächern eingesetzt, da sie robust sind, Wasser speichern können und relativ wenig Pflege verlangen. Allerdings wirkt ein Gründach, das ausschließlich mit Sedumstauden bepflanzt ist, wenig attraktiv. Die "Dachbegrüner" sprechen in diesem Zusammenhang von "Sedum-Wüsten". Etwa 30 bis 40 Sedum-Spezies werden für diese Zwecke angeboten. Weniger geeignet sind dabei die Sorten "cauticola", "robustum", "ewersil", "ellacombianum", "spathufolium", "lydium", "hispanicum", "dasyphyllum" und andere, die entweder während der Winterzeit durch Kahlwuchs "auffallen" oder nur eine geringe Fähigkeit haben, Unkräuter zu verdrängen. Während für Sedumstauden Substratdicken von 6 bis 10 cm ausreichen, müssen schon Schichten von 10 bis 15 cm aufgebaut werden, wenn man die Sedum-Wüsten durch farbenfrohe Stauden wie Steinquendel, Golddistel, Natternkopf, Silber-Steinkraut, astlose Graslilien, Blutnelken, Iris, Königskerzen und verschiedene Gräserarten auflockern will.

Seele

siehe Seilkern.

Segmentbogenfenster

Segmentbogenfenster sind Fenster, deren oberer Teil in einer flachen Rundung verläuft. Segmentbogenfenster werden vor allem bei Sanierungsmaßnahmen in repräsentativen Altbauten - siehe Patrizierhaus - gebraucht. Oft ist der Segmentbogen auch als 1§Oberlicht%) ausgebildet. Bauelement, das der Lichtzuführung und Belüftung eines Gebäudes dient. Die Blendrahmen(% und (%Flügelrahmen eines Fensters können aus unterschiedlichen Materialien bestehen wie Kunststoff, Holz, Aluminium oder der Materialkombination Holz-Aluminium. Der "Flügel selbst besteht immer aus Glas. Fenster müssen nicht nur hinsichtlich ihrer Rahmen und ihrer Verglasungsart der EnEV (Energieeinsparverordnung) entsprechen, sondern auch hinsichtlich ihres Einbaus und der Dichtigkeit der Maueranschlußfugen.

Segmentbogengaube

auch: Segmentbogengauben

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Die Segmentbogengaube ist eine Variante der Tonnendachgaube. Das Dach der Gaube besteht allerdings nicht aus einem Halbkreis wie beim Tonnendach, sondern nur aus einem Segmentbogen, also einem Teil eines Kreises. Weil nur ein Kreissegment als Ãœberdachung ausgenutzt wird, fallen Segmentbogengauben in aller Regel breiter aus als Tonnendachgauben. Segmentbogengauben werden im modernen Hausbau oft auch auf einen Erker aufgesetzt, der dann in der Architektensprache ein Segmentbogenerker ist.

Segmentbogenpflaster

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Eine gängige Verlegungsart von Pflaster für Plätze, Straßen und auch Gärten ist das Segmentbogenpflaster. Das Pflaster wird aus Kreissegmenten (Viertelkreisen) konstruiert, wobei an beiden Rändern mit einem halben Segment angefangen wird. Höhe und Länge des Bogens hängen von der Wegbreite bzw. Terrassen- und Platzgröße ab. Die Bögen treffen rechtwinklig aufeinander und enden abwechselnd mit einem längeren Stein. Die kleinsten Steine setzt man in das Herz des Bogens, die größeren Steine in den Scheitel. Normalerweise verwendet man Kleinsteine, es kann aber auch mit Mosaiksteinen gepflastert werden. Sehr stark belastbar ist die Fläche wegen der verwendeten Steingröße nicht, wobei allerdings durch die Bögen die Schubwirkung von Antriebsrädern aufgefangen wird.

Segmentpfahl

auch: Segmentpfähle

Mit Segmentpfählen bzw. Verpresspfählen lassen sich Wände und Einzelstützen sicher und setzungsarm nachgründen. Sie wurden speziell für vibrationsfreie und geräuscharme Nachgründungen unter sehr beengten Verhältnissen entwickelt. Beim Segmentpfahl-Verfahren werden unmittelbar neben oder zentrisch unter der zu unterfangenden Wand Stahlrohrschüsse oder zylindrische Stahlbetonsegmente in den Baugrund gepresst. Der Boden wird dabei vollständig verdrängt. Als Widerlager dienen Verankerungen, Abstützungen an der Decke oder das Fundament selbst. Ist der vorab festgelegte Pfahlwiderstand erreicht, wird die Presse durch Stahlspindeln ersetzt und der Pfahlkopf betoniert. Zur Sanierung von Gründungen haben sich zwei Systeme durchgesetzt, Stahlrohrsegmente und Betonsegmente unter dem Fundament.

Segmentschnitt

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Segmentschnitt ist eine besondere Form des Biberschwanzziegels.

Sehnenschnitt

Seifenhalter

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Seifenhalter ist ein Universalbegriff aus der Zunft der Badarmaturenhersteller. Als Seifenhalter werden alle Gefäße bezeichnet, in denen eine Seife hineingelegt werden kann. Viele Seifenhalter werden einfach an die Wand neben das Waschbecken oder der Dusche geschraubt. Einige Seifenhalter werden aber auch lediglich auf oder neben das Waschbecken gelegt. Seifenhalter gibt es aus Edelmetall, Keramik oder aus Kunststoffen. Auch Glas und Materialkompositionen wie zum Beispiel Glas und Edelstahl sind möglich.

Seifenspender

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Seifenspender lösen mehr und mehr das klassische "Stück Seife" und damit die Seifenhalter ab. Sie spenden auf Knopfdruck oder Hebelzug Flüssigseife. Im Privatbad stehen fast ausschließlich Seifenspender mit Pumpmechanismus, die oft auch in einer ringförmigen Wandhalterung arretiert sind. In Hotels und öffentlichen Waschräumen findet man hauptsächlich Dispenser, die direkt an die Wand montiert sind und bei denen die Flüssigseife in dosierter Weise auf Knopfdruck abgegeben wird (rechtes Foto).

Seilaufzug

auch: Seilaufzüge

Der Seilaufzug ist eine Bauart von Aufzug. Bei einem Seilaufzug hängt der Fahrkorb an Tragseilen, die über einer Treibscheibe einer Winde geführt werden. Die Treibscheibe wird von einem Elektromotor (Drehstrom- oder Gleichstrommotor) angetrieben. Die über die Treibscheibe laufenden Tragseile heben den Fahrkorb an und senken das Gegengewicht ab. Das Gegengewicht des Fahrkorbes entspricht meist dem Gewicht des Fahrkorbes und der Hälfte der zulässigen Nutzlast. So ist maximal die halbe Nutzlast und die Reibung durch den Antrieb zu überwinden. Die Winde sollte möglichst über dem Schachtkopf angeordnet werden. Es ist zwar auch möglich, die Winde oben oder unten neben dem Schacht anzubringen, die Tragseile werden dann allerdings sehr lang und die Umlenkung wird dadurch sehr stark beansprucht. Der Fahrkorb gleitet an den Führungsschienen nach oben. Mit gleicher Geschwindigkeit gleitet das Gegengewicht an separaten Führungsschienen nach unten.

Seilbagger

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Der Seilbagger zählt zur Gruppe der Standbagger. Im Gegensatz zum Hydraulikbagger geschieht beim Seilbagger die Bewegung der Baggerwerkzeuge mit Seilen über ein Windensystem. Die Bedienung kann direkt über ein Hebelgestänge oder indirekt über hydraulische Steuerelemente erfolgen. Bei Neuentwicklungen ist nur noch die letztere Art zu finden. Es sind mehrere Winden vorhanden für das Verstellen des Auslegers und die Betätigung des Baggerwerkzeugs. Für Schleppschaufel, Schalengreifer, und Kranhaken hat der Bagger einen Gitterausleger. Das Gewinnen des Bodens erfolgt aber auch mit Hochlöffel, Tieflöffel oder Schürfkübel. Die mechanische Kraftübertragung durch Seile hat einen besseren Wirkungsgrad als die hydraulische Kraftübertragung. Nachteilig sind die zahlreichen beweglichen Teile wie Rollen, Seile, Trommeln, Bremsen und Kupplungen, die einen umfangreichen Wartungsdienst erfordern.

Seilgehänge

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Das Seilgehänge ist Bestandteil eines Kranes. Ein Seilgehänge besteht aus einem oder mehreren gleichlangen Seilsträngen. Je nach dem, was mit dem Kran transportiert werden soll, kommt ein anderes Seilgehänge zum Einsatz. Beim Heben eines Betonkübels wird z.B. ein einstrangiges Seilgehänge verwendet. Große Betonplatten hängen dagegen meist an vier Seilsträngen.

Seilhydraulikaufzug

auch: Seilhydraulikaufzüge

Aufzüge mit einem seilhydraulischen bzw. indirekt hydraulischem Antrieb stellen eine Mischung zwischen Seilaufzug und Hydraulikaufzug dar. Dabei kommen verschiedene Systeme zum Einsatz. Zum einen können sich bei einem Seilhydraulikaufzug neben dem Fahrkorb Druckkolben befinden. Der Fahrkorb wird von den Druckkolben mittelbar über Seile bewegt. Am Kolbenfuß befindet sich eine Umlenkrolle, über die die Seile laufen. Ein Seilende ist am Kolbenfuß, das andere am Fahrkorbgerüst befestigt. Der Fahrkorb besitzt wie alle Seilaufzüge eine Fangvorrichtung. Dieses System eignet sich bis Förderhöhen von 35 m mit einer Nutzlast von 4 - 8 Tonnen. Zum anderen können sich bei einem Seilhydraulikaufzug neben dem Fahrkorb Zugkolben befinden. Der Korb wird über die Zugkolben und Seile nach oben gezogen. Aufgrund des Konstruktionsprinzips als Zugkolben kann kein Schlaffseil entstehen. Die maximale Förderhöhe beträgt bei diesem System 19 m. Schließlich kann auch mit Zugkolben und Ausgleichsgewicht gearbeitet werden. Da die Abwärtsfahrt ohne Motorleistung, nur durch das Eigengewicht, erfolgt, ist bei hoher Tragkraft manchmal zusätzliches Gewicht notwendig. Es wird daher ein Ausgleichsgewicht angeordnet, das sich am Kopf der Kolbenstange befindet.

Seilkern

auch: Seele

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Der Seilkern ist der innere Teil eines Stahldrahtseiles, der mit Litzen umwickelt wird. Der auch "Seele" genannte Seilkern dient zur Abstützung der äußeren Litzen und ist auch als eine Art Schmiermittelbehälter anzusehen. Bei Belastung des Seiles drücken die Litzen auf die Seele und pressen eine geringe Menge Schmiermittel heraus. Dadurch wird die Reibung im Seil erheblich verringert. Außerdem verhindern Schmiermittel Korrosion im Inneren des Seiles. Seile, bei denen das Schmiermittel verbraucht oder durch Hitzeeinwirkung verdampft ist, haben zwar nicht an Festigkeit verloren. Die Lebensdauer des Seils wird jedoch herabgesetzt. Deshalb sollte das Seil von Zeit zu Zeit mit geeigneten Schmiermitteln von außen gefettet werden.(Abbildung: Seilhersteller Diepa)

Seilsägetechnik

auch: Diamantseilsägetechnik, Seilsägetechniken

Die Seilsägetechnik ist eine eine Technologie zur Herstellung von Öffnungen und Durchbrüchen mit großen Dimensionen in Beton-, Stahlbeton- und Mauerwerksbauteilen. Sie kann die herkömmliche Methoden, wie das Abspritzen oder perforierte Ausbohren (Aneinderreihung mehrerer Bohrungen), beinahe vollständig ersetzen. Mit der Seilsägetechnik ist das das Trennen von Beton- und Stahlbetonbauteilen mittels Diamant besetzten Stahlseilen in beliebiger Form bei nahezu unbegrenzter Schnittiefe möglich. Die Technik erlaubt den Abbau von Bauteilen selbst bei stark begrenztem Arbeitsraum oder erhöhter Unfallgefahr sowie bei Bauteilstärken, die mittels herkömmlicher Sägetechnik nicht mehr bewältigt werden können. Darüber hinaus bietet die Seilsägetechnik einen sehr hohen Sägefortschritt sowie eine geringere Anzahl an Eckbohrungen bei gleichzeitig viel kleinerem Bohrdurchmesser (40 mm Durchmesser sind ausreichend) gegenüber der Wandsäge.

Seilspanngarnitur

auch: Seilspanngarnituren

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Seilspanngarnituren dienen der Befestigung von feinen Stahldrahtseilen, wie sie als Gardinenhalterung über einem Fenster angebracht werden. Die im Handel angebotenen Garnituren bestehen aus dem Seil und der Befestigungsgarnitur. Diese verfügen über eine Spannvorrichtung, so dass das Seil straff gespannt und auch immer nachgespannt werden kann. Die Garnituren müssen allerdings extrem fest im Mauerwerk verankert werden, damit sie nicht durch die beim Spannvorgang entstehenden Zugkräfte aus der Wand gerissen werden. Aus diesem Grund eignen sich Seilspanngarnituren nicht für Wände in Holzständerbauweise und auch nur bedingt für Wände aus Hohlblock- und Porenbetonsteinen.

Seilspannmarkise

auch: Seilspannmarkisen,, Seilspann-Markisen

Bei einer Seilspannmarkise handelt es sich um ein zwischen zwei parallel gespannten Edelstahlseilen aufgespannten Sonnensegel. Die Seile werden durch Seilspanner dauerhaft stabil gehalten und das Sonnensegel ist dank Laufhaken auf den Seilen verschiebbar. Es kann also je nach Witterung variabel gehandhabt werden. Wenn die Sonne scheint, schützt das Sonnensegel, bei Bewölkung kann es beseite geschoben werden. Im Vergleich zu einer Gelenkarmmarkise ist die Seilspannmarkise stabiler bei Wind. Die Markise kann zudem ganz einfach abgenommen und in der Waschmaschine gewaschen werden. Die Seilspannmarkise kann zudem problemlos an die vorhandene Größe angepasst werden. Und im Winter wird das Sonnensegel ausgehakt und zusammengelegt im Schrank verstaut. Eine Seilspannmarkise fungiert Wahlweise als Sonnenschutz, Regenschutz, Windschutz oder Sichtschutz.

Seilspanntechnik

Die Seilspanntechnik ist eine spezielle Technik zum einfachen Unterspannen oder Spannen eines Sonnensegels auf oder unter eine Fläche. Hierbei werden Edelstahlseile an speziellen Schrauben befestigt, so dass das Sonnensegel eine Führung hat. Die Seilspanntechnik eignet sich für Pergolen, Wintergärten, Sichtschutze, Glasdächer, Terrassenüberdachungen und Fenster von außen. Eine Sonderanwendung sind Rank- bzw. Kletterhilfen für Kletterpflanzen.

Seilverbindungsstrümpfe

auch: Seilverbindungsstrumpf

Seilwinde

auch: Seilwinden

Die Seilwinde ist ein einfaches stationäres Hebewerkzeug auf einem auskragenden Traggerüst. Die Lasten werden mit einem Transportseil, das auf eine horizontale Drehachse aufgewickelt wird, gehoben oder abgesenkt. Seilwinden können auf der Baustelle sehr hilfreich sein, insbesondere dann, wenn die Treppe des Hauses noch nicht montiert wurde.

Seilwirbel

auch: Drallfänger

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Ein Seilwirbel verhindert das Verdrehen eines Stahldrahtseiles. Drehungsfreie Seile können sich beim Einsatz einen Drall einfangen. Ist das Seil dauerhaft fixiert, besteht keine Möglichkeit, dass sich das Seil entdrallen kann. Deshalb werden bei drehungsfreien Seilen Seilwirbel eingesetzt. Nichtdrehungsfreie Seile drehen sich bei Belastung auf, wenn ein Seilwirbel benutzt wird. Dadurch wird die Seilbruchkraft erheblich reduziert. Ein Seilwirbel darf daher nicht verwendet werden. (Foto: Seilhersteller Diepa)

Seilzugleiter

auch: Seilzugleitern

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Seilzugleitern sind ausschiebbare Leitern unterschiedlicher Größe und Stabilität, die aus mindestens zwei Leiter-Elementen bestehen. Das jeweils oberste Element ist kleiner, als das untere, so dass ein Element in dem anderen geführt und in dessen Sprossen verhakt wird. Seilzugleitern bestehen aus Leichtmetall, verfügen jedoch an der untersten Leiternsprosse oft über Stahldornen. Bei Leitern z. B. für die Feuerwehr, die besonders stabil sein müssen und nicht schwanken dürfen, kann das untere Element auch eine spezielle Stütze vorweisen oder mit Alurohren stabilisiert werden. Mit dem Seilzug wird der sog. Fallhaken gelöst, wenn die Leiter wieder eingefahren werden soll. Zweiteilige Seilzugleitern können eine ausgefahrene Leiterlänge bis etwa 10 m haben.

Seitenanker

Der Seitenanker ist ein Anker, der die Zarge einer (Feuerschutz-)Tür mit den Laibungen der angrenzenden Wand verbindet.

Seitenbrett

auch: Seitenbretter

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Stammholz wird im Sägewerk mit der Vollgatter zu Bohlen und Brettern verarbeitet. Seitenbretter sind die Bretter aus dem äußeren Teil des Baumstamms. Sie besitzen liegende Jahresringe, dementsprechend größere Formänderungen haben sie im Vergleich zu Mittelbrettern oder gar dem Kernbrett.

Seitenfalzklammer

auch: Seitenfalzklammern

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Seitenfalzklammern sind Sturmklammern. Sie dienen somit der Sicherung der Dachziegel vor Sturm und Windsogkräften. Die Klammern greifen seitlich in den Seitenfalz der Ziegel und halten sie so an der gewünschten Stelle. Seitenfalzklammern werden unterschiedlich befestigt: Durch Einschlagen in die Dachlatten, durch Anschrauben an die Dachlatten, durch Umgreifen der Dachlatten oder durch Verbindung der einzelnen Ziegel untereinander. (Abbildung: FOS)

Seitenfalznut

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Die Seitenfalznut ist Teil eines Falzziegels (I). Eine Seitenfalznut sorgt für den geordneteten Abfluss des Regenwassers eben über diese Nut.

Seitenfalzrippen

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Die Seitenfalzrippen sind Teil eines Falzziegels (H). Die beiden Seitenfalzrippen begrenzen rechts und links die Seitenfalznut.

Seitenfalzteil

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Das Seitenfalzteil ist Teil eines Falzziegels (G). Das Seitenfalzteil umfasst die beiden Seitenfalzrippen und die Seitenfalznut.

Seitenmarkise

auch: Seitenmarkisen

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Die Seitenmarkise ist eine Sonderform der Markise. Sie wird nicht horizontal, sondern vertikal an der Wand befestigt. Zieht man die Seitenmarkise aus, muss sie in einem mitge­liefer­ten Standfuß arretiert werden. Auf diese Weise erhält man einen Sicht- und Windschutz und kann die Kaffeetafel ohne störende Blicke des Nachbarn genießen. Die Seitenmarkise ist also eine stoffliche Alternative zum hölzernen Sichtschutzzaun.

Seitenrisalit

siehe Eckrisalit.

Seitenschneider

Der Seitenschneider ist ein Werkzeug, das dem Schneiden von weichen bis harten Metalldrähten dient. Ähnlich wie bei der Beißzange und im Unterschied zur Kombizange sind die beiden Festhaltebacken beim Seitenschneider zu Beißwerkzeugen umfunktioniert worden. Seitenschneider gibt es in unterschiedlichen Größen, sie sind z. B. eins der klassischen Werkzeuge des Elektrikers.

Seiten-Sektionaltor

Sektionaltor

auch: Sektionaltore

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Sektionaltore sind Tore für den Einsatz in Industrie und Gewerbe, beispielsweise bei Hallen, in denen Busse usw. abgestellt sind. Das Konstruktionsprinzip entspricht dem der Garagen-Sektionaltore.

Sekundärbatterie

auch: Sekundärbatterien

Sekundärbatterien sind besser unter der Bezeichnung "Akku" bekannt. Im Gegensatz zu den Primärbatterien, wie Alkali oder Zink-Kohle, lässt sich bei den Sekundärsystemen die verbrauchte chemische Energie durch einen Aufladevorgang wiederherstellen. Das Akku-Ladegerät befördert die Elektroden vom Pluspol zum Minuspol zurück und die Elektrodenmassen werden wieder aufgeladen. Rund tausendmal lässt sich dieser Vorgang wiederholen. Man unterscheidet den Nickel-Cadmium-Akku und den Nickel-Metallhydrid-Akku.

Sekundärenergie

siehe Endenergie.

Sekundärluft

Senkundärluft wird einem Brenner oder einer anderen Feuerungsstätte zugeführt, um die im Rauchgas enthaltenen brennbaren Bestandteile zu verbrennen. Sekundärluft gelangt durch entsprechende Öffnungen oder Düsen direkt in den Feuerraum.

Sekundärlüftung

auch: Sekundärlüftungen

Lüftungsleitungen verwenden je nach Art der Entwässerungsanlage zusätzlich zu Hauptlüftungen noch Nebenlüftungen, Umlüftungen oder Sekundärlüftungen. Bei der Sekundärlüftung erhält der Anschluss jeder Ablaufstelle direkt am Geruchsverschluss eine Lüftung, die an einem zur Fallleitung parallel verlaufenden Lüftungsstrang angeschlossen wird, so dass sich spiegelbildlich zu den wasserführenden Leitungen ein Rohrsystem zur Lüftung ergibt. Eine Anlage mit Sekundärlüftung kann bis zu 70 % höher belastet werden, wobei auch bei Vollfüllung einzelner Anschlüsse keine Störungen auftreten. Wegen des hohen Aufwandes wird die Sekundärlüftung selten angewendet.

Sekundärrohstoff

auch: Sekundärrohstoffe

Als Sekundärrohstoff wird ein durch Recycling wiedergewonnener Rohstoff bezeichnet. Die meisten Produkte können durch Recyclingverfahren wieder in den Produktionsprozess zurückgeführt werden. Notwendig sind allerdings vorgeschaltete Sortier– und Aufbereitungsschritte. So werden Altglas und Altkunststoffe durch die Aufbereitung zu Sekundärrohstoffen, Papier durch das Sortieren nach Qualitäten, Weißblech durch Aussortieren und Pressen, Aluminium durch Pyrolyse. Für alle Verfahren gilt: Bei der Gewinnung von Sekundärrohstoffen bleibt ein kleiner Anteil nicht verwertbarer Reste übrig, die vorschriftsmäßig zu entsorgen sind.

Sekundenkleber

Ein Sekundenkleber ist Klebstoff, der besonders schnell und kraftvoll fast jedes Material klebt und der durch ein stabiles, nahezu unsichtbares Klebergebnis glänzt. Sekundenkleber eignet sich hervorragend für Schnellreparaturen bei kleinen, glatten und porösen Flächen, bringt dauerhafte Ergebnisse und ist kälte- und hitzebeständig sowie wasserfest.

Sekundenmörtel

sekurisieren

Von "Sekurisieren" spricht man im Zusammenhang mit Glas gesprochen. (%Einscheiben-Sicherheitsglas(%, welches beispielsweise als Ganzglastür ausgeliefert wird, hat rundum einen etwa 10 mm breiten Streifen, der nicht sekurisiert ist. Dieser Bereich ist also nicht vor Zersplitterung geschützt. Theoretisch könnte man in diesem Bereich eine Glastür geringfügig kürzen, falls diese über den Boden schleift. Das Verfahren ist jedoch ausgesprochen problematisch, weil keine Garantie für den Erfolg gegeben werden kann. "Sekurisieren" kommt aus dem Lateinischen, es bedeutet in diesem Fall soviel wie "speziell sicherheitstechnisch ausgerüstet". Ein sekurisiertes Glas ist demnach ein Sicherheitsglas.

selbständiges Beweisverfahren

Das selbständige Beweisverfahren (alte Bezeichnung: Beweissicherungsverfahren) spielt im Baurecht immer dann eine große Rolle, wenn ein gravierender Baumangel eingetreten ist und eine Mängelrüge keine Abhilfe geschaffen hat. Vor Gericht kann dann ein solches Verfahren beantragt werden, für das der Richter einen Sachverständigen bestimmt. Dessen Gutachten spielt im Verlauf des anschließenden Gerichtsverfahrens eine wichtige Rolle, obwohl auch eine oder beide Parteien sogenannte Parteiengutachten bestellen und vor Gericht einreichen können, wenn sie der Meinung sind, dass das Gutachten im selbständigen Beweisverfahren fehlerhaft ist.

selbstansaugende Kreiselpumpe

auch: selbstansaugende, Kreiselpumpen

siehe Kreiselpumpe.

Selbstbauhaus

auch: Bausatzhaus, Selbstbauhäuser

Wie der Name schon sagt, wird unter einem Selbstbauhaus verstanden, dass der Bauherr sein Haus mehr oder weniger in Eigenleistung baut. Dazu stellt ihm der Anbieter von Selbstbauhäusern sogenannte Bausätze zur Verfügung, weshalb das Selbstbauhaus auch als Bausatzhaus bekannt ist. Die Idee zum Selbstbauhaus geht zurück auf die Siedlungsgenossenschaften, in denen der einzelne Genosse sein Haus ebenfalls selbst erbaute. Allerdings musste er auch beim Bau der Häuser der anderen Genossen tatkräftig mitarbeiten. Das ist natürlich bei einem Selbstbauhauses moderner Prägung nicht nötig. Hier baut jeder für sich allein, allerdings unterstützt vom Hersteller der einzelnen Ausbaupakete. Selbstbauhäuser sind gesetzlich nicht definiert und es gibt auch keine Normen, wie ein Selbstbauhaus beschaffen sein muss. In der Regel stellt der Anbieter nicht nur die gesamte Planung zur Verfügung incl. der Statik, sondern er stellt auch den Bauantrag und übernimmt die Bauüberwachung. Wie oft er diese ausübt, ist nicht gesetzlich festgelegt, sondern Bestandteil des Vertrags zwischen Anbieter und Bauherrn. Grundsätzlich stehen dem Bauherrn Ausbaupakete und Bauanleitungen für alle Gewerke zur Verfügung. Der Bauherr kann also vom Fundament bis zum Dach alles in Eigenleistung erbringen, sollte das aber nicht unbedingt auch in jedem Fall tun. Seriöse Anbieter schulen die künftigen Bauherren in Seminaren und halten eine Hotline bereit, um dem Bauherrn bei Fragen zu helfen. Das verwendete Baumaterial ist insbesondere solches, das auch der Laie nach einer gewissen Einarbeitung schnell und sicher verarbeiten kann. Dazu gehören u.a.Verfüllziegel und Steine aus Leichtbeton (=Porenbeton), aber auch Schalungssteine. Auch KS-Plansteine bis zur Größe von 498 x 498 mm bieten sich für Selbstbauhäuser an, allerdings ist dabei der Einsatz eines Minibaggers vonnöten.

selbstbohrende Holzschrauben

Selbstkostenerstattungsvertrag

auch: Selbstkostenerstattungsverträge

siehe Abrechnung.

selbstleuchtende Pigmente

selbstreinigende Oberflächen

siehe Lotus-Effekt.

Selbstschlussarmatur

auch: Selbstschluss-Armatur, Selbstschlussarmaturen

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Die Selbstschlussarmatur ist eine Badarmatur für Waschtische und Duschen. Statt durch Betätigung eines Hebels oder Wasserhahns erfolgt der Wasserfluss durch Knopfdruck. Dabei kann die Armatur so eingestellt werden, dass das Wasser 5, 10, 20 oder mehr Sekunden fließt und dann automatisch stoppt. Auch die Wassertemperatur kann eingestellt werden. Es werden ferner Selbstschlussarmaturen hergestellt, bei denen der Wasserfluß vorzeitig - also vor Ende der eingestellten Intervalle - stoppt, wenn der Knopf während des Fließvorgangs gedrückt wird. Die Armaturen werden bevorzugt in öffentlichen Sanitärräumen eingesetzt, und zwar nicht nur an Waschtischen, sondern auch bei Urinalen. In den Duschräumen von Sportvereinen, Schulen und Hallenbädern werden solche speziellen Brausebatterien eingebaut, um den Wasserverbrauch einzuschränken. Das Foto zeigt ein Modell des Herstellers GROHE.

selbstschneidend

Als "selbstschneidend" werden Schraubengewinde bezeichnet, die sich ohne Vorbohren in das Material eindrehen lassen. Dies können sowohl Holzschrauben, als auch Ingenieurbauschrauben oder Blechschrauben sein. Selbstschneidende Schrauben verfügen über eine besondere Spitze und "messerscharf" ausgerichtete Gewinde, wie am Beispiel des Suchbegriffs Steigungsgewinde gut dargestellt wird.

selbstsichernde Mutter

auch: selbstsichernde, Muttern

Bei selbstsichernden Muttern sind einig Gewindegänge in Kunststoff ausgeführt, der sich beim Anziehen an die Schraube anschmiegt und so ein selbständiges Öffnen zum Beispiel durch Vibration verhindert. Selbstsichernde Muttern können nur einmal verwendet werden.

selbstverdichtender Beton

Selbstverdichtender Beton weist einige Vorteile auf, die ihn zum Problemlöser auf vielen Baustellen geeignet erscheinen lassen. Dies sind vor allem der wirtschaftliche und problemlose Einbau in Bauteile mit dichter Bewehrung und vertikaler Bauteile wie Wände. Generell lassen schwer zugängliche Stellen mit selbstverdichtenden Beton besser betonieren. Zudem fallen arbeitsintensive und gesundheitsgefährdende Verdichtungsarbeiten durch das Rütteln weg. Weiterhin zeichnen sich selbstverdichtende Betone durch verbesserte Betonqualitäten aus. Aufgrund der relativ glatten und gleichmäßigen Oberfläche sind die Sichtbetoneigenschaften sehr gut. Selbstverdichtende Betone müssen ein hohes Fließvermögen aufweisen. Um dies zu gewährleisten und um die Zuschlagstoffe im Zementleim in der Schwebe zu halten, sind auf den ersten Blick etwas ungewöhnliche Rezepturen erforderlich. So werden bei den Zuschlägen beispielsweise häufig maximale Körnungen von ca. 12 bis 20 mm eingesetzt. Für die Einstellung der selbstverdichtenden Eigenschaften des Betons muss der Feinanteilgehalt angehoben werden. Entsprechend ist der Sandgehalt (ca. 50 %) und der Gesamtanteil an Feinstteilen (Durchmesser kleiner als 0,125 mm) über 500 kg/m³ höher. Abhängig vom Größkorn enthalten selbstverdichtende Betone eine Zementleimmenge von ca. 350 bis 400 l/m³. Typisch ist auch der niedrige Wasserzementwert. Das Einhalten der deutlich verlängerten Mischzeiten ist besonders wichtig.

Selektiver Abbruch

Selektiver Rückbau

Selektivitätszahl

Die Selektivitätszahl beschreibt das Verhältnis von Lichttransmission zu Energiedurchgang bei Sonnenschutz-Isolierglas. Moderne Sonnenschutzgläser zeichnen sich durch einen niedrigen Sonnenenergiedurchgang und hohe Lichtdurchlässigkeit aus.

Seltene Erden

auch: Seltene, Erden

Seltene Erden bezeichnen Metalle, die im Periodensystem ab Lanthan und Cer zu finden sind. Sie werden zum Beispiel dem Stahl zugemischt, um ihm ganz bestimmte Eigenschaften zu verleihen. "Seltene Erden" ist eine höchst ungenaue Bezeichnung. Das Wort "selten" kommt in der Tat daher, dass die Lanthaniden zuerst in seltenen Mineralien entdeckt wurden, aber die Elemente selbst kommen nicht besonders selten vor; einige sind sogar sehr verbreitet. "Erde" ist ein alter chemischer Begriff für Oxyde, d.h. Verbindungen, welche Sauerstoff enthalten; die seltenen Erden, die ja eigentlich Metalle sind, wurden zuerst in dieser Form entdeckt.

Sen

auch: Harigiri

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Sen ist ein Laubholz, das in den nicht-tropischen Wäldern Ostasiens beheimatet ist. Aufgrund seines hellen und strukturreichen Holzbildes wird es als dekoratives Furnier oder Vollholz wie Esche, Rüster oder helle Eiche verwendet. Der Splint ist fast weiß bis milchfarben. Das Kernholz ist hell gelblich-grau bis blaß bräunlich und mit mattem Glanz. Eine Verwendung des Vollholzes in Bereichen mit starker Belastung oder Verschleiß ist vor allem wegen der geringen Druck- und Biegefestigkeit zu vermeiden. Verwendung findet Senholz für großflächige Vertäfelungen, Paneele und für kleinere Flächen bei Möbeln.

Seniorenbad

auch: Seniorenbäder

Grundsätzlich ist ein Seniorenbad kein behindertengerechtes Bad, sinnvoll ist aber, direkt ein solches einzubauen, wenn Menschen altersbedingt in ihrer Beweglichkeit eingeschränkt sind, die Körperkraft nachlässt und aus einem normalen Bad ein Seniorenbad werden soll. Seniorenbäder verfügen über Einsteighilfen, um bequem in eine Badewanne zu gelangen, über Haltegriffe an oder neben der Badewanne und über ebensolche Griffe neben der Toilette. Die Duschkabinen sind geräumiger und sollten über eine Antirutsch-Beschichtung der Duschwanne sowie über einen eingebauten Klappsitz aus Kunststoff verfügen. Als Bodenbelag sollten nur rutschfeste Fliesen für den Naßbereich in Frage kommen oder entsprechend rutschfest präparierter Naturstein.

Seniorenresidenz

Seniorenwohnung

auch: Altenwohnung, Seniorenresidenz, Seniorenwohnungen

Bei einer Seniorenwohnung oder Altenwohnung handelt es sich um eine speziell auf die Bedürfnisse älterer Menschen abgestimmte Wohnung. Wenngleich es keine rechtliche Definition des Begriffs "Seniorenwohnung" gibt, so sollten doch einige Dinge selbstverständlich sein. Auf jeden Fall sollte die Wohnung barrierefrei sein. Man sollte also auch mit dem Rollstuhl überall hinkommen können, ohne auf fremde Hilfe angewiesen zu sein. Dabei sollte auch der Zugang zum Haus ohne Stufen sein. Ein Aufzug muss die richtige Größe haben, um mit dem Rollstuhl problemlos rein und raus zu können. Auch der Übergang zu Balkon oder Terrasse stellt häufig eine Stolperfalle dar und sollte ebenerdig erfolgen. Im Badezimmer sollte die Dusche mit einem Sitz und Griffen ausgestattet sein. Gegensprechanlage und Türspione müssen bedarfsgerecht installiert sein. Zudem sollten Notrufsysteme zur Ausstattung einer Seniorenwohnung zählen. Die Arbeitsplatten in der Küche sollten nicht zu hoch sein, damit man auch im Sitzen an ihnen arbeiten kann. Der Bezug von Seniorenwohnungen ist generell nicht an ein bestimmtes Alter gebunden. Es gibt freifinanzierte und öffentlich geförderte Altenwohnungen. Für letztere bestehen nach Landesrichtlinien festgelegte Standards. Sind Wohnanlagen besonders hochwertig ausgestattet, werden sie oft als Seniorenresidenz bezeichnet. Dort gibt es häufig neben der eigentlichen Wohnung noch zahlreiche andere Einrichtungen wie Sauna, Schwimmbad oder Restaurants. Auch Betreutes Wohnen ist in Seniorenwohnungen möglich.

Senker

siehe Versenker.

Senkkastengründung

auch: Druckluftgründung, Caisson, Senkkastengründungen

Die Senkkastengründung oder Druckluftgründung ist eine Tiefgründung. Sie eignet sich vor allem für Schachtbauwerke in Böden mit hohen Schichten aus Schluff, Sand und Kies. Zunächst wird das Fundament auf dem Baugelände als unten offener, kastenförmiger Körper (Caisson) betoniert. Zum Absenken des Kastens wird der Boden unter dem Kasten ausgehoben oder ausgespült. Das Eindringen von Wasser wird durch die Erzeugung eines Gegendrucks mit Druckluft in bzw. unter dem Kasten verhindert.

Senkklappfenster

auch: Senkklapp-Funktion

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Unter einem Senkklappfenster wird ein Fenster verstanden, das sich nicht nach innen in den Raum, sondern nach außen öffnet. Der Fensterflügel senkt sich leicht beim Öffnen und kann dann nach außen geklappt werden. Solche Fenster haben den großen Vorteil, dass auch hohe Topfpflanzen und dergleichen auf der Fensterbank stehen bleiben können, wenn das Fenster geöffnet wird. Allerdings ist der Einbau nur dann möglich, wenn das Fenster nicht in den öffentlichen Verkehrsraum hineinragt und ganz generell eine ausreichende Einbauhöhe gewährleistet ist, damit keine Passanten dagegen stoßen können. Desweiteren ist die Reinigung der äußeren Glasscheibe auch nur von außen möglich.

Senkkopfnagel

auch: Senkkopfnägel

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Ein Senkkopfnagel ist ein Nagel aus Baustahl, der zur allgemeinen Verwendung im Baubereich vorgesehen ist. Senkkopfnägel eignen sich zur Handvernagelung, für die maschinelle Verarbeitung sind sie nicht geeignet. Die Nägel gibt es in verschiedenen Abmessungen sowie mit galvanischen Zinküberzug oder feuerverzinkt.

Senkkopfschraube

auch: Senkkopfschrauben

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Eine Senkkopfschraube ist eine spezielle Schraube, deren Kopf beim Einschrauben versenkt wird. Der Kopf einer solchen Schraube ist oben flach (Ausnahme Linsensenkkopfschraube) und geht konisch in den Schraubenschaft über, was ein Versenken der Schraube vor allem in Holz und Holzwerkstoffe stark erleichtert. Je nach Art des Gewindes zieht oder schneidet sich die Schraube "wie von selbst" in das Werkstück ein und wird dort ganz versenkt. Die Schraube kann mit einem Schlitz oder Kreuzschlitz, aber auch mit anderen Antriebsarten versehen sein. Unsere Zeichnungen zeigen links eine Senkkopfschraube mit BIROX-Antrieb, rechts eine mit BIRAX-Kreuzschlitzantrieb.

Senklot

auch: Senklote

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Das Senklot ist ein uraltes Hilfsmittel der Maurer, um festzustellen, ob eine Wand oder eine gemauerte Eckverbinung lotrecht - also exakt senkrecht - verläuft. Das Senklot besteht aus einer gedrillten Schnur, an deren Ende sich entweder ein Spitzlot aus Stahl befindet oder ein Lot mit Bleifüllung - siehe Zeichnungen. Bei heftigen Winden wird es natürlich schwierig, die Senkrechte zu ermitteln oder Fluchten abzuloten.

Senkrechtaufzug

auch: Behinderten-Senkrechtaufzug, Senkrechtaufzüge

Als Senkrechtaufzug kann man alle Aufzüge bezeichnen, bei denen die Fahr- bzw. Transportkabine senkrecht hoch und runter fährt. So werden mitunter auch mobile Lastenaufzüge, die an der Fassade einer Baustelle aufgestellt werden und deren Lastkorb senkrecht die Fassade entlang läuft, als Senkrechtaufzug bezeichnet. In der Regel ist mit einem Senkrechtaufzug jedoch ein Aufzug für Behinderte gemeint. Diese Behindertenaufzüge sind im Prinzip "normale" Aufzüge, nur dass sie in der Lage sein müssen, einen Rollstuhl und gegebenenfalls eine Begleitperson aufzunehmen. Da sie einfach zu installieren sind, sind Senkrechtaufzüge ideal für den nachträglichen Einbau in öffentliche Gebäude, in Bürohäuser und im privaten Bereich geeignet. Der barrierefreie Zugang lässt sich, egal ob innerhalb oder außerhalb des Gebäudes, ohne große und kostspielige Umbaumaßnahmen verwirklichen.

Senkrechtjalousie

Senkrecht-Markise

auch: Senkrecht-Markisen, Senkrechtmarkise

Eine Senkrecht-Markise wird überall dort eingesetzt, wo zwar eine Verschattung von Innenräumen gewünscht wird, aber gleichzeitig Helligkeit und Transparenz nicht verloren gehen sollen. Senkrecht-Markisen eignen sich für den Balkon, die Loggia sowie für die Verschattung ganzer Fassaden gleichermaßen. Die Bedienung der Senkrecht-Markise erfolgt über Kurbel- oder Motorantrieb.

Senkstift

Sensor

auch: Sensoren

Ein Sensor ist ein Messfühler zur Erfassung physikalischer, chemischer oder elektrochemischer Größen. Die gemessenen Größen werden in elektrische Signale umgewandelt und beispielsweise an ein Bus-Leitung (siehe EIB) weitergegeben. Sie sind quasi das Gegenstück zu Aktoren, die als Befehlsempfänger fungieren.

separate Küche

auch: separate, Küchen

siehe Küche.

Separationstoilette

auch: Separationstoiletten

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Unter einer Separationstoilette oder Trenntoilette wird eine WC-Schüssel verstanden, die so konstruiert ist, dass Urin und Fäkalien getrennt aufgefangen werden. Das bedingt natürlich auch eine getrennte Weiterleitung und folglich zwei Abflußrohre. Fäkalien landen dabei wie bisher unter Zuhilfenahme von Spülwasser in der Kanalisation, der Urin in Auffangbehältern, wobei dieser Rohstoff einer Weiterverarbeitung zugeführt wird oder werden soll, da er erhebliche Mengen an Stickstoff, Phosphor und Kalium enthält.

Serizzo Antigorio

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Der italienische Serizzo Antigorio ist eine sehr beliebte Paragneisart. Dies liegt vor allem auch an seinem günstigen Preis. Da sich der Stein durch Umwandlung von Mineralien im Gesteinsinneren verfärben kann, wird er hauptsächlich für den Innenbereich verwendet. Einsatzgebiete dort sind Treppen, Bodenbeläge, Fensterbänke, Bordüren oder Küchenarbeitsplatten.

Serpentinit

Dieses Umwandlungsgestein besteht ganz oder vorwiegend aus dem weichen Mineral Serpentin. Serpentinit ist dunkelgrün, buntgrün, zuweilen auch braun bis purpur, oft mit hellen Calcitadern netzartig durchsetzt. Bereits in der Antike war es ein geschätztes Dekorationsgestein, das wie Marmor eingesetzt wird. In der Außenanwendung ist es jedoch nicht empfehlenswert. Serpentinit findet man in Italien, Österreich, Griechenland, Indien, Taiwan und Kuba.

Setzbolzen

Setzbolzen dienen der Verbindung von dünnwandigen mit anderen Bauteilen, z. B. Stahlprofilbleche mit der Unterkonstruktion aus Stahl oder Stahlbeton. Setzbolzen werden durch "Aufschießen" mit einem Schußapparat mit der Unterkonstruktion verbunden und durchdringen hierbei die dünnwandigen Bauteile.

Setzecke

auch: Setzecken

Setzeisen

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Ein Setzeisen ist ein Meißel mit flacher, 4 bis 6 cm breiter Schneide. Mit einem Setzeisen lässt sich die Oberfläche von Naturstein oder Beton entlang einer Linie behauen. Das Setzeisen ist demnach ein Werkzeug des Steinbildhauers.

Setzfuge

auch: Setzfugen

Eine Setzfuge ermöglicht zwängungsfrei unterschiedliche Bewegungen benachbarter Bauteile. Setzfugen trennen auch die Fundamente. Notwendig sind Setzfugen beispielsweise bei unterschiedlicher Belastung, wenn hohe Gebäude neben niedrigen stehen. Setzfugen wegen unterschiedlichen Baugrunds lassen sich gegebenenfalls vermeiden durch einen Bodenaustausch (Magerbeton oder Kies), Gründung unterhalb des nachgiebigen Bereiches, Pfahlgründung oder der Anordnung eines steifen Kellerkastens.

Setzholz

Setzholz ist der Name des freistehendes Pfostens bei zwei- oder mehrflügeligen Fenstern. Ein Setzholz unterteilt das Fenster in seiner Breite und bestimmt dessen äußere Gestaltung. Beschläge für die Flügelrahmen können in das Setzholz eingelassen werden.

Setzriss

auch: Setzrisse

Setzrisse durchziehen im Gegensatz zu Putzrissen das gesamte Tragwerk (Mauerwerk) eines Gebäudes. Sie werden verursacht durch Setzungen des Bauwerks, verlaufen fast ausschließlich vertikal-diagonal und klaffen, je höher sie verlaufen, immer breiter auseinander. Setzrisse werden zum Beispiel durch ungleichmäßige Setzung des Baugrunds ausgelöst werden. Ein Grund für ungleichmäßige Setzungen sind Spannungsüberlagerungen im Baugrund. Diese treten zum Beispiel auf, wenn zwei Gebäude dicht nebeneinander gebaut werden. Auch der Abriss eines Nachbargebäudes kann zu Setzrissen führen, wenn plötzlich die Belastung wegfällt, die bislang für ein Gleichgewicht gesorgt hatte. Setzrisse können harmlos sein oder gravierende statische Probleme nach sich ziehen.

Setzstufe

auch: Stoßstufe, Stoßtritt, Futterstufe, Futterbrett, Setzstufen

Die Setzstufe ist das vertikale Teil einer Treppenstufe. Sie wird auch Stoßstufe, Stoßtritt, Futterstufe oder Futterbrett genannt. Bei Fliesen werden auch Sonderteile zum Verfliesen von Treppenstufen als Setzstufe bezeichnet.

Setzung

auch: Setzungen

Ein Bauwerk "setzt" sich, wenn im Tagwerk Lasten auftreten, die das Fundament nicht mehr abfangen kann. Die Ursache können Aufstockungen sein. Setzungen werden aber auch durch Erosionsvorgänge im Boden, durch Unterspülungen der Bodenplatte etc. verursacht. Sichtbare Anzeichen für Setzungsvorgänge sind die sog. Setzungsrisse. Um eine Ausweitung der Setzungsvorgänge zu verhindern, müssen in der Regel Unterfangungen eingebracht werden.

Setzungsfuge

auch: Setzungsfugen

Sind wegen der Art des Untergrundes unterschiedliche Setzungen zwischen Bauteilen zu erwarten, wird eine Setzungsfuge angeordnet, siehe auch Setzfuge.

SF-Salz

auch: SF-Salze

SF-Salz ist ein Holzschutzsalz, das SF steht hierbei für Siliconfluoride. Verwendet wird SF-Salz für alle witterungsgeschützten Holzbauteile. Nicht geeignet ist SF-Salz für Holz, das Niederschlägen, Erdfeuchtigkeit ausgesetzt wird oder Kontakt mit Wasser hat. Wirksamkeit: Insekten vorbeugend (Iv), pilzevorbeugend (P).

S-Haken

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Universell im Baubereich einsetzbare Haken für vorübergehende Befestigungen. Die S-förmigen Haken sind aus Stahl oder Edelstahl und werden in sehr unterschiedlichen Größen angeboten. Üblicher Anwendungszweck ist das Einhängen von Eimern an Leitern, aber auch die vorübergehende Wandbefestigung für Materialien unterschiedlichster Art - vom Seil über einen Werkzeuggürtel bis hin zu kleinen Kabelrollen und dergleichen.

Sheddach

auch: Sheddächer

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Ein Sheddach ist ein aus mehreren parallel hintereinanderliegenden Pultdächern zusammengesetzes Dach. Die Urform des Sheddachs stammt aus den frühkapitalistischen Zeiten Englands, wobei der senkrechte Teil zur Nordseite zeigt und verglast ist. Das ermöglicht(e) eine gute Ausleuchtung der Hallen mit Tageslicht ohne Blendeffekte durch hereinfallendes Sonnenlicht. Ein mit Sheddächern versehenes Gebäude wirkt von Ferne, als sei es mit überdimensionalen Sägezähnen bestückt.

Sheen-Effekt

auch: Sheen-Effekte

Shredder

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Was im Baubereich der Brecher, der Mauerwerk áus Mauersteinen und Beton zerkleinert, ist im Garten- und Landschaftsbau der Shredder (vom Englischen "to shred" = zerreißen, zerfetzen, zerschnipseln). Shredder sind zylinderförmige Blechbehälter, die über ein Mahlwerk verfügen, deren Walzen Zweige und Äste durch Mahlen, Zerreißen, Zerschneiden oder Zertrümmern in kleine Schnipsel verwandeln. Alle Shredder werden über einen Trichter beschickt, was insbesondere bei den auf vier Metallfüßen aufrecht stehenden Shreddern für den Hobbygärtner eine Gefahrenquelle darstellt. Steht bei einem Hecken- oder Baumschnitt der Gartenbesitzer auf einer Leiter und gerät ins Straucheln, wird sein Arm oder Bein mit in den Trichter gezogen und so verstümmelt, dass eine Amputation unumgänglich ist. Deshalb gilt, dass Shredder nur mit äußerster Vorsicht zu bedienen und Kinder in jedem Fall abseits zu halten sind. Autobahnmeistereien verwenden horizontal auf einem LKW eingebaute große Shredder, die das klein gehäkselte Schnittgut über eine Metallröhre in einen offenen Anhänger schleudern. Dieselbe Aufgabe übernehmen auch motorisierte Holz- und Buschhackmaschinen, die gleichsam die Großversion eines Shredders darstellen und die auch für extreme Einsätze als Kettenfahrzeuge unterwegs sind. Das klein gehackte Material kommt nach längerer Lagerzeit entweder als Rindenmulch in den Handel oder wird durch weitere Zerkleinerung und Kompostierung zu Blumenerde aufbereitet.

SH-Siegel

Sichelmäher

Der Sichelmäher ist der gebräuchlichste Rasenmäher-Typ im Heimbereich. Die Schnittbreiten variieren zwischen 30 und 55 cm. Sichelmäher eignen sich für typische Zier- oder Spielrasenflächen, die nie höher als 10 cm oder maximal 15 cm hoch werden. Für richtige Wiesen, die nur zweimal im Jahr gemäht werden sollen, eignen sie sich nicht. Das Mähprinzip: mit großer Geschwindigkeit rotierende Messer. Die Messer verlieren schnell an Schärfe, können aber leicht nachgeschärft werden. Bei stumpfen Messern sieht die Grasspitze zerfranst aus , weil das Gras abgeschlagen wird. Dadurch wird die Graspflanze geschwächt und ist für Krankheiten oder Pilze anfälliger. Scharfe Messer sind deshalb absolut erforderlich.

Sichelzapfenverbindung

auch: Sichelzapfenverbindungen

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Die Sichelzapfenverbindung ist eine gängige Holz-Längsverbindung. Sie wird verwendet, wenn Zugkräfte übertragen werden sollen. Dabei gibt es verschiedene Varianten, vom einfachen über den doppelten Sichelzapfen bis hin zum Sichelzapfen mit Kreuzblatt. Beim Sichelzapfen handelt es sich um die asiatische Variante des Schwalbenschwanzes. Dadurch, dass der Zapfen nicht spitz zuläuft, besteht bei Druckkräften keine Gefahr des splittern oder reißen des Holzes. Beim Sichelzapfen mit Kreuzblatt wird der Zapfen mittels einer Überblattung mit dem Gegenstück verbunden. Zusätzlich kann in die Überblattung noch ein Zapfen gesägt sein. Man spricht dann von einem Sichelzapfen mit Kreuzzapfen und Kreuzblatt. Diese Verbindung lässt sich leicht lösen, ist aber dennoch stabil und somit ideal für die Bautischlerei. Besonders stabil gegen Dreh- und Biegebelastungen ist der doppelte Sichelzapfen, keilförmig angeschnitten. Bei so vielen Zapfen und Einschnitten ist es nicht verwunderlich, dass die Verbindung unbeweglich ist.

Sicherheitsablauf

auch: Sicherheitsabläufe

Sicherheitsabläufe sind Durchlassöffnungen mit entsprechenden Rohrführungen bei Dächern, Balkonen u. a. mit geschlossener Brüstung oder Attika.

Sicherheitsarmatur

auch: Sicherheitsarmaturen

Sicherheitsarmaturen sind eine Art von Sanitärarmatur. Sie verhindern unzulässige Drücke, Temparaturen und Volumenströme in Rohrleitungen. Dies geschieht beispielsweise mit einem Sicherheitsventil, einer thermischen Ablaufsicherung oder einer Gas-Regel-Sicherheitsarmatur.

Sicherheitsbeleuchtung

Sicherheitsbeschlag

auch: Sicherheitsbeschläge

Sicherheits-Dachhaken

auch: Sicherheitsdachhaken

Ein Sicherheits-Dachhaken bzw. Leiterhaken ist ein Haken aus Stahl. Er dient der Befestigung von Lasten wie Dachdecker-Auflegeleitern und Dachdeckerstühlen bei Arbeiten auf dem Dach. Sicherheitsdachhaken gibt es in verschiedenen Ausführungen wie beispielsweise für Schiefer, Biber, profilierte sowie ebene Betondachsteine und Tondachziegel.

Sicherheitsfolie

auch: Sicherheitsfolien

Sicherheitsglas

auch: Sicherheitsgläser

Bei den Sicherheitsgläsern gibt es Verbund-Sicherheitsgläser, die für einen Beschussschutz sorgen oder sogar eine Sprengwirkung hemmen sowie Einscheiben-Sicherheitsgläser, die im Vergleich zum normal gekühlten Floatglas bei Glasbruch in ein Netz von Krümeln zerfallen, die mehr oder weniger lose zusammenhängen und nicht scharfkantig sind. Bei Ausstattung mit einer reißfesten Folie bleiben bei Glasbruch die Glasscherben an der Folie haften, was die Verletzungsgefahr erheblich mindert. Sicherheitsglas wird im privaten Bereich nicht nur eingesetzt, um die Verletzungsgefahr zu mindern, sondern auch als Sicherheits-Isolierglas, um sich vor Einbruch zu schützen. Sicherheitsglas im Privatbereich gehört der Widerstandsklasse "A" an, die in vier Kategorien unterteilt ist. Natürlich kosten Sicherheitsverglasungen mehr als Standardverglasungen, aber die Versicherungen gewähren auch Prämiennachlässe, sofern die Verglasung eine einbruchhemmende Wirkung hat. Werden in oder an einem Haus Überkopf-Verglasungen oder Dachverglasungen durchgeführt oder soll sogar begehbares Glas eingebaut werden, ist Verbund-Sicherheitsglas sowieso vorgeschrieben - ebenso bei Glasvordächern. Auch Ganzglas-Türanlagen, Ganzglas-Duschen oder gläserne Treppenstufen müssen aus Verbund-Sicherheitsglas bestehen, Sonderkonstruktionen wie etwa ein gläserner Aufzug natürlich ebenso.

Sicherheitskennzeichen

Sicherheitskennzeichen sind von keiner Baustelle wegzudenken. Es besteht in öffentlichen Gebäuden, Betrieben usw. auch eine Kennzeichnungspflicht für bestimmte Sicherheitsvorkehrungen. Die Zeichen sind in in unterschiedlichen Farben gehalten und mit unterschiedlichen Pictogrammen bedruckt und werden unterschieden in Verbotszeichen, Gebotszeichen, Warnzeichen, Rettungszeichen und Brandschutzzeichen.

Sicherheitskette

auch: Sicherheitsketten

siehe Sperrbügel.

Sicherheitsklappschott

siehe Klappschott.

Sicherheitsleuchte

auch: Sicherheitsleuchten

Sicherheitsmesser

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Unter einem Sicherheitsmesser kann viel verstanden werden. Meistens wird damit ein Universalmesser oder "Cutter" bezeichnet, dessen herausschiebbare Klinge federbelastet ist. Wenn das Messer vom Schneidgut abrutscht und der Schieber nicht festgehalten wird, gleitet das Messer in den Griffkörper zurück.

Sicherheitsrinne

auch: Sicherheitsrinnen

Sicherheitsrinnen sind eigenständige Entwässerungsvorrichtungen, z. B. unter innenliegenden Dachrinnen oder Dachgräben. Sicherheitsrinnen können ausgeklebt oder aber aus Metall hergestellt werden. Eine ausgeklebte Sicherheitsrinne kann schon vor Beginn der Klempnerarbeiten anfallendes Regenwasser ableiten und bietet darüber hinaus ein hohes Maß an Rückstausicherheit. Der Abstand zwischen Dachrinne und Sicherheitsrinne sollte mind. 20 mm betragen. Jede Sicherheitsrinne ist mit eigenen Abflüssen ausgestattet, um eventuell eindringendes Wasser sicher ableiten zu können.

Sicherheitssauger

Sicherheitsschloss

auch: Sicherheitsschlösser

Sicherheitsschlüssel

Sicherheitsschlüssel ist der Oberbegriff für alle Schlüssel, die eine besondere Sicherheit bieten. Der gebräuchlichste Sicherheitsschlüssel ist dabei der Zylinderschlüssel. Als sehr sicher gilt auch der Doppelbartschlüssel, den man hauptsächlich bei Tresoren findet. Ein hohes Maß an Sicherheit bieten auch der Wendeschlüssel und der elektronische Schlüssel. Dagegen entsprechen der Buntbartschlüssel und der Chubbschlüssel nicht mehr dem heutigen Stand der Sicherheit.

Sicherheitsschuhe

auch: Sicherheitsschuh

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Überall, wo mit Fußverletzungen durch Stoßen, Einklemmen, herabfallende oder herunterrollende Gegenstände, durch Hineintreten in spitze oder scharfe Gegenstände oder durch heiße Stoffe, heiße oder ätzende Flüssigkeiten zu rechnen ist, müssen Sicherheitsschuhe getragen werden. Auf der Baustelle sind Sicherheitsschuhe zum Beispiel Pflicht. Besondere Merkmale von Sicherheitsschuhen sind Stahlkappe und Stahleinlage in der Sohle.

Sicherheitsstufenmatte

auch: Sicherheitsstufenmatten

siehe Stufenmatte

Sicherheitstank

auch: Sicherheitstanks

siehe (%Heizöl-Lagertank(%

Sicherheitstreppenraum

Ein Sicherheitstreppenraum ersetzt den 2. Rettungsweg. Dieser ist aus Brandschutzgründen in allen Gebäuden laut Musterbauordnung zwingend vorgeschrieben. Der zweite Rettungsweg kann bei Gebäuden bis 22 m Höhe zum Beispiel ein ausreichend großes Fenster (Rettung über die Drehleiter der Feuerwehr) oder eine weitere Treppe (Fluchttreppe) sein. Der Sicherheitstreppenraum ist so beschaffen, dass Feuer und Rauch nicht eindringen können. Er ist nur über offene Gänge oder Schleusen erreichbar. Meistens ist dieser Treppenraum vom übrigen Gebäudegrundriß vollkommen abgegrenzt. Der Sicherheitstreppenraum endet im Freien.

Sicherheitszaun

auch: Sicherheitszäune

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Sicherheitszaun ist der Sammelbegriff für alle Zaunanlagen, die Personen oder Gebäude vor unerwünschten Ein- und Angriffen schützen sollen. Sicherheitszäune stehen in Sportstadien und schützen Fußballspieler vor Übergriffen wildgewordener Fans oder verhindern, dass sich Schaulustige auf eine Rennstrecke verirren. Sicherheitszäune sichern vor allem aber auch Gelände und Gebäude wie Kasernen, Kraftwerke oder ganz allgemein Firmen mit sensiblen Produktionsgütern. Je nach Anforderungsprofil sind Sichertheitszäune mit einem Übersteigschutz ausgestattet. Der kann darin bestehen, dass die senkrechten Stäbe angespitzt sind und 15 cm über die waagerechten Profile hinausragen. Er kann auch darin bestehen, dass der Zaun im oberen Bereich um 45° abgeknickt und zusätzlich auch noch mit NATO-Stacheldraht umwickelt ist. Sicherheitszäune können aber auch auf Aussichtstürmen angebracht sein, damit Selbstmörder nicht abspringen können. Sie können aber auch im Privatbereich aufgestellt sein, um beispielsweise bissige Hunde am Überspringen oder Durchbeißen (wie bei einem Holzzaun) zu hindern. Das Aufstellen von Sicherheitszäunen im Privatbereich ist in jedem Fall genehmigungspflichtig. Besonders hohen Durchbruchschutz bieten Sicherheitszäune aus massivem Streckmetall mit engen Öffnungsquerschnitten, was ein Aufschneiden erschwert. Gelegentlich werden fälschlicherweise auch Fangzäune, wie sie an Ski-Abfahrtsstrecken angebracht sind, als Sicherheitszäune bezeichnet.

Sicherungsarmatur

auch: Sicherungsarmaturen

Sicherungsarmaturen sind eine Art von Sanitärarmatur. Sie sorgen dafür, dass keine gesundheitsgefährdenden Flüssigkeiten in die Trinkwasserversorgung gelangen können - weder durch Rückdrücken, Rücksaugen oder Rückfließen. Sicherungsarmaturen sind beispielsweise Rückflussverhinderer oder Rohrtrenner.

Sicherungsautomat

auch: Sicherungsautomaten

Sicherungsautomaten (Leitungsschutzschalter, LS-Schalter)haben mittlerweile Schraubsicherungen im Haushalt weitgehend abgelöst. Sie bestehen aus einem Kunststoff-Gehäuse mit einem Kippschalter. Sicherungsautomaten haben zwei Sicherheitseinrichtungen. Zum einen eine Spule, die ähnlich wie ein Selbstunterbrecher funktioniert. Durch einen Elektromagneten wird der Stromkreis bei extremer Überschreitung der Nennstromstärke (zum Beispiel Kurzschluss) nach Sekundenbruchteilen unterbrochen. Zum anderen besitzen Sicherungsautomaten einen Bi-Metall-Streifen, der auf Überhitzung reagiert. Fließt über einen längeren Zeitraum zuviel Strom über den Automaten, erwärmt sich das Bimetall und verbiegt sich, was zu einer Unterbrechung des Stromkreises nach einigen Sekunden führt.

Sicherungskasten

Sicherungsringzange

auch: Sicherungsringzangen

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Die Sicherungsringzange wird zum Lösen und Anziehen von Sicherungsringen verwendet. Sicherungsringe benötigt man vor allem im Fahrzeug- und Maschinenbau, speziell zur Fixierung von Lagern auf Wellen oder in Bohrungen. Man unterscheidet Innen- und Außenringe und dementsprechend gibt es auch zwei unterschiedliches Sicherungsringzangen. Der Außenring wird mit der Zange auseinandergedrückt, um ihn anzubringen oder zu lösen, der Innenring wird dagegen zusammengedrückt.

Sichtbalkendecke

auch: Sichtbalkendecken

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Wie der Name schon sagt, bleiben bei einer Sicht­balken­decke im Gegen­satz zur Holzbalkendeckedie Balken als tragende Elemente der Deckenkonstruktion sichtbar. Auf die Balken werden als untere Lage Hobeldielen oder Profilholzbretter montiert, als obere Lage eine Holz­werk­stoff­platte, die ihrerseits den Estrich aufnimmt. Eine Decke, deren Unteransicht komplett aus Holz besteht, bringt ein solides, natürliches Flair in die Wohnräume, weshalb insbesondere im Fertighausbau besonders oft Sichtbalkendecken montiert werden.

sichtbare Befestigung

auch: sichtbare, Befestigungen

Die Bezeichnung "sichtbare Befestigung" spielt vor allem bei der Außenwandbekleidung und der Innenwandbekleidung eine Rolle. Die an den Fassaden bzw. Wänden angebrachten ebenen oder profilierten klein- oder großformatigen Elemente werden bei dieser Montageart mittels Schrauben, Nieten oder Haltungen angebracht, die von außen sichtbar sind. Dies geschieht weniger aus Kostengründen, denn aus Gründen der architektonischen Gestaltung. So kennt der Markt beispielsweise Schrauben, die mit farbigen Kappen versehen werden und dadurch eine Fassade auflockern.

sichtbare Sparren

auch: Dächer

Unter einem Dachstuhl befindet sich der Dachboden - und der Ausbau eines solchen Bodens incl. Einbau der Wärmedämmung ist eine bevorzugte Tätigkeit für Heimwerker. Diese müssen sich allerdings entscheiden, ob sie verdeckte oder sichtbare Sparren haben wollen. Auch bei sichtbaren Sparren ist eine Konterlattung notwendig, die zwischen den Sparren angeschraubt wird. Zwischen den Sparren werden dann Profilhölzer eingebaut, die an der Konterlattung befestigt werden. Die Sparren bleiben also sichtbar, was dem Raum unter dem Dachboden eine gewisse rustikale Optik verleiht.

Sichtbeton

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Sichtbeton nennt man den Beton, der ohne Tapeten, Putze oder deckende Anstriche eine puristische, moderne Wirkung entfaltet. Jede Sichtbetonfläche ist ein Unikat. Die Oberfläche wird dabei von der Schalung bestimmt, in die der flüssige Beton gegossen wird – Oberflächeneffekte von sägerau bis samtglatt lassen sich so erzielen. Eine Hülle aus ebenem Stahl garantiert eine scharfkantige, glatte Fläche. Raue Bretter hinterlassen eine grobe Holzmaserung. Fugen, die an den Nahtstellen der einzelnen Schalelemente entstehen, müssen entweder gleich als Gestaltungselement mit einbezogen oder kaschiert werden. Durch die gezielte Auswahl von Gesteinskörnungen zum Beispiel Granit, Quarz, runder Kies, eckiger Splitt, aber auch Metall oder Glasgranulat wird mit Farben und Formen gespielt. Geschliffene und polierte terrazzoartige Flächen sind genauso möglich wie Effekte, die an Steinmetzarbeiten erinnern. Sichtbeton kann entweder vor Ort gegossen oder als im Werk produziertes Fertigteil eingebaut werden. Man sollte jedoch immer im Hinterkopf behalten, dass bei Sichtbeton jeder Fehler sofort erkennbar ist.

Sichtblende

auch: Sichtblenden

Der Begriff Sichtblende wird im Bauwesen vielfältig verwendet. Die Sichtblende als solche soll vor neugierigen Blicken ebenso schützen, wie etwa einen häßlichen Müllumladeplatz kaschieren. Die Sichtblende ist also auf kein bestimmten Material fixiert. Eine Plane an einem Tennisplatz, das unerwünschte Zuseher abhalten soll, wird ebenso als Sichtblende bezeichnet, wie der Sichtschutzzaun aus Holzleisten. Mobile Sichtblenden aus stoffbespannten Metallrahmen kommen im Katastrophenschutzes zum Einsatz. Auch der Blendladen ist demenstprechend nicht nur ein Einbruchschutz, sondern auch ein Sichtschutz.

Sichtbox

auch: Sichtboxen

Sichtfachwerk

Von einem Sichtfachwerk wird bei einem Fachwerkhaus gesprochen, dessen Fachwerk ursprünglich ohne verputztes oder verkleidetes Holztragwerk errichtet wurde. Es gab auch Fachwerkhäuser, bei denen das Fachwerk nicht sichtbar war, weil es verputzt oder mit Schiefer verkleidet wurde. Nicht immer ist es vorteilhaft, nachträglich ein Sichtfachwerk herstellen zu wollen, indem man den Putz oder die Verkleidung entfernt.

Sichtholz

auch: Sichthölzer

Als Sichtholz werden Holzoberflächen bezeichnet, bei denen Farbe und natürliche Maserung des Holzes sichtbar bleiben.

Sichtlagerbox

auch: Sichtlagerboxen

Sichtlagerkasten

auch: Sichtlagerkästen

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Sichtlagerkästen bestehen meistens aus Kunststoff und dienen der Aufnahme von Gegenständen aller Art, nicht zuletzt zur Aufnahme von Werkzeugen und Kleinteilen. Die Kästen haben sozusagen eine halboffene Tür, durch die man die in den Kästen lagernden Gegenstände entnehmen kann. Die Kästen sind stapelbar und werden in vielen Größen und Farben angeboten. Für die Befestigung in Metallschlitzwänden kommen nur kleinformatige Sichtlagerboxen - auch Sichtboxen genannt - infrage, in denen Kleinteile wie Schrauben oder Dichtungsringe gelagert werden.

Sichtmauerwerk

Von Sichtmauerwerk wird bei einem gewollt unverputztem Mauerwerk gesprochen. Sichtmauerwerk kann aus verschiedenen Arten von Mauersteinen hergestellt werden, zum Beispiel aus KS-Steinen, Natursteinen und aus Keramikklinkern. In letzterem Fall spricht man auch von Verblendmauerwerk. Beim Aufmauern eines Sichtmauerwerks muss natürlich besonders sauber und präzise gearbeitet werden. Steine, die an Kanten und Ecken beschädigt sind, dürfen nicht verarbeitet werden. Wesentlicher Bestandteil eines sauberen Sichtmauerwerks ist auch die saubere Verfugung. Durch Verwendung kontrastierenden Fugmaterials können interessante optische Akzente gesetzt werden. Zum hellen KS-Stein kontrastiert beispielsweise eine dunkelgraue Verfugung.

Sichtschutz

auch: Sichtschutze

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Unter Sichtschutz wird alles zusammengefasst, was vor den Blicken des Nachbarn schützen kann, das kann eine Spanische Wand oder ein Sichtschutzzaun sein. Der Sichtschutz kann also beweglich wie ein Paravent sein oder fest installiert wie der Zaun. Praktisch sind die beweglichen Sichtschutzelemente, da sie immer dort aufgebaut bzw. hingestellt werden können, wo sie gerade gebraucht werden. Die beweglichen Elemente dienen im Freien auch zugleich als Windschutz oder Sonnenschutz. Im Büro oder der Wohnung lassen sich separate Bereiche abtrennen, so dass sich etwas mehr Privatsphäre für den Einzelnen ergibt. Als Sichtschutz für bereits bestehende Zäune (z.B. Maschendrahtzäune) werden im Handel auch Sichtschutzblenden angeboten. An Fenstern kann Sichtschutzfolie einen Sichtschutz herstellen. Man kann sich aber auch gleich Sichtschutzglas einsetzen lassen. Spezielle PVC-Gewebe können als blickdichter Sichtschutz mit Klemmleisten an Metallzäunen befestigt werden.

Sichtschutzblenden

auch: Zaunblenden, Balkonblenden

Unter Sichtschutzblenden werden Kunststoffplanen verstanden, die an Zäunen oder Balkonen befestigt werden und vor Wind, Staub oder des Nachbars Blicken schützen. Solche Sichtschutzblenden sollten reißfest, temperaturbeständig und UV-stabilisiert sein. Löcher in der Plane helfen bei einer einfachen Befestigung. Je nach Befestigungsort werden sie auch als Zaunblenden oder Balkonblenden angeboten. Die Blenden gibt es unifarben oder in verschiedenen Mustern.

Sichtschutzfolie

auch: Sichtschutzfolien

Sichtschutzfolien werden auf der Fensterscheibe montiert und verhindern, dass neugierige Nachbarn oder sonst jemand in die Wohnung schauen können. Auch Sicherheitsbereiche, Sanitär- und Umkleideräume sowie Untersuchungsräume in Kliniken und Arzträumen werden mit Sichtschutzfolien ausgestatttet. Dabei unterscheidet man zwei Arten von Sichtschutzfolien. Die erste Art ist unabhängig von Tageszeit, Blickrichtung und Beleuchtung. Bei der zweiten Art von Fensterfolie besteht Sichtschutz von außen in die geschützten Räume (bei Tageslicht) unter Beibehaltung der Sicht von innen nach außen. Dieser Sichtschutz mit transparenten Folien funktioniert nur dann, wenn auf beiden Seiten der Folie unterschiedliche Lichtstärken vorhanden sind. Bei stark absorbierende Folien kann die durch Sonneneinstrahlung erzeugte thermische Belastung des Glases allerdings eine erhebliche Größe erreichen. Durch den zu erwartenden örtlichen Temperaturunterschied bzw. Hitzestau bei Sonneneinstrahlung entstehen im Glas hohe Spannungen, die zum Bruch oder zu Sprüngen in der Scheibe führen können. Deshalb ist es unbedingt empfehlenswert, vor dem Bekleben der Verglasungseinheiten Rücksprache mit einem Fachbetrieb zu nehmen.

Sichtschutzglas

auch: Sichtschutzgläser

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Unter dem Oberbegriff "Sichtschutzglas" werden alle Gläser zusam­men­gefasst, die auf die eine oder andere Weise als Sichtschutz dienen können, weil man durch sie hindurch nichts oder nur Umrisse sieht. Das Glas kann geätzt oder bedruckt sein, auch Milchglas, Gussglas oder Drahtornamentglas ist dem Sichtschutzglas zuzuordnen. Darüber hinaus gibt es noch Hightech-Gläser, die sich auf Knopfdruck vom opaken zum transparenten Zustand umschalten lassen. Solche Verbundsicherheitsgläser besitzen einen integrierten LC-Film aus Flüssigkristallen.

Sichtschutzzaun

auch: Sichtschutzzäune

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Der Sichtschutzzaun, der gelegentlich auch Dichtzaun, Sichtzaun oder Sichtblenden-Zaun genannt wird, soll vor möglicherweise neugierigen Blicken und dem Wind schützen. Sichtschutzzäune werden in aller Regel als fertige Zaunelemente angeboten - und zwar als rechteckige Elemente, bogenförmig oder mit winkliger oder diagonaler Oberkante. Da die Augenhöhe mit 160 cm angenommen wird, muss der Sichtschutzzaun also mindestens eine Höhe von 170 haben. Will man sich auch vor den Blicken großer Menschen schützen, muss die Einbauhöhe schon 190 cm betragen. Sichtschutzzäune werden in der preiswerten Version als Zäune aus geflochtenen Holzspänen angeboten. In der stabileren Variante bestehen sie aus Halbstäben oder massiven Profilhölzern. Da auf die Sichtschutzzäune ein erheblicher Winddruck einwirken kann, müssen die Pfostenträger, zwischen denen die Elemente montiert werden, unbedingt einbetoniert werden.

Sichtverbindung

auch: Sichtverbindungen

Sichtverbindungen sind in der Architektur besonders wichtig, wenn Freibereiche unter Kontrolle des Wohungsinhabers bleiben sollen. Ein Balkon oder eine Terrasse, auf der Kinder spielen, sollte zumindest aus einer Richtung beobachtet werden können. Sichtverbindungen sind auch wichtig, wenn Eltern im Wohnzimmer spielende Kinder im Auge behalten wollen.

Sicken

Sicken sind manuell oder maschinell hergestellte rinnenförmige Vertiefungen in Blech, Zylindern, Rohren, Gefäßen usw., die zur Erhöhung der Steifigkeit von Einzelteilen und von aus diesen Einzelteilen gefertigten Konstruktionen, seltener zur Verschönerung dienen. Die Sicke wird manuell mit Sickenhammer auf Sickenstock oder maschinell mit der Sickenmaschine, mit Hilfe zweier Sickenrollen in das Blech gedrückt. Es gibt Sickenrollen für verschiedene Formen.

Sickerbrunnen

Schluckbrunnen oder Sickerbrunnen dienen nicht der Wasserförderung aus dem Erdreich, sondern der Wasserrückführung. Insofern haben sie dieselbe Funktion wie die Schachtversickerung. Sickerbrunnen sind unerläßlich, wenn mittels Wärmepumpen dem Grundwasser Wärme entzogen und diese in Heizenergie umgewandelt wird. Das auf etwa 4° herabgekühlte Wasser sickert über Sickerbrunnen wieder in das Grundwasser. Bohrbrunnen und Sickerbrunnen müssen dabei 10 bis 15 m auseinander liegen.

Sickerpflaster

auch: Ökopflaster

Sickerpflaster bzw. Ökopflastersteine sind Betonsteine, welche gewährleisten, dass ein großer Anteil des Regenwassers versickern kann. Sickerpflaster wird meist aus hohlraumreichem Beton hergestellt. Manche Anbieter vertreiben Steine, bei denen Öffnungen vorhanden sind oder durch ein bestimmtes Verlegemuster entstehen. Durch sie kann das Wasser versickern. Sickerpflaster bietet meist eine nicht allzu ansehnliche Optik. Dadurch, dass weniger Wasser in die Kanalisation geleitet wird, können jedoch Gebühren eingespart werden. Selbst wenn die örtliche Gemeinde noch keine Gebühren für das Einleiten von Regenwasser erhebt, so ist doch damit zu rechnen, dass dies in der Zukunft eingeführt wird.

Sickerschacht

auch: Sickerschächte

Sickerschicht

auch: Sickerschichten

Die Sickerschicht ist der Teil einer Dränschicht, in dem das anfallende Wasser der erdberührten Bauteile in die Dränleitung abfließt. Die Sickerschicht besteht zum Beispiel aus einem Kiessand der Körnung 4/32 mm, das bedeutet, der größte Stein hat einen Durchmesser von 32 mm und der kleinste Stein hat einen Durchmesser von 4 mm. Es kommen aber auch Drainagesteine aus porösem Spezialbeton als Sickerschicht zum Einsatz.

Sickerwasser

Sickerwasser ist das in den Untergrund versickernde grundwasserbildende Wasser aus Niederschlägen oder Gewässern. Die im Bereich des Sickerwassers vorhandenen Gesteinszonen sind maßgeblich für die Eigenschaften (Wasserqualität) des Grundwassers verantwortlich. Sickerwasser stellt bei Mülldeponien ein Problem dar, da noch bis zu 50 Jahre nach Schließung einer Mülldeponie Sickerwasser anfällt, das behandelt werden muss, bevor es in ein Gewässer eingeleitet werden kann. Das größte Problem dabei ist, dass es nur sehr wenige, sehr aufwendige Verfahren gibt, mit denen dieses Wasser gereinigt werden kann.

Sieblinie

auch: Sieblinien

Die Sieblinie ist die graphische Darstellung der Kornzusammensetzung eines Betonzuschlags in einem Diagramm. Die Sieblinie wird im Siebversuch ermittelt und gibt Aufschluß darüber, ob der Zuschlag zur Betonherstellung geeignet ist. Dafür muss er innerhalb der Grenzsieblinien liegen.

Siebventil

auch: Siebventile

siehe Ablaufventil.

Siebversuch

Im Siebversuch wird die Kornzusammensetzung von Zuschlag für die Betonherstellung ermittelt. Zehn Siebe mit unterschiedlicher Maschenweite werden übereinander gereiht, der Sieb mit der größten Maschenweite ist oben, die nächstkleineren folgen. Der Zuschlag wird in den obersten Sieb gegeben und gesiebt. In jedem Sieb bleibt ein Teil des Zuschlags zurück. Der Zuschlag ist nun getrennt in Korngruppen. Der prozentuale Anteil jeder Korngruppe an der gesamten Probe wird in einem Diagramm aufgezeichnet, es entsteht die sogenannte Sieblinie.

Siedlungsbau

Unter dem Begriff Siedlungsbau kann zweierlei verstanden werden: Einmal als Fachbegriff für das Siedlungswesen, zum anderen dann auch als Begriff für den Hausbau in Eigenleistung, wobei der einzelne Siedler als Mitglied einer Siedlungsgenossenschaft oder eines Bauvereins dabei im Wortsinn auf die tätige Mitghilfe der anderen Mitglieder bauen kann, wie er selbst auch seine Arbeitskraft in den Bau der anderen Siedlungshäuser einbringen muss. Der Siedlungsbau ist fast so alt wie die Menschheit. Je nach politischer Einstellung heute ein Reizwort durch den Bau von Siedlungen jüdischer Siedler im Nahen Osten, steht der Siedlungsbau jedoch in einem historischen Zusammenhang mit der Entwicklung der Menschheit. Siedlungen wurden nicht nur - wie im Wilden Westen - gegen den Willen der Ureinwohner gebaut, vielmehr wurden Siedler auch auf ausdrücklichen Wunsch ausländischer Herrscher ins Land geholt, so z.B. die "Siebenbürger Sachsen", die "Wolgadeutschen" oder die "Banater Schwaben".

Siedlungsgenossenschaften

auch: Siedlungsgenossenschaft

Siedlungsgenossenschaften oder Baugenossenschaften sind - ebenso wie die Raiffeisengenossenschaften - aus dem ländlichen Raum hervorgegangen. Der Grundgedanke war und ist, dass die Genossen Kapital einzahlen und dadurch zu Miteigentümern werden. Anders als beim Bauverein sind die Genossenschaften im Handelsregister eingetragen (e.G. = eingetragene Genossenschaft), die Geschäfte werden von einem hauptamtlichen Geschäftsführer geführt. Die Genossenschaften sind gemeinnützig, erzielte Gewinne fallen also nach Einbehalt gesetzlich vorgeschriebener Mindestrücklagen wieder an die Genossen zurück. Siedlungsgenossenschaften haben sich nach dem 1. und 2. Weltkrieg große Verdienste erworben. Nach dem ersten Weltkrieg ging es darum, "kleine Leute" und besitzlose Landarbeiter und Bauernsöhne "an die eigene Scholle zu binden". Es wurden also Parzellen erworben und die Genossen bauten ihre Häuser weitgehend und unter tätiger Mithilfe der anderen Genossen in Eigenleistung. Nach dem 2. Weltkrieg entstanden inbesondere in den Weichzonen der Mittel- und Großstädte ganze Siedlungen für Heimatvertriebene, wobei diese Anwesen in den 50-er Jahren vielfach auch als bäuerliche Nebenerwerbsbetriebe geführt wurden. Der Hauseigentüpmer, früher etwa Landwirt in Schlesien, ging nun im Westen in einer Autofabrik "schaffen", ansonsten kümmerte sich die Ehefrau und er selbst am Feierabend um Kleinvieh und Gemüse- und Kartoffelanbau. Solche Siedlungshäuser sind übrigens heute wegen der großen Grundstücke begehrt, wenn auch gravierende bauliche Änderungen und Erweiterungen des Baukörpers von den Gemeinden kaum genehmigt werden, um den einheitlichen Siedlungscharakter nicht zu zerstören. Siedlungsgenossenschaften sind auch heute noch vielfach in der Bundesrepublik aktiv. Angesichts der Kostenexplosion im Bauwesen und der teuren Grundstückspreise ist der Bau eines Selbstbauhauses mit oder ohne Hilfe einer Siedlungsgenossenschaft inzwischen "trendy" geworden.

Siedlungswasserwirtschaft

Die Siedlungswasserwirtschaft ist ein Teil der Wasserwirtschaft. Sie beschäftigt sich mit allen Maßnahmen zur ausreichenden Trink- und Nutzwasserversorgung, sowie der ordnungsgemäßen Entsorgung des Abwassers durch Rückführung in den natürlichen Kreislauf der Natur nach entsprechender Reinigung. Oberste Prämisse ist hiebei ein schonender Umgang und eine nachhaltige Nutzung der lebensnotwendigen Ressource Wasser. Die Siedlungswasserwirtschaft ist ein Lehrbereich und Vertiefungsrichtung im Rahmen eines Bauingenieurstudiums.

Siedlungswesen

Siedlungswesen ist eine Fachdisziplin an Hochschulen und Fachhochschulen, meistens in Verbindung mit dem Städtebau (z.B. Institut für Städtebau und Siedlungswesen). Auch Bauingenieur-Studenten müssen in der Regel im Grundstudium Vorlesungen im Bereich Siedlungswesen besuchen. Das Siedlungswesen beschäftigt sich u.a. um die Infrastruktur einer Stadt oder einer Gemeinde. Auch Stadtentwicklung und Bauleitplanung gehören zum Themenspektrum im Siedlungwesen.

Siegel

Der Begriff "Siegel" hat im Baubereich zwei Bedeutungen. Einmal wird das Wort Siegel für Produktbeschreibungen eingesetzt, die Versiegelungsflüssigkeiten betreffen - z. B. "Parkettsiegel". Dann aber werden auch Siegel als Gütezeichen von Verbänden und Institutionen herausgegeben. Allseits bekannt ist das sog. Wollsiegel, das auch für Teppiche und Auslegeware aus Wolle gilt oder das FSC-Siegel für Holz- und Holzprodukte aus nachhaltiger Waldbewirtschaftung. Im Grunde können sich aber auch die Hersteller Siegel gleich welcher Art selbst verleihen, was mitunter auch aus Werbegründen geschieht ("Nur echt mit dem XYZ-Siegel").

Sikkativ

auch: Trockenstoff, Sikkative

Ein Sikkativ bzw. Trockenstoff ist ein Zusatz zur schnelleren Trocknung von beispielsweise Leinöl. Sikkative sind so genannte Seifenverbindungen von Metallen wie Blei, Mangan oder Kobalt mit organischen Säuren wie hauptsächlich Fettsäuren. Diese bewirken katalytisch eine Sauerstoffübertragung an das Leinöl.

Silane

Silane sind monomere, reaktive Verbindungen des Siliziums. Sie finden vielfältige Verwendung als Hilfs- oder Rohstoff bei der Oberflächenbehandlung (Hydrophobierung von Glas, Keramik) oder als Haftprimer z.B. bei Beschichtungen.

Silberdämpfen

Silicastaub

Silicastaub ist ein sehr feiner Staub mit stark puzzolanischer (Puzzolane) Wirkung, der als Zusatzstoff und Stabilisator bei Frischbeton eingesetzt wird. Er wird zum Beispiel bei der Herstellung von hochfestem Beton und bei Spritzbeton verwendet. Bei hochfestem Beton bewirkt Silicastaub eine wesentliche Verringerung des Porenvolumens (Füllereffekt) sowie einen Verbesserung der Mikrostruktur in der Kontaktzone Zement-Zuschlag mit verbessertem Verbund zwischen Zuschlag und Zementstein. Spritzbeton mit Silicastaub hat weniger Rückprall, weniger Staub zur Folge. Es wird die Haftung verbessert, ein dickerer Auftrag ist möglich und günstigere mechanische Eigenschaften können erreicht werden.

Silicondichtstoff

auch: Silicondichtstoffe

Silicondichtstoffe sind die am meisten eingesetzten Fugendichtmassen im Hoch- und Tiefbau, was auf ihre herausragenden Eigenschaften zurückzuführen ist. Silicondichtstoffe haften gut auf den meisten Untergründen und verfügen über eine hervorragende Witterungs- und UV-Beständigkeit. Des weiteren zeichnen sich Silicondichtstoffe durch mechanische Werte, die dem jeweiligen Anwendungsfall entsprechend eingestellt werden können, sowie durch hohe Elastizität und gutes Rückstellvermögen aus. Alle diese Eigenschaften sind darüber hinaus nahezu unabhängig von der Temperatur. Das Überstreichen von Silicondichtstoffen ist allerdings nicht möglich, sondern greift im Gegenteil das Material an, das dadurch seine abdichtenden Eigenschaften verlieren kann.

Siliconharz

auch: Siliconharze

Siliconharze sind Duroplaste. Sie besitzen eine stark wasserabweisende Wirkung, sind alkalibeständig und unempfindlich gegen UV-Strahlen. Sie verfügen über eine hohe Hitze- und Witterungsbeständigkeit und sind elastisch. Aus diesen Gründen werden Siliconharze häufig für Imprägniermittel, Siliconfarben und Dichtungsmassen eingesetzt. Weitere Einsatzgebiete sind Schalöle, Polituren, Antischaummittel, Isolation von Elektrokabeln, Bauten- und Einbrennlacke.

Siliconharzemulsionsfarbe

auch: Siliconharzemulsionsfarben

Siliconharzemulsionsfarbe ist eine in Wasser gelöste Farbe. Obwohl Siliconharzemulsionsfarben meist geringe Mengen an Kunststoffdispersionen zur Verbesserung der Verarbeitbarkeit enthalten, sind sie dennoch mikroporös und sehr gut wasserdampfdurchlässig. Sie sind nicht filmbildend und können auf allen mineralischen Putzen sowie auf die meisten anderen Farben aufgetragen werden. Als Grundierung werden Siliconharzlösungen (Siloxane) verwendet. Nicht zu verwechseln sind die Siliconharzemulsionsfarben mit den Siliconharzfarben, da diese im allgemeinen Sprachgebrauch oftmals so bezeichnet werden. Der Unterschied liegt darin, dass Siliconharzemulsionsfarben in Wasser, während Siliconharzfarben in Lösemittel gelöst sind.

Siliconharzfarbe

auch: Siliconharzfarben

Siliconharzfarben verfügen über besonders vorteilhafte Eigenschaften, die sie zu einem universellen Beschichtungsmaterial für die meisten Fassaden machen. Dazu gehört vor allem die Kombination aus hoher Wasserabweisung bei gleichzeitig hoher Wasserdampfdurchlässigkeit. Während der erste Aspekt verhindert, dass Regen in den Untergrund unter die dünne, schützende Siliconharzfarbe gelangt, ermöglicht ihre Offenheit für Wasserdampf eine rasche Trocknung feuchtebelasteter Untergründe. Zusammen genommen sorgen beide Aspekte für eine trockene und damit bauphysikalisch einwandfreie Bausubstanz.

Siliconharzputz

auch: Siliconharzputze

Siliconharzputze gehören zu der Gruppe der Kunstharzputze und sind wie die Silikatputze hinsichtlich Anforderung, Zusammensetzung und Verarbeitung durch keine DIN-Norm geregelt. Siliconharzputze bestehen aus unterschiedlich hohen Dispersions- und Siliconharzanteilen. Infolgedessen sind Siliconharzputze hinsichtlich des Diffusionsvermögens mit Mineralputzen und hinsichtlich der wasserabweisenden Wirkung mit Kunstharzputzen vergleichbar. Chemisch gesehen sind Siliconharzputze zwischen den rein anorganischen und den organischen Beschichtungsstoffen einzuordnen. Siliconharzputze weisen im Vergleich zu mineralischen, silikat- oder kunstharzgebundenen Putzen die besten physikalischen Eigenschaften auf und haben, und ähnlich wie die Silikatputze, in den letzten Jahren an Bedeutung gewonnen.

Silikagel

auch: Silikagele

Silikagele sind glasartige amorphe Silikate, die großtechnisch hauptsächlich als Trocknungsmittel eingesetzt werden. Das Material besteht zu 97-99 % aus SiO2 und ist gesundheitlich völlig unbedenklich. Die hervorragendste Eigenschaft des Silikagels ist seine Speicherfähigkeit. Diese hochporösen Materialien haben die Eigenschaft, Wasserdampf stark anzuziehen und unter Wärmeabgabe an ihrer Oberfläche zu binden (Adsorption). Umgekehrt wird bei Erwärmung des Adsorptionsmaterials der gebundene Wasserdampf wieder freigesetzt (Desorption).

Silikatfarbe

auch: Silikatfarben

Silikatgestein

auch: Silikatgesteine

Silikatgesteine bestehen fast ausschließlich aus den harten Silikaten (Feldspat, Amphibol, Pyroxen, Olivin, Foide) und werden in der Praxis, wenn auch nicht ganz korrekt, als "Hartgesteine" geführt. Der Gegensatz zu Silikatgesteinen sind Karbonatgesteine.

Silikatleichtschaum

Silikatleichtschaum ist ein Dämmstoff, der sich besonders zur Altbausanierung eignet. Die feinen mineralischen Kügelchen aus geschäumtem Glas garantieren bei geringem Gewicht (25 kg/m3) eine Wärmeleitfähigkeit von 0,040 W/mK (gemessener Wert: 0,033 W/mK). Sie eignen sich in idealer Weise zur Kerndämmung bei zweischaligem Mauerwerk, denn sie sind hydrophob und absolut brand- und verrottungsbeständig (Putz- und Verblendmauerwerk). Ebenso lassen sich hiermit Decken und Fußböden mit nichttragender Wärmedämmung isolieren. Als weitere geeignete und hocheffiziente Einsatzbereiche für Silikatleichtschaum haben sich Installationsschächte und vorgehängte Beton-Fassaden von Hochhäusern erwiesen.

Silikatputz

auch: Silikatputze

Silikatputze sind kaliwassergebundene Beschichtungen, die durch einen Kunstharzanteil organisch vergütet sind. Neben dem Bindemittel Kaliwasserglas werden Silikatputzen (je nach Hersteller) unterschiedlich hohe Anteile an Dispersionen zugegeben. Durch diese Zugabe wird die Farbtonstabilität sowie die Haftungseigenschaften verbessert. Bei der Zugabe des Dispersionsanteil orientieren sich die meisten Hersteller an der DIN 18 363, in der die Zusammensetzung der Dispersions-Silikatfarben geregelt wird. Dies bedeutet in der Praxis, dass Silikatputze maximal 5% Massenanteil an organischen Bestandteilen, bezogen auf die Gesamtmenge des Beschichtungsstoffes, enthalten. Silikatputze zeichnen sich durch eine gute Wasserbeständigkeit und Dauerhaftigkeit aus. Das Brandverhalten von Silikatputzen ist in Prüfbescheiden geregelt. Besonders hervorzuheben ist die hohe Wasserdampfdurchlässigkeit von silikatgebundenen Beschichtungssystemen. Deshalb werden Silikatputze und -farben schwerpunktmäßig in der Baudenkmalpflege, aber auch als Schlußbeschichtung auf Wärmedämmverbundsystemen eingesetzt.

Silikoflouride

siehe Ethylether

Silikon

auch: Silikone

Silikonharzputz

auch: Silikonharzputze

Beim Silikonharzputz handelt es sich um einen langlebigen, witterungsbeständigen Fassadenputz. Der atmungsaktive Silikonharzputz wird sowohl beim Neubau als auch beim Industriebau und der Fassadensanierung eingesetzt. Für die Formulierung von Silikonharzputzen werden Silikonharze verwendet, die den Putz wasserabweisend machen. Dadurch ist der Putz sehr gut für Wärmedämmverbundsysteme geeignet und zeigt eine gute Wirkung gegen den Befall mit Algen oder Moos. Ein Silikonharzputz stellt einen wirksamen Schutz gegen die Bildung von Tauwasser dar. Zwar kühlt der Putz weiterhin über Nacht (besonders stark an der Nordseite) ab, doch durch die wasserabweisende Wirkung des Putzes perlt das Tauwasser besser ab.

Silikonkautschuk

auch: Silikon, Silikon-Kautschuk

Silikonkautschuk zählt zur Gruppe der Elastomere. Es wird für Dichtungsprofile und Schläuche sowie als Versiegelungsmittel für Fensterverglasungen verwendet. Der Kunststoff behält seine gummielatischen bis plastisch-elastischen Eigenschaften in einem Temperaturbereich von -70 °C bis +190 °C. Da das Material zudem wasser- und klebstoffabweisend ist, ergeben sich zahlreiche Anwendungsmöglichkeiten, siehe auch Silicondichtstoffe.

Siliziumcarbid

Siliziumcarbid ist ein Material, aus dem Schleifkörner hergestellt werden. Siliziumcarbid (SiC) entsteht durch Erhitzen eines Gemisches aus Quarzsand und Koks in elektrischen Öfen bei ca. 2500 Grad Celsius. SiC ist ein besonders hartes und sprödes Schleifmittel, das zum Trennschleifen von metallischen und nichtmetallischen Werkstoffen mit geringer Zugfestigkeit verwendet wird. Eine geringe Zugfestigkeit haben beispielsweise Grauguß, Bronze, Aluminium, Messing, Glas sowie organische, keramische und mineralische Werkstoffe.

Silo

auch: Zementsilo, Silos

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Ein Silo ist ein runder oder eckiger Turm oder größerer Behälter für die Lagerung und Mischung von Zement mit unterschiedlichen Zuschlagstoffen. Silos findet man auf vielen Baustellen, und zwar immer dort, wo kein Transportbeton mit Fahrmischern angeliefert wird. Unterschieden wird in Mini-, Klein- oder Großsilos. Je nach Art des Baustoffes, der in dem Silo angemischt und über eine Silopumpe auf die Baustelle gepumpt wird, spricht man auch von Betonsilo, Mörtelsilo oder Putzsilo. Voraussetzung für den Einsatz eines Silos auf einer Baustelle ist ein fester Standplatz, ein mit 36 A abgesicherter Kraftstromanschluß und ein Wasseranschluß mit mindestens 3 bar Wasserdruck. Silos kennt man aber auch aus der Landwirtschaft. Dort dienen sie zur Aufbewahrung von Schüttgut und Hackfrüchten (z.B. Feldfrüchten wie Zuckerrüben), Grünfutter (Gärfutter, d.h. frisch gemähtes Gras vergärt im Silo und wird im Winter an Kühe verfüttert) oder Getreide (als Zwischenlager, bevor es weiterverarbeitet {gemahlen} wird).

Siloverfüllung

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Dieser Begriff bedeutet nicht, dass ein Silo mit Zement und Zuschlagstoffen verfüllt wird. Vielmehr stammt der Begriff Siloverfüllung aus dem Bereich des Bauens mit Schalungssteinen, die mit Beton verfüllt werden. Der Beton wird dabei immer über einen Schlauch aus einem Silo in die zu füllenden Hohlräume gepumpt.

Silverprenborsten

Sims

siehe Gesims.

Simshobel

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Simshobel werden zum Aus- und Nachhobeln von Fälzen, Profilen und Profilkanten verwendet. Der klassische Simshobel ist aus Holz, Simshobel werden aber auch in Ganzmetallausführung hergestellt. Das Hobeleisen, das genauso breit ist wie die Sohle, ist auf beiden Seiten bündig, so dass Fälze und Absätze scharfkantig ausgeputzt werden können. Siehe auch Doppelsimshobel.

Sinter

Sinter ist ganz allgemein eine mineralische Ablagerung. Diese kann in der Natur vorkommen, z.B. beim Tropfstein. Aber auch der gefürchtete Kesselstein (Kalkablagerungen in Töpfen oder Rohren), Urinstein oder Weinstein sind solche mineralischen Ablagerungen. Sinter bezeichnet auch die durch Verdunstung entstandene, wenige Mikrometer dicke, feinkristalline Schicht, die sich auf trocknenden Putzen oder anorganisch gebundenen Farben bildet

Sinterbiber

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Sinterbiber wird bei hohen Temperaturen bis zur Sinterung gebrannt und hat Klinkerqualität. Der Sinterbiber bietet ebenso wie der normale Biberschwanzziegel umfassendste Verlegemöglichkeiten. Der Sinterbiber ist besonders robust und wetterbeständig - auch bei tiefen Temperaturen. Dafür sorgt die spezielle Brennweise bei 1200°C. Der Dachziegel ist in verschiedenen Formen erhältlich.

Sinterbims

Sinterbims ist ein durch Sinterung künstlich hergestelltes, bimsartiges Material, das als Betonzuschlag verwendet werden kann. Sinterbims besitzt ähnliche Eigenschaften und ein ähnliches Aussehen wie natürlicher Bims.

Sinterhaut

Sinterhaut bildet sich an den Oberflächen von Gipsputzen oder Beton. Bei nicht ausreichender Durchlüftung kann das überschüssige Anmachwasser nicht mehr zügig abgegeben werden. Die Folge ist ein zu langsamer Feuchtigkeitstransport zur Oberfläche. Hierbei wird das enthaltene Kalkhydrat aufgelöst und an die Putz- bzw. Betonoberfläche transportiert. Es reagiert dort mit dem Kohlendioxid aus der Luft zu Calcit, und bildet anschließend eine dichte, feuchtigkeitsundurchlässige Schicht, die sogenannte Sinterhaut, die nun eine weitere Austrocknung behindert. Die Sinterhaut muss beispielsweise durch Abbürsten entfernt werden.

Siphon

Siphonzange

auch: Siphonzangen

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Mit einer Siphonzange lässt sich der Siphon an Waschtischen oder anderen, ähnlichen Verschraubungen öffnen. Die Backen der Siphonzange sind mit Kunststoff ummantelt und verkratzen dadurch die Chromteile nicht.

Sipo

auch: Sipo-Mahagoni

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Sipo ist ein afrikanisches Laubholz und wird auch Sipo-Mahagoni genannt. Das Splintholz ist hellgrau bis rot, das Kernholz bräunlich nachdunkelnd. Das Holz ist sehr hart und mit geringer Festigkeit, witterungsbeständig, gut zu bearbeiten und beständig gegen Insekten und Pilze. Verwendet wird Sipo-Holz vor allem für Furniere, den Innen- und Außenbau sowie für Fenster- und Bootsbau.

Sipo-Mahagoni

siehe Sipo.

Sirene

Sirenen verursachen durch ihren auf- und abschwellenden Heulton einen schrillen, durchdringenden Alarm. Bei Polizei- und Feuerwehrfahrzeugen im Einsatz können die Sirenen sehr lange eingeschaltet sein. Sind Sirenen jedoch an eine Alarmanlage gekoppelt, dürfen sie nicht länger als drei Minuten ertönen. Der Alarm, den Sirenen auslösen, kann zu erheblichen Nachbarschaftsstreitigkeiten führen, wenn häufig und gerade nachts Fehlalarme ausgelöst werden. Im Bereich der Überwachung von Gebäuden kommen meistens kombinierte Alarm-Signalgeber zum Einsatz - das sind Außensirenen in einem kleinen Blechkasten, der mit einem rot aufblitzenden Warnlicht kombiniert ist. Außensirenen sollten so hoch an die Hauswand oder direkt unter dem Dach montiert werden, dass sie nicht durch Ausschäumen mit Bauschaum oder Demolierung des Gehäuses ihrer Funktion beraubt werden. Die Kabel sollten direkt vom Gehäuse durch die Wand geführt werden, damit sie nicht durchtrennt werden können.

Sisal

Sisal ist eine aus den Blättern verschiedener Agavenarten gewonnene Faser, die zu Tauen, Seilen und vor allem zu Sisalteppichen verarbeitet wird. Die meisten Sisalfasern werden in Brasilien geerntet. In verschiedenen Entwicklungsländern ist Sisal ein wichtiges Exportprodukt.

Sisalteppich

auch: Sisalteppiche

Die Teppiche haben eine sehr grobe und harte Struktur, weshalb sie vor allem als kleinformatige Fußmatten in Gebrauch sind. Da Schmutzpartikel anders als bei einem normalen Teppichboden nicht auf der Oberfläche haften bleiben, sondern durch diese hindurch fallen, ist die Reinigung solcher Böden mittels Staubsauger schwierig und je nach Leistung des Staubsaugers auch unmöglich.

Sitka

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Sitka ist eine Fichtenart, die an der Westküste von Nordamerika beheimatet ist. Der Splint ist gelblichweiß bis weißlichgrau. Kernholz ist schwach hellbraun bis rosabraun, leicht nachdunkelnd und darum im Gegensatz zu einheimischer Fichte vom Splint noch unterscheidbar. Sitka wird im Innenausbau als Vollholz für Wand- und Deckenverkleidungen, einschließlich Saunaräumen sowie für leichte Rahmenkonstruktionen, Leisten und Bekleidungen, im Musikinstrumentenbau für Orgeln und Resonanzböden verwendet. Als Messerfurnier findet das Holz hauptsächlich für laminierte Teile besonders leichter, tragfähiger Konstruktionen Verwendung.

Sitzlift

Skelettbau

Skelettbauweise

auch: Skelettbau, Gerippebauweise

Das klassische deutsche Fachwerkhaus wurde und wird in Skelettbauweise errichtet. Die Skelettbauweise hat sich aber auch beim Fertighaus-Bau eingebürgert. Die Konstruktion beruht auf der Verbindung von senkrechten Holzständern mit waagerechten Rähmen und Schwellen. Die dabei entstehenden Gefache werden, sofern das statisch geboten ist, mit Holzriegeln verzapft. Allgemein bezeichnet die Skelettbauweise eine Tragkonstruktion aus Stützen, Trägern usw., die mit nichttragenden Elementen ausgefacht wird. Die Stützen und Träger können, wie beim Fachwerk, aus Holz, aber auch aus Stahl oder Stahlbeton sein.

Skimmer

auch: Oberflächenskimmer, Oberflächenabsauger

Der Skimmer (auch Oberflächenabsauger) ist die Öffnung in der Höhe der Wasseroberfläche bei Teichen oder Schwimmteichen, durch die das Beckenwasser durch die Umwälzpumpe angesaugt und in den Filterkreislauf gebracht wird. Das im Filter gereinigte Wasser wird durch Einströmdüsen auf der dem Skimmer gegenüberliegenden Beckenwand wieder zurück in das Becken gepumpt. Bei einem Skimmerbecken ist die Wasseroberfläche ungefähr 20 Zentimeter unter der Beckenoberfläche. Der Beckenoberrand ist glatt verbaut, d. h. die Randplatten schließen direkt an den Beckenkopf. Die (auch verstellbaren) Einströmdüsen und der Skimmer müssen so angeordnet sein, dass der gesamte Inhalt des Beckens von der Umwälzbewegung erfasst wird. Da der Schmutz im Becken zuerst an der Oberfläche schwimmt und erst dann zum Boden sinkt, sind die Einströmdüsen idealerweise in Bodennähe angebracht oder weisen Richtung Beckenboden, damit der Schmutz aufgewirbelt und über den Skimmer dem Reinigungskreislauf zugeführt werden kann.

Skyscraper

siehe Hochhaus

Sockel

Beim Sockel handelt es sich um den unteren, meist besonders abgesetzten Teil eines Bauwerks oder Bauteils. Er dient als Schutz gegen die aufsteigende Bodenfeuchtigkeit und gegen das aufschlagende Spritzwasser des Regens, hier insbesondere bei nicht dauerhaft witterungsbeständigen Baustoffen wie Holz oder Lehm. Der Sockel ist aber auch das ästhetische Bindeglied zwischen dem Gebäude und dem umgebenden Boden und bildet mit der aufstehenden Wand und dem Hauptgesims bzw. dem Dach als oberem Abschluß ein elementares Gliederungsmittel der Architektur.

Sockelgesims

siehe Gesims.

Sockelknie

Zum Überbrücken von Gesimsen, Wand- oder Gebäudeversprüngen können bei den Regen-Fallleitungen Sockelkniestücke eingesetzt werden. Das Sockelknie besteht aus zwei oder mehreren industriell gefertigten Rohrbogen oder aus manuell mittels Gehrung zusammengesetzten sogenannten Sprungrohren.

Sockelleisten

auch: Sockelleiste

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Die klassische Sockelleiste (auch Fußleiste genannt) ist aus Holz, es werden aber auch Sockelleisten, insbesondere Teppichleisten, aus Kunststoff oder Aluminium hergestellt. Sockelleisten aus Holz können aus Massivholz bestehen und lackiert, geölt, furniert oder foliert sein. Unsere Fotos zeigen links den Aufbau einer furnierten Sockelleiste auf einem Massivholzkern (Hersteller KGM) und rechts Sockelleisten des Hersteller PARADOR mit Clipbefestigung und einer Aussparung zur verdeckten Verlegung von Elektrokabeln.

Sockelplatten

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Ein Sockel ist der untere Teil speziell einer Außenwand. Er hat eine gestalterische Aufgabe, dient aber auch dazu, Feuchtigkeit durch aufspritz­enden Regen nicht in das Mauerwerk einer Fassade eindringen zu lassen. Gegen diese Durchfeuchtung können Sockelplatten angebracht werden, die aus speziellem Beton bestehen und in verschiedenen Längen und Breiten angeboten werden - auch mit dekorativen Gesimsen für die Restaurierung klassizistischer Gebäude.

Sockelputz

auch: Sockelputze

Sockelputz wird im Sockelbereich in einer Stärke von mindestens einem Zentimeter aufgetragen. Der Sockelputz dient dem zusätzlichen Schutz vor Spritzwasser im Bodenbereich. Sockelputz wird als Werktrockenmörtel hergestellt und auf der Baustelle mit Wasser angerührt. Die Verarbeitung kann manuell oder maschinell erfolgen. Außensockelputze müssen ausreichend fest sein, wenig wassersaugend und widerstandsfähig gegen kombinierte Einwirkung von Feuchtigkeit und Frost. Sockelputze sind daher in der Regel zementgebundene Putze der Mörtelgruppe P III nach DIN 18 550

Sockelträgerprofil

auch: Sockelträgerprofile

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Das Sockelträgerprofil ist ein winkelförmiges Stahlblech. Es wird eingesetzt, wenn für die Sockelfliesen kein tragfähiger Untergrund vorhanden ist. Dies sind vor allem bei Balkonen und Terrassen an der Wand hochgeführte Bitumenabdichtungen. Das Sockelträgerprofil wird in der Fliesenkleberschicht der Bodenfliesen verankert und an der Wand gegen einen Randstreifen gestellt. An dem senkrechten Schenkel können dann die Sockelfliesen mit Fliesenkleber verlegt werden. (Abbildung: Schlüter Systems)

Soda

Soda zählt zu den Alkalien und ist chemisch gesehen Natriumcarbonat (Formel Na2CO3 ) Natronlauge. Es wirkt stark alkalisch und ätzend, reizt Atemwege, Augen und Haut (nicht aber wenn in der Holzfaser gebunden). Bei einer Holzwolle-Dämmung wird Soda als Brand- und Pilzschutz eingesetzt. Soda ist ein wichtiger Rohstoff beziehungsweise wichtiges Hilfsmittel zur Herstellung von Glas, Bleichmitteln, Waschmitteln, Farbmitteln, Gerbereiprodukten.

Sodalith

Sodalith ist ein auffällig marineblaues Mineral. Die wichtigsten Fundorte sind Brasilien/Bahia, Kanada/Ontario, Indien, Südwestafrika und USA. Für Schmuckzwecke werden meist Cabochons aus derben Aggregaten dieses Steins geschliffen. Sodalith wird vorwiegend im kunstgewerblichen Bereich verarbeitet. Das Gestein ist sehr empfindlich gegen selbst schwache Chemikalien.

Sodenhaus

auch: Sodenhäuser

Das Sodenhaus ist die für das holzarme Island typische Bauweise, die bis in unsere Tage Bedeutung hatte. Auf einer Steinunterlage wurden Häuser errichtet, deren Wände und Dachdeckung aus Torf- oder Grassoden, vermischt mit Stein- und Erdmaterial, bestanden. Die Verwendung des raren und damit kostbaren Holzes wurde auf die Errichtung der Dachkonstruktion (meist ein einfaches Pfettendach) und die Herstellung des Eingangsbereiches beschränkt.

Softbinder

siehe Baumanbinder

Soft Maple

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Diese Ahornart ist im ganzen Osten der USA und in geringerem Maße an der Westküste verbreitet. Das Holz von Soft Marple ist in vieler Hinsicht sehr ähnlich dem von Hard Maple. Infolge seiner weiten Verbreitung ist es örtlichen Farbschwankungen unterlegen. Allgemein ist das Splintholz jedoch gräulich weiß, manchmal mit dunkleren Markflecken. Das Kernholz variiert von hell bis dunkel rötlich braun. Soft Maple lässt sich maschinell gut bearbeiten und ergibt gebeizt und poliert eine ausgezeichnete Oberfläche. Zu nageln, schrauben und verleimen ist das Holz befriedigend. Verwendung findet Soft Maple für Möbel, Vertäfelungen, Innenausbau, Küchenschränke, Leisten, Türen oder Drechslerarbeiten. Oft wird das Holz als Austauschholz für Hard Maple verwendet oder gebeizt, damit es anderen Holzarten ähnelt wie beispielsweise Cherry. Die physikalischen und Bearbeitungseigenschaften machen auch einen Austausch mit Buche möglich.

Sohlbank

Die Sohlbank ist der untere waagrechte Abschluss der Fensteröffnung im Mauerwerk. Da der Regen hier auftrifft, muss sie möglichst fugenlos sein (Natur-Kunststein, Verblechung etc.). Die Vorderkante springt mindestens 4cm über die Mauerflucht vor, damit Regenwasser ohne Auftreffen auf die Wand, abtropfen kann. Die Unterseite der Sohlbank muss eine Wassernase aufweisen.

Sohlplatte

auch: Sohlplatten

Sohlschale

auch: Sohlschalen

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Sohlschalen sind trapezförmig ausgeformte, oben offene Schalen aus Beton. Sie werden zum Beispiel als Entwässerungssystem in Einschnittbereichen (z.B. an Dämmen) eingesetzt. Bei einem Einsatz als Schussrinne ist ein Unterbau aus Magerbeton B15 erforderlich. Dadurch wird ein Unterspülen vermieden. Ein Gefälle ist sorgfältig einzuhalten.

Solaranschlussziegel

auch: Solaranschlußziegel

Ein Solaranschlussziegel ist ein Dachziegel, durch den die Leitungen von Solaranlagen geführt werden können, ohne dass Wasser in den Dachboden dringt. Dazu ist der Solaranschlussziegel mit einem mit Kunststoff ausgekleideten Anschlussstück ausgestattet.

Solardach

auch: Solardächer

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Solardach ist ein technisch nicht einwandfrei zu definierender Begriff für ein Dach, das mit Solarkollektoren versehen ist. Inzwischen spricht man hauptsächlich nur dann von einem Solardach, wenn die Dachfläche überwiegend nicht von Dachsteinen oder Dachziegeln eingenommen wird, sondern von Kollektoren, siehe Zeichnung.

Solarfolie

auch: Solarfolien

Aufbaukollektoren und Fassadenkollektoren bekommen in absehbarer Zeit einen heftigen Mitbewerber - die Solarfolie. Einer Dresdner Firma ist es gelungen, eine Solarfolie zu entwickeln, die über 10 % der einfallenden Sonnenenergie in Strom umwandelt. Die Erfindung beruht auf organischen Solarzellen, bei denen Strom liefernde Moleküle (sogenannte Oligomere) auf Plastikfolien gedampft werden. Die Folien sollen Ende 2012 in Produktion gehen. Sie können an Fassaden und insbesondere an Balkonbrüstungen aus Sicherheitsglas angebracht werden.

Solarium

auch: Sonnenbank, UV-A-Strahlung, UV-B-Strahlung, Solarien

Ein Solarium ist ein Gerät zur Bestrahlung des Körpers mit UV-Licht. Umgangssprachlich wird das Solarium häufig als Sonnenbank bezeichnet. Wichtigster Bestandteil eines Solariums sind die Röhren. Diese UV-Röhren gibt es in unterschiedlichen Leistungsstärken. Für den Hausgebrauch haben die Röhren in der Regel eine Leistung von 80 Watt, in Sonnenstudios ist die Leistung höher und beträgt üblicherweise zwischen 100 und 160 Watt. Bei der Benutzung des Solariums ist dies zu beachten und die Nutzungsdauer entsprechend anzupassen. Neben der Strahlungsstärke spielt auch das Strahlungsspektrum bei der Wahl des Solariums eine Rolle. Dabei wird zwischen UV-A- und UV-B-Strahlung unterschieden. Der UV-A-Anteil sorgt für eine rein oberflächliche Bräune, die zwar schnell eintritt aber auch schnell wieder verblasst. Die UV-B-Strahlung zeigt ihre Wirkung erst nach zwei, drei Tagen. Dafür geht die Bräune tiefer und hält länger an. Der Besuch eines Solariums gilt als die Hauptursache für Hautkrebs, deshalb ist es Minderjährigen seit 2009 verboten, ein Solarium zu nutzen. Ein Solarium hat aber nicht nur gesundheitsschädliche Auswirkungen. In Maßen genossen kann ein Solarium im Winter für ausreichend Licht und Wärme sorgen und bei leichten Depressionen helfen. Auch bei Hautkrankheiten wird mitunter das Solarium zur Therapie eingesetzt.

Solarjalousie

auch: Solarjalousien

Solarjalousien sind Außenjalousien, die die aufprallende Sonnenbestrahlung in elektrische Energie umwandeln. Solarjalousien werden in der Regel senkrecht angebracht. Die Lamellen der Solarjalousie sind mit einer Dünnschichtfolie beschichtet. Diese Folie ist mit Solarzellen versehen.

Solarkollektoren

auch: Sonnenkollektoren, Solarkollektor

Mit Solarkollektoren lässt sich die Sonnenenergie für die Wärmeversorgung nutzbar machen. Sie können auch in unseren Breiten etwa rund 60 Prozent des Energiebedarfs für die Warmwasserbereitung in einem Durchschnittshaushalt decken. Der Rest muss durch eine andere Wärmequelle gedeckt werden. Man unterscheidet Röhrenkollektoren und Flachkollektoren. Obwohl Solarkollektoren inzwischen technisch ausgereift sind, erfordern sie immer noch verhältnismäßig hohe Investitionen, weshalb bei der Entscheidung für solch eine Anlage häufig der Umweltgedanke im Vordergrund steht. Solaranlagen werden aber auch durch zahlreiche Förderprogramme unterstützt. Nach Art der Befestigung werden Indachkollektoren, Aufbaukollektoren und Fassadenkollektoren unterschieden.

Solarkonstante

Die Solarkonstante bezeichnet die Strahlungsleistung der Sonne, die auf der Erdoberfläche senkrecht auf einen Quadratmeter trifft. Sie beträgt auf Meereshöhe 1,37 kW/m², in 3.400m Höhe 1,6 kW/m² und im Weltraum 1,9 kW/m². Im Weltraum ist die Sonnenstrahlung fast konstant. Auf der Erde ist sie jedoch neben Tages- und Jahreszeit auch von Breitengrad und Witterung abhängig.

Solarkraftwerk

Solarkraftwerke dienen dazu, Solarenergie in Strom umzuwandeln. Dabei werden je nach Art der Energieumwandlung unterschiedliche Kraftwerkstypen unterschieden. In photovoltaischen Kraftwerken wird Solarenergie direkt in Strom umgewandelt. In solarthermischen Kraftwerken wird mit Solarenergie Wärme erzeugt und damit Dampf, der dann wiederum zur Stromerzeugung eine Turbine mit Generator antreibt.

Solarleuchte

auch: Solarleuchten

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Solarleuchten kommen da zum Einsatz, wo die Sonne scheint bzw. Tageslicht vorhanden ist, also im Freien - speziell in Gärten und Vorgärten. Solarleuchten gewinnen ihre Energie über eingebaute Solarzellen, wobei superhelle LEDs oder lichtstarke Leuchtstoffröhren als Leuchtmittel dienen. Ein Dämmerungssensor schaltet die Solarleuchten ebenso selbstständig ein, wie er sie auch wieder ausschaltet. Die im Handel angebotenen Solarleuchten haben eine Leuchtdauer von ca. acht Stunden. Die Modelle haben ein sehr unterschiedliches Design. Unter anderem werden sie auch als Einbauleuchten in imitierten Gartensteinen angeboten oder als Solar-Pflastersteine für die Beleuchtung von Terrassen und Zufahrten.

Solar-Pflasterstein

auch: Solar-Pflastersteine

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Solar-Pflastersteine sind natürlich keine richtigen Steine, sondern Solarleuchten, die in ihren Ausmaßen für den Einbau in einem Pflastersteinverband geeignet sind. Sie erzielen ihre Leuchtkraft über ein Solarmodul, das in die Abdeckung aus Sicherheitsglas eingebaut ist. Wie bei den Solarleuchten, schaltet auch hier ein Dämmerungssensor den Solar-Pflasterstein selbständig ein und wieder aus. Als sog. "Akzentlichter" verbreiten die "Steine" soviel Licht, dass Zufahrten, Terrassen und Gehwege zwar nicht ausgeleuchtet, aber ausreichend erhellt werden, um nachts den Menschen die Orientierung zu erleichtern.

Solartechnik

Solartechnik ist die Technik, die aus der Umwelt entnommene, überleitete, direktgenutzte oder im Speicher gesammelte Energie aus Sonnenstrahlung nutzbar macht. Es wird unterschieden in Solarthermie und Photovoltaik.

Solarthermie

Solarthermie ist die Übertragung der Wärme aus der Sonnenenergie auf ein Medium in einem geschlossenen System. Die Solarthermie kann zur Brauchwassererwärmung und auch zur Heizungsunterstützung genutzt werden. Verwendet werden hierfür Flach- und Vakuumröhrenkollektoren. Vorteil der Flachkollektoren ist der günstigere Preis, während Vakuumröhren weniger Platz benötigen. Besonders die gestiegenen Preise für fossile Energieträger wie Kohle und Gas können den Ausschlag für den Bau einer thermischen Solaranlage zur Unterstützung der Brauchwasser-erwärmung und auch der Heizungs-unterstützung geben. Thermische Solaranlagen sind technisch ausgereift und besitzen eine Nutungsdauer von über 20 Jahren. Sie liefern in unseren Breiten genug Energie, um bis zu 60 Prozent des jährlichen Energiebedarfs zu decken. Wenn Sie die Heizung erneuern, investieren sie damit in die nächsten 20 bis 25 Jahre angesichts steigender Öl- und Gaspreise und einer immer unsichereren Versorgungssituation sollte man vorausschauend planen und investieren. Der Einbau einer thermischen Solaranlage bietet sich insbesondere bei einer Heizungserneuerung oder einer Dachneueindeckung an. In einem geplanten Neubau sollte sie von vornherein mit eingeplant werden, wenn die Voraussetzung einer nach Süden oder Südwesten/Südosten ausgerichteten unverschatteten Dachfläche gegeben ist. Im Laufe ihrer Lebenszeit liefert eine Solaranlage übrigens zehnmal mehr Energie als zu ihrer Herstellung nötig war.

Solid Surface Werkstoff

auch: Solid, Surface, Werkstoffe

Die Übersetzung für "Solid Surface" bedeutet Festkörperoberfläche. Gemeint sind Mineralwerkstoffe.

Sollbruchstelle

auch: Sollbruchstellen

siehe Scheinfuge.

Söller

siehe Altan

Sollmaß

auch: Sollmaße

siehe Nennmaß.

Sollrissstelle

auch: Sollrissstellen

siehe Scheinfuge.

Solnhofener Platten

Solnhofer Platten

auch: Solnhofer, Platte

Der Solnhofer bzw. Solnhofener Plattenkalk ist ein extrem dichter, sehr feinkörniger und homogener, cremefarbener bis blaßockergelber Kalkstein mit plattiger Absonderung. Wegen seiner ausgezeichneten ebenen Spaltbarkeit wird er daher auch als Solnhofer Schiefer bezeichnet. Das Gestein lagert in 7 mm bis 27 mm dicken Schichten, den „Flinzen“. Die Flinze werden mit der Hand mittels Meißel und Brechwerkzeug abgehoben. Wegen der gleichmäßigen Dicke können die Solnhofer Platten problemlos verarbeitet werden. Zudem gelten sie als der härteste Kalkstein der Erde. Solnhofer Platten sind ein beliebtes Baumaterial. Sie werden als Bodenbelag, Wand- und Kaminverkleidungen, Setz- und Trittstufen, Treppensockel oder Fensterbänke verwendet. Die Platten sind bruchrauh oder bearbeitet mit angeschliffener, feingeschliffener und polierter Oberfläche zu erhalten.

Solnhofer Schiefer

Sommersmog

siehe Photosmog.

Sonderabfall

auch: Sondermüll, Sonderabfälle

Als Sonderabfälle werden solche Abfälle bezeichnet, die sich wegen ihrer Art (giftig, geruchsbelästigend, gewässerschädigend u. a.) oder ihrer Menge nicht zusammen mit Hausmüll oder hausmüllähnlichen Abfällen behandeln lassen.

Sonderbalken

siehe Zierbalken